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Digitale Medien haben längst unseren Alltag erobert – ein Leben ohne Internet, Handy und Tablets ist für Kinder und Jugendliche, aber auch für viele Erwachsene kaum vorstellbar. Kinder und Jugendliche wachsen mit den digitalen Medien wie selbstverständlich auf. Vielen Eltern fällt es schwer, da noch Schritt zu halten – das führt zu Unsicherheiten.

Hier finden Sie schnelle Hilfe und Anregungen, wie Sie Ihre Kinder bei der sicheren und verantwortungsvollen Verwendung von Internet, Handy & Co. unterstützen können.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Wie kann ich mein Kind bei der kompetenten Internetnutzung unterstützen?

Das Internet ist aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Auch Arbeitgeber/innen erwarten zunehmend, dass junge Erwachsene kompetente Computer- und Internetnutzer/innen sind. Daher ist es wichtig, dass Kinder schon früh lernen, das Internet richtig und vor allem auch kritisch zu nutzen. Nur so können sie von den vielen Chancen – die im Vergleich zu den Risiken deutlich überwiegen – profitieren.

  • Informieren Sie sich über die Online-Aktivitäten Ihres Kindes und machen Sie – gerade am Anfang – gemeinsame Online-Erfahrungen.
  • Lernen Sie mit Ihrem Kind mit. Um Orientierungshilfe zu geben und Ihr Kind sicher durch das Internet zu lotsen, ist ein Mindestmaß an Know-how notwendig.
  • Erwachsene, die nur verbieten oder – ohne selbst Erfahrungen gemacht zu haben – das Internet laufend kritisieren, werden von den Kindern nicht ernst genommen.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, Dinge kritisch zu hinterfragen und selbstbewusst auch einmal „gegen den Strom zu schwimmen“. Finden Sie Argumente und Beispiele, die zeigen, warum man sich nicht immer blind nach der Mehrheit richten sollte.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Kind Dinge erklären, die Sie nicht kennen oder verstehen. Es ist ganz normal, dass wir als Erwachsene ab und zu auf Erklärungen der Kinder angewiesen sind. Gerade wenn es um das Internet geht, lernt man niemals aus.
  • Kinder können im Internet unerwünschte Inhalte finden (Gewalt, Rassismus, Pornografie etc.). Das kann Ihr Kind verwirren und auch verstören. Stehen Sie stets als Vertrauensperson zur Verfügung.
  • Reagieren Sie nicht „besserwisserisch“, wenn Ihr Kind in eine problematische Situation gerät, vor der Sie schon immer gewarnt haben. Unterstützen Sie Ihr Kind viel mehr dabei, aus Fehlern zu lernen.
  • Achten Sie auf Alarmsignale. Ihr Handeln ist gefragt, wenn Ihr Kind etwa nur mehr am Computer spielt, sich keine Freund/innen mehr melden oder die Schulleistungen rapide abfallen.
  • Stellen Sie gemeinsame Regeln auf. Erklären Sie Ihrem Kind den Sinn von Regeln, damit es diese versteht und akzeptiert.

Weiterführende Links:

Was soll/darf mein Kind ab welchem Alter am Computer und im Internet tun?

bis 3 Jahre:
Die Kinder ahmen das Computerverhalten ihrer Eltern nach. Die komplexen Internetwelten spielen noch keine Rolle und werden nicht weiter wahrgenommen.

  • Lassen Sie Ihr Kind praktische Erfahrungen sammeln.
  • Das Tippen auf der Tastatur macht den Kindern Spaß. Sie möchten gerne die Maus benutzen und versuchen die Tasten, die sie kennen (z.B. die Lautstärke- Taste), immer wieder zu benutzen.
  • Gehen Sie auf altersgemäße Websites und lassen Sie Ihr Kind immer wieder die gleichen Seiten anschauen. Zwischendurch kann es auch spannend sein, einen kurzen Film auf YouTube anzuschauen oder Bilder zu einem speziellen Thema (Bagger, Pferde …) auf Flickr zu suchen.
  • Sorgen Sie zwar für Abwechslung, überfordern Sie Ihr Kind aber nicht durch zu viele unterschiedliche Angebote.

4 bis 6 Jahre:
Lern- und Spielprogramme („Edutainment“) wecken zunehmend das kindliche Interesse. Kurze Filme und kleine Spiele sind jetzt spannend. Ihr Kind kann bereits alleine am Computer arbeiten und sich selbst durch altersgemäße Websites navigieren.

  • Unternehmen Sie gemeinsame Ausflüge in das Internet, beispielsweise auf Websites, die den Kindern bereits von anderen Quellen (Fernsehen, Bücher, Lieder, Freunde) bekannt sind. Sie werden dort oft kleine Spiele oder kurze Filme zum Durchklicken finden. Hat Ihr Kind eine solche Website bereits mehrfach mit Ihnen besucht, kann es die Navigation alleine bedienen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht lange alleine im Internet, sonst wird es bald frustriert sein. Zu viel Text verhindert das ungestörte Fortkommen.
  • Eine gute Website zum Selbstnavigieren für Vorschulkinder ist die Seite mit dem Elefanten – bekannt aus der „Sendung mit der Maus“. Diese Website beinhaltet keine Textpassagen und Kinder können sich an Hand von Bildern sehr schnell selbst orientieren. Siehe auch: Wo finde ich empfehlenswerte Kinderseiten?
  • Empfehlenswerte Kinder-Apps finden Sie z.B. bei:  www.kinderappgarten.de, www.iphonekinderapps.de oder www.kinderapps.info
  • Kinder-Video Sicher unterwegs im Internet

7 bis 11 Jahre:
Das Internet mit seinen vielfältigen Angeboten wird zunehmend spannender. Kinder gehen jetzt auch im Netz gerne ihren Hobbys nach. Egal ob Starporträts oder Sportidole – die Kinder haben Interessen und das Internet bietet dazu spannende Inhalte. Spielen ist in diesem Alter besonders beliebt, zunehmend auch die Kommunikation mit Freunden und Gleichaltrigen (z.B. über Chats). Nun sind die Eltern besonders gefragt!

  • Sie können gemeinsam geeignete Websites auswählen und als Favoriten (Lesezeichen) abspeichern.
  • Lassen Sie Ihr Kind anfangs nicht alleine. Wenn Ihr Kind zunehmend kompetenter und verantwortungsbewusster mit dem Internet umgeht, können Sie es versuchsweise auch einige Zeit alleine oder mit Freund/innen auf Erkundungsreise durch das WWW schicken.
  • Sie können Filterprogramme einrichten, um ein gefahrloses Surfen zu unterstützen. Dabei dürfen Sie aber nicht vergessen, dass auch die besten Filterprogramme keine absolute Sicherheit bieten. Siehe auch: Filterprogramme & Co. – wie kann ich den Computer sicherer machen?
  • Das richtige Suchen im Netz will gelernt sein. Begleiten und helfen Sie bei der Auswahl von Suchbegriffen. Das Kind soll die „Realität“ im Umgang mit dem Medium erleben und erlernen. Siehe auch: Sicher Suchen im Internet – wie kann ich mein Kind unterstützen?
  • Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für Ihr Kind, das 10-Finger-System zum Tippen zu erlernen. Spiele helfen dabei.

Ab 12 Jahre:
Das gesamte Spektrum der digitalen Medienwelt wird genutzt. Nun kennen sich die Kinder zunehmend besser in den Online-Welten aus und beginnen virtuelle Kontakte aufzunehmen, Musik aus dem Netz zu ziehen und auch Filme zu kopieren. Die Online-Zeiten nehmen stark zu und das Internet kann zu einem beachtlichen Kostenfaktor im familiären Budget werden. Ihr Kind hat Sie hinsichtlich Wissen und Erfahrung mit Internet-Angeboten jetzt vielleicht bereits überholt. Nun heißt es für Eltern souverän zu bleiben!

