Internet-Betrug

Internet-Betrug

Vermeintliche „Gratis“-Angebote, Phishing-E-Mails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, unsichere Facebook-Apps, Mehrwert-SMS-Abofallen u.v.m. – die Bandbreite für möglichen Internet-Betrug ist groß. Und auch wenn die Tricks der Betrüger/innen im Prinzip immer dieselben bleiben, fallen unbedarfte Internetnutzer/innen auf immer wieder neue, kreative Lockangebote herein.

Lesen Sie hier, wie Sie gängige Betrugsvarianten im Internet entlarven und sich dagegen schützen können. Sind Sie bereits in eine Internet- oder Handy-Betrugsfalle getappt, hilft Ihnen der Internet Ombudsmann kostenlos weiter. Aktuelle Warnungen zu Internet-Betrug finden Sie auf der Watchlist Internet.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

E-Mails

Was ist „Phishing“ und was kann ich dagegen tun?

Als „Phishing“ (von „password fishing“) werden Tricks bezeichnet, um ahnungslosen Internetnutzer/innen geheime Daten, die z.B. für das Online-Banking, Kleinanzeigen-Plattformen, Online-Shops oder Soziale Netzwerke genutzt werden, zu entlocken. In der Regel werden dazu betrügerische E-Mails oder Chatnachrichten versendet, in denen dazu aufgefordert wird, Links zu klicken oder Dateianhänge (z.B. Formulare) zu öffnen und anschließend persönliche Daten einzufüllen.

In den betrügerischen Nachrichten finden sich meist vertraute Firmenlogos und Redewendungen sowie Links zu täuschend echt aussehenden, in Wahrheit aber gefälschten Websites. Die Betrüger/innen hoffen darauf, dass Kunden dort ihre Zugangsdaten eingeben, damit danach illegal Zahlungen veranlasst oder auf fremde Kosten im Internet eingekauft werden kann.

Oft werden Phishing-Mails auch von gefährlichen E-Mail-Anhängen (Attachments) begleitet – nach dem Öffnen installiert sich Schadsoftware auf dem Computer, der unbemerkt Passwörter und andere vertrauliche Daten ausspioniert.

Wichtig: Seriöse Unternehmen und Banken verlangen niemals vertrauliche Daten wie Logins, Passwörter oder Transaktionsnummern (TANs) per E-Mail oder Chat von Ihnen!

So können Sie sich schützen:

  • Klicken Sie auf keine Links in E-Mails oder sonstigen Nachrichten, in denen dazu aufgefordert wird, Kontodaten oder Passwörter bekannt zu geben. Auch nicht, um nähere Informationen zu erhalten. Löschen Sie diese E-Mails sofort!
  • Übermitteln Sie keine vertraulichen Daten (Login-Daten, Passwörter, TANs) per E-Mail, per Chat oder telefonisch.
  • Öffnen Sie keinesfalls unbekannte Datei-Anhänge in E-Mails oder sonstigen Nachrichten – darin sind oft Viren versteckt.
  • Melden Sie überraschende Änderungen der vertrauten Login-Seiten sofort an den Betreiber (also beispielsweise die Bank oder das Internetportal). Kommt Ihnen auf Ihrer Bank-Website etwas komisch vor, nutzen Sie eine Suchmaschine um nach den Erfahrungen anderer Nutzer/innen zu suchen. So können Sie etwaige Betrugsversuche enttarnen.
  • Geben Sie vertrauliche und persönliche Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Seiten bekannt (erkennbar an "https://" am Beginn der Internetadresse und an einem Schloss-Symbol am oberen oder unteren Bildschirmrand).
  • Führen Sie laufend Sicherheits-Updates an Ihrem Internet-Browser durch.
  • Anti-Viren-Programm, Anti-Spyware-Programm und Firewall installieren und laufend aktualisieren.

Beispiel einer Phishing-E-Mail:
Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,
Unser Staat ist in eine unangenehme Situation mit on - line - Banking geraten, infolgedessen wurde uns einen Rat gegeben, alle on - line - Konten von unseren Bankkunden zu überprüfen, um die "Tageskonten" zu bestimmen, die von den Missetätern benutzt werden, um gestohlenes Geld von den Konten unserer Kunden waschen zu können. Wir bitten unsere Kundschaften darum, eine Kontobestätigungsform, die sich auf unserer offiziellen Web-Seite befindet, auszufüllen. Die Konten, die bis zum 12.11.11 darauf nicht angegeben werden, werden bis zur Feststellung der Voraussetzungen ihrer Eröffnung und Benutzung gesperrt. Dieser Prüfung werden sich sowohl die Privatkunden, als auch die Firmenkunden unterzogen. Wir möchten uns bei Ihnen für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir sind aber der Meinung, daß wir mit Ihnen auch weiter erfolgreich und wirkungsvoll zusammenarbeiten werden.


Beispiel einer gefälschten Phishing-Website (Internetadresse www.bowag.com statt www.bawag.com):

Bawag Phising

Weiterführende Links:

Lotteriegewinn, Erbschaft & Co. – wie funktioniert Vorschussbetrug?

