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Wie erkenne ich Falschmeldungen im Internet?

Weitere Infos zu: Informationskompetenz

Wahr und falsch im Internet auseinander halten zu können wird für Nutzer/innen immer wichtiger. Jede und jeder kann mit dem eigenen Verhalten etwas gegen Gerüchte im Internet leistenHoaxes und Falschmeldungen leben schließlich davon, dass sie unbedarft geteilt werden. Dasselbe gilt auch für Kettenbriefe in WhatsApp, die darauf abzielen, anderen Angst zu machen. Überlegen Sie, wie Sie auf eine fragwürdige Meldung reagieren können, ohne diese gleich weiterzuteilen.

Tipps zum Umgang mit fragwürdigen Inhalten im Internet

  • Skeptisch sein.Oft täuscht der erste Eindruck, weshalb Inhalte im Internet zunächst kritisch hinterfragt werden sollten. Folgende Inhalte und Formulierungen können auf eine Falschmeldung hinweisen:
    • Reißerische, aufgeregte Sprache (z. B. „OMG!! Wahnsinn! UNGLAUBLICH!“, „Du wirst nicht glauben, was dann passiert ist!“)
    • Emotionale Begriffe (z. B. „schrecklich“, „herzzerreißend“, „unfassbar“)
    • Drastische, schockierende Bilder
    • Fehlende Quellenangaben
    • Fragwürdige Zahlen und Statistiken ohne Belege
    • Schüren von Angst (z. B. „Das ist eine Bedrohungen für uns alle!“, „Ihr werdet schon sehen“)
    • Click-Bait-Videos (Video endet mit Cliffhanger, zum Weiterschauen muss geklickt werden)
    • Verallgemeinerungen (z. B. „Alle … sind …“)
    • Verschwörungstheorien (z. B. heimliche Strippenzieher/innen, Nutznießer, unbekannte Mächte etc.)
  • Hoax-Datenbanken verwenden. Online-Dienste wie www.mimikama.at oder www.hoaxmap.org decken Falschmeldungen und Gerüchte auf.
  • Quellen überprüfen. Nicht hinter jedem Online-Artikel steht eine gute Recherche – oder gute Absicht. Überlegen Sie, wer hinter einer Meldung steht und hinterfragen Sie die Motivation und Ziele der Autor/innen. Handelt es sich um eine/n bekannte/n Journalisten/in oder eine/n anonyme/n Verfasser/in? Ist das Medium vertrauenswürdig? Lernen Sie, Online-Quellen zu überprüfen.
  • Bilder überprüfen.Fotos und Videos sind nicht unbedingt vertrauenswürdiger als Text. Recherchieren Sie mithilfe einer umgekehrten Bildersuche (z. B. www.images.google.com oder www.tineye.com) die ursprüngliche Herkunft von Bildern. Hier finden Sie weitere Tipps zur Überprüfung von Bildern im Internet.
  • Gerüchte und Falschmeldungen aufzeigen. Hinterfragen Sie öffentlich zweifelhafte Meldungen und stellen Sie auf sachliche Weise falsche Darstellungen richtig. Damit geben Sie besonders stillen Mitlesenden eine Orientierung und bestärken diese darin, derartige Meldungen in Zukunft zu hinterfragen.
  • Meldefunktionen nutzen. In den meisten Sozialen Netzwerken können Sie ungeeignete Inhalte oder Spam-Nachrichten direkt an die Seitenbetreiber/innen melden. Schritt-für-Schritt-Anleitungen hierfür finden Sie in unseren Privatsphäre-Leitfäden.

Tipp:

Einen spielerischen Zugang zum Thema Falschmeldungen bietet das „Fake-News-Bingo“ von Saferinternet.at.