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Wie kann ich mit meinem Kind Quellenkritik üben?

Weitere Infos zu: ElternInformationskompetenz

Vor allem jüngere Kinder glauben oft, dass alles, was im Internet steht, stimmt. Sie übernehmen vermeintliche Fakten ungeprüft und verbreiten diese dann weiter. Das Überprüfen von Quellen ist für Kinder nicht so leicht nachvollziehbar – dieser Prozess muss daher erlernt und immer wieder geübt werden. Ziel ist es, dass Kinder Online-Quellen besser einschätzen lernen und Informationen aus dem Internet kritisch betrachten.

Tipps zum Üben von Quellenkritik

  • Üben Sie mit Ihrem Kind das Suchen im Internet. Zu fast jedem Thema lässt sich online etwas finden, doch wo gibt es verlässliche Informationen? Auch die Auswahl geeigneter Suchbegriffe ist hier wichtig. Als Einstieg sind kinderfreundliche Suchmaschinen geeignet,   z. B. www.helles-koepfchen.de, www.fragfinn.de oder www.blinde-kuh.de.
  • Hinterfragen Sie gemeinsam Quellen. Woher stammen die Informationen, die auf einer Website stehen? Gibt es ein Impressum, Logos oder sonstige Erkennungszeichen, die angeben, wer hinter der Website steht? Wie aktuell sind die Informationen?Kann Parteilichkeit vorhanden sein? Sind die Herausgeber/innen bzw. die Autor/innen für das entsprechende Thema kompetent genug?
  • Quellen vergleichen. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es Informationen aus dem Internet mit anderen Quellen (z. B. Büchern) überprüfen kann. Inhalte aus dem Internet sollten immer mit mindestens zwei bis drei anderen Quellen gegengecheckt werden.
  • Falschmeldungen thematisieren. Üben Sie anhand von Beispielen mit Ihrem Kind, wie mit Gerüchten im Netz umgegangen werden kann: Wie lassen sich Quellen beurteilen? Wo lässt sich überprüfen, was ein Hoax ist?
  • Wikipedia hinterfragen. Erklären Sie, warum Wikipedia nur begrenzt geeignet ist, beispielsweise weil die Inhalte nicht immer verständlich sind oder stimmen. Wikipedia ist ein guter Start für die Internetsuche, es erspart aber nicht einen intensiven Quellenvergleich.
  • Werbung erkennen. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie man Werbung und Product Placement erkennt und zeigen Sie Beispiele (z. B. bezahlte Links in den Suchergebnissen, Produktplatzierungen bei YouTuber/innen).
  • Entlarven Sie gemeinsam Internet-Betrug. Erklären Sie Ihrem Kind, was Fake-Shops, Phishing-Mails und falsche Gewinnspiele sind. Thematisieren Sie zum Beispiel die in WhatsApp kursierenden Kettenbriefe oder Betrugsversuche durch Online-Bekanntschaften.
  • Haben Sie Geduld. Zeigen Sie Verständnis, wenn Ihr Kind bei der Bewertung von Online-Quellen zunächst Schwierigkeiten hat. Das Wichtige sollte vielmehr sein, für die Zukunft dazuzulernen.
  • Üben Sie regelmäßig. Hinterfragen Sie im Alltag immer wieder gemeinsam Inhalte aus dem Internet. Damit Informationskompetenz zur Routine für Ihr Kind wird, braucht es Wiederholung.