Eine unbekannte Person oder Institution macht Ihnen per E-Mail Hoffnung auf einen Lotteriegewinn, eine Millionen-Erbschaft, eine tolle Wohnung zum Schnäppchenpreis oder verspricht eine hohe Provision, wenn Sie bei der Überweisung von Geldbeträgen „mithelfen“. Oftmals gibt der Absender zu verstehen, dass es sich um eine höchst „vertrauliche“ oder „dringende“ Sache handelt und Sie speziell „ausgewählt“ wurden. Auch wenn alles sehr verlockend klingt – es handelt sich dabei mit ziemlicher Sicherheit um einen so genannten Vorschussbetrug oder engl. Scamming.

Der Trick ist immer der gleiche: Bevor die versprochenen Geldbeträge überwiesen werden, werden die Opfer dazu gedrängt (oft über dutzende E-Mails oder Chatnachrichten), eine Vorauszahlung zu leisten (für entstandene Spesen, Steuern, Flugtickets etc.). Von den versprochenen Geldbeträgen sieht man natürlich nichts und die Vorauszahlung ist ebenfalls weg. Hinzu kommt, dass die Opfer auch manchmal zur Bekanntgabe von geheimen Bank- oder Zugangsdaten sowie der Unterzeichnung von Dokumenten aufgefordert werden.

Als wichtigste Regel gilt: Werden Ihnen per E-Mail Angebote gemacht, die zu schön sind, um wahr zu sein, sollten die Alarmglocken schrillen!

So können Sie sich schützen:

  • Auch im Internet hat niemand etwas zu verschenken. Antworten Sie nicht auf dubiose E-Mail-Versprechungen mit ungewöhnlich hohen Profiten – auch nicht, um das „Geschäft“ abzusagen – und löschen Sie die E-Mails sofort.
  • Senden Sie Unbekannten weder Geld noch persönliche Dokumente und erledigen Sie auch keine „Gefälligkeiten“ (wie z.B. Geldtransfers, Scheck einlösen, Briefe/Pakete weiterleiten).
  • Antworten Sie nicht auf E-Mails, die mit Gewinnspielen in Zusammenhang stehen, an denen Sie nicht teilgenommen haben. Reagieren Sie auch nicht auf Mitteilungen oder Mahnungen zu Waren, die Sie nicht bestellt haben.
  • Lassen Sie sich nicht durch Aussagen unter Druck setzen, dass es angeblich um sehr hohe Geldbeträge geht, die Sache „dringend“ ist oder prominente Personen involviert sind. Auch ein beliebter Trick: Sie werden um rasche finanzielle Hilfe für angeblich in Not geratene Familienmitglieder oder Freunde gebeten (meist sogar von der echten E-Mail-Adresse oder dem Facebook-Profil des Freundes/des Familienmitglieds).
  • Wählen Sie keine in der Nachricht angegebene Telefonnummer. Oft sind es gebührenpflichtige Mehrwertnummern.
  • Geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff) oder den Namen Ihrer neuen Internet-Bekanntschaft mit dem Zusatz „Scam“ in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven.
  • Lassen Sie sich keine überhöhten Schecks für Privatverkäufe oder schnelle „Nebenjobs“ andrehen und überweisen Sie niemals geforderte Differenzbeträge. Die Schecks werden ein paar Wochen später platzen und das überwiesene Geld ist auch weg (Scheckbetrug).
  • Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, wenden Sie sich an die Polizei. Es ist meistens jedoch sehr schwierig, die Täter/innen von Vorschussbetrug zu ermitteln und zu verurteilen.

Beispiel einer gefälschten Gewinn-Mitteilung:

Lotteriegewinn
Quelle: Hoax-info.at

Weiterführende Links:

Hilfe, mein Computer wurde durch einen Lösegeld-Trojaner gesperrt!

Das Schadprogramm, das auch als "Polizei-Virus" bekannt ist, sperrt den Zugriff auf Ihren Computer. Es wird beim Surfen auf manipulierten Websites (z.B. Streaming-Plattformen) oder beim Öffnen infizierter E-Mails bzw. Dateianhänge automatisch heruntergeladen und auf dem Computer installiert. Nach dem Neustart erscheint eine angebliche Meldung der Polizei oder von ähnlichen Institutionen. Darin wird behauptet, dass Ihr Computer an strafbaren Handlungen beteiligt war (Urheberrechtsverletzungen, Kinderpornografie-Delikte …), weshalb er nun gesperrt sei. Der/die Computernutzer/in wird aufgefordert, für die Freischaltung eine „Strafzahlung“ mittels Prepaid-Karte in der Höhe zwischen 50 und 100 Euro zu leisten.

Weitere aufgetauchte Varianten geben vor, dass der Computer mit einem Virus befallen sei und deshalb aus Sicherheitsgründen wichtige Funktionen und Programme (Internetzugang, Anti-Viren-Software …) gesperrt wurden. Für die Freischaltung und die Bereinigung des Systems wird ebenfalls eine Zahlung gefordert.