  • Ein ängstliches Reagieren auf die medialen Vorlieben der jungen Erwachsenen ist ebenso wenig ratsam wie eine zu lässige Haltung.
  • Seien Sie neugierig! Beteiligen Sie sich an der Welt Ihrer Kinder und sagen Sie ruhig, wenn Ihnen dabei etwas nicht gefällt.
  • Verbote greifen jedoch nur, wenn diese glaubhaft sind.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Kompetenz schätzen und fragen Sie durchaus auch einmal um Unterstützung im technischen Bereich.
Wie bespreche ich Risiken bei der Internetnutzung?

Bestimmte Inhalte oder Verhaltensweisen sind für Sie bedenklich, ohne dass Ihr Kind den geringsten Anstoß daran findet. Andere Risiken werden sie beide ähnlich einschätzen. Versuchen Sie bei allen Themen eine gute Gesprächsbasis mit Ihrem Kind zu finden.

Mögliche Anhaltspunkte für ein Gespräch:

Ihr Kind …

  • veröffentlicht im Internet persönliche Daten (Name, Adresse, Handynummer, Geburtsdatum etc.).
  • ist online nachteilig auf Fotos abgebildet (z.B. leicht bekleidet, alkoholisiert).
  • möchte alleine eine Chat-Bekanntschaft treffen.
  • kann schwer einschätzen, wer hinter einer Online-Identität steckt.
  • ist in eine Abzocke-Falle getappt, indem es sich z.B. für eine vermeintlich      kostenlose Leistung auf einer Website mit Namen und Adresse registriert      hat.
  • lädt illegal Filme und Musik aus dem Netz und hat dafür vielleicht sogar  schon einmal eine Abmahnung erhalten.
  • sucht gezielt nach problematischen Inhalten (Pornografie, Gewalt,     Magersucht, Selbstmord …) im Internet.
  • zieht in Facebook oder Foren über andere Personen her (z.B. Lehrer/innen, Mitschüler/innen).
  • spielt stundenlang am Computer, sodass andere Lebensbereiche (Schule,     Freunde, Sport …) darunter leiden.
  • fügt per „Copy & Paste“ und ohne die Angabe von Quellen Inhalte aus dem Netz in Hausübungen/Referate/Fachbereichsarbeiten ein.
  • übernimmt unkritisch Inhalte aus dem Netz.

Erklären Sie Ihrem Kind offen und ohne „besserwisserisch“ zu sein, warum eine bestimmte Verhaltensweise oder ein bestimmter Inhalt im Internet bedenklich sein kann. Lassen Sie sich erzählen, was Ihr Kind im Netz macht und finden Sie gemeinsam einen Kompromiss.

Weiterführende Links:

Welche Inhalte sind für Kinder und Jugendliche gesetzlich verboten?

Das Jugendschutzgesetz ist in Österreich auf Landesebene geregelt. In jedem Bundesland gibt es leicht unterschiedliche Bestimmungen. Überall gleich ist jedoch, dass die Weitergabe von z.B. pornografischen, nationalsozialistischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten an Jugendliche verboten ist und Jugendliche solche Inhalte auch nicht besitzen dürfen. Bei Verstößen sind für Erwachsene meist Geld- und sogar Freiheitsstrafen, für Jugendliche verpflichtende Beratungsgespräche und u.U. auch Geldstrafen vorgesehen.

Zum Thema „Jugendgefährdende Medien, Gegenstände und Dienstleistungen“ lauten zum Beispiel die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes in Niederösterreich und im Burgenland:

Das Anbieten, Vorführen, Weitergeben und Zugänglichmachen von Medien, Datenträgern, Gegenständen und Dienstleistungen an Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist verboten, wenn sie Jugendliche in ihrer Entwicklung gefährden können. Solch eine Gefährdung ist anzunehmen, wenn dadurch

  • kriminelle Handlungen von menschenverachtender Brutalität oder Gewaltdarstellungen verherrlicht werden,
  • Menschen aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts diskriminiert werden oder wenn
  • die Darstellung einer die Menschenwürde missachtenden Sexualität beinhaltet wird.
(Quelle: help.gv.at)


Sobald Eltern wissen
, dass ihre Kinder nach dem Jugendschutzgesetz verbotene Inhalte auf Ihr Handy oder Ihren Computer geladen haben, müssen sie diese löschen bzw. löschen lassen. Eltern sind jedoch nicht verpflichtet, die Handys oder Computer ihrer Kinder laufend bzw. ohne konkreten Verdacht auf jugendschutzgefährdende Daten zu kontrollieren.

Auch Lehrende haben bei konkretem Verdacht auf rechtswidrige Inhalte auf Handys von Schüler/innen die Pflicht, die Handys zu kontrollieren und ggf. abzunehmen.

Zögern Sie nicht, illegale Inhalte (z.B. Kinderpornografie) im Internet zu melden, z.B. an www.stopline.at oder die Meldestellen des Bundeskriminalamts.

Weiterführende Links:

Wie kann ich mein Kind vor Kostenfallen im Internet schützen?

Im Internet kommen Kinder auch mit kostenpflichtigen Angeboten in Kontakt. Es ist durchaus üblich, dass sie gemeinsam mit den Eltern kleinere Geschäfte im Netz abschließen. Mit der Verbreitung von Handy-Apps werden diese Käufe häufiger. Deshalb ist es wichtig, Kostenfallen möglichst früh zu erkennen. Dazu gehören z.B. vermeintliche „Gratis“-Angebote oder Gewinnspiele, die die Eingabe persönlicher Daten voraussetzen, sowie kostenpflichtige Premium-Accounts bei Spielen.

Vorsicht: „Gratis“-Angebote im Internet!

Gerade für Kinder ist die Verlockung sehr groß z.B. online an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Dabei werden Name und Adresse oft viel zu leichtfertig preisgegeben. Auch Abzocke-Websites arbeiten oft mit Gewinnspielen. Die Kostenhinweise werden von den Abzocke-Firmen – wenn überhaupt – im Kleingedruckten versteckt. Einige Wochen später folgt dann die böse Überraschung per Post: Eine Rechnung flattert ins Haus und bezahlt man diese nicht, wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt gedroht. In der Regel besteht aber kein Anspruch der unseriösen Firma auf Zahlung! Der Internet Ombudsmann führt eine regelmäßig aktualisierte Watchlist von unseriösen Web-Angeboten. Siehe auch: Internet-Abzocke mit vermeintlichen „Gratis“-Angeboten: Muss ich zahlen?

Persönliche Daten gehen Fremde nichts an!

Ein leichtfertiger Umgang mit persönlichen Daten kann unangenehme Folgen haben. Wer sich für Registrierungen, Newsletter und ähnliches eine zweite E-Mail-Adresse anlegt, kann die private E-Mail-Adresse vor Spam und unerwünschter Kontaktaufnahme schützen. Generell gilt: Lieber genau überlegen, ob man sich bei einer Website mit dem echten Namen anmeldet oder doch besser mit einem Pseudonym. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es Sie um Erlaubnis fragt, wenn es ein Programm downloaden oder sich auf einer Website registrieren möchte.

Weiterführende Links:

Wo finde ich empfehlenswerte Kinderseiten?

Gute Startpunkte für die Entdeckungsreise Ihres Kindes im Internet sind:

Weiterführender Link:

Sicher suchen im Internet – wie kann ich mein Kind unterstützen?

Die meisten Entdeckungsreisen im Internet starten mit einer Suchmaschine. Viele der Websites, die bekannte Suchmaschinen wie Google oder Bing auflisten, sind aber für Kinder wenig geeignet. Auch die Auflistung der Ergebnisse ist auf den ersten Blick recht unübersichtlich. Zudem verleiten Suchmaschinen oft zu „sinnlosem“ Surfen, bei dem das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird.

