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Mein Kind bekommt Kettenbriefe – wie kann ich es unterstützen?

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Kettenbriefen kursieren im Internet schon seitdem es E-Mails gibt. Unter Kindern und Jugendlichen werden solche Nachrichten in erster Linie über Messenger-Apps wie WhatsApp verbreitet. Schon Volksschulkinder erhalten jede Woche bis zu zehn Kettenbriefe, deren Inhalte sie zum Teil überhaupt nicht richtig einschätzen können – vorsorglich wird daher alles weitergeschickt.

Die Bandbreite der Inhalte reicht von freundlich über betrügerisch bis hin zu bedrohlich. Besonders gruselige Nachrichten oder Kettenbriefe mit Todesdrohungen können Kindern große Angst machen – andere Nachrichten lösen wiederum sozialen Druck aus (z. B. „Schickst du das nicht zurück, heißt das, dass ich keine gute Freundin bin!“). Was alle Kettenbriefe gemeinsam haben: Sie sind in der Regel völlig frei erfunden!

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Tipps um mit Kindern über Kettenbriefe zu reden

  • Thematisieren. Sprechen Sie das Thema Kettenbriefe von sich aus an, auch ohne dass es einen konkreten Anlassfall gibt.
  • Erklären. Erklären Sie das Prinzip von Kettenbriefen und machen Sie Ihrem Kind klar, dass man die in Kettenbriefen verbreiteten Horrorgeschichten nicht ernst nehmen muss – es droht keine echte Gefahr.
  • Nachfragen. Fragen Sie bei Ihrem Kind immer wieder nach, ob es in letzter Zeit Kettenbriefe bekommen hat oder welche Nachrichten gerade in der Klasse im Umlauf sind.
  • Ängste ernst nehmen! Wenn ein Kind sich Sorgen macht, dass es selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte oder dass es in der Klasse unbeliebt wird, weil es eine Nachricht nicht weitergeschickt hat, dann sind diese Sorgen ganz real und oft auch sehr mächtig. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass es jederzeit zu Ihnen kommen kann, falls ihm ein Foto, ein Video, eine Nachricht etc. Angst macht oder es nicht schlafen kann.
  • Regeln vereinbaren. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden können und welche nicht. Angstmachende Nachrichten sollte Ihr Kind keinesfalls weiterverbreiten, da sonst noch mehr Kinder Angst bekommen.
  • Im Anlassfall: Bleiben Sie ruhig! Reagieren Sie nicht mit Verboten, sonst könnte es sein, dass sich Ihr Kind beim nächsten Mal nicht wieder an Sie wendet.

Tipp:

Einen spielerischen Zugang zum Thema Kettenbriefe bietet das Kettenbrief-Quiz.