Social Gaming: Tipps für Eltern

Social Gaming: Tipps für Eltern

Social Games wie Farmville, MafiaWars & Co. sind aus Sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken. Damit diese vor allem für Kinder und Jugendliche weder zu einem Zeit-, noch zu einem Geldfresser werden, hier ein paar Tipps, wie Eltern ihre Kinder bei der sicheren Nutzung von Social Games unterstützen können:

  • Spielen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam. Social Games bringen Spaß und Entspannung für jede Altersgruppe und können wichtige Kompetenzen (z.B. Zeitmanagement, Multi-Tasking etc.) fördern. Suchen Sie interessante Spiele entsprechend dem Alter Ihres Kindes und erforschen Sie sie miteinander. Die gemeinsamen Erfahrungen erleichtern es, die Faszination von Social Games zu verstehen und mit Ihrem Kind besser darüber reden zu können. Bei Facebook empfehlenswert sind z.B. Pioneer Trail, CityVille, FarmVille, Café World oder Happy Aquarium.
  • Lassen Sie sich die Spiele von Ihrem Kind erklären. Kinder freuen sich, wenn sie auch einmal in die Expert/innen-Rolle schlüpfen können. Das hilft Ihnen und Ihrem Kind alters- und rollenbedingte Barrieren abzubauen.
  • Thematisieren Sie den kommerziellen Aspekt dieser Spiele. Vielen Kindern fällt es schwer, „reales“ von „virtuellem“ Geld zu unterscheiden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die wirtschaftlichen Absichten der Spielehersteller und formulieren Sie klare Regeln für das Kaufen von virtuellen Gegenständen. Die meisten Social Games können ohne weiteres gratis gespielt werden.
  • Machen Sie Ihr Kind stark gegen den Gruppendruck. Das gegenseitige Messen und Wetteifern um Levels mit den eigenen Freund/innen ist der wesentliche Anreiz beim Social Gaming. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, mit diesem Gruppendruck umgehen und auch einmal „Nein“ sagen zu können. Ziehen Sie beim „Darüber reden“ Analogien zu realen Herausforderungen (z.B. Pokémon-Karten, Markenkleidung, Eis essen etc.).
  • Vereinbaren Sie Regeln für das Spielen. Kinder freuen sich selten über Regeln, weil sie diese (zunächst) nur als Einschränkung erleben. Das ist bei Computer- bzw. Online-Spielen nicht anders als in anderen Erziehungsbereichen. Nutzen Sie Ihre positiven Erfahrungen aus diesen anderen Bereichen, um Regeln zu vereinbaren und auf deren Einhaltung zu achten.
  • Helfen Sie Ihrem Kind beim Ausstieg aus dem Spiel, wenn es das möchte. Bei Facebook kann beispielsweise jedes Game für das eigene Nutzerprofil blockiert werden, sodass man fortan von diversen Benachrichtigungen, Geschenken oder Einladungen in Ruhe gelassen wird. Die Option „Anwendungen blockieren“ finden Sie in den Privatsphäre-Einstellungen unter „Blockierungen verwalten“.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind Alternativen auf. Abseits der Sozialen Netzwerke gibt es im Internet viele weitere kostenlose Online-Spiele – auch ganz ohne kommerzielle Interessen. Ausgewählte Spiele, die Spaß machen und anspruchsvoll sind, finden Sie auf der Website der BuPP. Es muss übrigens nicht immer der Computer sein: gemeinsam etwas mit Ihrem Kind zu unternehmen (z.B. Ausflug, Kino) macht mindestens genauso Spaß!

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