Chat & Messenger
Tipps
- 1. Misstrauisch sein: Chat-Partner sind nicht immer die, für die sie sich ausgeben. Bei einem realen Treffen mit einer Chat-Bekanntschaft sollten Kinder und Jugendliche daher niemals alleine erscheinen, sondern nur in Begleitung eines vertrauten Erwachsenen!
- 2. Zuhören: Kinder und Jugendliche sprechen oft nicht über negative Erfahrungen, die sie beim Chatten gemacht haben, weil sie Verbote fürchten. Schaffen Sie bei Ihrem Kind Vertrauen, zeigen Sie Verständnis und geben Sie Ihrem Kind nie die Schuld an schlechten Erlebnissen.
- 3. Aktiv unterstützen: Kinder müssen lernen, wie man Behauptungen und Identitäten im Chat beurteilen kann und wie man sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, einen geeigneten, sicheren Chat zu finden – dieser sollte moderiert und möglichst von Gleichaltrigen besucht werden. Näheres dazu auf der Website „Chatten ohne Risiko?“.
Häufige Fragen
- Was versteht man unter Chatten bzw. Instant Messaging (IM)?
- Warum chatten Jugendliche so gerne?
- Welche Risiken gibt es beim Chatten?
- Wer betreibt Chat-Räume – und warum?
- Wie können Eltern ihre Kinder beim sicheren Chatten unterstützen?
- Sicher chatten: Welche Tipps können Eltern ihren Kindern geben?
- Sicher messengen: Welche Tipps können Eltern ihren Kindern geben?
- Was sind gute Nicknames (Spitznamen) für das Chatten?
- Woran kann ich vertrauenswürdige Chats erkennen?
- Was ist eine Chatiquette?
- Wie können Missbrauch oder Belästigung in Chats gemeldet werden?
Was versteht man unter Chatten bzw. Instant Messaging (IM)?
Von einem Chat spricht man, wenn sich zwei oder mehrere Menschen in Echtzeit über das Internet unterhalten – und zwar schriftlich. Beim Chatten gibt man das, was man sagen möchte, einfach per Tastatur ein und macht es mit einem Klick für die anderen Chat-TeilnehmerInnen sichtbar. Chat-Sprache ist also eine Mischung aus mündlicher und schriftlicher Sprache. Die dafür notwendigen Online-Chatplattformen werden von verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Themen (z.B. Musik, Haustiere, Liebe, Schule,…) angeboten und sind in der Regel öffentlich zugänglich. In sogenannten Chaträumen (engl. Chatrooms) kann man sich sowohl mit Freunden und Bekannten zum Plaudern verabreden oder auch mit gänzlich fremden Personen tratschen. Gechattet wird meist nicht unter richtigem Namen, sondern unter einem frei wählbaren Pseudonym („Nickname“). Bevor es losgehen kann, muss man sich bei den meisten Chats vorab registrieren.
Auch per Instant Messenger (z.B. ICQ, MSN, AIM,…) wird gechattet, der Unterschied zum Webchat liegt in der Technik: Hier wird der Chat nicht in einem öffentlichen Chatraum geführt, sondern nur zwischen denjenigen, die eine entsprechende – meist kostenlose – Software auf ihrem Computer installiert haben. Die meisten Jugendlichen nutzen Instant Messenger, um sich mit Freunden auszutauschen – wer gerade online ist, wird dem Nutzer über eine individuelle Kontaktliste angezeigt. Im Vergleich zur E-Mail müssen Nachrichten nicht erst abgerufen werden, sondern erscheinen sofort auf dem Bildschirm des anderen und können von diesem gleich beantwortet werden. Die Unterhaltung findet üblicherweise nur zwischen zwei Personen statt und kann von niemand anderem mitgelesen werden. Neben reinen Textbotschaften können per Messenger auch sehr einfach Fotos, Audio- und Videofiles, Programmdateien etc. übermittelt werden, ebenso sind Videochats möglich. Die Kommunikation via Instant Messenger wird auch „messengen“ genannt.
Weiterführende Links:
- Chatten im Überblick auf Wikipedia
- Verzeichnis von Forschungspublikationen zum Thema „Chat“ bis 2005
- Website „Chatten ohne Risiko?“ von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.