  • Aktivieren Sie die Filterfunktion in Suchmaschinen ( „SafeSearch“ in den Einstellungen), um z.B. pornografische Inhalte zu unterdrücken. Bedenken Sie aber: Je älter Ihr Kind ist, desto leichter kann es Suchmaschinenfilter umgehen und desto wichtiger werden Gespräche über problematische Inhalte. Außerdem arbeiten Filter nie 100%ig genau.
  • Für die Jüngsten ist die Nutzung von speziellen Kinder-Suchmaschinen sinnvoll. Diese listen nur redaktionell gefilterte, kindgerechte Inhalte auf. Auch Werbung und Pop-Ups werden meist unterdrückt. Eine Liste von Kinder-Suchmaschinen gibt es auf www.klick-tipps.net/suchmaschinen.

Wahr oder falsch im Internet?

Vor allem jüngere Kinder glauben oft, dass alles, was im Internet steht, stimmt. Sie übernehmen vermeintliche Fakten ungeprüft und verbreiten diese dann weiter. Das Überprüfen von Quellen ist für Kinder nicht so leicht nachvollziehbar – dieser Prozess muss daher erlernt und immer wieder geübt werden. Ziel ist es, dass Kinder Online-Quellen besser einschätzen lernen und Informationen aus dem Internet kritisch betrachten.

Tipps:

  • Lassen Sie Ihr Kind in unterschiedlichen Suchmaschinen suchen.
  • Achten Sie auf die Rechtschreibung von Suchbegriffen. Nach Eigennamen wird am besten unter Anführungszeichen gesucht („Maria Meier“).
  • Üben Sie mit Ihrem Kind Suchbegriffe unterschiedlich zu formulieren und auf den Punkt zu bringen (z.B. „Foxterrier“ statt „Hund“).
  • Schauen Sie sich gemeinsam den Vorschau-Text der ersten Treffer an und ändern Sie den Suchbegriff, falls keine passenden Links aufscheinen.
  • Gibt es ein Impressum, Logos oder sonstige Erkennungszeichen, die angeben, wer hinter der Website steht? Kann Parteilichkeit vorhanden sein? Sind die Herausgeber/innen bzw. die Autor/innen für das entsprechende Thema kompetent genug?
  • Woher stammen die Informationen, die auf der Website stehen (Quellenangaben)? Wie aktuell sind die Informationen?
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es Informationen aus dem Internet mit anderen Quellen (z.B. Bücher) überprüfen kann. Web-Inhalte sollten immer mit mind. 2-3 anderen Quellen gegengecheckt werden.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie man Werbung erkennt und zeigen Sie Beispiele (z.B. bezahlte Links in den Suchergebnissen).
  • Thematisieren Sie auch, warum Wikipedia nur begrenzt geeignet ist, beispielsweise weil die Inhalte nicht immer verständlich sind oder stimmen. Wikipedia ist ein guter Start für die Internetsuche, es erspart aber nicht einen intensiven Quellenvergleich.

Weiterführender Link:

Mein Kind hört nicht mehr auf mich – ist jetzt alles verloren?

Je älter Kinder werden, desto stärker zählt die Meinung der Freund/innen bzw. das, was gerade in der Peergroup angesagt ist. Eltern haben dann oft das Gefühl, nicht mehr an ihre Kinder heranzukommen – etwaiges „Fehlverhalten“ der Kinder müssen sie aber trotzdem „ausbaden“.

Bedenken Sie dabei immer:

  • Das Ausreizen und Übertreten von Grenzen im jugendlichen Alter ist eine Herausforderung, der sich Eltern (und auch Lehrende) immer wieder stellen müssen. Dieser Prozess gehört zu einer normalen Entwicklung in der Adoleszenz.
  • Erinnern Sie sich an Ihre eigene Jugend – wahrscheinlich gab es da auch einige Dinge, die Ihren Eltern nicht so ganz gepasst haben. Seien Sie daher nicht allzu kritisch, was z.B. die Online-Aktivitäten Ihres Kindes betrifft.
  • Oft eskalieren Konflikte zum Medienverhalten von Kinden (z.B. exzessives Computerspielen, Pornos-Schauen im Internet) stellvertretend für andere, viel grundlegendere „Schieflagen“ in der Eltern-Kind-Beziehung (z.B. Kind hält sich nicht an Regeln der Eltern). Wenn Sie diese Konflikte selbst nicht lösen können, holen Sie sich professionellen Rat (z.B. bei Familienberatungsstellen).
  • Zeigen Sie Interesse an der Lebenswelt Ihres Kindes und bleiben Sie im Gespräch – auch wenn Ihr Kind vielleicht nicht immer (gleich) so begeistert davon ist. Vesuchen Sie den Einstieg über „allgemeine“ Fragen (z.B. Was macht man eigentlich so auf Facebook?) und lassen Sie sich die Dinge, die Ihrem Kind im Internet und am Handy Spaß machen, erklären. Reagieren Sie nicht „besserwisserisch“ oder ablehnend.
  • Eltern haben eine andere Rolle als die eines Freundes/einer Freundin – das gilt auch für Facebook. Akzeptieren Sie es, wenn Ihr Kind dort nicht mit Ihnen „befreundet“ sein will. Eine Kontrolle Ihres Kindes über Soziale Netzwerke & Co. ist im jugendlichen Alter völlig zwecklos. Eine gute Vertrauensbasis zu Ihrem Kind bleibt wichtig, auch wenn die Peers inzwischen mehr Einfluss haben.
  • Sehen Sie sich selbst nicht (mehr) als geeignete Vertrauensperson für Ihr Kind, weil einfach zu viel vorgefallen ist, sorgen Sie dafür, dass diese wichtige Rolle von jemand anderem übernommen wird: Onkel, Tante, Lehrer/in ...
Welche Services bietet Saferinternet.at für Eltern?
  • Fragen & Antworten rund um die Uhr. Die Website www.saferinternet.at  liefert Ihnen zahlreiche Informationen und Tipps für den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Internet und Handy.
  • Kostenlose Ratgeber und Broschüren – zum Bestellen oder Downloaden in unserem Broschürenservice.
  • Workshops für Schüler/innen. Wir kommen an die Schule und bearbeiten mit den Schüler/innen aktuelle Safer Internet-Themen: Datenschutz, Urheberrecht, Umgang mit Quellen, Netiquette … Besonders bewährt haben sich unsere Workshops in der 8. und 9. Schulstufe. Anfrage stellen
  • Elternabende. Wenn Sie mehr über ein spezielles Safer Internet-Thema erfahren möchten, referieren wir dazu gerne an einem Elternabend. Wir bringen Broschüren und Unterlagen mit und stehen für Fragen direkt zur Verfügung. Anfrage stellen
  • Elterntest: Mein Kind im Netz – welcher Elterntyp bin ich? Finden Sie heraus, wie Sie in Sachen Internet-Erziehung „ticken“. Zum Elterntest
  • Folgen Sie uns auf Facebook. Auf www.facebook.com/saferinternetat informieren wir regelmäßig über aktuelle Safer Internet-Themen und Aktivitäten von Saferinternet.at.

Computerspiele

Wo finde ich „gute“ Computerspiele?

Die BuPP (Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen) testet Spiele und gibt Empfehlungen über gute Computerspiele ab. Auf der Website der BuPP finden Sie eine Liste empfehlenswerter Computerspiele für Kinder und Jugendliche, die nach folgenden Kriterien beurteilt wurden:

  • Das Spiel bietet einem Kind oder Jugendlichen der angegebenen Altersgruppe viel Spaß.
  • Eltern können sich darauf verlassen, dass von den Inhalten und der Spielgestaltung keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes zu befürchten sind.
  • Das Spiel schöpft die positiven Potenziale, die Computer- und Konsolenspiele grundsätzlich bieten können, möglichst gut aus.

Weiterführende Links:

Wie lange soll ich mein Kind spielen lassen?