Das können Sie gegen den Polizei-Virus tun:

  • Bezahlen Sie auf keinen Fall! Weder Polizei, Justiz, Finanz, noch seriöse Unternehmen fordern auf diese Art und Weise Geld. Selbst wenn das System nach Bezahlung wieder freigeschalten wird (was nicht sein muss), kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn der Virus nicht entfernt wird.
  • Um die Schadsoftware zu entfernen und Ihre Daten zu retten, folgen Sie den Anweisungen auf www.bka-trojaner.de. Wenn Sie sich damit nicht auskennen, lassen Sie Ihren Computer von Expert/innen reparieren.
  • Führen Sie regelmäßige Updates an Ihrem Betriebssystem durch, installieren Sie eine Firewall und ein Anti-Viren-Programm und halten sie diese aktuell.
  • Führen Sie regelmäßige Updates von Programmen wie Adobe Flash Player und Java durch.
  • Löschen Sie unbekannte bzw. verdächtige E-Mails sofort, klicken Sie keine darin enthaltenen Links und öffnen Sie keine Anhänge.

Beispiel:


Quelle: B.M.I

Weiterführende Links:

Wie erkenne ich gefälschte Rechnungen?

Sie haben eine dubiose Rechnung per E-Mail erhalten, die Sie nicht zuordnen können? Zahlreiche Internetnutzer/innen erhalten E-Mails von vermeintlichen Inkassobüros bzw. Anwaltschaften, in denen ausstehende Zahlungen gefordert werden. Für den Fall, dass die Zahlungen nicht umgehend beglichen werden, werden rechtliche Schritte angedroht. Details zu der Bestellung und die Zahlungsdaten finden sich angeblich in einer angehängten ZIP-Datei. Häufig werden auch bekannte Unternehmen als Auftraggeber/innen angeführt.

Ein Beispiel (es gibt unzählige Varianten):
Sehr geehrte(r) Frau Mustermann,

der Betrag konnte nicht von Ihrem Bankkonto automatisch abgezogen werden. Es wurden Geldeingänge bis zum 17.01.2014 berücksichtigt.

Unser Anwaltsbüro wurde beauftragt die fällige Gesamtsumme für Ihre Lieferung einzufordern. Wir möchten Sie schnellstens um die Überprüfung und sofortige Zahlung der im angehängten Ordner genannten Rechnung bitten. Weitere Infos über die Umstellung auf den einheitlichen Zahlungsverkehr SEPA finden Sie im im Vertrag. Falls Sie die Überweisung weigern werden wir umgehend ein Inkassobüro einberufen.

Mit besten Grüßen

Maurice Breugel
Anwalt Rechnungsstelle


Was tun bei Erhalt einer dubiosen Rechnung per E-Mail?

  • Öffnen Sie keine Dateianhänge – diese enthalten oft Schadsoftware.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen bzw. nichts bestellt haben, müssen Sie auch nicht zahlen.
  • Antworten Sie nicht auf diese E-Mails, auch nicht, um sich zu „beschweren“. Sie geben den Absender/innen damit nur die Bestätigung, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist.
  • Löschen Sie die E-Mail am besten sofort.
  • Wenn Sie unsicher sind, geben Sie Teile der dubiosen E-Mail (z.B. den Betreff oder den Absender) in eine Suchmaschine ein. Die Suchergebnisse können in vielen Fällen einen Betrug entlarven. Auch der Internet Ombudsmann hilft Ihnen kostenlos weiter.
  • Sollten Sie bereits Geld überwiesen haben, wenden Sie sich an die Polizei.

Eine Liste mit aktuell auftauchenden Absender/innen in betrügerischen Zahlungsaufforderungen finden Sie auf der Watchlist Internet.

Weiterführende Links:

Wie erkenne ich gefälschte Abmahnungen?

Immer wieder sind gefälschte Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen via E-Mail im Umlauf, in denen die Empfänger/innen aufgefordert werden, Geldbeträge zu zahlen, um ein Gerichtsverfahren abzuwenden. Die E-Mails kommen von vermeintlichen Rechtsanwält/innen oder manchmal auch von Unternehmen, die angebliche Rechte- bzw. Lizenzinhaber vertreten. Die Mahnungen sind täuschend echt gestaltet.

So erkennen Sie Fake-Abmahnungen:

  • Der Versand erfolgt ausschließlich per E-Mail (nicht per Post),
  • die persönliche Anrede fehlt meistens,
  • der Rechtsanwalt/die Rechtsanwältin ist nicht im Verzeichnis der zuständigen Rechtsanwaltskammer gelistet,
  • der Urheberrechtsverstoß wird nicht konkret benannt (konkreter Film oder konkreter Song),
  • das Geld soll mittels Prepaidkarte (z.B. Ukash) oder Online-Bargeldtransfer (z.B. Western Union) ins Ausland überwiesen werden.

Was tun?
Fragen Sie bei der Rechtsanwaltskammer nach, ob es den Anwalt/die Anwältin wirklich gibt (in Österreich: www.oerak.or.at; in Deutschland: www.brak.de) und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie unsicher sind. Echte Abmahnungen sollten Sie in jedem Fall ernst nehmen! Lassen Sie sich vom Internet Ombudsmann beraten, wie Sie reagieren sollen.

