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Digital aufräumen: Zeit auszumisten!

18.04.2017

Je länger und intensiver man Apps und Soziale Netzwerke nutzt, desto eher sammelt sich überflüssiger (Daten-)Müll an – höchste Zeit für einen Frühjahrsputz! Wir geben Tipps, wie man digital ausmisten kann.

In WhatsApp oder anderen Sozialen Netzwerken sammelt sich mit der Zeit ziemlich viel Unnötiges an! Bild: CC0 Public Domain

Neue Soziale Netzwerke und Apps auszuprobieren macht Spaß. Schnell sammeln sich so aber auch jede Menge Anwendungen am Smartphone oder Tablet an, die man eigentlich gar nicht braucht. Das verbraucht nicht nur viel Speicherplatz am Gerät, sondern sorgt auch für überflüssigen (Daten-)Müll.

Unser Tipp: Zum Frühlingsbeginn nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch Apps und Profile in Sozialen Netzwerken gründlich durchforsten und ausmisten!

 

Unsere Tipps für den digitalen Frühjahrsputz

  1. Apps ausmisten. Mit der Nutzung von Anwendungen erteilt man diesen immer auch verschiedene Berechtigungen und den Zugriff auf Informationen. Apps, die man nicht mehr nutzt oder die unseriös erscheinen, sollten daher unbedingt gelöscht werden! Viele Anwendungen sind mittlerweile auch mit Sozialen Netzwerken verknüpft – etwa dann, wenn man sich mit dem Facebook- oder Twitter-Account bei anderen Diensten anmeldet. Diese App-Verknüpfungen müssen separat entfernt werden – hier können Sie prüfen, welche Apps Zugriff auf Ihr Facebook- oder Twitter-Konto haben.

  2. Gruppenmitgliedschaften hinterfragen. Auch bei Gruppen in Sozialen Netzwerken sammelt sich mit der Zeit ziemlich viel Unnötiges an. Besonders in Messengern wie WhatsApp kann eine unüberschaubare Anzahl an Gruppen für Stress und Chaos sorgen. Auf Facebook hingegen kann die Mitgliedschaft in mehr oder weniger witzigen „Spaßgruppen“ ein schiefes Licht auf die eigene Person werfen. Stellen Sie sich die Frage: Welche Gruppe nutze ich wirklich, welche ist nur ein Relikt aus vergangenen Zeiten?

  3. Mitgliedschaften bereinigen. Wo habe ich überall einen Account? Wo bin ich registriert? Verschaffen Sie sich einen Überblick und löschen Sie alle Accounts und Zugänge, die Sie nicht mehr verwenden. Der Dienst justdelete.me informiert über die Löschmöglichkeiten auf allen gängigen Online-Plattformen.

  4. „Freunde“ aussortieren. Vor allem auf Facebook gilt: Wer sich öfter mal die Frage stellt, wer da eigentlich gerade das letzte Posting geliket hat, sollte unbedingt seine Freundesliste überprüfen. Oft ist es am sinnvollsten, „Freunde“, mit denen man im „analogen“ Leben nichts (mehr) zu hat, einfach wieder zu löschen. Alternativ dazu können Facebook-Kontakte auch in Freundeslisten sortiert werden – so bekommen die einzelnen Freundesgruppen nur noch für sie bestimmte Inhalte zu sehen (Anleitung dazu: Privatsphäre-Leitfaden für Facebook, pdf, 7.3 MB). Auch wer Instagram im „privaten“ Modus nutzt, sollte ab und an einen kritischen Blick auf die eigenen Follower werfen – und nicht mehr erwünschte Kontakte blockieren.

  5. Benachrichtigungen einschränken. Benachrichtigungen von Anwendungen aller Art sind die „Ablenkungsfalle“ Nummer eins – das gilt vor allem für Push-Benachrichtigungen am Smartphone. Auch automatische E-Mail-Benachrichtigungen können schnell zu einem „Informations-Overload“ führen. Gehen Sie besser selektiv vor – worüber wollen Sie wirklich in Echtzeit benachrichtigt werden, was kann getrost bis später warten?

  6. Privatsphäre-Einstellungen überprüfen. Werfen Sie regelmäßig einen Blick in die Privatsphäre-Einstellungen von Sozialen Netzwerken – die Möglichkeiten ändern sich häufig. Oft werden Änderungen werden gar nicht oder nur versteckt an die Nutzer/innen kommuniziert. Hilfestellung bieten die Saferinternet.at-Privatsphäre-Leitfäden.

  7. Online-Image im Auge behalten. Was findet man im Internet über Ihre Person? Geben Sie in einer Suchmaschine Ihren eigenen Namen ein („Vorname Nachname“ – Anführungszeichen setzen!) und sichten Sie die Ergebnisse. Es tauchen veraltete oder unangemessene Inhalte oder Fotos auf? Fordern Sie den/die Seitenbetreiber/in zur Löschung auf oder entfernen Sie – falls möglich – die Inhalte selbst. Richten Sie einen Google-Alert ein, um automatisch über neue Online-Inhalte mit Ihrem Namen informiert zu werden.

  8. Den „digitalen Nachlass“ managen. Als digitaler Nachlass werden Daten bezeichnet, die unabhängig vom Tod eines Nutzers oder einer Nutzerin im Internet weiter bestehen. Für Hinterbliebene bedeuten diese eine große Herausforderung – Grund genug, aktiv vorzusorgen! Legen Sie als ersten Schritt ein Verzeichnis aller Konten und Profile an (am besten in Papierform!).  Immer mehr Online-Dienste bieten auch standardisierte Lösungen für den Fall des Ablebens an – einen Überblick bietet die Broschüre „Digitaler Nachlass“ der ISPA.


Unser Tipp zum Schluß: Backups anlegen! Herrscht wieder einigermaßen Ordnung im digitalen Leben, ist es Zeit für Datensicherung! Beugen Sie Datenverlust vor, indem Sie Ihre Daten regelmäßig sichern – im Idealfall auf eine externe Festplatte, die nicht permanent mit dem Computer verbunden ist. Auch wichtige Daten auf dem Smartphone oder Tablet sollten Sie immer wieder auf die Festplatte Ihres PCs kopieren. Alternativ dazu können Sie auch spezielle Backup-Apps oder Cloud-Speicherdienste (auf Datenschutz achten!) nutzen.



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