EU fordert mehr Medienkompetenz

EU-Länder sollen ihre Bürger besser beim Umgang mit neuen Medien unterstützen

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Quelle: BMLFUW

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Die EuropäerInnen – ob alt oder jung – sollen nach dem Willen der EU-Kommission traditionelle und neue Medien kompetent und kreativ nutzen können. In einer Aussendung wurden die EU-Mitgliedsstaaten und die Medienbranche deshalb aufgefordert, die Medienkompetenz in ganz Europa durch Maßnahmen zu fördern, die den Menschen helfen, sämtliche Medien zu nutzen, zu verstehen und kritisch zu bewerten – beispielsweise durch Schulungen, Informationstage oder die Verteilung von Informationsmaterialien. Zusätzlich sollen Verhaltenscodes und Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene eingeführt werden. Entsprechende politische Leitlinien wurden bereits verabschiedet.

„Für Menschen, die die neuen Medien, etwa soziale Netze oder das digitale Fernsehen, nicht nutzen können, wird es schwierig, mit der Welt draußen zu interagieren und an ihr teilzuhaben. Wir müssen darauf achten, dass jeder über Medienkompetenz verfügt und keiner ausgeschlossen wird“, so Viviane Reding, für Informationsgesellschaft und Medien zuständiges Kommissionsmitglied.

60 Prozent der Europäer mit „digitaler Kompetenz“
Menschen, die Medien nutzen, müssten sich vor allem der Risiken bewusst sein, die mit der Weitergabe ihrer persönlichen Daten verbunden sind. Vor allem die verstärkte Nutzung des Internet sei hier entscheidend: Laut einem aktuellen EU-Kommissionsbericht sind 56 Prozent der EuropäerInnen mindestens einmal pro Woche online, 60 Prozent verfügen über „digitale Kompetenz“. Auch immer mehr Menschen mit niedrigem Bildungsniveau (62,5 Prozent) und Arbeitssuchende (80,3 Prozent) nutzen das Web. Dennoch: 24 Prozent der EuropäerInnen, die zuhause keinen Internetanschluss haben, gaben als Grund an, nicht über die notwendigen Fähigkeiten zu verfügen.

Informationspakete und Workshops von Saferinternet.at
Während in EU-Mitgliedsstaaten wie Schweden, Irland und Großbritannien die Medienkompetenz bereits auf dem Stundenplan der Schulkinder steht, sind entsprechende Kurse in Österreich nicht verpflichtend. Weil Medienkompetenz aber Kinder bereits früh vor Gefahren schützen kann und in vielen Lebensbereichen vorausgesetzt wird, versuchen Initiativen wie zum Beispiel Saferinternet.at oder Handywissen.at aufzuklären: Bei Workshops wird SchülerInnen, Eltern und Lehrenden der sichere Umgang mit Internet und Handy nähergebracht. Auch kostenlose Informationsmaterialien, eine umfangreiche Website und die anonyme Beratungshotline „147 – Rat auf Draht“ werden bereitgestellt.

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