Weiterführende Links:

Soziale Netzwerke

Wie kann ich mich vor Facebook-Betrug schützen?

Nirgendwo sonst findet Internet-Betrug so geballt statt wie bei Facebook & Co. Der fatale Klick auf einen vielversprechenden Link oder Werbebanner ist schnell passiert. Die versprochenen Inhalte gibt es nicht, dafür allerhand Probleme: unwissentlich abgeschlossene Abos, die Weitergabe persönlicher Daten an Adresshändler, Computerviren, ein gehacktes Profil usw.

Auch ein Risiko: „Falsche“ Freunde, die via Chat um Geldtransfers oder Anrufe bei teuren Telefonnummern bitten.

So können Sie sich vor Facebook-Betrug schützen:

  • Auch im Internet hat niemand etwas zu verschenken! Klicken Sie daher nicht unüberlegt auf allzu verlockend klingende Links. Auch wenn die „Empfehlung“ scheinbar von „Freunden“ kommt.
  • Wenn Sie in eine Wurm-Falle getappt sind: Löschen Sie alle Meldungen in Ihrer Chronik bzw. im Aktivitätenprotokoll, die der Wurm erstellt hat, und überprüfen Sie Ihre „Gefällt mir“-Seiten auf ungewöhnliche Einträge.
  • Nicht überall, wo Facebook draufsteht, ist auch Seriöses drin. Schauen Sie daher lieber zweimal hin, ob es sich um eine gefälschte Fan-Seite, gefälschte Facebook-E-Mail oder unsichere App handeln könnte. Geben Sie Schlagworte dazu in eine Suchmaschine ein – häufigen lassen sich betrügerische Angebote so sehr schnell entlarven, weil es bereits Erfahrungsberichte von anderen dazu gibt.
  • Ignorieren Sie alles, was bei Facebook mit Superlativen wie „OMG“, „Unglaublich“, „Spektakulär“ etc. angekündigt wird.
  • Wenn Sie etwas per Klick bestätigen sollen, lesen Sie genau durch, was Sie damit bestätigen. Das betrifft auch das Ausfüllen von Gewinnspielformularen.
  • Seien Sie sparsam mit der Angabe persönlicher Daten wie Adresse, Handynummer, Geburtsdatum etc. im Internet.
  • Misten Sie die Liste der von Ihnen verwendeten Facebook-Apps regelmäßig aus und beschränken Sie die Zugriffsrechte für Apps (Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen).
  • Verwenden Sie immer ein täglich aktualisiertes Anti-Viren-Programm auf Ihrem Computer.
  • Melden Sie verdächtige Statusmeldungen, Fotos, Videos, Fan-Seiten, Werbeanzeigen, Profile oder Apps an Facebook, damit diese gelöscht werden. Siehe auch: Wie kann ich Belästigungen in Facebook melden?

Weiterführende Links:

Liebes- und Heiratsschwindler im Netz – wie entlarven?

Beim sog. Love- bzw. Romance-Scamming erschleichen sich Betrüger/innen in Online-Partnerbörsen und Sozialen Netzwerken das Vertrauen potenzieller Opfer und spielen ihnen die große Liebe vor. Die Betrüger/innen haben aber nur eines im Sinn: Geld. Unter einem Vorwand bitten sie ihr Opfer nach einiger Zeit um eine Geldüberweisung, z.B. weil sie im Ausland in eine finanzielle Notlage geraten sind – und viele zahlen, da sie von ihren Online-Bekanntschaften längst emotional abhängig sind. Anfänglich kann es sogar vorkommen, dass geliehenes Geld zurückgezahlt wird, um Vertrauen aufzubauen – weitere Zahlungen werden aber dann definitiv nicht mehr rücküberwiesen.

Vorsicht ist geboten, wenn:

  • die neue Online-Bekanntschaft schon nach kurzer Zeit von der großen Liebe spricht bis hin zu einem Heiratsversprechen;
  • Sie mehrmals täglich und über verschiedene Kanäle (E-Mail, Chat, Soziales Netzwerk etc.) mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeiten nur so überhäuft werden;
  • das Gegenüber praktisch immer Zeit hat und ständig für virtuelle Gespräche zur Verfügung steht;
  • Ihr Traummann/Ihre Traumfrau irgendwo im Ausland weilt und Besuche/Treffen immer nur verspricht bzw. kurzfristig absagt, aber nie einhält;
  • Scans von persönlichen Dokumenten oder Ausweisen verlangt werden, um ein angebliches Visum zu bekommen;
  • Briefe oder Pakete an Dritte weitergeschickt oder Schecks eingelöst werden sollen (diese sind natürlich gefälscht);
  • die Sprache auf Geldnöte kommt (z.B. unbezahlte Hotelrechnung, nicht ausgezahlter Arbeitslohn, gestohlener Koffer/Pass, teure Operation für ein Familienmitglied etc.) und um finanzielle Hilfe gebeten wird.

