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Was tun, wenn Lehrende im Internet verunglimpft werden?

Weitere Infos zu: LehrendeCyber-Mobbing
  • Immer wieder kommt es vor, dass Schüler/innen ihre Lehrer/innen im Unterricht mit dem Handy filmen, diese Aufnahmen dann zusammenschneiden und in Sozialen Netzwerken zum Spaß aller veröffentlichen. Die betroffenen Lehrenden erfahren dies in der Regel nicht, da sie selbst meist nicht Mitglied dieser Communities sind. 
  • Wird ein Vorfall bekannt, stellen Sie sich auf die Beine! Nichts tun, ist bei Mobbing der falsche Weg. Suchen Sie aktiv Gespräche mit der Familie, Bekannten, Kolleg/innen etc. und eventuell auch professionelle Hilfe (Selbsthilfegruppe, psychologische Beratung). Das hilft bei der Klärung, warum man überhaupt zum Opfer geworden sein könnte und welche Verhaltensweisen speziell bei Schüler/innen Hass- oder Rachegefühle auslösen.
  • Empfehlenswert ist in jedem Fall, Cyber-Mobbing klar sichtbar für alle in die Schul-/Hausordnung aufzunehmen, z. B. dass in der Schule nur mit Erlaubnis der Beteiligten gefilmt oder fotografiert werden darf. Je transparenter das Thema von Beginn an behandelt wird, desto einfacher können im konkreten Anlassfall konstruktive Entscheidungen getroffen werden. Denn es ist rechtlich nicht eindeutig geklärt, ob das Filmen von Lehrenden im Unterricht erlaubt ist oder nicht. Noch ist dies ein rechtlicher Graubereich. 
  • Anders ist die Situation jedoch, wenn es sich um eine klar nachteilige Darstellung der Lehrenden handelt – wenn z. B. Videos oder Fotos so zusammengeschnitten werden, dass eine Lehrkraft damit lächerlich gemacht wird. In diesem Fall gilt das Recht am eigenen Bild, das der abgebildeten Person erlaubt, eine Löschung des veröffentlichten Materials zu verlangen (z. B. beim Seitenbetreiber melden). Weitere rechtliche Bestimmungen, die im Zusammenhang mit Cyber-Mobbing relevant sein können, finden Sie hier.
  • Generell gilt: Ein gutes Schulklima beugt Gewalt vor. Deshalb ist es wichtig, permanent am Vertrauensverhältnis zwischen Schüler/innen, Lehrenden und Schulleitung zu arbeiten. Hierbei sind auch externe Expert/innen sinnvoll, wie Schulpsycholog/innen oder Schulentwickler/innen.