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Datenschutz und Schutz der Privatsphäre

Weitere Infos zu: JugendarbeitDatenschutz

Der Schutz der eigenen Privatsphäre und Daten im Internet ist für Kinder und Jugendliche aus zwei Perspektiven relevant:

 

  • Passiv: Bei der Nutzung von Apps und Sozialen Netzwerken hinterlassen Kinder und Jugendliche Datenspuren, die von Dritten ausgewertet werden (können). So liefert etwa eine Suchmaschine treffsichere Ergebnisse, wenn sie die Nutzungsgewohnheiten eines Users möglichst oft und intensiv auswerten kann.
  • Aktiv: Jugendliche produzieren selbst Daten, indem sie beispielsweise Fotos und Videos erstellen und im Internet posten – damit könnten sie wiederum die Privatsphäre anderer Personen verletzen.

 

Für Jugendliche ist es oft schwer nachvollziehbar, warum ihre Daten im Internet schützenswert sind. Oft verstehen junge Nutzer/innen nicht, warum die Frage, welche Informationen man über sich im Netz preisgeben soll, nichts damit zu tun hat, ob man „etwas zu verbergen“ hat. Ein häufiges Argument: „Mir ist es egal, dass jemand weiß, ob ich einen Energydrink trinke oder nicht“.

 

Wie können Jugendeinrichtungen ihre Zielgruppe unterstützen?

Folgende Argumente können hilfreich sein, um Jugendliche für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren:
 

  • Big Data is watching you: Big Data-Analysen, also die massenhafte, anonymisierte Auswertung von User/innen-Daten, haben zur Folge, dass bestimmte Verhaltensweisen im Internet mit bestimmten Eigenschaften in Verbindung gebracht werden. Liket man etwa bestimmte Seiten oder Produkte in Sozialen Netzwerken, passiert es schnell, dass man als dumm oder gewaltbereit abgestempelt wird, obwohl das gar nicht der Realität entspricht.
  • Im Visier der Werbeindustrie: Die Werbeindustrie hat großes Interesse daran, möglichst viele Daten über Nutzer/innen zu sammeln, um ihre Werbung einer ganz bestimmten Zielgruppe präsentieren zu können (z. B. unterschieden nach Alter, Geschlecht, Wohnort oder Einkommen). Je mehr über eine Person online bekannt ist, desto leichter haben es Marketingabteilungen, zielgruppengerechte Werbung zu schalten. Immer wieder sind Jugendliche verwundert, wenn sie im Internet Werbung für ein bestimmtes Produkt zu sehen bekommen, obwohl sie sich nur mit ihren Freund/innen darüber unterhalten, aber nie online dazu gesucht haben – manchmal vermuten sie sogar, abgehört zu werden. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Unternehmen hinter diesem Produkt sehr genau Kenntnisse über ihre Zielgruppe und deren Online-Gewohnheiten hat.
  • Das Internet vergisst nicht: Im Laufe der Zeit ändern sich die Vorlieben und Meinungen von Menschen – natürlich auch bei Jugendlichen. Die Krux ist nur: das Internet vergisst nicht – da kann es schnell passieren, dass einem unüberlegtes Verhalten aus der Vergangenheit zum Nachteil wird. Gibt sich der Jugendliche in seinem späteren Erwachsenenleben etwa als gesundheitsbewusst, könnte ihm möglicherweise der Energy Drink-Konsum aus seiner Jugend vorgehalten werden.

Tipp:

Auf Peerbox.at findet ihr viele Anregungen zur Umsetzung im Präventionsbereich, u.a. zum Thema Privatsphäre und Soziale Netzwerke.

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