Weibliche Scammer geben sich meist als Lehrerinnen, Krankenschwestern oder Ärztinnen aus (soziale Berufe), sehen natürlich stets umwerfend aus (falsches Foto) und ködern auch mit sexuellen Versprechungen.

Männliche Scammer
stellen sich ihren Opfern als gebildet und/oder wohlhabend dar, sind Ärzte, Ingenieure oder Architekten, sehen stets gut aus und schreiben besonders einfühlsame und schwülstige Nachrichten.

Was tun, wenn Sie gescammt werden?

  • Sofort jeglichen Kontakt abbrechen – auch, wenn es sehr schwer fällt. Blockieren Sie den/die Scammer/in in Ihrem Sozialen Netzwerk und melden Sie das Profil an den Seitenbetreiber.
  • Ignorieren Sie alle Forderungen: kein Geld überweisen, keine Briefe/Pakete weiterleiten, keine Schecks einlösen. Machen Sie bereits geleistete Zahlungen, wenn möglich, sofort rückgängig. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
  • Sichern Sie Beweise – z.B. E-Mail-Kopien, Chatprotokolle, Screenshots des Profils, mitgeschickte Fotos, Überweisungsbelege etc.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgung bei derlei Betrügereien ist zwar sehr schwierig, weil die Täter/innen in der Regel aus dem Ausland agieren. Trotzdem sollten Sie den Vorfall melden – das ist wichtig, wenn z.B. Banken strafrechtlich gegen Sie vorgehen wollen, weil Sie gefälschte Schecks eingelöst haben. Unter Umständen können Sie mit einer Anzeige auch weitere potenzielle Opfer schützen.

Weiterführende Links:

Was ist „Sextortion“?

Der Begriff „Sextortion“, eine Wortkombination aus „Sex" und „Extortion" (engl. „Erpressung"), bezeichnet eine Betrugsmasche im Internet, bei der Internetnutzer/innen von attraktiven Unbekannten dazu aufgefordert werden, in Videochats wie z.B. Skype nackt zu posieren oder sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Die Betrüger/innen zeichnen das delikate Material heimlich auf und versuchen dann, vom Opfer Geld zu erpressen, indem sie mit der Veröffentlichung der Aufnahmen drohen.

Die potentiellen Opfer werden in den meisten Fällen zunächst in einem Sozialen Netzwerk, wie z.B. Facebook oder WhatsApp, von attraktiven Frauen oder Männern angesprochen. Dabei signalisieren die Bekanntschaften sexuelles Interesse. Nach einer Kennenlernphase erfolgt die Aufforderung an das Opfer, in einen Videochat wie z.B. Skype zu wechseln und sich dort nackt zu zeigen. In der Regel drohen die Erpresser/innen, die delikaten Videos oder Nacktfotos in Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen oder direkt an die Freund/innen der Betroffenen zu schicken. Sie nutzen dabei die Angst und Scham der Opfer als Druckmittel.

Manchmal findet die Kommunikation aber auch ausschließlich in Messenger-Apps wie WhatsApp statt – die Betroffenen sollen hier aufreizende Fotos von sich senden, mit denen sie später erpresst werden.

Achtung: Es sind auch Fälle bekannt, in denen die Erpressung stattgefunden hat, obwohl die Betroffenen den Betrugsversuch rechtzeitig erkannt und sich nicht vor der Webcam ausgezogen bzw. keine Nacktfotos verschickt haben. Die Täter/innen manipulieren dann die vorhandenen, harmlosen Videoaufnahmen bzw. Profilbilder des Opfers, indem sie Aufnahmen sexueller Handlungen in das Material hineinschneiden.

Die Kriminalpolizei warnt vor derartigen Betrugsversuchen und rät, keinesfalls Zahlungen zu leisten.

Von Sextortion sind sowohl Jugendliche als auch Erwachsene betroffen, in den meisten Fällen sind die Opfer männlich. In jüngster Zeit werden aber auch verstärkt Mädchen und Frauen erpresst. Die attraktiven Verführer/innen gibt es in der Regel gar nicht: Die aufreizenden Videos bzw. Bilder stammen meist von anderen Websites und werden im Chat nur eingespielt. Die tatsächlichen Betrüger/innen zeigen sich zu keinem Zeitpunkt selbst. 

Mittlerweile wird Sextortion als Form der Erpressung auch im großen Rahmen von internationalen Betrugsbanden angewendet. In letzter Zeit kommt es auch in Österreich zu vermehrten Anzeigen derartiger Betrugsfälle bei der Polizei.

Weiterführende Links:

Online-Shopping

Auf was muss ich bei der Schnäppchenjagd im Internet achten?

Immer wieder werden auf Kleinanzeigen- und Auktions-Plattformen, aber auch in unseriösen Online-Shops, sehr günstig Elektronik- oder Markenartikel angeboten. Nicht nur, dass es sich dabei oft um (minderwertige) Produktfälschungen oder sogar um gestohlene Ware handelt, in vielen Fällen verbirgt sich dahinter auch handfester Trickbetrug: Trotz überwiesenem Betrag erhalten Sie die Ware nicht, das Geld sehen Sie nie wieder. Daher: Finger weg vor vermeintlichen Schnäppchen, denn auch im Internet wird selten etwas verschenkt!

