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Was soll/darf mein Kind ab welchem Alter im Internet tun?

Weitere Infos zu: Eltern

0 bis 3 Jahre

Die Kinder beginnen den Umgang mit digitalen Geräten ihrer Eltern nachzuahmen. Das Tippen auf der Tastatur bzw. das Wischen auf Smartphone und Tablet macht den Kindern Spaß und erfolgt für sie meist intuitiv.

  • Versuchen Sie in den ersten zwei Lebensjahren die Nutzung digitaler Medien auf Ausnahmen zu beschränken und lassen Sie Ihr Kind dabei nie alleine – Handy, Tablet & Co. sind keine Babysitter!
  • Widmen Sie Ihrem Kind Ihre gesamte Aufmerksamkeit, wenn Sie Zeit mit ihm verbringen und widerstehen Sie der Verlockung nebenbei am Handy „herumzuspielen“. Verhindern Sie, dass sich Ihr Kind mit Ihrem Handy ständig um Ihre Aufmerksamkeit konkurrieren muss. Gerade in diesem Alter ist es für Kinder wichtig, durch die Beziehung zu den Eltern und dem sozialen Umfeld Sprache und soziales Verhalten zu erlernen. Unterschätzen Sie auch Ihre eigene Vorbildwirkung nicht!
  • Ab dem dritten Lebensjahr: Erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind altersgerechte Apps und Websites und beschränken Sie sich dabei auf einige wenige Angebote. Zwischendurch kann es auch spannend sein, zusammen kurze Videos anzuschauen oder Bilder zu einem speziellen Thema (Bagger, Pferde, etc.) mit Hilfe der Bildersuche in Suchmaschinen zu suchen...
  • Zeigen Sie Ihrem Kind beispielsweise Familienfotos auf dem Smartphone oder Tablet und lassen Sie es selbständig „weiterwischen“.
  • Achten Sie bei den ersten Spiele-Apps darauf, dass Ihr Kind nicht allzu lange spielt. 10 bis 15 Minuten am Stück sind meist schon genug.
  • Wenn Ihr Kind digitale Medien nutzt: Überfordern Sie es nicht durch zu viele unterschiedliche Angebote.

4 bis 5 Jahre

Lern- und Spielprogramme („Edutainment“) wecken zunehmend das kindliche Interesse. Kurze Filme und kleine Spiele sind jetzt spannend. Ihr Kind kann bereits alleine mit dem Smartphone, Tablet oder Computer umgehen und eigenständig durch altersgemäße Websites navigieren.

  • Unternehmen Sie gemeinsame Internet-Ausflüge, beispielsweise auf Websites, die den Kindern bereits von anderen Quellen (Fernsehen, Büchern, Liedern, Freund/innen) bekannt sind. Sie werden dort oft kleine Spiele oder kurze Filme zum Durchklicken finden. Hat Ihr Kind eine solche Website bereits mehrfach mit Ihnen besucht, kann es die Navigation alleine bedienen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht lange alleine im Internet, sonst wird es bald frustriert sein. Zu viel Text verhindert das ungestörte Fortkommen.
  • Eine gute Website zum Selbstnavigieren für Vorschulkinder ist die Seite mit dem Elefanten – bekannt aus der „Sendung mit der Maus“. Diese Website beinhaltet keine Textpassagen und Kinder können sich anhand der Bilder sehr schnell selbst orientieren. Parallel dazu bietet auch „Die MausApp“ ein gelungenes Angebot für diese Altersgruppe. Siehe auch: Wo finde ich empfehlenswerte Websites und Apps für Kinder?
  • Sie können Kinderschutz-Programme einrichten, um ein gefahrloses Surfen zu unterstützen. Dabei dürfen Sie aber nicht vergessen, dass auch die besten Schutz-Apps und Filter keine absolute Sicherheit bieten. Siehe auch: Kinderschutz-Apps & Co. – wie kann ich Handy & Tablet sicherer machen?
  • Reden Sie mit Ihrem Kind über mögliche Kostenfallen im Internet und wie es Werbung oder kostenpflichtige Angebote erkennen kann. Eine Hilfestellung bietet das Kinder-Video Sicher unterwegs im Internet.