Warum chatten Jugendliche so gerne?
Chatten gehört zu den beliebtesten Aktivitäten von Jugendlichen im Internet: Über 70 Prozent aller jugendlichen InternetuserInnen zwischen 14 und 19 Jahren nutzen mindestens einmal wöchentlich Online-Chats, um mit Freunden zu kommunizieren, neue Kontakte zu knüpfen, zu flirten oder sich einfach die Zeit zu vertreiben. Für die Mädchen stellt auch das „Einmal-so-sein-können-wie-man-gerne-wäre“ eine der Hauptmotivationen für das Chatten dar. Instant Messenger werden sogar von 85 Prozent der jugendlichen IntnernetnutzerInnen regelmäßig verwendet und das vor allem zur Kontaktpflege mit Freunden. Neben Textnachrichten werden hier zusätzlich Fotos und Videos, Musikfiles oder auch zum Beispiel die aktuellen Hausaufgaben ausgetauscht. Für die jüngeren InternetnutzerInnen sind die Zahlen etwas niedriger, Chatten und Instant Messaging liegen aber auch bei Kindern zunehmend im Trend (Quelle: ARD-/ZDF-Onlinestudie 2008). Zwei Drittel der Chat-NutzerInnen besuchen immer den gleichen Chat bzw. verwenden den gleichen Instant Messenger, ein Drittel ist aber auch auf mehreren Plattformen aktiv. Jugendliche scheinen dabei vor allem regionale oder lokale Angebote aufzusuchen. Was das Geschlechterverhältnis betrifft, werden Chats von Mädchen etwas häufiger als von Burschen genutzt (Quelle: JIM-Studie 2008).
Weiterführender Link:
- Website „Chatten ohne Risiko?“ von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg
Welche Risiken gibt es beim Chatten?
Chats und Instant Messenger bieten zweifelsohne viele Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sich mit anderen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Allerdings bergen beide Kommunikationsformen auch ernste Risiken:
- Beschimpfungen und Beleidigungen durch provozierende Nicknames
(z.B. „auslaender_hasser“), Chat-Beiträge mit sexistischem oder rassistischem Inhalt oder direkt an bestimmte Chat-Teilnehmer gerichtete verbale Attacken (siehe auch Cyber-Mobbing). - Sexuelle Belästigung durch pädophil geneigte Nutzer, die gezielt Kinder ansprechen, z.B. mit Fragen nach sexuellen Erfahrungen. Sie äußern sich über eigene Sex-Praktiken oder fordern Kinder zu sexuellen Handlungen an sich selbst oder anderen auf. Dies geschieht teilweise unter Verwendung von Webcams.
- Übergriffe per E-Mail oder Telefon. Wenn Kinder oder Jugendliche ihre E-Mail-Adresse oder Handy-Nummer im Chat herausgeben, kann es zur Zusendung von pornografischen Bildern oder Texten kommen. Auch eine beharrliche Verfolgung der Betroffenen ist möglich.
- Anbahnung eines sexuellen Missbrauchs. Erwachsene erfragen im Chat persönliche Daten von Kindern und versuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie zu persönlichen Treffen zu bewegen. Manche benutzen dazu falsche Identitäten und geben sich z.B. als Jugendliche aus. Wenn sich ein Kind auf ein solches Treffen einlässt, kann ein sexueller Missbrauch die schlimme Folge sein. Diese Vorgehensweise wird auch als „Grooming“ bezeichnet.
(Quelle: In Anlehnung an die Broschüre „Chatten ohne Risiko?" von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg)
Weiterführender Link:
- Forschungsprojekt „Chatgewalt“
Wer betreibt Chat-Räume – und warum?
Mittlerweile ist die Zahl der Chat-Angebote im Internet kaum zu überblicken, die verschiedenen Chats werden dabei von sehr unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt. Unterschieden werden kann ganz grob zwischen reinen Chat- bzw. Community-Plattformen oder Chats als Zusatzangebote auf Websites von Unternehmen, Medien, Vereinen, Organisationen etc. Die Gründe, warum Chats betrieben werden, können vielfältig sein:
- Über den Chat sollen möglichst viele User auf die Website gelockt werden, um die Zugriffszahlen zu erhöhen und Werbeeinschaltungen ertragreich zu machen.