So können Sie sich schützen:

  • Seien Sie generell bei Angeboten vorsichtig, die überdurchschnittlich günstig sind (Preise vergleichen).
  • Beachten Sie allfällige Gütesiegel oder Verbandsmitgliedschaften auf der Website des Verkäufers. Das Euro-Label Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen kennzeichnet seriöse Online-Shops, die auf Qualität, Kundenfreundlichkeit und Sicherheit geprüft wurden.
  • Bei Online-Shops aus dem EU-Ausland sollten Sie besonders aufpassen, vor allem wenn kaum Angaben zum Verkäufer zu finden sind (vollständiges Impressum). Wenn nur eine E-Mail-Adresse angegeben ist, Hände weg!
  • Bevor Sie eine Bestellung aufgeben, lesen Sie immer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Produktbeschreibung. Es passiert immer wieder, dass sich ein vermeintliches Schnäppchen als Flop entpuppt, wenn man statt dem neuesten Handy z.B. nur die Verpackung ersteigert hat.
  • Vermeiden Sie Zahlungen im Voraus mittels Banküberweisung. Nutzen Sie sichere Zahlungsmittel und bei Auktionen zusätzlich Treuhandsysteme. Bei Käufen von Privatpersonen bestehen Sie – wenn möglich – auf eine persönliche Übergabe.
  • Beachten Sie, dass es bei Privatverkäufen und -auktionen generell kein Rücktrittsrecht gibt.
  • Augen auf beim Gutscheinkauf auf Rabattportalen wie Groupon.at oder DealHeute.at: Lesen Sie stets aufmerksam die Vertragsbedingungen eines Angebots durch, denn oft sind die Gutscheine nur eingeschränkt einlösbar (z.B. Mindestbestellwert, bestimmter Wochentag/Uhrzeit, bestimmte Filiale …) oder es müssen unterschätzte Zusatzkosten geleistet werden (z.B. bei Reisen), die das Angebot erst recht wieder teuer machen.

Weiterführende Links:

Wie erkenne ich gefälschte Markenartikel?

Im Internet findet man zahlreiche Online-Shops, die vermeintliche Markenprodukte, meist Kleidung, zu sehr günstigen Preisen anbieten. Hinweise auf das gesetzliche Rücktrittsrecht oder ein Impressum sucht man vergeblich, zu bezahlen ist im Voraus.

Obwohl die Websites oft eine .de- oder .at-Domain aufweisen und in Deutsch verfasst sind, wird die Ware aus dem asiatischen Raum verschickt und stellt sich als gefälscht heraus. Vom Zoll entdeckte Markenfälschungen werden beschlagnahmt und, falls der Käufer nicht widerspricht, vernichtet. Ersatzansprüche gegen die ausländischen Verkäufer sind in der Praxis kaum durchsetzbar.

Tipps:

  • Informieren Sie sich immer zuerst über den Seitenbetreiber, z.B. über das Impressum. Kaufen Sie nicht in Online-Shops, bei denen keine Angaben über den Verkäufer zu finden sind!
  • Bezahlen Sie nicht im Voraus und lassen Sie sich nicht von extrem günstigen Preisen täuschen. Auch über eBay & Co. bekommt man ungebrauchte Markenartikel nicht um die Hälfte günstiger!
  • Prüfen Sie, ob der Verkäufer, etwa in seinen AGB, auf das gesetzliche Rücktrittsrecht hinweist.
  • Bei Anbietern außerhalb der EU ist es oft schwierig zu seinem Recht zu kommen. Kaufen Sie deshalb bevorzugt in Online-Shops aus Österreich oder der EU.
  • Lassen Sie sich nicht von der Domain täuschen! Eine .de- oder .at-Domain ist kein Hinweis auf den tatsächlichen Sitz des Verkäufers.

Weiterführende Links:

Wie erkenne ich Kleinanzeigen-Betrug?

Auf Kleinanzeigen-Plattformen im Internet können echte Schnäppchen gemacht oder gebrauchte Waren schnell und unkompliziert verkauft werden. In der Regel finden die dort abgewickelten Geschäfte zwischen Privatpersonen statt. Das ruft auch Betrüger/innen auf den Plan – zwei typische Beispiele:

  • Der Vorkasse-Trick (Opfer ist Käufer):
    Der/die vermeintliche Verkäufer/in befindet sich meist im Ausland und bittet um Vorabüberweisung per Western Union, internationaler Überweisung bzw. auch Paysafecard oder Postanweisung. Oft handelt es sich bei den Angeboten um auffallend günstige Elektronikartikel oder Gebrauchtwagen.