 

6 bis 10 Jahre

Handy und Internet werden im Volksschulalter immer interessanter. Besonderen Reiz üben Online-Spiele bzw. Spiele-Apps, aber auch das Anfertigen und Bearbeiten von Fotos aus. Volksschulkinder entdecken das Internet zunehmend auch zur Suche von Inhalten – egal, ob es sich dabei um Informationen zu ihren Hobbys oder im Unterricht besprochenen Themen handelt. Eine immer größerer Rolle spielen in diesem Alter die Vernetzung und Kommunikation mit Freund/innen und Familienmitgliedern, etwa über WhatsApp oder andere Soziale Netzwerke.

  • Wählen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam geeignete Websites und Apps aus und vereinbaren Sie klare Regeln zur Internet- und Handynutzung (z. B. dass Apps auch in Zukunft nur gemeinsam installiert werden dürfen).
  • Lassen Sie Ihr Kind anfangs nicht alleine. Wenn Ihr Kind zunehmend kompetenter und verantwortungsbewusster mit Internet und Handy umgeht, können Sie es versuchsweise auch einige Zeit alleine oder mit Freund/innen auf Erkundungsreise schicken.
  • Richten Sie Kinderschutz-Programme ein und unterstützen Sie somit das gefahrlose Surfen Ihrer Kinder. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass auch die besten Schutz-Apps und Filter keine absolute Sicherheit bieten.
  • Das richtige Suchen im Netz will gelernt sein. Begleiten und helfen Sie bei der Auswahl von Suchbegriffen. Auch bei der Beurteilung von Informationen im Internet brauchen Kinder viel Unterstützung. Üben Sie gemeinsam Quellen zu beurteilen und  Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Siehe auch: Sicher Suchen im Internet – wie kann ich mein Kind unterstützen?
  • Bedenken Sie, dass Computerspiele und Spiele-Apps viele unterschiedliche Kompetenzen und Fähigkeiten fordern und fördern (z. B. logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen etc.). Siehe auch: Wo finde ich „gute“ Computerspiele?

Ab ca. 10 Jahre

Spätestens ab diesem Alter sind Kinder begeisterte Internet-, Handy- und Tabletnutzer/innen. Hoch im Kurs steht dabei vor allem das Kommunizieren mit Freund/innen – egal ob über WhatsApp, Instagram oder in Spiele-Chats. Neben dem Pflegen und Knüpfen von sozialen Kontakten, nutzen Kinder das Internet vor allem zur Unterhaltung und Entspannung, z. B. werden Computer- oder Handyspiele gespielt oder YouTube-Videos angeschaut. Eine immer größere Rolle spielt das Internet auch für die Selbstdarstellung: Profile in Sozialen Netzwerken werden immer häufiger dazu genutzt, um die eigene Person zu inszenieren und soziale Rollen zu erproben. Viele Eltern haben spätestens jetzt das Gefühl, dass ihre Kinder sie hinsichtlich Wissen und Erfahrung überholt haben. Nun heißt es, souverän bleiben! Sie können Ihr Kind nach wie vor in vielen Anliegen unterstützen – auch wenn es um Online-Themen geht.

  • Ein ängstliches Reagieren auf die digitalen Vorlieben Ihrer Kinder ist ebenso wenig ratsam wie eine zu lässige Haltung.
  • Seien Sie neugierig! Beteiligen Sie sich an der Welt Ihrer Kinder und sagen Sie ruhig, wenn Ihnen dabei etwas missfällt oder Unbehagen bereitet.
  • Besprechen Sie mögliche Risiken – auch ohne konkreten Anlassfall – und vereinbare Sie gemeinsam klare Regeln für die Internet- und Handynutzung. Achten Sie darauf, dass diese Regeln von allen verstanden werden –  denn nur so werden diese auch eingehalten.
  • Verbote sind oft nicht der richtige Weg – Ihr Kind wird sich bei Problemen möglicherweise nicht mehr an Sie wenden, weil es Angst vor Konsequenzen (wie z. B. dass Sie sein Handy wegnehmen) hat.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Kompetenzen schätzen und lassen Sie sich von ihm angesagte Netzwerke und Apps zeigen und erklären.

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