„Erst denken, dann klicken“: Konsumentenbildung macht Schule
Das erste Schulprogramm europaweit zum Thema „Konsumentenrechte im Internet“ wird vom Ministerium für Konsumentenschutz präsentiert. Pädagogen/innen können das Schulpaket mit modernen Unterrichtsmaterialien ab sofort kostenlos bestellen.
(Wien, 18. Oktober 2006) – Konsumentenbildung ist einer der Schwerpunkte des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz. Mit dem Schulprogramm „Erst denken, dann klicken“ leistet das BMSG nun einen weiteren praktischen Beitrag und startet eine in Europa einzigartige Bildungsoffensive zum Thema Konsumentenbildung. „Die raschen Veränderungen der internationalen Märkte und neue Entwicklungen wie Online-Shopping machen es notwendig, seine Rechte und Pflichten als Konsument/in besser zu kennen“, so Konsumentenschutzministerin Ursula Haubner. „Gerade für junge Menschen ist das Wissen um ihre Rechte als Konsumentinnen und Konsumenten sehr wichtig“.
Online-Shopping: beliebt bei Jugendlichen
Über 90 Prozent der 14 bis 19-Jährigen verbringen regelmäßig Zeit im Netz, und Shopping-Ausflüge im Internet erfreuen sich bei Jugendlichen immer größerer Beliebtheit. Dabei kommt es auch zu Problemen: Manche unseriöse Anbieter führen mit Gewinnspielen Internet-Nutzer/innen hinters Licht, Produkte werden beschädigt oder gar nicht geliefert, oder es fallen unerwartete Zusatzkosten an. Die steigende Zahl an Beschwerdefällen bei Einrichtungen wie dem Internet Ombudsmann illustriert diese Entwicklung. Viele Probleme könnten allerdings vermieden werden, wenn die Konsumenten/innen ein umfassenderes Wissen zu diesem Thema hätten. „Zahlreiche Probleme im Internet entstehen, weil Konsumenten/innen zuerst klicken und nachher denken“, weiß auch DI Ronald Hechenberger, Projektkoordinator von Saferinternet.at, zu berichten. „Insbesondere junge Konsumenten/innen brauchen die Information, worauf sie beim Online-Kauf aufpassen müssen, weil sie noch wenig Erfahrung mit Kaufverträgen haben“, so Hechenberger weiter.
Konsumentenbildung: praxisnah und umfassend
Österreich nimmt mit dem neuen Schulpaket eine Vorreiterrolle innerhalb Europas ein. „Konsumenten- bildung hatte im Unterricht bisher einen geringen Stellenwert“, führt Konsumentenschutzministerin Ursula Haubner aus. „Einer der Gründe dafür war, dass für Lehrer/innen wenig geeignete Materialien zu diesem Thema verfügbar waren. Mit „Erst denken, dann klicken“ liegt nun ein Unterrichtsprogramm vor, mit dem Schüler praxisnah, spielerisch und umfassend über Probleme und Lösungen beim Online-Konsum informiert werden“.
Schulpaket: jetzt kostenlos bestellen oder downloaden
Das Programm beinhaltet eine modern und praxisnah gestaltete Unterrichtsmappe. Diese behandelt Themen wie Einkaufen im Online-Shop, Teilnahme an Online-Auktionen, Download von Musik und Filmen, Kauf mit dem Handy, Umgang mit unerwünschten Spam-Mails oder die Besonderheiten von Online-Dienstleistungen. Fixfertige Kopiervorlagen, Arbeitsblätter, Overheadfolien und zahlreiche „Tipps und Tricks“ unterstützen Lehrer/innen dabei, die Themen spannend und attraktiv in verschiedenen Unterrichtsgegenständen zu bearbeiten. Die Mappen können bei officesaferinternetat und per Fax unter 01/ 595 21 12 99 kostenlos bestellt, oder auf www.saferinternet.at/unterrichtsmaterialien heruntergeladen werden.








