Datenschutz
Tipps
- Wann immer möglich, geben Sie keine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, Passwörter etc. im Internet bekannt.
- Überprüfen Sie regelmäßig welche Angaben über Sie im Internet zu finden sind.
- Informieren Sie Kinder und Jugendliche warum der Schutz der Privatsphäre wichtig ist und wie sie persönliche Daten schützen können.
Häufige Fragen
- Warum ist es wichtig, persönliche Daten im Internet zu schützen?
- Was sind persönliche Daten?
- Wie ist der Datenschutz in Österreich gesetzlich geregelt?
- Wie kann ich meine persönlichen Daten im Internet schützen?
- Wie sieht ein sicheres Passwort aus?
- Wie kann ich Passwörter sicher aufbewahren?
- Was ist „Phishing“ und was kann ich dagegen tun?
- Was ist „Typosquatting“ und was kann ich dagegen tun?
- Was muss ich beachten, wenn ich persönliche Daten bekannt geben muss (z.B. beim Online-Shopping)?
- Auf was muss ich aufpassen, wenn ich öffentliche Computer benutze?
- Wie kann ich meine persönlichen Daten in einem öffentlichen WLAN-Netz schützen?
- Wie kann ich feststellen, ob und welche meiner Daten über mich im Internet öffentlich sind?
- Ist das freie Erfinden von Daten Betrug?
- Wie anonym bin ich im Internet?
- Wann müssen Internetprovider meine Nutzungsdaten bekannt geben?
- Wie kann ich in Sozialen Netzwerken meine Privatsphäre schützen?
- Was ist das "Recht am eigenen Bild"?
- Was kann ich tun, wenn unerwünschte Fotos von mir im Internet veröffentlicht werden?
- Wie kann ich meine WLAN-Verbindung vor dem Zugriff anderer sichern?
- Was benötige ich, um eine Bürgerkarte zu aktivieren und welche Einsatzmöglichkeiten bietet sie?
Warum ist es wichtig, persönliche Daten im Internet zu schützen?
Die Idee des Datenschutzes ist es, dass grundsätzlich jeder Mensch selbst entscheiden kann, wem wann welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen. Das Recht auf Privatsphäre ist auch ein Menschenrecht. Wie wichtig dieser Schutz ist, darüber haben unterschiedliche Menschen und Interessensgruppen oft verschiedene Meinungen.
Damit Sie selbst eine informierte Entscheidung treffen können, wie Sie mit Ihren eigenen Daten (im Rahmen der Möglichkeiten) umgehen, finden Sie hier Beispiele für mögliche Risiken:
- Einmal veröffentlichte Informationen im Internet sind weltweit zugänglich, und können auch in ganz anderen Zusammenhängen wieder auftauchen. Oft gibt es in der Praxis keine Möglichkeiten mehr, einmal online gestellte Informationen zu löschen – selbst wenn Sie das Recht darauf hätten. Gerade Kindern und Jugendlichen fehlt dafür häufig das Bewusstsein und sie sind sehr freizügig mit Angaben zu ihrer Person.
- E-Mail-Adressen werden von illegal agierenden Firmen für unerwünschte E-Mail-Werbung verwendet. Siehe auch: Spam
- Kontaktdaten (Handynummer, E-Mail-Adresse etc.) werden für Belästigung und Mobbing missbraucht. Siehe auch: Cyber-Mobbing
- Bilder von peinlichen Situationen, Party-Exzessen etc. befinden sich über das Netz auch schnell in Händen, in denen sie besser nicht sein sollten. Z.B.: Potenzieller zukünftiger Arbeitgeber findet nachteilige Fotos von Jugendlichen im Netz. Siehe auch: Soziale Netzwerke
- Kreditkartennummern, Bankdaten etc. landen in den Händen von Betrügern und verursachen erhebliche finanzielle Schäden.
- Andere InternetnutzerInnen verschicken mit gestohlenen Zugangsdaten in Ihrem Namen z.B. E-Mails oder kaufen online ein.
- Personen mit schlechten Absichten machen Namen und Wohnort von Kindern ausfindig. Das geht oft ganz schnell durch Verknüpfen der Angaben auf der eigenen Homepage, E-Mail Adresse und dem elektronischen Telefonbuch.
Was sind persönliche Daten?