Bei kleinen Kindern ist dies noch relativ einfach einzuschätzen: da Computer- und Konsolenspiele viel Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern, wird bei Vorschulkindern nach etwa 20-30 Minuten die Grenze erreicht sein. Zu Beginn der Volksschule können es auch schon mal 50 Minuten werden. Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen – Sie werden bald ein Gefühl dafür haben, wann es für Ihr Kind genug ist.

Für ältere Kinder eignen sich gemeinsam vereinbarte Regeln zum Spielen viel eher als eine tägliche Höchstgrenze. Wichtig ist, dass Schulaufgaben, Sport und Bewegung, andere Hobbys, Familie und Freunde nicht zu kurz kommen.

Es spricht übrigens nichts dagegen, wenn Spiel-Sessions gelegentlich etwas länger dauern. Sobald jedoch das Computerspielen zur einzigen und dauernden Freizeitbeschäftigung wird, sollten Sie Alternativen anbieten.

Weiterführende Links:

Machen Computerspiele gewalttätig?

Haben Sie keine Angst vor „brutalem“ und „blutigem“ Bildschirmgeschehen – durch ein Computerspiel alleine wird ihr Kind sicherlich nicht gewalttätig! Wenn Sie ein Spiel nicht gut finden, Ihr Kind aber davon fasziniert ist, wird ein reines Verbot meist wenig oder nur sehr kurzfristig etwas bewirken. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und lassen Sie sich erklären, was da gespielt wird und warum das so gut gefällt. Erläutern Sie Ihrem Kind Ihre Sorgen und Bedenken. Manchmal wirkt ein Computerspiel auf einen Beobachter schlimmer, als es tatsächlich ist.

Warum Gewaltdarstellungen in Spielen so attraktiv sind, dafür gibt es ganz unterschiedliche – und teilweise auch „harmlose“ – Gründe. Wenn Ihr Kind aber versucht, eigene Gewalterfahrungen durch brutale Spiele zu verarbeiten oder es darin bestärkt wird, Gewalt als geeigneten Weg zur Konfliktlösung zu sehen, sollten Sie Hilfe aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Sie Verhaltensveränderungen (Aggressivität etc.) an Ihrem Kind bemerken. Exzessives Interesse an Gewalt in Computerspielen ist meist ein Hinweis auf ein Problem im Leben Ihres Kindes, aber kaum je die Ursache für dieses Problem!

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Ist mein Kind spiel- bzw. onlinesüchtig?

Die gute Nachricht vorweg: Nur sehr wenige Personen, die viel Zeit am Computer verbringen, sind wirklich krankhaft süchtig! Sucht ist eine Krankheit, keine Inkonsequenz im eigenen Verhalten. Nicht die Dauer und die Intensität des Spielens entscheiden über Sucht oder Nicht-Sucht, sondern eher die Beweggründe, die jemanden veranlassen, am Computer zu spielen bzw. online zu sein. Für das Bedürfnis, ständig online sein zu müssen und sich auf dem Laufenden zu halten, hat sich der Begriff "FOMO - Fear of Missing Out" etabliert (in etwa: "Angst, etwas zu verpassen"). Diese Angst wird durch Smartphones und Soziale Netzwerke verstärkt, ist aber ebenfalls kein Krankheitsbild.

Wann sollten Sie professionelle Hilfe holen?

  • Nichts anderes geht mehr: Ihr Kind möchte tagein tagaus nur mehr Computerspielen, wichtige Lebensbereiche Ihres Kindes leiden bereits darunter.
  • Kontrollverlust: Ihr Kind kann sich nicht von Computer bzw. Internet lösen, auch wenn es ihm durchaus bewusst ist, dass es eigentlich zu viel ist.
  • Toleranzentwicklung: Die Dosis muss gesteigert werden. D.h. die Tätigkeit muss entweder ausgeweitet oder – wenn auch das nicht mehr möglich ist – intensiviert werden.
  • Entzugserscheinungen: Ist einmal kein Zugang zum Computer/Internet möglich, treten klassische Entzugserscheinungen wie Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Aggressivität und psychisches Verlangen (Craving) auf.
  • Negative soziale Folgen: Es wird in Kauf genommen, dass es zu Konflikten mit Familie, Schule, Arbeitgeber etc. kommen kann.

Eine medizinische Diagnose können in jedem Fall nur Fachkräfte stellen! Hier finden Sie mögliche Anlaufstellen:

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Cyber-Mobbing

Mein Kind wird im Internet/über das Handy belästigt! Was kann ich tun?
  • Nehmen Sie Ihr Kind ernst und geben Sie ihm nicht sofort die Schuld für negative Online-Erfahrungen. Mobbing kann sehr belastend sein, besonders wenn sich Kinder niemandem anvertrauen können. Sollten Sie sich selbst dazu nicht in der Lage fühlen, vermitteln Sie Ihrem Kind eine gute Ansprechperson (z.B. Familienangehörige, Nachbarn, Lehrende, Hotlines wie 147 Rat auf Draht).
  • Sorgen Sie dafür, dass die Diffamierungen im Netz gelöscht werden. Dies können entweder die Verantwortlichen selbst durchführen oder Sie melden es direkt an die Seitenbetreiber. Wenn auch dann nichts passiert, hilft Ihnen der Internet Ombudsmann.
  • Verurteilen Sie Ihr Kind nicht, sondern zeigen Sie, wie man aus Fehlern gemeinsam lernen kann. Stoßen Sie Ihr Kind nicht vor den Kopf, indem Sie „besserwisserisch“ reagieren.
  • Reden Sie mit Ihrem Kind über die Weitergabe persönlicher Daten im Internet. Eine allzu freizügige Darstellung der eigenen Person im Internet (z.B. auf Facebook) kann Angriffsfläche für Cyber-Mobbing sein. Siehe auch: Facebook: Wie schütze ich meine Privatsphäre?
  • Reagieren Sie nicht mit einem Handy- und Internetverbot. Trotz Belästigungen sind Handy und Internet noch immer ganz wichtig für Freizeit und Schule. Wenn Ihr Kind Opfer von Cyber-Mobbing wird, sollte es dafür nicht auch noch bestraft werden! Geben Sie stattdessen konkrete Tipps, wie sich Ihr Kind gegen Belästigungen wehren soll.
  • Versuchen Sie den Täter/die Täterin zu identifizieren und machen sie ihm/ihr bewusst, dass es sich um ein strafbares Delikt handeln kann.
  • Kontaktieren Sie die Eltern des Täters/der Täterin über die Schule bzw. den Ausbildungsplatz. Wenn die Belästigung das Ausmaß einer beharrlichen Verfolgung annimmt oder eine gefährliche Drohung vorliegt, sollten Sie die Polizei verständigen.
  • Zeigen Sie Interesse an der Lebenswelt Ihres Kindes. Informieren Sie sich über die Handy- und Internetnutzung Ihres Kindes, auch wenn es keine Belästigung gibt. Seien Sie sensibel für mögliche Verstörungen Ihres Kindes, gerade im Zusammenhang mit den Handy- und Internetaktivitäten.

Weiterführende Links:

Ungeeignete Inhalte: Gewalt und Pornografie

Wie kann ich mein Kind vor unerwünschten und illegalen Inhalten schützen?

Auch wenn wir uns das oft wünschen würden: eine 100%ige Garantie für sicheres Surfen kann und wird es leider nie geben. Deswegen auf Handy und Internet zu verzichten oder die Nutzung radikal einzuschränken, kann keine Lösung sein. Vergessen Sie nicht: Die Vorteile und Chancen, die digitale Medien bieten, übertreffen die Risiken bei weitem! Ermutigen Sie Ihr Kind, Handy und Internet verantwortungsbewusst zu nutzen und seien Sie nicht zu kritisch bei den Online-Aktivitäten Ihres Kindes. Unter Anleitung können die Risiken sehr gut eingeschränkt werden.