    Trotz der Überweisung des Geldes wird die Ware nicht zugestellt. Auf Nachfrage reagiert der/die vermeintliche Verkäufer/in mit unterschiedlichen Argumenten, um das Ausbleiben zu rechtfertigen (der Artikel konnte nicht zugestellt werden, die Adressangabe war falsch, es gibt Verzögerungen beim Transportunternehmen etc.). Nach einigen Tagen oder Wochen wird nicht mehr auf E-Mails bzw. Rückfragen reagiert, da der/die vermeintliche Verkäufer/in weiß, dass Sie bei diesen Zahlungsmethoden keine Möglichkeit einer Rückbuchung haben.
  • Der Scheckbetrug (Opfer ist Verkäufer):
    Auf eine Verkaufsanzeige meldet sich ein Interessent, der – meist auf Englisch oder in schlechtem Deutsch – erklärt, die Ware kaufen zu wollen. Bezahlen möchte er mit einem Bankscheck, der Versand soll in ein Land außerhalb der EU erfolgen. Als der Scheck ankommt, bemerkt der Verkäufer, dass der angegebene Betrag den vereinbarten Kaufpreis deutlich übersteigt. Die Erklärungen dafür sind unterschiedlich. Mal behauptet der Käufer, dass dies der „Mindestbetrag“ für einen Scheck gewesen sei, dass er sich verschrieben habe oder der Differenzbetrag für den Transport gedacht ist, den ein Freund übernehmen wird.

    Die Differenz soll in der Regel per Western Union bzw. Auslandsüberweisung an den Käufer selbst oder eben den vermeintlichen Transporteur rücküberwiesen werden. Wenn der Scheck auf der Bank hinterlegt wird, wird der Betrag zwar sofort gebucht, aber die Deckungsüberprüfung dauert einige Tage. Stellt sich der Scheck als nicht gedeckt oder gar gefälscht heraus, wird das Geld wieder vom Konto abgebucht. Dem Betroffenen bleibt weder das Geld des Schecks, noch der überwiesene Differenzbetrag (den er dem Käufer zurückbezahlt hat). Schlimmstenfalls wurde in der Zwischenzeit auch noch die Ware versandt und ist nicht mehr rückholbar.

Weitere Betrugstricks können Sie auf der Watchlist Internet nachlesen.

Lesen Sie auch: Wie kaufe und verkaufe ich sicher auf Kleinanzeigen-Plattformen?

Weiterführende Links:

Ich habe eine falsche Abbuchung auf meiner Kreditkarte – was tun?

Bei missbräuchlicher Verwendung (Verwendung ohne Ihr Wissen/gegen Ihren Willen) Ihrer Kreditkarte haben Sie gem. § 44 Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) einen Anspruch auf vollständige Rückbuchung durch Ihr Kreditkarteninstitut. Dieser Anspruch wird jedoch bei fahrlässigem Umgang mit der Karte oder den Kartendaten (z.B. Weiterleitung der Daten an Unbekannte per E-Mail) gemindert bzw. kann er gänzlich entfallen.

Tipps:

  • Bewahren Sie Kreditkarten stets sicher auf und geben Sie Kreditkartendaten nur über verschlüsselte Verbindungen weiter. Achten Sie bei der Eingabe auf ein „https://“ in der Adresszeile bzw. auf ein Schlüsselsymbol im Internetbrowser.
  • Beachten Sie stets die vertraglich vereinbarten Sorgfaltspflichten.
  • Kontrollieren Sie Kreditkarten-Abrechnungen regelmäßig und verlangen Sie im Fall eines Missbrauchs sofort die Stornierung der Zahlung.
  • Immer mehr Online-Shops bieten inzwischen die Möglichkeit eines gesicherten Kreditkartenzahlungsverfahrens (z.B. „MasterCard Secure Code“ oder „Verified by VISA“) – informieren Sie sich dazu bei Ihrem Kreditkartenunternehmen oder Ihrer Hausbank.

Weiterführender Link:

Vermeintliche „Gratis“-Angebote

Internet-Abzocke mit vermeintlichen „Gratis“-Angeboten: Muss ich zahlen?

Der Trick ist meist ähnlich: Attraktiv gestaltete Websites bieten vermeintliche Gratis-SMS, -Spiele, -Rezepte, -Tattoo-Vorlagen, -Gedichte, -Horoskope, -Hausaufgaben etc. an. Die Kostenhinweise werden von den Abzocke-Firmen mehr oder weniger versteckt. In der Hektik, mit der die meisten Menschen Websites überfliegen, übersehen sie oft diese Preisangaben. Einige Wochen später folgt dann die böse Überraschung: Eine Rechnung flattert ins Haus und für den Fall, dass man eine Zahlung ablehnt, wird sofort mit Inkassobüro und Rechtsanwalt gedroht. Viele lassen sich von den Drohungen einschüchtern und bezahlen – unnötigerweise – die Rechnung. Von diesen Abzocke-Fallen sind auch häufig Kinder und Jugendliche betroffen.

Was tun, wenn Sie in eine Abzocke-Falle getappt sind?