- Der Chat soll zur Etablierung einer Community führen, die für die eigenen Zwecke genutzt werden kann und das eigene Unternehmen bzw. die eigene Organisation bekannt(er) macht (vor allem bei Medienunternehmen beliebt).
- Initiativen und Vereine bieten Chats zu bestimmten Themengebieten oder für bestimmte Zielgruppen an, um den Austausch mit Gleichgesinnten zu ermöglichen und/oder sichere Räume im Internet zu schaffen.
Wie können Eltern ihre Kinder beim sicheren Chatten unterstützen?
- Begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Chat-Erlebnissen:
Besonders bei Kindern und Chat-AnfängerInnen ist es empfehlenswert, die Chaträume der Kinder zu kennen, sowie grundsätzlich Bescheid zu wissen, wie das Chatten abläuft und was die Kinder daran fasziniert. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber – seien Sie aber nicht panisch oder übervorsichtig, sondern zeigen Sie sich interessiert, sodass Sie bei Bedarf auch als Ansprechperson zur Verfügung stehen. - Wählen Sie Chats gemeinsam mit Ihrem Kind aus:
Bis zum Alter von etwa 12 Jahren ist es eine gute Idee, geeignete Chats gemeinsam mit Ihrem Kind auszuwählen. Empfehlenswerte Kinder-Chats finden Sie zum Beispiel im „Chat-Atlas“ oder der Broschüre „Chatten ohne Risiko?“ (pdf, 7 MB, ab Seite 10) von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.
In Oberösterreich wird das virtuelle Jugendzentrum „Cyberjuz“ vom Landesjugendreferat angeboten, das einen betreuten Chat für Kinder bereitstellt. - Beschränken Sie die Chat-Zeiten:
Beim Chatten vergeht die Zeit wie im Flug. Für Kinder und Jugendliche ist es schwierig, die im Chat verbrachte Zeit einzuschätzen und das eigene Verhalten zu steuern. Daher ist in manchen Fällen eine Festsetzung von bestimmten Chat-Zeiten eine gute Unterstützung.
Sie brauchen nach der einen oder anderen längeren Chat-Session übrigens keine Angst haben, dass Ihr Kind zu viel chattet oder gleich süchtig danach wird/ist. Stellen Sie aber fest, dass Chat-Freunde richtige Freunde zu ersetzen beginnen, kann es ebenso sinnvoll sein, zeitliche Online-Beschränkungen einzuführen. - Besprechen Sie Probleme mit Ihrem Kind:
In Chats kann es zu mitunter sehr verletzenden Anfeindungen oder der Zusendung von pornografischen oder schockierenden Darstellungen kommen, die Kinder irritieren und massiv verängstigen können. Nehmen Sie solche Erlebnisse ernst, sprechen Sie vorsichtig und ruhig mit Ihrem Kind darüber und geben Sie ihm nicht die Schuld. Überlegen Sie gemeinsam, wie sich Ihr Kind künftig in solche Situationen verhalten kann – verbieten Sie den Chat aber nicht, da sich Ihr Kind bei einem weiteren Vorfall aus Angst sonst nicht mehr an Sie wenden könnte.
(Quelle: In Anlehnung an die Broschüre „Chatten ohne Risiko?“ von jugendschutz.net und der Landesanstalt Kommunikation Baden-Württemberg)
Sicher chatten: Welche Tipps können Eltern ihren Kindern geben?
Tipps für Kinder und Jugendliche:
- Am allerwichtigsten: Triff dich nie alleine mit Bekanntschaften aus dem Chat! Erzähle deinen Eltern davon und nimm immer deine Eltern, eine andere erwachsene Vertrauenspersonen oder zumindest Freunde zum Treffen mit.
- Verrate nie persönliche Daten, über die du im wirklichen Leben ganz einfach aufgespürt werden kannst, wie etwa deinen Nachnamen, deine Wohnadresse oder deine Telefonnummer!
- Wähle zum Chatten einen harmlosen Fantasienamen – verrate keinesfalls Alter und Name durch deinen Nick!
- Verhalte dich genauso freundlich wie im richtigen Leben – aber bleibe immer auch ein bisschen misstrauisch!
