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Rückschau: Safer Internet Day 2010

Rund 100 SchülerInnen und Lehrende diskutierten in einem Jugendforum zu „Safer Internet“

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Am diesjährigen Safer Internet Day am 9. Februar 2010 wurde weltweit in über 60 Ländern die Internetsicherheit in den Mittelpunkt gerückt. In Österreich nahm Saferinternet.at diesen Tag zum Anlass, um für den Schutz der Privatsphäre im Internet zu sensibilisieren und veranstaltete zusammen mit Telekom Austria ein halbtägiges Jugendforum in Wien. Unter dem Motto „Think before you post“ diskutierten dort rund 100 SchülerInnen und Lehrende zusammen mit „Safer Internet“-ExpertInnen in einem „Info Lab“ über die Bedeutung der Privatsphäre im Internet, die Nutzung von Online-Communities, die Selbstdarstellung im Netz bis hin zur Frage, wie Medienkompetenz besser in der Schule verankert werden kann.

„Info Lab“ mit spannenden Einblicken in den Netzalltag und die Wünsche von Jugendlichen

An insgesamt neun Thementischen und in lockerer Arbeitsatmosphäre wurden nicht nur Standpunkte diskutiert, sondern auch viele neue Trends und Entwicklungen im Netz identifiziert und gleich vor Ort Bewusstseinsbildung unternommen. Die Jugendlichen tauschten untereinander Tipps und Tricks aus, zeigten sich gegenseitig relevante Schutzeinstellungen für Online-Anwendungen und übten sich im Live-Twittern. Eine kleine Gruppe von SchülerInnen erhielt zudem die Gelegenheit, die Veranstaltung in Radio- und Videoworkshops von Schülerradio und BildungsTV medial aufzubereiten. Die Lehrenden hatten in der Zwischenzeit die Möglichkeit, sich bei einem Workshop über das neue Saferinternet.at-Unterrichtsmaterial zum „Schutz der Privatsphäre im Internet“ zu informieren und sich zum Umgang mit den neuen Herausforderungen des Webs im Schulalltag auszutauschen.

In einer gemeinsamen Abschlussrunde fassten die Jugendlichen ihre Diskussionsergebnisse zusammen:

  • Schule und Eltern müssen mehr in die Pflicht genommen werden, was die Aufklärung rund um die sichere und verantwortungsvolle Internet- und Handynutzung betrifft. An Schulen könnten kompetente Vertrauenspersonen installiert werden, die bei Problemen hilfreich zur Seite stehen.
  • Jugendliche haben vielerlei Ängste im Umgang mit Internet und Handy; vor allem in Bezug auf den Kontrollverlust und die mangelnde Möglichkeit, die Konsequenzen ihres Handelns abschätzen zu können.
  • Jugendliche und deren Eltern brauchen bessere Aufklärung, was die Konsumentenrechte von Jugendlichen im Internet anbelangt (Stichwort: „Internetabzocke“).
  • Spam als eine unerwünschte Folge vieler Widgets und Apps bzw. die Unklarheit in Bezug auf Datenzugriffe verunsichert Jugendliche.
  • Der Umgang mit der eigenen virtuellen Identität und mit persönlichen Daten ist zentrales Thema im Alltag der Jugendlichen.
  • Aufklärungsarbeit für den Schutz der Privatsphäre im Internet ist für Jugendliche wichtig – externe TrainerInnen an Schulen sind dabei glaubwürdiger als die eigenen Lehrenden.

 

 

 Ausblick:  Regelmäßiges Saferinternet.at-Jugendforum

Diese Auftaktveranstaltung war der Startschuss für ein regelmäßiges Saferinternet.at-Jugendforum, das uns hilft, die aktuellen Themen und Probleme unmittelbar aus der Sicht von Jugendlichen in die tägliche Saferinternet.at-Arbeit einfließen zu lassen. Interessierte im Alter von 14 bis 17 Jahren sind herzlich eingeladen, sich dafür zu bewerben.

Weitere Aktivitäten von Saferinternet.at zum Safer Internet Day 2010

Neben der Veranstaltung des Jugendforums setzte Saferinternet.at zahlreiche weitere Aktivitäten rund um den diesjährigen Safer Internet Day: Zusammen mit dem Institut für Jugendkulturforschung wurde eine Studie zur Nutzung von Online-Communities durch Kinder und Jugendliche in Österreich durchgeführt, ein neues Unterrichtsmaterial zum „Schutz der Privatsphäre im Internet“ präsentiert, eine neue Info-Videoreihe zu verschiedenen Themen der sicheren Internet- und Handynutzung für 9- bis 13-Jährige entwickelt, eine Jugendsite gelauncht sowie eine Facebook-Fansite installiert u.v.m. Mehr zum Safer Internet Day 2010 kann unter www.saferinternet.at/sid2010/ nachgelesen werden, die Aktivitäten auf internationaler Ebene finden sich auf www.sidfair.org.

Weiterführende Links:

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