Online-Hilfe: eYou Guide
Online-Ratgeber der EU-Kommission zu Verbraucherrechten im Internet.
Der eYou Guide gibt KonsumentInnen und Konsumenten Auskunft zu ihren "digitalen Rechten" und Antworten auf gängige Fragen rund um die Themen Einkaufen im Internet, Online-Dienstleistungen, Spam, Urheberrechte oder dem Schutz von Minderjährigen.
Obwohl es heute in 48,5 % der EU-Privathaushalte einen Breitband-Internetanschluss gibt, verdeutlicht eine neue Eurobarometerumfrage, dass viele Verbraucher aus mangelndem Vertrauen noch immer vor Online-Transaktionen zurückschrecken. Nur 12 % der Webnutzer in der EU fühlen sich bei Internetgeschäften wirklich sicher. Dagegen hegen 39 % durchaus ernste Zweifel an der Sicherheit und 42 % wagen sich überhaupt nicht an eine Online-Finanztransaktion heran. 65 % der europäischen Internetnutzer wissen nicht, wo sie sich über das grenzüberschreitende Einkaufen in der EU informieren und beraten lassen können. Ein Drittel der Verbraucher würde zwar ganz gern online in anderen Ländern einkaufen, weil es dort besser oder billiger ist, aber nur 7 % tun dies auch tatsächlich.
„Innerhalb der EU sollten die Online-Rechte der Verbraucher nicht davon abhängen, wo sich ein Unternehmen oder eine Website befindet. Das Leben der Verbraucher, die online ein Buch kaufen oder einen Song herunterladen wollen, sollte nicht länger durch Landesgrenzen erschwert werden“, sagte die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „Trotz der erzielten Fortschritte müssen wir dafür sorgen, dass auch im Web ein Binnenmarkt für die Bürger und Unternehmen entsteht.“„Wenn wir wollen, das die Verbraucher viele Online-Geschäfte besuchen und das Potenzial der digitalen Kommunikation nutzen, dann müssen wir ihr Vertrauen darin stärken, dass ihre Rechte dabei auch gewahrt bleiben. Das bedeutet, dass wir klare Verbraucherrechte schaffen und durchsetzen müssen, die den gleichen hohen Standards entsprechen, wie sie auf der Hauptstraße gelten. Das Internet hat für die Verbraucher viel zu bieten, aber wir müssen Vertrauen schaffen, damit die Leute auch unbesorgt einkaufen können“, ergänzte die EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva.
Die Kommissarinnen Reding und Kuneva verwiesen aber auf noch bestehende Lücken im EU-Recht, wo das Vertrauen der KonsumentInnen und der Binnenmarkt für die Unternehmen noch weiter gestärkt werden könnten. In einer gemeinsamen „digitalen Agenda“ haben beide Kommissarinnen weitere Prioritäten für ein mögliches Eingreifen aufgestellt wie z.B. die Spam-Bekämpfung, die Einführung von Mehrgebietslizenzen für Online-Inhalte, die Schaffung von Gewissheit für die Verbraucher im Hinblick auf die Nutzung von urheberrechtlich geschützen Werken (Beseitigung der heutigen rechtlichen Uneinheitlichkeit bezüglich der "Privatkopie"), Gewährleistung einer ordungsgemäßen Offenlegung der Datenschutzbestimmungen sowie fairer Vertragsbedingungen in Bezug auf Online-Angebote, Ausweitung der Verbraucherschutzgrundsätze auf Lizenzvereinbarungen für heruntergeladene Produkte u.a.m.