- Glaube nicht alles, was andere Menschen in Chats erzählen – etwas vorzuspielen, ist in Chats besonders einfach. Im schlimmsten Fall haben deine Chatpartner sogar schlechte Absichten und wollen dein Vertrauen missbrauchen. Gib daher nicht zu viel Persönliches preis!
- Wird dir das Chatten unangenehm: Bitte einen Chat-Moderator um Hilfe oder beende einfach die Unterhaltung!
Beispiele für Fragen, bei denen du die Unterhaltung im Chat sofort beenden solltest:
- Bist du allein? Wissen deine Eltern, dass du chattest? Hast du ein Handy?
- Ich bin dir hoffentlich nicht zu alt. Ich bin 43. Schlimm? Das macht doch nichts, dass du erst 14 bist, wichtig ist nur, wie gut man sich versteht.
- Darf ich dir mal eine persönliche Frage stellen? Zu persönlich/intim? Sei ruhig offen! Ich mache… Schlimm? Wenn ich dir das sage, gehst du bestimmt aus dem Chat.
- Was hast du an? Und darunter? Hast du schon Brüste? Welche Körbchengröße? Hast du schon einen Freund? Hattest du schon etwas mit einem Jungen?
- Lust auf Privat-Chat/CS/TS/ein Realtreffen? Ich mache nichts, was du nicht willst. Das wird dir auch gefallen! Macht doch jeder, aber keiner redet darüber.
(Quelle: In Anlehnung an die Broschüre „Chatten ohne Risiko?“ von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg)
Sicher messengen: Welche Tipps können Eltern ihren Kindern geben?
Tipps für Kinder und Jugendliche:
- Unterhalte dich nach Möglichkeit nur mit Menschen, die du persönlich kennst (z.B. deine Freunde). Nimm keine Fremden in deine Kontakt- bzw. Freundesliste auf. Du könntest nicht nur sprachlich belästigt, sondern auch mit Viren oder Spam bombardiert werden. Wenn du dich von jemandem bedrängt fühlst, setze ihn auf die „Ignorier-Liste“ deines Messengers.
- Wähle einen harmlosen Nicknamen, der keine Rückschlüsse auf deine reale Person zulässt (z.B. durch Name, Wohnort oder Alter).
- Gib in der Unterhaltung keine persönlichen Daten preis, über die man dich ausforschen könnte (z.B. Wohnadresse, Handynummer,…) – vor allem, wenn du mit Fremden kommunizierst.
- Lass dich in keine öffentlichen Verzeichnisse aufnehmen.
- Nutze in den Profilangaben eine zweite E-Mailadresse, die keine Hinweise auf deinen Namen, Wohnort oder Alter gibt und bei der es egal ist, ob sie zugespamt wird oder nicht.
- Halte Profilangaben generell möglichst anonym und deaktiviere deine öffentliche Status- und Profilanzeige, damit nur deine Freunde sehen, ob du gerade online bist und was in deinem Profil steht.
- Wenn dich Fremde ansprechen, drehe deine Webcam auf, um zu sehen, wer am anderen Ende der Leitung sitzt.
- Lass die Voreinstellungen in deinem Computer aktiv, die deine Aktivitäten beim Instant Messaging automatisch mit protokollieren. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du in deinem IM einstellen, alle Gespräche in einem so genannten „Log“ automatisch zu speichern. So hast du bei eventuellen Belästigungen gleich alles dokumentiert.
- Du kannst den Instant Messenger auch gut zum Austauschen von Dateien verwenden – lade aber keine Files herunter, die du von Fremden bekommst! Denn da ist die Gefahr von Viren und Spam besonders groß.
- Viele Programme bieten auch so genannte „Whiteboards“, über die man mit anderen online zusammenarbeiten kann – zum Beispiel um gemeinsam Schulaufgaben oder Studienfragen zu lösen. Nutze diese aber nur mit dir bekannten Personen, um die Gefahr von Viren zu minimieren.
- Öffne keine Nachrichten (diese können auch per E-Mail eintreffen), in denen dir angedroht wird, deinen IM-Zugang zu sperren, wenn du nicht sofort auf eine bestimmte Internetseite gehst. Dabei handelt es sich immer um Spam mit dem Zweck, dich in eine Virenfalle tappen zu lassen. Ignoriere und lösche solche Nachrichten sofort!
