Selbstgefährdung im Internet
Auf Pro-ANA- und Pro-MIA-Webseiten werden Essstörungen verehrt
Im Internet haben sich in den letzten Jahren aus dem amerikanischen Raum heraus so genannte Pro-ANA und Pro-MIA-Webseiten entwickelt. Die Abkürzung ANA steht für die Essstörung Anorexia Nervosa (Magersucht) und MIA für Bulimia Nervosa (Ess-Brechsucht). Pro-ANA und Pro-MIA-Webseiten verharmlosen Essstörungen und propagieren sie als „Lifestyle“, indem sie das „Schlank sein“ als alleinigen persönlichen Erfolg definieren. Die Webseiten-BetreiberInnen – meist selbst essgestört – glorifizieren die Krankheit und negieren durch die eigene fehlende Krankheitseinsicht die Risiken und Gefahren.
Oft stolpern junge Mädchen oder Frauen bei der Suche nach Diät-Tipps im Internet über Pro-ANA und Pro-MIA-Angebote. Gerade junge Menschen, die in ihrer Persönlichkeit noch nicht gefestigt sind und sich ausschließlich über ihr Aussehen definieren, wissen über die gesundheitlichen Folgen einer Essstörung häufig nicht Bescheid. Andere nehmen die Risiken bewusst für purzelnde Kilos in Kauf. Gefährdete Kinder und Jugendliche können durch so genannte „Trigger“ (Auslöser) wie Fotos, Videos oder auch Online-Abnehm-Wettbewerbe oder Motivationsverträge selbst in eine Essstörung rutschen.
Doch wie erkennt man Pro-ANA- bzw. Pro-MIA-Webseiten? Wohin kann man sich als Betroffene/r wenden? Wie können Kinder vor solchen Angeboten geschützt werden? Und wie kann man überhaupt feststellen, ob ein Kind eine Essstörung hat? Diese und weitere Fragen werden in unseren neuen FAQs zum Thema „Verherrlichung von Essstörungen im Internet“ beantwortet.
Weiterführende Links:
- Saferinternet.at: FAQs zum Thema „Verherrlichung von Essstörungen im Internet“
- Essstörungshotline der Stadt Wien: Beschreibung des Krankheitsbildes und Diagnose von Essstörungen
- Deutsches Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend(BMFSFJ): Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet. Ein Ratgeber für Eltern, Fachkräfte und Provider (pdf, 2,4 MB)