Offiziell werden persönliche Daten „personenbezogene Daten“ genannt. Personenbezogene Daten sind alle Daten, die mit Ihnen in Zusammenhang gebracht werden können. Dazu gehören z.B. Name, Anschrift, Geburtsdatum oder Alter. Als solche Daten können aber auch Ihre E-Mail-Adresse oder die IP-Adresse Ihres Computers gelten. Besonderen Schutz genießen die so genannten „sensiblen Daten“. Zu den sensiblen Daten gehören: Informationen über Ihre Gesundheit, politische Meinung, religiöse oder philosophische Überzeugung, Ihr Sexualleben, ethnische Herkunft und anderes.
Weiterführende Links:
- Österreichische Datenschutzkommission (DSK): Die in Österreich geltenden Gesetze zum Datenschutzrecht.
- Internet4Jurists: Datenschutz im Internet
- Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS): Mit Gesetzestexten und gerichtlicher Entscheidungssammlung.
Wie ist der Datenschutz in Österreich gesetzlich geregelt?
Das DSG 2000 regelt nicht nur die Verwendung personenbezogener Daten, die Auskunftsrechte Betroffener, die Zulässigkeit der Weitergabe von Daten und den Umgang mit Daten in Netzwerken, sondern enthält auch Bestimmungen zur Datensicherheit und zu Kontroll- und Rechtsschutzmaßnahmen und sieht empfindliche Strafen bei der missbräuchlichen Verwendung von Daten vor. Das Grundrecht auf Datenschutz ist als Verfassungsbestimmung ausgebildet (§ 1 DSG 2000). Geschützt sind personenbezogene Daten. Weitere Voraussetzung ist das Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses. Ein solches liegt dann nicht vor, wenn die Daten öffentlich sind, also etwa sich aus dem Telefonbuch ergeben.
(Quelle und detaillierte Informationen: Internet4Jurists)
Weiterführende Links:
- Österreichische Datenschutzkommission (DSK): Die in Österreich geltenden Gesetze zum Datenschutzrecht.
- Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS): Mit Gesetzestexten und gerichtlicher Entscheidungssammlung.
- Saferinternet.at: Schulpaket: Erst denken, dann klicken. - Kapitel 4: Online-Dienstleistungen (pdf, 120 KB).
- Österreichische Akademie der Wissenschaften: Privatsphäre 2.0 - Neue Herausforderungen für den Datenschutz (pdf, 670 KB). Eine Studie des Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Auftrag der Bundesarbeitskammer.
Wie kann ich meine persönlichen Daten im Internet schützen?
- Wichtigste Regel: Wenn nicht unbedingt notwendig, personenbezogene Daten nicht angeben oder frei erfinden. Aber Achtung: Werden bei Geschäftsverträgen frei erfundene Daten angegeben, dann handelt es sich um Betrug.
- Legen Sie sich bei einem Gratis-Anbieter (z.B. GMX, Yahoo! oder Hotmail) eine E-Mail Adresse zu, die keinen Rückschluss auf Ihren richtigen Namen zulässt. Verwenden Sie diese Adresse um sich auf Websites zu registrieren, in Gästebüchern zu posten oder in Foren mitzudiskutieren.
- Antworten Sie nie auf Spam E-Mails, weder um Fragen aus den E-Mails zu beantworten noch um mitzuteilen, dass man diese lästigen Zusendungen nicht mehr will. Dadurch würden Sie nur bestätigen, dass es sich um eine gültige E-Mail Adresse handelt und umso mehr Spam-Mails bekommen.
- Überprüfen Sie Ihre Homepage, ob diese Angaben über Sie enthält, die Sie eigentlich nicht vollkommen öffentlich bekannt geben wollen. Ihre Website ist ja weltweit frei zugänglich und über Suchmaschinen einfach zu finden.
- Verwenden Sie sichere Passwörter und halten Sie diese geheim.
Siehe auch: Wie sieht ein sicheres Passwort aus? - Nutzen Sie bei Plattformen wie MySpace & Co die Möglichkeit Ihr Profil so einzustellen, dass nur ausgewählte Personen Ihre persönlichen Daten einsehen können.
- Optimieren Sie Sicherheitseinstellungen bei Ihrem Browser (Mozilla Firefox, Extras – Einstellungen – Sicherheit bzw. Datenschutz“ und beim Internet Explorer „Extras – Internetoptionen – Sicherheit bzw. Datenschutz) und machen Sie regelmäßige Updates.
- Seien Sie besonders vorsichtig bei allen Rechnern die von mehreren Personen genutzt werden, wie z.B. in der Schule oder im Internet-Café.
Weiterführender Link:
- Saferinternet.at: Unterrichtsmaterial: Erst denken, dann klicken. - Schutz der Privatsphäre im Internet (pdf, 1,7 MB)
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Tipps zum Schutz Ihrer Daten.