So fördern Sie den kritischen und selbstbewussten Umgang Ihres Kindes mit problematischen Inhalten:

  • Medien gemeinsam entdecken. Begleiten Sie Ihr Kind bei seinen Entdeckungsreisen im Netz. Gemeinsame Erfahrungen erleichtern es, über positive und negative Erlebnisse bei der Mediennutzung zu sprechen.
  • Problematische Inhalte besprechen. Reden Sie mit Ihrem Kind offen über Ihre Einstellungen und Gefühle zu Themen wie Gewalt, Pornografie, Rassismus etc. Machen Sie deutlich, dass das Konsumieren extremer Inhalte kein Ausdruck von „Erwachsen-sein“ ist und es normal ist, dass das einen ganz schön durcheinander bringen kann. Sehen Sie den Austausch als gegenseitige Chance, ohne dabei „besserwisserisch“ rüberzukommen. Siehe auch: Wie bespreche ich Risiken bei der Internetnutzung?
  • Regeln vereinbaren. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, was bei der Internet- und Handynutzung okay ist und was nicht. Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.
  • Technische Filter als Ergänzung. Bei jüngeren Kindern kann die Verwendung von Filterprogrammen am Computer oder am Handy sinnvoll sein. Je älter die Kinder werden, desto wichtiger wird das „Darüber reden“. Siehe auch: Filterprogramme & Co. – wie kann ich den Computer sicherer machen?
  • Nicht „ausflippen“. Behalten Sie einen kühlen Kopf, wenn Ihr Kind mit einem ungeeigneten Inhalt in Berührung gekommen ist. Drohen Sie nicht mit Strafen oder Verboten, sonst verlieren Sie Ihre Rolle als Ansprechperson.
  • Seien Sie Vorbild! Reflektieren Sie auch Ihre eigene Mediennutzung kritisch. Leben Sie Ihrem Kind den Umgang mit Medien vor, den Sie sich von ihm wünschen.

Weiterführende Links:

Filterprogramme, -Apps & Co. – wie kann ich Computer und Smartphone sicherer machen?

Bei kleinen Kindern können technische Schutzmaßnahmen eine sinnvolle Ergänzung sein. Je älter Kinder werden und je gezielter nach entsprechenden Inhalten gesucht wird, desto wirkungsloser werden Filter. Denken Sie daran: Medienerziehung kann nicht an Programme delegiert werden! Kein Programm der Welt kann das „Darüber reden“ ersetzen.

  • Startseite und Bookmarks einrichten. Legen Sie Ihrem Kind ein eigenes Benutzerkonto am Computer an und gestalten Sie den Internet-Browser kindgerecht. Dazu gehören das Anlegen einer eigenen Startseite (z.B. eine Kindersuchmaschine) und das Abspeichern der Lieblingsseiten Ihres Kindes als Lesezeichen. Damit geben Sie Ihrem Kind auf einfache Art und Weise eine gute Orientierungshilfe. Siehe auch: Wo finde ich empfehlenswerte Kinderseiten?

  • Suchmaschinen „familienfreundlich“ einstellen. Aktivieren Sie bei Google oder Bing die „SafeSearch“ in den Einstellungen. Damit werden nicht-jugendfreie Seiten bei den Suchergebenissen ausgeklammert. Für die allerersten Online-Entdeckungsreisen oder wenn Ihr Kind alleine im Internet unterwegs ist, empfiehlt sich der Einsatz spezieller Kinder-Suchmaschinen. Siehe auch: Sicher suchen im Internet – wie kann ich mein Kind unterstützen?

  • Positivlisten erstellen. Mit Positivlisten bestimmen Sie direkt im Internet-Browser, welche Websites Ihr Kind aufrufen kann und sperren automatisch alle anderen. Wählen Sie die Websites für die Positivliste gemeinsam mit Ihrem Kind aus! Siehe auch: Wo finde ich empfehlenswerte Kinderseiten? Anleitung: Im Internet Explorer „Extras >> Internetoptionen >> Inhalte >> Inhaltsratgeber >> Aktivieren“; bei Firefox die Add-ons FoxFilter oder ProCon Latte installieren.

    Auf fragFINN.de finden Sie kostenlose Kinderschutzsoftware , die mit der regelmäßig aktualisieren „fragFINN-Whitelist“ ausgestattet ist.
  • Filterprogramme verwenden. Mit Filterprogrammen können Sie nicht nur bestimmte Websites zulassen oder sperren. Sie blockieren generell Online-Angebote, die definierte Stichwörter enthalten (Porno, Nazi etc.). Manche Programme filtern auch auf Basis einer Vorbewertung von Websites.

    Kostenlose Kinderschutzsoftware gibt es hier: Microsoft Family Safety, Jugendschutzprogramm.de, Parents Friend.

    Beachten Sie aber, dass auch Filterprogramme keinen vollständigen Schutz bieten können:
  • Filter können umgangen und deaktiviert werden.
  • Filter arbeiten nie 100%ig genau: Immer wieder werden unproblematische Websites ausgefiltert und problematische angezeigt.
  • In Tauschbörsen, Chats, Messenger sowie bei sexueller Belästigung, Grooming etc. sind Filterprogramme wirkungslos.
  • Jugendschutzoptionen im Betriebssystem. In modernen Betriebssystemen sind Basis-Kindersicherungen meist integriert, müssen aber erst eingestellt werden. In der Regel können Sie bestimmte Websites sperren und die Benutzungszeiten regeln:
  • In Windows 7 und Windows Vista können im Bereich „Benutzerkonten und Jugendschutz“ die entsprechenden Einstellungen getroffen werden. Windows 8 verfügt über ein "Family Safty Filter".
  • Für Mac-Betriebssysteme ist ebenfalls eine Kindersicherung vorgesehen. Auf der Apple-Website finden Sie Informationen zum Thema „Parental Controls“ für Macs sowie auch für iTunes, iPad, iPhone und iPod Touch.
  • Für Linux-Betriebssysteme kann das Programm Dansguardian als Filterprogramm installiert werden.
  • Kinderschutz-Apps fürs Handy. Inzwischen gibt es zahlreiche Apps für Smartphones, mit denen die Handynutzung für Kinder geregelt werden kann. So können etwa bestimmte Anwendungen oder Funktoinen gesperrt werden.

    iOS: Bei iPhone und iPad können einzelne Anwendungen ganz einfach durch die Einrichtung von Sperr-Codes blockiert werden. Das Portal Schau-hin.info bietet hierzu eine detaillierte Anleitung.
     
    Android: Mit speziellen Apps kann der Zugriff auf einzelne Anwendungen, Kontakte, Funktionen, den PlayStore u.v.m. mit einem Code geschützt werden, z.B. AppLock, App Sperre, Perfect App Lock oder AppLock Master.

    Spezielle Apps zur Kindersicherung wie z.B. Kids PlaceFamigo oder Child-Modus bieten neben der App-Sperre noch weitere Funktionen, wie z.B. eine Begrenzung der Nutzungsdauer, die Sperre der Telefon- und SMS-Funktion, Zugang zu altersgerechten Spielen u.v.m. Eltern können individuell entscheiden, welche Inhalte für Ihr Kind freigeschaltet werden sollen.

    iOS & Android: Für die sichere Internetnutzung am Smartphone empfiehlt sich die Installation spezieller Browser, um unerwünschte Inhalte zu filtern. So können einzelne Websites gesperrt oder freigegeben werden. Die Nutzung des vorinstallierten Browsers wird unterbunden. Z.B. fragFINN-AppSafe Browser, K9 Web Protection, Norton Family.

Weiterführende Links:

Wie kann ich mein Kind vor sexueller Belästigung im Internet schützen?

Die Gefahr vor sexueller Anmache ist eine der Schattenseiten der Nutzung von Sozialen Netzwerken. Zu den negativen Erfahrungen können etwa unerwünschtes „Anbaggern“ durch Gleichaltrige, die Aufforderung von Unbekannten, intime Informationen oder Fotos von sich zu schicken, und – in Extremfällen – das sog. Grooming zählen. Beim Grooming erschleichen sich (vornehmlich männliche) Erwachsene im Internet das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen – mit dem Ziel der sexuellen Belästigung bzw. des Missbrauchs.