  1. Nicht einschüchtern lassen. In der Regel besteht kein Anspruch der unseriösen Firma auf Zahlung.
  2. Lassen Sie sich vom Internet Ombudsmann zu Ihrem konkreten Fall beraten.
  3. Senden Sie den vom Internet Ombudsmann bereitgestellten Musterbrief Rücktritt Gratisangebote (doc, 40 KB) eingeschrieben an das Unternehmen. Sie können alle angeführten rechtlichen Argumente im Musterbrief unverändert übernehmen und müssen keine auswählen. Heben Sie den Aufgabeschein und eine Kopie des Schreibens gut auf.
  4. Ignorieren Sie alle weiteren Zahlungsaufforderungen und Drohungen der Abzocke-Firma.


So können Sie sich schützen:
Auch im Internet hat niemand etwas zu verschenken! Seien Sie daher besonders kritisch bei angeblich kostenlosen Angeboten. Auf der Watchlist Internet findet Sie eine Linkliste bekannter „Abzocke-Websites“.

Es ist davon auszugehen, dass es sich bei „Gratis“-Angeboten höchstwahrscheinlich um Abzocke-Websites handelt, wenn die meisten der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Informationen über Kosten sind mehr oder weniger versteckt.
  • Die versprochenen Leistungen sind so gut wie gar nicht beschrieben.
  • Sie müssen Ihre persönlichen Daten (Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum etc.) eingeben.
  • Sie müssen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bzw. Teilnahmebedingungen mit einem „Hakerl“ akzeptieren, obwohl es sich auf den ersten Blick um ein kostenloses Angebot handelt.
  • Die Anbieter von Abzocke-Websites werben mit Gewinnspielen, um Sie zur Registrierung zu motivieren.

Generell gilt: Verlangt ein Online-Anbieter persönliche Daten, kontrollieren Sie nochmals alle Angaben (AGB, Seitenleiste, Fußnoten etc.), um sicherzustellen, dass das Angebot wirklich kostenlos ist.

Schutzprogramme: Es gibt auch verschiedene Schutzprogramme, die eine Warnmeldung beim Besuch einer Abzocke-Website einblenden. Einige der am häufigsten verwendeten Programme sind der Computer Bild-Abzock-Schutz und WOT (Web of Trust).

Weiterführende Links:

Handy & Smartphone

Ich bin in eine Mehrwertdienst-Abofalle getappt – was tun?

Auf zahlreichen Websites finden sich Werbebanner von „Spaß-Anwendungen“ wie „Orte jedes Handy“, „Handy-Liebesorakel“, „IQ-Tests“ oder vermeintlichen Gewinnspielen wie „Schießen Sie 3 iPhones ab!“. Um diese Angebote nutzen zu können, wird oftmals die Eingabe der Handynummer verlangt. Was jedoch viele übersehen: Häufig wird damit ein teures Mehrwert-SMS-Abo abgeschlossen, das vom Mobilfunkbetreiber extra verrechnet wird. Erkennen können Sie solche Mehrwertdienste an den Anfangsziffern ihrer Rufnummern: 0810, 0820, 0821, 0828, 0900, 0901, 0930, 0931, 0939 und 118.

So können Sie sich schützen:

  • Kontrollieren Sie immer sorgfältig Ihre Handyrechnung auf ungewöhnliche Beträge.
  • Eine Antwort-SMS mit „Stopp“ beendet in der Regel das unerwünschte Mehrwert-SMS-Abo.
  • Nutzen Sie die kostenlose Mehrwertdienst-Sperre Ihres Mobilfunkbetreibers.
  • Binnen drei Monaten nach Erhalt der Handyrechnung können Sie diese beim Mobilfunkbetreiber schriftlich beeinspruchen. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH bietet bei Problemen ein kostenloses Schlichtungsverfahren an. Bei Fragen und Problemen hilft Ihnen auch kostenlos der Internet Ombudsmann weiter.
  • Seien Sie generell vorsichtig bei der Bekanntgabe Ihrer Handynummer im Internet.

Weiterführende Links:

Ich bin in eine WAP-Billing-Falle getappt – was tun?

WAP-Billing ist eine spezielle Verrechnungsmöglichkeit von mobilen Diensten. Häufig finden sich in Gratis-Apps oder auch auf mobilen Website-Versionen Werbebanner, die zu Abo-Fallen über WAP-Billing führen können. Kosten und andere Vertragsbedingungen wie Laufzeit oder Kündigungsmöglichkeiten werden dabei nur schwer lesbar dargestellt oder gut versteckt. Die böse Überraschung kommt mit der nächsten Handyrechnung, wo diese Dienste verrechnet werden.

So können Sie sich schützen:

  • Verzichten Sie generell auf das Klicken von Werbebannern in Apps.
  • Fragen Sie bei Ihrem Mobilfunkbetreiber nach einer Sperrmöglichkeit von WAP-Billing. Oft werden diese Dienste als „Contentdienste“, „Dienste von Drittanbietern“ oder „digitale Güter“ bezeichnet.
  • Binnen drei Monaten nach Erhalt der Handyrechnung können Sie diese beim Mobilfunkbetreiber schriftlich beeinspruchen. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH bietet bei Problemen ein kostenloses Schlichtungsverfahren an. Bei Fragen und Problemen hilft Ihnen auch kostenlos der Internet Ombudsmann weiter.

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