Wie sieht ein sicheres Passwort aus?
- Verwenden Sie Passwörter, die aus mindestens sechs bis acht Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Variieren Sie dabei mit Groß- und Kleinschreibung, als Sonderzeichen kommen z.B.- + = ! ? % ^ & * @ # $ ( ) [ ] \ ; : " / , . < >~) in Frage.
- Wählen Sie Zeichenfolgen, die Sie sich merken, die andere aber nicht erraten können!
- Benutzen Sie verschiedene Passwörter für verschiedene Anwendungen. Das gilt besonders für kritische Websites, wie z.B. Online-Shops.
- Mit dem Kennwortprüfer können Sie überprüfen, wie sicher Ihr Passwort ist.
Vermeiden Sie:
- Wörter, die auch in Wörterbüchern vorkommen
- Begriffe, die in engem Zusammenhang mit Ihnen stehen wie Ihren Namen und den Ihres Partners oder eines Haustieres, Geburtstag, Lieblingsgericht, Hobby etc.
- Teile des Benutzernamens
Weiterführende Links:
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Informationen zum Erstellen und Verwenden sicherer Kennwörter.
Wie kann ich Passwörter sicher aufbewahren?
- Halten Sie Ihr Passwort geheim und teilen Sie es anderen nicht mit.
- Geben Sie Ihr Passwort stets unbeobachtet von Dritten ein.
- Wenn Sie den Eindruck haben, dass eine unbefugte Person Ihr Passwort herausgefunden hat, sollten Sie sofort Ihr Passwort ändern.
- Ein Tipp zum Merken von Passwörtern: Helfen Sie sich mit Eselsbrücken, z.B. für das Passwort „Ighn3Mk“: „Ich gehe heute noch 3 Melonen kaufen“.
Wenn Sie sich Ihre Passwörter nicht merken können, sollten Sie beim Aufschreiben folgendes beachten:
- Passwort nicht als Passwort bezeichnen
- nicht zusammen mit ergänzenden Zugangsdaten hinterlegen
- keinesfalls direkt am Computer aufbewahren
- verschlüsseln Sie Ihr Passwort zusätzlich, z.B. durch Buchstaben-, Silben- oder Zahlendreher.
- Alternativ dazu können Sie auch einen so genannten Passwort-Safe benutzen, in dem Sie alle Ihre Passwörter ablegen können und Sie brauchen sich nur noch ein einziges zu merken. Programme zur Passwort-Verwaltung finden Sie auf der Website des Heise-Verlags.
Was ist „Phishing“ und was kann ich dagegen tun?
„Phishing“ (Passwort + Fishing) nennt man den Trick, Geheimdaten z.B. für das Online-Banking, Auktionshäuser oder Online-Shops von NutzerInnen herauszulocken. Internet-NutzerInnen erhalten z.B. eine E-Mail mit der Aufforderung, die Website ihrer Bank aufzusuchen und dort z.B. Kontodaten einzugeben.
In der E-Mail ist meist eine Webadresse angegeben. Wird diese angeklickt, gelangt man auf eine Internetseite, die der tatsächlichen Bank-Homepage täuschend ähnlich ist, aber von Betrügern betrieben wird. Diese hoffen darauf, dass KundInnen ihre Bankdaten dort eingeben, um dann illegal Zahlungen von Ihrem Konto veranlassen zu können. Die betrügerische Website verschwindet in der Regel nach wenigen Stunden oder Tagen aus dem Internet.
Wichtig: Seriöse Unternehmen und Banken verlangen niemals vertrauliche Daten wie Passwörter oder Transaktionsnummern per E-Mail von Ihnen!
Phishing-E-Mails können Sie auch oft an folgenden Merkmalen erkennen:
- Internetadresse weicht von der Internetadresse Ihrer Bank ab (z.B. www.nelbanking.at statt www.netbanking.at)
- E-Mails sind oft in schlechtem Deutsch verfasst
- Internetadresse (URL) wird beim Aufrufen der Seite ausgeblendet
- Überraschende Änderungen der vertrauten Login-Seiten
So können Sie sich schützen:
- Klicken Sie auf keine Links in E-Mails, die dazu auffordern, Kontodaten bzw. Passwörter bekannt zu geben. Löschen Sie diese E-Mails sofort!
- Übermitteln Sie keine vertraulichen Daten (Login-Daten, Passwörter) per E-Mail oder telefonisch.
