Rückblick: Safer Internet Forum 2010

Erfahrungsaustausch und Präsentation der EU Kids Online II Studie

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Von 21. bis 22. Oktober 2010 wurde in Luxemburg bereits zum 7. Mal das jährlich stattfindende Safer Internet Forum abgehalten. Der inhaltliche Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf Chancen und Risiken der Online-Nutzung aus Sicht von Kindern und Eltern. Im Vorfeld gab es jeweils ein Parents' und ein Youth Panel.  Neben der Präsentation des European Online Grooming Project wurden erstmals Ergebnisse der EU Kids Online II Studie vorgestellt. Mehr als 23.000 Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren und je ein Elternteil aus 23 europäischen Ländern wurden dabei zu Internetnutzung und Erfahrung mit Online-Risiken befragt. Die EU Kids Online II Studie ist damit die größte Erhebung dieser Art in Europa. Das österreichische Forschungsteam wird von Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink (Universität Salzburg) geleitet.

Ergebnisse der EU Kids Online II Studie im Überblick

Die Mehrheit der befragten Kinder hat laut Eigenangabe noch keine unangenehmen Erfahrungen im Netz gemacht. Zu den bekanntesten Risiken zählen Kontakte mit fremden Personen bzw. belastenden Inhalten. Dabei fällt auf, dass österreichische Kinder bei vergleichsweise niedriger Internetnutzung häufiger Risiken ausgesetzt sind, ohne dass dies ihren Eltern bewusst ist. 43 Prozent der österreichischen Kinder hatten bereits Kontakt mit Fremden über das Internet (EU-Schnitt: 29%). Davon haben sich wiederum 16 Prozent bereits mit ihren Online-Bekanntschaften getroffen (EU-Schnitt: 8%). Die Risiken der Online-Nutzung werden von österreichischen Eltern im EU-Vergleich stark unterschätzt. Hier gibt es nach wie vor einen großen Sensibilisierungsbedarf.

Ergebnisse im Detail: EU Kids Online II Studie  bzw. Kurzfassung der Ergebnisse für Österreich (pdf, 56 KB). Präsentationen vom Safer Internet Forum 2010.

Bilanz des Safer Internet Forum 2010

Am regen Informations- und Erfahrungsaustausch auf europäischer Ebene zum Thema „Sicherheit im Internet“ beteiligten sich an beiden Tagen zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Medien und NGOs. Auch Saferinternet.at war mit Vorträgen sowie der Beteiligung an einem Parents´ Panel und einem Youth Panel vertreten. Weitere Informationen zum Safer Internet Forum 2010 sowie den Veranstaltungen der Vorjahre gibt es hier.