Vor Grooming schützen – Tipps:

  1. Für Kinder ist oft auf den ersten Blick nicht erkennbar, wer im Internet das tatsächliche Gegenüber ist. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie einfach es im Internet ist, sich als eine andere Person auszugeben, und dass es sich lohnt, bei Online-Bekanntschaften misstrauisch zu sein. Wenn Kinder und Jugendliche immer wieder hören, dass es im Internet auch Menschen gibt, die Böses im Sinn haben, werden sie schneller wachsam.
  2. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, NEIN sagen zu können. Kinder und Jugendliche, die sich gegen Annäherungsversuche von Beginn an wehren, sind für Sex-Täter/innen schnell uninteressant. Sie suchen sich lieber „leichtere Beute“. „Nein-Sagen“ muss trainiert werden, damit es im Anlassfall klappt.
  3. Stärken Sie Ihr Kind von klein auf darin, auf das eigene „Bauchgefühl“ zu hören. Wird dieses immer wieder verwirrt und gestört, verlernen Kinder, auf ihre Intuition zu achten. Bespiel: Muss das „grausliche“ Bussi der Großtante wirklich sein? Schon hier würde das Bauchgefühl eigentlich NEIN sagen …
  4. Webcams können bei sexueller Belästigung im Internet eine wichtige Rolle spielen. Oft ist nicht klar, wann eine Webcam ein- bzw. ausgeschalten ist. Beschäftigen Sie sich gemeinsam mit den Funktionen der Webcam und klären Sie, wie man diese ausschalten kann, damit keine unerwünschten Bilder übertragen werden. Anfragen von Unbekannten sollten abgelehnt werden.
  5. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es eine Bekanntschaft aus dem Netz niemals ohne eine Begleitperson (Erwachsener oder zumindest Freund/in) treffen darf. Ein Treffen sollte außerdem nur an öffentlichen Orten mit vielen Menschen stattfinden (z.B. Kinocenter, Café …).
  6. Seien Sie eine vertrauensvolle Ansprechperson für Ihr Kind, wenn es unangenehme Erfahrungen im Internet gemacht hat. Wenn Sie mit Strafen drohen, wird ihr Kind nicht mehr mit Ihnen darüber sprechen. Da bei unangenehmen Situationen in der Regel schnelle Hilfe nötig ist, informieren Sie sich schon im Vorfeld über entsprechende Beratungseinrichtungen.


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Hilfe, mein Kind schaut Pornos im Internet!

Pornografische Darstellungen sind im Internet weit verbreitet und sehr leicht zugänglich. Selbst technische Filter am Computer verhindern nicht, dass Jugendliche früher oder später in direkter oder indirekter Weise mit Pornos konfrontiert werden. Immerhin ist Sexualität das Gesprächsthema Nummer eins! Sexuelle Darstellungen im Internet liefern scheinbar genau jene Antworten, die Jugendliche brauchen. In mehr als konkreter Weise wird „alles“ gezeigt. Mit diesem „aufregenden“ Wissen lassen sich Erwachsen-sein und Erfahrung demonstrieren. Den Eltern wird meist nichts von diesen neu gewonnenen Informationen erzählt – der Eindruck, das eigene Kind wäre noch nie mit pornografischen Bildern in Kontakt gekommen, täuscht daher häufig.

Tipps für den Erziehungsalltag:

  • Entspannen Sie sich! Es ist sehr wahrscheinlich, dass so gut wie jeder Bursche mit 12 Jahren schon einmal Pornos gesehen hat – so sagen es zumindest Studien. Das muss aber nicht heißen, dass auch Ihr Kind dies regelmäßig tut.
  • Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind Pornos konsumiert, sprechen Sie es direkt darauf an – und zwar ohne zu moralisieren oder Strafen anzudrohen. Vermitteln Sie, dass Sexualität etwas Positives und das Einholen von Informationen dazu völlig okay ist.
  • Thematisieren Sie, dass Pornos nicht die Realität darstellen. Ziehen Sie einen Vergleich mit Action-Filmen. Auch dort erfolgt die Darstellung durch Schauspieler/innen und technische Tricks!
  • Sprechen Sie rechtliche Aspekte an. Welche Art der Nutzung kann problematisch werden? Es ist auch wichtig, die in der Schule geltenden Regeln zu diskutieren. In vielen Schulen führt der Besitz von Porno-Videos am Handy zu einem Schulverweis. Siehe auch: Welche Inhalte sind für Kinder und Jugendliche gesetzlich verboten?
  • Sagen Sie Ihrem Kind, wo es sich differenzierte Informationen zum Thema Sexualität im Internet holen kann, z.B. auf www.rataufdraht.at. Bieten Sie Ihrem Kind auch Informationsmöglichkeiten außerhalb des Internets an, z.B. die Broschüre Sex, Love und so … (pdf, 732 KB) des BMFJ.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, einen kritischen Umgang mit Medien zu entwickeln. Dazu gehört auch die Fähigkeit, zwischen inszenierter Pornografie und realer Sexualität unterscheiden zu können.

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Handy & Smartphone

Wie kann ich mein Kind bei der sicheren Handynutzung unterstützen?
  • Erkennen Sie die große Bedeutung von Handys für den Alltag von Kindern und Jugendlichen an. Freizeitaktivitäten, Treffpunkte und Klatsch werden via Handy kommuniziert. Auch die ständige Erreichbarkeit für Freund/innen ist ein Muss und deutet nicht automatisch auf eine Handysucht hin.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen, wie es das Handy nutzt. Lassen Sie sich ruhig auch einmal Ihnen unbekannte Handyfunktionen erklären – Ihr Kind wird sich über die Rolle als Expert/in freuen! Das verbessert auch die Gesprächsbasis bei möglichen Problemen.
  • Geheime Kontrollen können zu einem Vertrauensbruch führen. Vergessen Sie nicht, dass auch Ihr Kind ein Recht auf Privatsphäre hat!
  • Sprechen Sie lieber offen mit Ihrem Kind über mögliche Risiken der Handynutzung, z.B. wie das Handy zur Kostenfalle werden kann oder wie auf Belästigungen über das Handy reagiert werden soll.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Regeln für die Handynutzung. Wer zahlt die Handyrechnung? Wer kommt für die Kosten von Apps und In-App-Käufen auf? Muss Ihr Kind beim Herunterladen von Apps um Erlaubnis fragen? Was sind die Konsequenzen, wenn die Kosten das vereinbarte Limit übersteigen? Welche Handynutzung ist ok, welche ist nicht ok (z.B. genutzte Inhalte, Fotos, persönliche Daten)? Was geschieht, wenn andere Inhalte mit dem Handy genutzt werden als ausgemacht? Wie kann Handydiebstahl verhindert werden? Beachten Sie: Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.
  • Schauen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind den gewählten Handytarif an – was kostet wie viel? wann wird es teuer? – und nutzen Sie sinnvolle Sperrmöglichkeiten beim Mobilfunkanbieter (z.B. Mehrwertdienste, Mobiles Internet, Bezahlen mit dem Handy) oder direkt am Gerät (z.B. für In-App-Käufe, Daten-Roaming).
  • Drohen Sie nicht mit einem Handyverbot, sonst wird sich Ihr Kind möglicherweise bei Problemen nicht an Sie wenden.

