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Soll ich meinem Kind WhatsApp erlauben?

Weitere Infos zu:

WhatsApp ist eine App für Smartphones, mit der man Kurznachrichten, Bilder, Videos und Audiodateien verschicken kann. Mit WhatsApp kann man entweder zu zweit oder in Gruppen (mit bis zu 256 Personen!) chatten. Auch das Telefonieren mit anderen Nutzer/innen ist über die App möglich. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist WhatsApp sehr beliebt und hat Facebook längst den Rang abgelaufen. Doch immer wieder kritisieren Expert/innen Sicherheitslücken und mangelnde Datenschutz-Optionen. Auch Cyber-Mobbing via WhatsApp ist keine Seltenheit mehr. Und trotzdem: WhatsApp ist für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiger Kanal, um mit Freund/innen in Kontakt zu bleiben und sich z. B. auch über Schulisches auszutauschen.

  • Verbieten Sie nicht prinzipiell die Nutzung von WhatsApp. Lernen Sie WhatsApp kennen und klären Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie wichtig der Dienst tatsächlich ist.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln. Zum Beispiel, dass es nur solche Inhalte über WhatsApp verschickt, die jeder lesen oder sehen darf, oder dass es keine Kontaktanfragen von Fremden annimmt. Bei jüngeren Kindern empfiehlt es sich, einzelne Inhalte vor dem Verschicken zu besprechen (z. B. Fotos).
  • Schärfen Sie Ihrem Kind ein, keine privaten Daten auf WhatsApp preiszugeben. Das betrifft Informationen wie Wohnadresse oder Passwörter, aber auch z. B. Nacktfotos. Generell sollten keine Inhalte versendet werden, die andere nachteilig verwenden könnten – das gilt auch für vermeintlich private Chats und Gruppen. Klären Sie Ihre Kinder über Sextingund Cyber-Grooming auf.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Kettenbriefe. Immer wieder kursieren auf WhatsApp Nachrichten, die großes Unheil versprechen, wenn sie nicht innerhalb kurzer Zeit an andere weitergeleitet werden. Gruselige Kettenbriefe können vor allem jüngeren Kindern große Angst machen. Nehmen Sie diese Ängste unbedingt ernst! Machen Sie Ihrem Kind klar, dass nichts Schlimmes passiert, wenn der Kettenbrief nicht weitergeschickt wird. 
  • Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, mit Ihnen zu reden, wenn ihm etwas auf WhatsApp komisch vorkommt oder es schikaniert wird. Drohen Sie nicht gleich mit Verboten, sondern fangen Sie Ihr Kind in problematischen Situationen auf und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Alternativen zu WhatsApp. Es gibt einige Messenger-Apps, die WhatsApp sehr ähnlich sind – aber deutlich mehr Wert auf den Datenschutz der Nutzer/innen legen.