Location Based Services

Sicher umgehen mit Foursquare, Facebook Places, Gowalla & Co.

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© Christoph Droste / pixelio.de

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Mit „Location Based Services“ (ortsbezogene Dienste) werden Anwendungen bezeichnet, die die eigene aktuelle Position ermitteln und anhand dieser standortbezogenen Daten Informationen über die Umgebung bereitstellen. Solche Informationen können beispielsweise Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder sonstige „Points of Interest“ (interessante Orte) sein. Bei den meisten Diensten kann außerdem ein persönliches Profil angelegt werden, über das man sich mit anderen NutzerInnen vernetzen und besuchte Orte „teilen“ kann. Die derzeit bekanntesten Anbieter sind Foursquare, Facebook Places, Gowalla und Google Latitude.

Location Based Services haben vor allem das Interesse der Wirtschaft geweckt. Viele Unternehmen – hauptsächlich in den USA – bieten inzwischen Gutscheine und Sonderangebote für NutzerInnen an, die sich über ortsbezogene Dienste bei ihnen „einchecken“. Was so viel bedeutet wie: sich an dem Ort, an dem man sich gerade befindet (z.B. ein bestimmtes Kaufhaus), mit dem eigenen Handy anzumelden. Dafür stehen entweder bereits vorab erstellte Orte zur Verfügung oder es können eigenständig Orte erstellt werden. Durch das Einchecken an vorhandenen Orten, das Anlegen neuer Orte oder das Erstellen von Tipps für einen Ort können Punkte, Rabatte, Gutscheine, Stempel, Pins oder so genannte „Badges“ gesammelt werden. In dieser Art „Belohnungssystem“ liegt – neben dem Austausch mit den eigenen FreundInnen – auch der Reiz für die Nutzung von Location Based Services.

Stichwort: Privatsphäre
Gerade bei ortsbezogenen Diensten spielt natürlich der Schutz der eigenen Privatsphäre eine große Rolle. Einerseits möchte man die neuen Services nutzen, andererseits dabei aber nicht zu viel über sich im Netz verraten, dazu zählt insbesondere der eigene Aufenthaltsort. Da die meisten Anbieter aus den USA stammen und dort mit dem Datenschutz grundsätzlich lockerer umgegangen wird als etwa in Europa, sind die Sicherheitseinstellungen jedoch (noch) nicht sonderlich ausgefeilt. Sie verhindern aber zumindest, die eigenen Daten gänzlich öffentlich stellen zu müssen. Es gilt aber zu beachten, dass die Sicherheitseinstellungen bei den meisten Diensten nicht standardmäßig aktiviert sind, d.h. die NutzerInnen sind selbst für ihren Schutz verantwortlich:

  • Foursquare: bietet bei der mobilen Applikation einen unsichtbaren Check-In („off the grid“). Einzelne Profilinformationen (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) können zudem seit kurzem auch vor „Freunden“ versteckt werden.
  • Facebook Places: wurde für einige Länder bereits aktiviert, in Österreich steht der Start kurz bevor. Die Privatsphäre-Einstellungen können aber schon jetzt angepasst werden. Es empfiehlt sich, die Einstellung „Orte, die du besuchst“ auf „nur Freunde“ oder „nur ich“ zu stellen. Außerdem sollte die Funktion „Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde“ gesperrt werden.
  • Gowalla: bietet die Möglichkeit, das eigene Profil und die Check-Ins nur für „Freunde“ sichtbar zu machen. Diese Privacy-Funktion kann jedoch nicht über die mobile Applikation, sondern nur auf der Anbieterwebsite eingestellt werden. Zugriff und Kontrolle über die eigenen Daten hat man bei Gowalla jedoch kaum: Einmal gespeicherte Inhalte und Fotos können nicht mehr gelöscht werden.
  • Google Latitude: befindet sich noch in der Testphase. Bei der mobilen Applikation kann der eigene Standort verborgen werden.


Legt jemand höchsten Wert auf seine Privatsphäre, sind Location Based Services eher nicht geeignet. Möchte man diese Dienste trotzdem nutzen, ist es wichtig, einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen „Sichtbarkeit“ zu erlernen und anzuwenden.

Derzeit ist die Zahl der NutzerInnen von ortsbezogenen Diensten noch recht klein. Mit der Verbreitung von Facebook Places könnten sich künftig allerdings deutlich mehr Menschen für den Austausch von Standortinformationen begeistern lassen.

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