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Die Handyrechnung ist zu hoch – was tun?
  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wer die Handyrechnung bezahlt und was passiert, wenn die vereinbarten Kosten überschritten werden.
  • Wählen Sie den für die Bedürfnisse Ihres Kindes günstigsten Mobilfunkanbieter und Tarif. Siehe auch: Wie finde ich den geeignetsten Handytarif?
  • Als Einstieg für Kinder sind Wertkartenhandys sinnvoll, da hier ein genauer Überblick über die Kosten gegeben ist.
  • Bewusstes Handyverhalten: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was das Telefonieren, SMS senden, Internet surfen etc. beim jeweils gewählten Tarif kostet – vor allem dann, wenn die Monatslimits überschritten werden. Eine Überschreitung der Limits kann schnell hohe Kosten verursachen!
  • Weisen Sie Ihr Kind auf die Kosten von Mehrwertdiensten hin und überlegen Sie eine generelle Sperre beim Mobilfunkanbieter. Siehe auch: Unerwünschte Mehrwertdienste – was tun?
  • Bei der Handynutzung im Ausland fallen oft unterschätzte Zusatzkosten an. Siehe auch: Was ist bei der Handynutzung im Ausland zu bedenken?
  • Vorsicht bei angeblichen „Gratis“-Angeboten! Hinter manchen Werbeeinschaltungen auf Websites oder in Apps lauern handfeste Abzocke-Tricks. Bevor Ihr Kind einen Dienst in Anspruch nehmen möchte, lesen Sie gemeinsam aufmerksam das Kleingedruckte – hier verbergen sich oft versteckte Kosten. Seien Sie skeptisch, wenn Sie für eine vermeintlich kostenlose Leistung Ihre persönlichen Daten angeben müssen. Bei Problemen und Fragen hilft Ihnen der Internet Ombudsmann weiter.
  • Das mobile Surfen am Handy kann unerwartet hohe Kosten verursachen – z.B. wenn Sie einen Handytarif ohne Datenpauschale nutzen oder eine vereinbarte Datenpauschale überschreiten. Seit 1. Mai 2012 müssen Mobilfunkbetreiber bei Erreichen von € 60.- die mobilen Datendienste für den restlichen Verrechnungsmonat sperren. Die Handynutzer/innen werden per SMS informiert, wenn das gebuchte Datenvolumen fast verbraucht ist oder der Entgeltstand € 30.- beträgt. Vorsicht: Die Sicherheitssperre kann z.B. durch Anruf beim Anbieter durch Nennung des Kundenkennworts wieder aufgehoben werden. Sollte Ihr Kind das Kennwort kennen, so sprechen Sie mit ihm darüber, dass das Aufheben der Sperre sehr hohe Kosten zur Folge haben kann.

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Bei Problemen Handy wegnehmen – eine Lösung?

Das Handy ist mittlerweile fixer Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Das lässt sich nicht nur an der intensiven Verwendung erkennen, sondern auch an der Lust am Individualisieren des Geräts (z.B. mit Handylogos, Klingeltönen oder Covers).

Wenn es zu Problemen kommt, sei es durch hohe Handyrechnungen, Belästigungen oder dem Tauschen von ungeeigneten Videos, ist ein Handy-Verbot meist eine schlechte Lösung. Damit gefährden Sie die wichtige Gesprächsbasis mit Ihrem Kind. Es wird sich wahrscheinlich nicht mehr an Sie wenden, wenn es Ihre Hilfe wirklich benötigt.

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Soll ich meinem Kind WhatsApp erlauben?

WhatsApp ist eine App, über die kostenlos Text- und Audionachrichten, Bilder oder Videos verschickt werden können. Auch das Chatten zu zweit oder in Gruppen ist über WhatsApp möglich. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist WhatsApp sehr beliebt und hat Facebook schon den Rang abgelaufen. Doch Sicherheitslücken und mangelnde Datenschutz-Optionen haben WhatsApp in Verruf gebracht. Auch Cyber-Mobbing via WhatsApp ist keine Seltenheit mehr. Und trotzdem: WhatsApp ist für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiger Kanal, um mit Freund/innen in Kontakt zu bleiben und sich z.B. auch über Schulisches auszutauschen.

Tipps für Eltern:

  • Verbieten Sie nicht prinzipiell die Nutzung von WhatsApp. Lernen Sie WhatsApp kennen und klären Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie wichtig der Dienst tatsächlich ist.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln. Zum Beispiel, dass es nur solche Inhalte über WhatsApp verschickt, die jeder lesen oder sehen darf, oder dass es keine Kontaktanfragen von Fremden annimmt. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, einzelne Inhalte vor dem Verschicken zu besprechen (z.B. Fotos).
  • Schärfen Sie Ihrem Kind ein, keine privaten Daten auf WhatsApp preiszugeben. Das betrifft Informationen wie Wohnadresse oder Passwörter, aber auch z.B. Nacktfotos. Generell sollten keine Inhalte versendet werden, die andere nachteilig verwenden könnten – das gilt auch für vermeintlich „private“ Chats und Gruppen. Klären Sie Ihre Kinder über Sexting und Cyber-Grooming auf.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, mit Ihnen zu reden, wenn ihm etwas auf WhatsApp „komisch“ vorkommt oder es schikaniert wird. Drohen Sie nicht gleich mit Verboten, sondern fangen Sie Ihr Kind in problematischen Situationen auf und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Alternativen zu WhatsApp. Es gibt einige Kommunikationsapps, die WhatsApp sehr ähnlich sind – aber deutlich mehr Wert auf den Datenschutz der Nutzer/innen legen.

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Soziale Netzwerke

Ab welchem Alter soll ich mein Kind in Facebook lassen?

Oft sind Kinder bereits vor dem erlaubten Alter in Sozialen Netzwerken angemeldet und nutzen diese aktiv. Laut den Facebook-Nutzungsbedingungen ist eine Registrierung erst ab 13 Jahren gestattet. Immer häufiger nutzen aber auch schon z.B. 8-Jährige Facebook. Ein Grund dafür ist, dass sie Facebook schon durch ältere Geschwister oder Freunde kennengelernt haben.

Soll man nun auf einem Verbot beharren oder sein Kind gewähren lassen? Die Entscheidung wird man immer nur im Einzelfall treffen können. Wichtig ist, dass man sein Kind auf mögliche Risiken hinweist und ihm zeigt, wie es in seiner Online-Community sicher unterwegs ist und was gegen die Regeln verstößt. Hilfreich kann es auch sein, mit dem Kind darüber zu sprechen, warum es Mitglied werden möchte.

Richten Sie gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen so ein, dass alle geteilten Inhalte, wie z.B. Statusmeldungen und Fotos, nur für „Freunde“ sichtbar sind und das Profil von Suchmaschinen nicht gefunden werden kann. Legen Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren ein neues Facebook-Konto an, wird die Privatsphäre-Voreinstellung automatisch auf "Freunde" gesetzt. Bei allen anderen Facebook-User/innen ist die Voreinstellung "Öffentlich".

Kinder im Volksschulalter sind kaum bis gar nicht in der Lage, die Konsequenzen ihres Handelns in Sozialen Netzwerken einzuschätzen. Bis sie das sind (meist erst mit 13-15 Jahren), ist es sinnvoller, unter einem Nickname aktiv zu sein. Eine Möglichkeit wäre, statt des Nachnamens den zweiten Vornamen oder einen Spitznamen anzugeben, sodass sie von Freunden, aber nicht von Unbekannten gefunden werden können.