- Melden Sie überraschende Änderungen der vertrauten Login-Seiten sofort an den Betreiber.
- Geben Sie vertrauliche und persönliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt (erkennbar an "https://" am Beginn der Internetadresse und an einem Schloss-Symbol am unteren Bildschirmrand).
- Führen Sie laufend Sicherheits-Updates des verwendeten Internet-Browsers durch.
- Anti-Viren-Software installieren und laufend aktualisieren.
- Anti-Spyware-Software installieren und laufend aktualisieren.
- Firewall aktivieren bzw. installieren.
Beispiel einer Phishing-E-Mail:
Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,
Unser Staat ist in eine unangenehme Situation mit on - line - Banking geraten, infolgedessen wurde uns einen Rat gegeben, alle on - line - Konten von unseren Bankkunden zu überprüfen, um die "Tageskonten" zu bestimmen, die von den Missetätern benutzt werden, um gestohlenes Geld von den Konten unserer Kunden waschen zu können. Wir bitten unsere Kundschaften darum, eine Kontobestätigungsform, die sich auf unserer offiziellen Web-Seite befindet, auszufüllen.
Die Konten, die bis zum 12.11.05 darauf nicht angegeben werden, werden bis zur Feststellung der Voraussetzungen ihrer Eröffnung und Benutzung gesperrt. Dieser Prüfung werden sich sowohl die Privatkunden, als auch die Firmenkunden unterzogen.
Wir möchten uns bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir sind aber der Meinung, daß wir mit Ihnen auch weiter erfolgreich und wirkungsvoll zusammenarbeiten werden.
Beispiel für eine gefälschte Phishing-Website (siehe Internetadresse www.bowag.at statt www.bawag.at in der untenstehenden Grafik):
Weiterführende Links:
- TU Berlin - Hoax-Info
- Das Online-Trainingsmodul Phishing und Spoof von eBay
- Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): Die wichtigsten Tipps zum Online-Banking gibt die Broschüre Sichere Bankgeschäfte im Internet! Sind Sie sicher? (pdf, 500 KB) sowie das Informationsblatt Empfehlungen zur Sicherheit beim E-Banking (pdf, 54 KB) in Absprache mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Informationen zum Erkennen von Phishingbetrug und betrügerischen E-Mails sowie den kostenlosten Microsoft Phishingfilter
Was ist „Typosquatting“ und was kann ich dagegen tun?
Was sich im ersten Moment wie eine neue Sportart anhört, beschreibt in Wirklichkeit den Versuch, InternetnutzerInnen über Tippfehler auf schädliche Websites zu locken. BetrügerInnen nutzen dazu Internetadressen, die sich in ihrer Schreibweise nur ganz leicht von Domain-Namen seriöser und bekannter Websites unterscheiden (z.B. www.bowag.at statt www.bawag.at). Damit ist „Typosquatting“ dem „Phishing“ sehr ähnlich. Vertippt man sich bei der Eingabe der URL, landet man auf einer Website, auf der z.B. gefälschte Anti-Viren-Programme („Scareware“) angeboten werden oder Kostenfallen lauern. Ein beliebter Trick: Den Website-BesucherInnen wird Software, die in der Regel kostenfrei ist, zum Download angeboten. Davor müsse man nur seine persönlichen Daten eingeben und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) akzeptieren. Bald darauf flattert eine Rechnung ins Haus - weil angeblich ein Abo-Vertrag abgeschlossen wurde.
So können Sie sich schützen:
- Achten Sie beim Eingeben von Webadressen immer auf die genaue Schreibweise.
- Laden Sie Software prinzipiell nur bei bekannten und seriösen Anbietern (z.B. dem Hersteller selbst) herunter.
- Geben Sie vertrauliche und persönliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt (erkennbar an "https://" am Beginn der Internetadresse und an einem Schloss-Symbol am unteren Bildschirmrand).
Was muss ich beachten, wenn ich persönliche Daten bekannt geben muss (z.B. beim Online-Shopping)?
Oft sieht man sich gezwungen, im Internet seine persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum etc. bekannt zu geben, z.B. beim Online-Shopping. Daher ist eine wichtige Frage des Datenschutzes, ob Anbieter von Online-Shops seriös agieren und personenbezogene Daten wirklich nur auf Wunsch der KonsumentInnen weitergeben.
Achten Sie darauf, dass sich der Anbieter auf seiner Website verpflichtet, grundsätzlich keine Daten der KundInnen an Dritte weiterzugeben.