- Vorsicht bei Anbietern, die zusätzlich zum Instant Messaging besonders verlockende Gratisangebote anpreisen (z.B. Gratis-SMS, Klingeltöne,…). Solche Programme haben meist das Ziel, dein Vertrauen auszunutzen – auch wenn das nicht gleich auf Anhieb so scheint. Meide solche Anbieter daher unbedingt!
Weiterführende Links:
- Klicksafe.de: Weitere Tipps und Sicherheitseinstellungen zu den gängigsten Messengern sowie den Leitfaden Sicherheitseinstellungen für die Instant Messenger ICQ und Web-ICQ (pdf, 3,4 MB)
- Deutsches Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): „Chat – aber sicher?“
Was sind gute Nicknames (Spitznamen) für das Chatten?
Gechattet wird in der Regel nicht unter richtigem Namen, sondern unter einem frei wählbaren Pseudonym („Nickname“). Der Nickname sollte reine Fantasie sein (z.B. Namen aus Lieblingsbüchern, Lieblingsfilmen oder ein lustiges Wort) und keine Rückschlüsse auf persönliche Daten zulassen (Name, Alter, Wohnort,…). Denn nur allzu leicht können heutzutage über das Internet mit nur ganz wenigen persönlichen Informationen Menschen ausgeforscht und anschließend im realen Leben belästigt werden. Welche konkreten Gefahren lauern, wenn man mit seinen persönlichen Daten zu freizügig ist, erfahren Sie hier.
Woran kann ich vertrauenswürdige Chats erkennen?
Folgende Fragen helfen bei der Einschätzung, ob es sich um einen vertrauenswürdigen Chat handelt:
- Wird man beschimpft und beleidigt?
- Gibt es Moderatoren und erfüllen sie ihre Rolle?
- Werden Möglichkeiten angeboten, um nervige ChatterInnen zu ignorieren?
- Gibt es Kontaktmöglichkeiten oder Hinweise, wohin man sich bei Belästigung wenden kann?
- Wie alt sind die beteiligten ChatterInnen? Sind sie ungefähr im gleichen Alter wie ich?
Weiterführender Link:
Beispiele von vertrauenswürdigen Chats finden Sie im „Chat-Atlas“ oder der Broschüre „Chatten ohne Risiko?“ (pdf, 7 MB, ab Seite 10) von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.
Was ist eine Chatiquette?
Die „Chatiquette“ ist eine Adaptierung der „Netiquette“, die sich auf die informellen Verhaltensregeln im Internet bezieht. Einfach erklärt: Was im realen Leben erlaubt und erwünscht ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten. Auch für das Chatten gibt es bestimmte Benimmregeln, die von allen ChatterInnen eingehalten werden sollten. Folgende Punkte sind in den meisten Chatiquetten enthalten:
- Einander mit Wertschätzung und Respekt behandeln.
- Erst lesen, dann schreiben.
- Nie mit Wut im Bauch schreiben und schlechte Laune an anderen ChatterInnen auslassen.
- Keine Verleumdung, keine üble Nachrede oder sonstige Verhaltensweisen setzen, die den Chat stören könnten oder sogar strafbar sind.
Weiterführender Link:
- Ausführliche Infos zum „guten Ton im Internet“ bei chattiquette.de
Wie können Missbrauch oder Belästigung in Chats gemeldet werden?
Ein vertrauenswürdiger Chat zeichnet sich dadurch aus, dass ChatterInnen den/die Chat-BetreiberIn oder die eingesetzten Moderatoren ohne großen Aufwand über Belästigungen informieren können – und natürlich zeitnah auf das Problem reagiert wird (z.B. mit Verwarnungen oder Sperrungen der betreffenden UserInnen). Entsprechend sollten die bestehenden Hilfemöglichkeiten für jede/n ChatterIn klar sichtbar im Chat ausgewiesen sein. Erfüllt ein Chat diese Anforderungen nicht oder wird man im Chat wiederholt von anderen Usern bedrängt, sucht man besser gleich einen anderen Chat auf. Auf jeden Fall gilt: Belästigungen und anstößige Inhalte sollte man keinesfalls hinnehmen! Vorfälle, die illegal sein könnten, sollten unbedingt zur Anzeige gebracht werden. Eine genaue Dokumentation des Vorfalls mit Datum, Uhrzeit, Chat-Name, Chatroom, Nickname sowie Screenshot oder Logfile des Gesprächs ist in diesem Fall sehr hilfreich.