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Schutz der Privatsphäre im Internet – welche Tipps kann ich meinem Kind geben?
  • Das Internet vergisst nicht. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass einmal im Internet veröffentlichte Daten oft nicht mehr gelöscht werden können. Deshalb: Keine Fotos, Videos oder Texte veröffentlichen, die peinlich sein oder später einmal zum eigenen Nachteil verwendet werden könnten! Hilfreiche Regel: Daten nur hochladen, wenn man diese auch den Eltern oder Lehrer/innen zeigen würde.
  • Persönliche Daten geheim halten. Wohnadresse, Telefonnummer, Passwörter etc. gehen Fremde nichts an. Wo möglich, sollten anonymen Nicknames anstellen des richtigen Namens verwendet werden.
  • Was ist „freizügig“? Vor allem bei der Veröffentlichung von Fotos kennen viele Jugendliche kaum Grenzen. Diskutieren Sie mit Ihrem Kind, welche Selbstporträts veröffentlicht werden können und welche nicht.
  • „Recht am eigenen Bild“ beachten. Fotos oder Videos, die andere Personen nachteilig darstellen, dürfen nicht verbreitet werden. Die Abgebildeten sind daher vorher zu fragen, ob sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. Siehe auch: Was ist das „Recht am eigenen Bild“?
  • Privatsphäre-Einstellungen aktivieren. Wenn Ihr Kind beginnt, Soziale Netzwerke zu nutzen, gehen Sie gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen durch. Diese ändern sich häufig und sind standardmäßig nicht immer auf der sichersten Stufe eingestellt. Die Saferinternet.at-Leitfäden liefern Ihnen einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken.
  • Unerwünschte Nutzer/innen blockieren. Wenn Ihr Kind in einem Sozialen Netzwerk oder per Messenger belästigt wird, kann es die Person auf die „Ignorier-Liste“ setzen oder an die Betreiber melden. Siehe auch: Wie kann ich Belästigungen in Facebook melden?
  • Verurteilen Sie Ihr Kind nicht, wenn es fragwürdige Inhalte online stellt, sondern erklären Sie das Problem dabei! Siehe auch: Wie bespreche ich Risiken bei der Internetnutzung?

Weiterführende Links:

Soll ich mit meinem Kind auf Facebook „befreundet“ sein?

Überlegen Sie gut, ob Sie mit Ihrem Kind auf Facebook „befreundet“ sein sollen. Das kann ein Vorteil sein, wenn ihr Kind noch sehr jung ist, da sie es so besser beim sicheren Umgang mit Sozialen Netzwerken unterstützen können. Wenn Ihr Kind sich allerdings irgendwann entschließt, sich von Ihnen zu „entfreunden“, dann sollten Sie das akzeptieren. Als Eltern hat man schließlich auch im realen Leben eine andere Aufgabe als die eines Freundes bzw. einer Freundin. Nutzen Sie Facebook nicht als „Kontrollorgan“ – das würde das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind schädigen.

Weiterführende Links:

Was ist das „Recht am eigenen Bild“?

Es gibt im österreichischen Urheberrechtsgesetz das Recht am eigenen Bild. Fotos und/oder deren Begleittext, die die „berchtigten Interessen“ der Personen auf dem Bild verletzen, dürfen nicht veröffentlicht werden. Aufnahmen an öffentlichen Plätzen sind üblicherweise unbedenklich. Wenn aber die Situation für die Abgebildeten nachteilig ist (z.B. Oben-ohne-Foto am Strand), ist die Abbildung in jedem Fall schützenswert.

Im privaten Bereich sind Interessen noch viel früher beeinträchtigt, dies gilt auch für private geschlossene Veranstaltungen (z.B. Partys bei Freunden). Veröffentlichte Fotos dürfen die Abgebildeten nicht „bloßstellen“ oder „herabsetzen“. Es reicht allerdings nicht, wenn sich der/die Abgebildete auf einem Foto einfach nur hässlich findet – eine Bloßstellung muss objektiv nachvollziehbar sein (z.B. heruntergelassene Hose im Vollrausch) und die abgebildete Person muss erkennbar sein (z.B. ein Foto vom Hinterkopf reicht in der Regel nicht aus).

Als Entscheidungshilfe, ob die „berechtigten Interessen“ der abgebildeten Person verletzt sind, kann die Frage helfen: Möchte ich eine solche Aufnahme auch von mir selbst im Netz haben? Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass es immer die Abgebildeten fragen sollte, bevor es ein Bild veröffentlichen möchte! Dasselbe gilt auch für Markierungen mit Namen – nicht jedem ist das immer recht. Überlegen Sie auch mit Ihrem Kind, ab wann etwa eine Fotobearbeitung ein „peinliches Bild“ erzeugt.

Weiterführende Links:

Urheberrechte

Darf man Musik und Filme aus dem Internet herunterladen?

Besonders Kinder und Jugendliche laden Musik und Filme oft von Online-Tauschbörsen (oder auch „Filesharing-Plattformen“ genannt) herunter. Die dortige Bereitstellung der Dateien ("Upload") verletzt aber bereits das Urheberrecht und ist daher verboten. Achtung: Bei vielen Tauschbörsen werden heruntergeladene Dateien automatisch für andere Nutzer/innen zum Download bereitgestellt – damit wird man ebenfalls zum Uploader.

Der reine Download von illegal angebotener Musik oder Filmen aus dem Internet (also ohne das Werk selbst wieder anzubieten) ist ebenfalls unzulässig. Der Download ist nur dann nicht rechtswidrig, wenn dieser von einem dazu Berechtigten angeboten wird und damit die Quelle rechtsmäßig ist. Das kommt allerdings bei den gängigen Tauschbörsen fast nie vor.

Ob das Streamen von Filmen oder Musik eine legale Quelle erfordert, ist nach unserer Einschätzung eher zu bejahen, allerdings nicht restlos geklärt.
Siehe auch: Video-Streams im Internet – was ist verboten?

Es gibt aber mittlerweile viele Websites, auf denen gegen Bezahlung legal Musik-Dateien downgeloaded werden können. Siehe auch: Woher kann ich legal Musik aus dem Internet bekommen?

Privatkopien, z.B. von CDs, für den persönlichen Gebrauch sind übrigens erlaubt. Siehe auch: Darf ich eine Privatkopie von Werken anfertigen?

Tipps für den Erziehungsalltag:

  • Informieren Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind über Urheberrechte (siehe: Menüpunkt Urheberrechte).
  • Besprechen Sie mögliche Konsequenzen. Auch wenn Sie bewusste Verstöße ab einem bestimmten Alter wahrscheinlich nicht mehr unterbinden können - Abmahnkosten von mehreren Tausend Euro, Klagsdrohungen etc. können die Folge sein.
  • Besprechen Sie das Thema Strafmündigkeit. In Österreich sind Jugendliche ab 14 Jahren strafmündig.
  • Überlegen Sie gemeinsam Alternativen, wenn Ihr Kind eine Veröffentlichung plant (im Sozialen Netwerk, eine Arbeit für die Schule etc.) – z.B. in Form von Creative Commons-Inhalten.

Weiterführende Links:

Hilfe, mein Kind hat eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen erhalten!

Wurde eine Urheberrechtsverletzung begangen, können der Urheber bzw. der Rechteinhaber den Verletzer abmahnen. Eine Abmahnung kommt in der Regel von einem Rechtsanwalt, es gibt jedoch auch Abmahnungen, die direkt vom Rechteinhaber verfasst werden („private Abmahnung“). Die Abmahnung wird grundsätzlich per Post verschickt, in manchen Fällen jedoch auch bereits zuvor per E-Mail.

In der Abmahnung wird der Verletzer aufgefordert, innerhalb einer bestimmten Frist die konkrete Rechtsverletzung zu unterbinden (also z.B. ein Foto zu löschen), eine Unterlassungserklärung abzugeben, Schadenersatz zu zahlen sowie die Anwaltskosten zu übernehmen.

Was tun?

Abmahnungen sollten keinesfalls ignoriert werden, da sonst ein sehr teures Gerichtsverfahren droht! Da die Schadenersatzforderungen aber oft überhöht sind und die Unterlassungserklärung häufig unnötig zum Nachteil des Rechteverletzers ausformuliert ist, empfiehlt es sich immer, einen Anwalt oder eine Konsumentenschutzeinrichtung (z.B. den Internet Ombudsmann) zu kontaktieren. In Extremfällen kann eine Urheberrechtsverletzung mehrere tausend Euro kosten.

Sonderfall: Gefälschte Abmahnungen
Immer wieder kommt es vor, dass Betrüger sich als Rechtsanwälte ausgeben und Abmahnungen wegen der vermeintlichen Verletzung von Urheberrechten per E-Mail an unzählige Personen verschicken. Oft sind die Abmahnungen täuschend echt gestaltet. Lesen Sie hier, wie Sie echte von gefälschten Abmahnungen unterscheiden.


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