Seriöse Shops erkennen Sie in Österreich z.B. am E-Commerce Gütezeichen.
Weiterführende Links:
- Saferinternet.at: Tipps & Häufige Fragen zum Thema Einkaufen im Internet
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Informationen zu Mehr Sicherheit beim Einkaufen im Internet
Auf was muss ich aufpassen, wenn ich öffentliche Computer benutze?
Sind öffentliche Computer in Internetcafés, Bibliotheken, Banhöfen, Schulen etc. sicher? Das hängt ganz davon ab, wie man sie verwendet! Beachten Sie folgende Tipps, um persönliche Daten zu schützen:
- Speichern Sie nie Ihre Login-Daten: Haben Sie sich auf einer bestimmten Website (z.B. zum Checken von E-Mails oder eines Community-Profils) eingeloggt, melden Sie sich auch stets wieder mit Klick auf "Logout" o.ä. ab. Es reicht nicht, einfach nur das Browserfenster zu schließen oder eine andere Internetadresse einzugeben. Deaktivieren Sie in jedem Fall auch automatische Anmeldefunktionen (z.B. bei Instant Messengern).
- Lassen Sie den Computer während der Nutzung niemals unbeaufsichtigt: Wenn Sie fertig sind, melden Sie sich bei allen Websites und Programmen ab und schließen alle Fenster, die vertrauliche Daten enthalten könnten.
- Beseitigen Sie Ihre Spuren: Die meisten Webbrowser merken sich automatisch Passwörter und jede Website, die Sie besucht haben, selbst nachdem sie geschlossen wurde und Sie sich abgemeldet haben. Klicken Sie z.B. im Internet Explorer auf "Extras" und "Internetoptionen > Allgemein" und löschen Sie dort den gesamten Browserverlauf. Bei Firefox finden Sie diese Möglichkeit unter "Extras > Einstellungen > Datenschutz".
- Besser noch, erzeugen Sie keine Spuren: Moderne Webbrowser, wie z.B. Internet Explorer 8 oder Firefox 3.5, können in den so genannten "In Private Browsing"-Modus geschalten werden. So werden erst gar keine Informationen (z.B. Cookies, temporäre Internetdateien, Verlauf) auf dem Computer gesammelt. Um diese Funktion zu aktivieren, klicken Sie bei Internet Explorer auf "Sicherheit > InPrivate Browsen", bei Firefox auf "Extras > Privaten Modus starten".
- Lassen Sie niemanden zuschauen: Achten Sie bei der Nutzung eines öffentlichen Computers immer darauf, dass Ihnen niemand Fremder über die Schulter schaut und dabei vertrauliche Daten ausspionieren könnte.
- Seien Sie generell sparsam mit der Eingabe von persönlichen Daten, denn so sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite – auch vor Gelegenheitshackern, die eventuell nach Ihnen denselben öffentlichen Computer benutzen könnten. Bank- oder Kreditkartendaten oder ähnlich vertrauliche Informationen sollten Sie am besten NIE auf einem öffentlichen Computer eingeben.
Weiterführende Links:
- Saferinternet.at: Wie kann ich meine persönlichen Daten in einem öffentlichen WLAN-Netz schützen?
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Informationen zu 5 Sicherheitstipps zum Verwenden öffentlicher Computer
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Vorsicht bei der Nutzung fremder Computer
Wie kann ich meine persönlichen Daten in einem öffentlichen WLAN-Netz schützen?
Wenn Sie sich mit einem Laptop in ein öffentliches Drahtlos-Netzwerk ("Hotspot") einwählen,
- surfen Sie am besten über ein Betriebssystem-Nutzerkonto mit eingeschränkten Zugrifssrechten,
- deaktivieren die Datei- und Verzeichnisfreigaben für Netzwerke
- und geben Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Websites ein (erkennbar an "https://" und einem Schloss-Symbol entweder neben der Adressleiste oder am unteren Bildschirmrand)
– denn viele öffentliche Verbindungen sind nicht geschützt! Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihre Anti-Viren-Software und Firewall auf dem neusten Stand sind.
Wie kann ich feststellen, ob und welche meiner Daten über mich im Internet öffentlich sind?
Suchen Sie regelmäßig nach Angaben über sich im Internet. Tippen Sie Ihren Namen in verschiedene Suchmaschinen ein wie z.B. 123people und überprüfen Sie, in welchen Zusammenhängen Sie aufscheinen. Wenn Sie unerwünschte Informationen über sich auf einer Website finden, kontaktieren Sie den Website-Betreiber, mit der Bitte diese zu entfernen (siehe auch: Cyber-Mobbing).