Übrigens: Die meisten Instant Messenger bieten eine Reihe an nützlichen Sicherheitseinstellungen, die helfen, sich vor unerwünschten Kontakten zu schützen.
Weiterführender Link:
Beispiele von vertrauenswürdigen Chats finden Sie im „Chat-Atlas“ oder der Broschüre „Chatten ohne Risiko?“ (pdf, 7 MB, ab Seite 10)von jugendschutz.net und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.
4 Kommentare
müller
sandra schrieb am 01.02.2010 15:39Man muss viel zuviel lesen. Lieber mehr Videos.
Videos
Saferinternet.at schrieb am 09.03.2010 16:24Hallo Sandra Müller,
Videos zu verschiedenen "Safer Internet"-Themen finden sich unter www.saferinternet.at/videos. Viel Spaß beim Anschauen!
Wie können Missbrauch oder Belästigung in Chats gemeldet werden?
Elias Kofler schrieb am 10.02.2011 08:24Ein vertrauenswürdiger Chat zeichnet sich dadurch aus, dass ChatterInnen den/die Chat-BetreiberIn oder die eingesetzten Moderatoren ohne großen Aufwand über Belästigungen informieren können – und natürlich zeitnah auf das Problem reagiert wird (z.B. mit Verwarnungen oder Sperrungen der betreffenden UserInnen). Entsprechend sollten die bestehenden Hilfemöglichkeiten für jede/n ChatterIn klar sichtbar im Chat ausgewiesen sein. Erfüllt ein Chat diese Anforderungen nicht oder wird man im Chat wiederholt von anderen Usern bedrängt, sucht man besser gleich einen anderen Chat auf. Auf jeden Fall gilt: Belästigungen und anstößige Inhalte sollte man keinesfalls hinnehmen! Vorfälle, die illegal sein könnten, sollten unbedingt zur Anzeige gebracht werden. Eine genaue Dokumentation des Vorfalls mit Datum, Uhrzeit, Chat-Name, Chatroom, Nickname sowie Screenshot oder Logfile des Gesprächs ist in diesem Fall sehr hilfreich.
Übrigens: Die meisten Instant Messenger bieten eine Reihe an nützlichen Sicherheitseinstellungen, die helfen, sich vor unerwünschten Kontakten zu schützen.
Weiterführender Link:
Way to go on this essay, hepled a ton.
Lynell schrieb am 22.06.2011 22:09Way to go on this essay, hepled a ton.
Materialien
Weitere Materialien
- Chatten ohne Risiko: Ein gemeinsames Projekt der Landesanstalt für Kommunikation Baden Würtemberg (LFK) und jugendschutz.net – Jugendschutz in Telemedien
- Leitfaden: „Chatten ohne Risiko? Zwischen fettem Grinsen und Cybersex“ (pdf, 7 MB)
- Unterrichtsmaterial: „Chatten ohne Risiko?“ – Lehrmodul mit Materialien, 4. bis 7. Klassenstufe (pdf, 5 MB)
- Unterrichtsmaterial: „Chatten ohne Risiko?“ – Lehrmodul mit Materialien, 7. bis 10. Klassenstufe (pdf, 4 MB)
- Faltblatt für Erwachsene: „Chatten ohne Risiko? Was Eltern und Pädagogen wissen sollten" (pdf, 512 KB)
- Faltblatt für Kinder: „Wollen wir chatten? Ja, sicher! Chatten ohne Risiko!" (pdf, 1,4 MB)
- Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur GMK (D): Broschüre: „Alles nett im Chat?“ (pdf, 954 KB)
- Unterrichtsmaterial: „Im Chat war er noch so süß!“, Autorin: Anette Weber, 2006, Verlag an der Ruhr, Arbeitsmaterialien für die Sekundarstufe I, K.L.A.R. Literaturkartei, K.L.A.R. Taschenbuch, 12-16 Jahre. Hier bestellen und Probe lesen.