Ist das freie Erfinden von Daten Betrug?
Wenn falsche Daten angegeben werden, um sich bei kostenpflichtigen Websites anzumelden, fällt dies unter den strafechtlichen Tatbestand des Betruges. (§ 146Strafgesetzbuch – StGB ). Dies gilt allerdings nicht bei den so genannten vermeintlichen "Gratis"-Angeboten (siehe auch: Internetabzocke).
Wie anonym bin ich im Internet?
Alle Computer, die mit dem Internet verbunden sind, haben eine eindeutige Adresse, über die sie identifiziert werden können, die so genannte IP-Adresse. Das ist ein Zahlencode, der einem Rechner entweder fix zugeordnet ist (wie z.B. bei vielen Kabelgesellschaften) oder vom Provider dynamisch vergeben wird.
Wann immer Sie im Internet agieren (z.B. chatten, eine E-Mail schreiben, eine Website besuchen), wird die IP-Adresse Ihres Rechners in einem Logfile gespeichert bzw. zusätzlich auch noch im Header des E-Mails verewigt. Sie hinterlassen also Spuren, wenn Sie sich im Internet bewegen. Diese Spuren sind nicht immer sofort einer bestimmten Person zuzuordnen, sie können aber – wenn z. B. die Polizei eine Anzeige erhält – miteinander verknüpft werden und führen dann zum entsprechenden Computer bzw. zur entsprechenden Telefonnummer. Die meisten Internet-Straftaten können also relativ schnell und problemlos aufgeklärt werden.
Cookies – wörtlich übersetzt Kekse - sind kleine Dateien, die beim Lesen bestimmter Internet-Seiten vom Server auf die eigene Festplatte gespeichert werden. Damit sammeln zum Beispiel Onlineshops alle möglichen Informationen über ihre Kunden. Sie merken sich so nicht nur Identifizierungsdaten der Besucher - soweit sie erkennbar sind - wie Namen oder Anschrift, sondern oft auch persönliche Vorlieben, etwa was zuletzt bestellt wurde. Im Cookie sind außerdem Informationen darüber gespeichert, wie lange man auf einer Seite war oder welche Seiten man sich angesehen hat. Besucht man später wieder diese Internet-Seite, "weiß" der Server dank des Cookies, dass man schon einmal dort war.
(Quelle: klicksafe.de - Cookies, Spyware & Co.: Wie entstehen Spuren im Netz? )
Weiterführender Link:
- Wie ist meine IP-Adresse?: Alle wichtigen Infos und Tests zu Ihrem aktuellen Internetzugang, Hintergrundinfos, aktuelle Tipps sowie ein Hilfe- und Diskussionsforum.
Wann müssen Internetprovider meine Nutzungsdaten bekannt geben?
Internetprovider sind natürlich Ihren Kunden zum Datenschutz verpflichtet. Über die Datenschutzbestimmungen zur Durchführung des Vertrages (z.B. Verrechnung) hinaus, dürfen Internetprovider Daten nur mit Zustimmung des Kunden oder auf gerichtlichen Beschluss bekannt geben.
Wie kann ich in Sozialen Netzwerken meine Privatsphäre schützen?
Besonders der Schutz der Privatsphäre ist in Sozialen Netzwerken eine Herausforderung. Einerseits will man sich selbst präsentieren, um so auch von anderen TeilnehmerInnen gefunden zu werden, andererseits gilt es zu verhindern, dass persönliche Angaben missbraucht werden. Grundsätzlich gilt: Desto vorsichtiger Sie bei der Angabe von persönlichen Daten und Fotos sind, desto sicherer ist das Social Networking!
Die wichtigsten Sicherheitstipps:
- Geben Sie keine persönlichen Daten (Adresse, Wohnort, Telefonnummer etc.) bekannt, die es Fremden ermöglichen, Sie auch im "echten" Leben aufzuspüren oder zu belästigen.
- Veröffentlichen Sie keine Bilder oder Texte, die Ihnen oder anderen später einmal peinlich sein oder aber zu Ihrem Nachteil verwendet werden könnten. Bedenken Sie, dass auch keine Bilder von Bekannten veröffentlicht werden dürfen, die diese "nachteilig" darstellen. Auch wenn Bilder nur für eine kleinere NutzerInnengruppe freigegeben sind, ist nicht auszuschließen, dass diese irgendwann in falsche Hände gelangen.
- Bedenken Sie, dass Soziale Netzwerke von potentiellen Arbeitgebern genutzt werden könnten, um mehr über Ihre Person zu erfahren.
- Nutzen Sie die Einstellungsoptionen Ihrer Community für mehr "Privatsphäre", indem Sie z.B. den Zugriff auf Freunde beschränken.
- Wenn Fremde Sie einladen, Sie als "FreundIn" zu verlinken, nehmen Sie diese Personen genau unter die Lupe, bevor Sie die Einladung annehmen.
Weiterführende Links:
- Saferinternet.at: Unterrichtsmaterial: Erst denken, dann klicken. - Schutz der Privatsphäre im Internet (pdf, 1,7 MB)
- Fraunhofer-Institut: Studie Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen (2008) (pdf, 2,9 MB)
- Klicksafe.de: Flyer Sicherer in Social Communities (pdf, 300 KB)
- Klicksafe.de: Leitfäden zum Schutz der Privatsphäre bei Facebook und bei studiVZ
- Medienkulturzentrum Dresden: Untersuchung von Sozialen Netzwerken (u.a. hinsichtlich Datenschutz und Transparenz)
Was ist das "Recht am eigenen Bild"?
Das „Recht am eigenen Bild“ ist im österreichischen Urheberrechtsgesetz festgeschrieben. Ganz vereinfacht gesagt, schützt es eine abgebildete Person vor der ungewollten Veröffentlichung eines nachteiligen Fotos, z.B. wenn jemand anderer ein solches ins Internet gestellt hat. Fotos und/oder deren Begleittext, die die Person auf dem Bild „bloßstellen“ oder „herabsetzen“, dürfen nicht veröffentlicht werden. Es reicht allerdings nicht, wenn sich der/die Abgebildete auf einem Foto einfach nur hässlich findet – eine Bloßstellung muss objektiv nachvollziehbar sein (z.B. heruntergelassene Hose im Vollrausch). Das Fotografieren an sich ist davon aber nicht betroffen.
Was heißt das nun konkret?
- Einerseits hat man das Recht auf Löschung, wenn man ein für sich nachteiliges Bild im Internet entdeckt. In dieser Situation bittet man am besten die Person, die das Bild veröffentlicht hat (z.B. Fotograf), um Entfernung. Sollte dies nichts nützen, empfiehlt es sich, den Website-Betreiber zu kontaktieren oder – in schwerwiegenden Fällen – mit einer Unterlassungsklage und Schadenersatzforderungen zu drohen.
- Andererseits heißt es aufzupassen, wenn man selbst Bilder von anderen Personen im Web veröffentlicht. Aufnahmen an öffentlichen Plätzen sind üblicherweise unbedenklich, wenn aber die Situation für die Abgebildeten nachteilig ist (z.B. Oben-ohne-Foto am Strand), ist das Bild in jedem Fall schützenswert. Im privaten Bereich sind Interessen noch viel früher beeinträchtigt, dies gilt auch für private geschlossene Veranstaltungen (z.B. Partys). Daher: Am besten immer vor der Veröffentlichung eines Fotos (oder auch eines Videos) bei den abgebildeten Personen nachfragen, ob sie damit einverstanden sind!
Weiterführender Link:
- Internet4Jurists: Recht am eigenen Bild
Was kann ich tun, wenn unerwünschte Fotos von mir im Internet veröffentlicht werden?
Auf jeden Fall können Sie den Website-Betreiber ersuchen, das Foto zu entfernen. Für das weitere Vorgehen muss man unterscheiden:
- Von einem anderen angefertigtes Foto der eigenen Person: Vorausgesetzt, dass die Veröffentlichung gegen berechtigte Interessen des Abgebildeten verstößt (siehe Das Recht am eigenen Bild), hat man einen Unterlassungsanspruch.
- Selbst gemachtes Foto mit beliebigem Motiv: Hier hat der Fotograph einen unbedingten Unterlassungsanspruch und außerdem alle weiteren Ansprüche nach dem Urheberrechtsgesetz, insbesondere auch einen Schadenersatzanspruch, der zumindest die Abgeltung der zweifachen Lizenz beinhaltet. Die Höhe orientiert sich an der unverbindlichen Verbandsempfehlung der Bundesinnung für Berufsfotographen.
In beiden Fällen ist die Beauftragung eines Anwalts zur Einbringung einer Klage nach dem Urheberrechtsgesetz unumgänglich. Für Streitigkeiten aus dem Urheberrecht unabhängig vom Streitwert ist nämlich immer das Landesgericht zuständig und dort besteht Rechtsanwaltszwang. Manchmal hilft aber auch bereits das Aufforderungsschreiben eines Anwalts.
Die Kosten des Verfahrens bekommen Sie ersetzt, sofern der Beklagte sie (allenfalls im Exekutionsweg) zahlen kann. Da die Kosten einer derartigen Klage nicht unbeträchtlich sind, sollte man sich daher im Vorhinein überlegen, ob sich eine Klage auszahlt.
(Quelle und detaillierte Informationen: Internet4Jurists - FAQ zum Urheberrecht)
Wie kann ich meine WLAN-Verbindung vor dem Zugriff anderer sichern?
Drahtlose Funknetzwerke ("Wireless Local Area Networks", kurz WLAN) werden mittlerweile auch häufig von Privaten und Schulen eingesetzt. Die Zahl der öffentlich eingerichteten WLAN-Zugänge, der so genannten Hotspots, nimmt ebenfalls zu.
Über ein ungeschütztes WLAN können Dritte auf Ihre Kosten im Internet surfen und auch illegale Inhalte herunterladen. Nicht nur kann das Ihr Datenvolumen weit überziehen, Sie sind auch für die illegalen Aktivitäten der Dritten haftbar, wenn Sie Ihr WLAN ungeschützt haben. Darüber hinaus lassen sich solche Nutzer praktisch nicht auffindbar machen.
Weiterführende Links:
- Das Portal Sicherheit zu Hause von Microsoft bietet unter „Schützen Sie sich selbst“ Tipps zum Schutz Ihres drahtlosen Netzwerks.
- Detaillierte Sicherheitstipps zu WLAN finden Sie auf der Seite des deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Was benötige ich, um eine Bürgerkarte zu aktivieren und welche Einsatzmöglichkeiten bietet sie?
Die österreichische Bürgerkarte ist ein Konzept, welches es ermöglicht elektronische Verwaltungsverfahren und Amtswege für Bürgerinnen und Bürger sicher zu gestalten.
Für eine erfolgreiche Aktivierung Ihrer Bürgerkarte, sowie deren Nutzung, benötigen Sie einen Computer mit Internetzugang, einen Kartenleser, eine Chipkarte, die für die Verwendung als Bürgerkarte geeignet ist, wie z.B. Ihre e-card oder Bankomatkarte und eine Bürgerkartensoftware.
Die Bürgerkarte bietet Ihnen folgende Einsatzmöglichkeiten:
- Onlineerledigung Ihrer Amtswege
- Beihilfen, Förderungen
- Sozialversicherung
- Elektronische Zustellung Ihrer Bescheide
- Sicheres E-Banking
- Rechtsgültige elektronische Unterschrift in der Privatwirtschaft
- Identität für elektronische Geschäfte - Die Bürgerkarte als Ausweis
- Verschlüsselung von E-Mails und Dateien
- Ausstellung elektronischer Rechnungen
(Quelle und detaillierte Informationen: Plattform Digitales Österreich - Einsatzmöglichkeiten der Bürgerkarte)
Weiterführende Links:
- Plattform Digitales Österreich: Folder Mit der Bürgerkartenfunktion zum elektronischen Ausweis (pdf, 640 KB)
- HELP.gv.at: Einsatzmöglichkeiten der Bürgerkarte
- edugov.gv.at: Website für Schulen zum Thema E-Government.
3 Kommentare
xD
das gehtd dich nix an :) schrieb am 27.01.2010 08:08die gelesenen informationen waren sehr hilfreich für mich natürlich habe ich mir alles durchelesen ich werde niewieda sex ding machen
Faszinierend
samuel rainer schrieb am 19.02.2010 11:00dass wahr füa mich aine sea krosse hihlfe
mid liben grüsn aus stulfeldn
Datenschutz
Michelle schrieb am 09.06.2010 12:09Ja. Da bin ich auch der Meinung. Gibts noch mehr Tipps
Materialien
Weitere Materialien
- Österreichische Datenschutzkommission (DSK): Die in Österreich geltenden Gesetze zum Datenschutzrecht
- Österreichische Datenschutzkommission (DSK): Broschüre für Jugendliche Du bestimmst ... (PDF, 3.53 MB)
- European Digital Rights (EDRI): Comic Book für Jugendliche Under Surveillance (in Englisch, Französich, Tschechisch)
- Verbraucherzenterale Niedersachsen: Meine Daten! Praktische Tipps zum Datenschutz (PDF, 2.2 MB)









