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Aktualisiertes Unterrichtsmaterial: „Handy in der Schule“

26.11.2014

Als ständiger Begleiter von Jugendlichen sorgt das Handy in der Schule oft für Diskussionen. Die aktualisierte Saferinternet.at-Broschüre unterstützt Lehrende dabei, mit Chancen und Risiken der Handynutzung kompetent umzugehen.

Das aktualisierte Unterrichtsmaterial „Handy in der Schule“ bietet viele Ideen und Beispiele, wie Smartphones aktiv im Unterricht eingesetzt werden können. (c) Saferinternet.at

Österreichische Kinder bekommen ihr erstes Handy durchschnittlich im Alter von zehn Jahren, manche aber auch schon früher. Das Handy ist in dieser Altersgruppe in der Regel bereits ein Smartphone, welches neben Telefon und SMS über zahlreiche weitere Funktionen verfügt. Mithilfe von Apps verwandelt sich das Smartphone im Handumdrehen in ein Multifunktionsgerät: Vom Chatten mit Freund/innen über Foto- und Videoaufnahmen und die mobile Nutzung von Sozialen Netzwerken bis hin zur Nutzung als Stadtplan und Taschenlampe sind den Möglichkeiten des smarten Mobiltelefons fast keine Grenzen gesetzt.


Das Handy als wichtiger Begleiter

Für Schüler/innen ist das Handy überaus wichtig und erfüllt verschiedenste Funktionen. So dient das Mobiltelefon nicht nur der Organisation des Alltags, sondern auch dem Beziehungs- und Gefühlsmanagement sowie der Identitätsbildung. Selbstdarstellung ist vor allem für Jugendliche ein wesentlicher Aspekt des Internets – via Smartphone gelingt die Inszenierung der eigenen Person auch von unterwegs aus. Darüber hinaus wird das Handy gerne zum Zeitvertreib genutzt und bietet Spaß und Zerstreuung.


Konflikte in der Schule

Im Schulumfeld sorgt der ständige Begleiter Handy regelmäßig für Konflikte und Diskussionen. Mit dem Alleskönner Smartphone ist das Internet in der Hosentasche auch in die Schule eingezogen. Das bringt einige Veränderungen mit sich: Das eigene Leben wird laufend online dokumentiert, die Kommunikation von Schüler/innen untereinander verändert sich, ungeeignete Inhalte können leichter getauscht werden. Das Konfliktpotential von Handys im Unterricht ist dementsprechend groß und reicht von klingelnden Geräten im Unterricht bis hin zum Schummeln via Handy.


Aktiv nutzen statt verbieten!

Ein Handyverbot in der Schule greift in den meisten Fällen zu kurz und stellt keine nachhaltige Lösung dar. Hier kann es mehr Sinn machen, das Handy in ein medienpädagogisches Konzept zu integrieren und mit den Schüler/innen gemeinsam aktiv im Unterricht zu nutzen. Um Lehrende beim kompetenten Umgang mit Chancen und Risiken von Mobiltelefonen in der Schule zu unterstützen, bietet Saferinternet.at die Broschüre „Handy in der Schule“ (pdf, 4.6 MB) an. Diese wurde nun in der 3. Auflage grundlegend überarbeitet und aktualisiert.


Viele Ideen und Beispiele für den Unterricht

Das aktualisierte Unterrichtsmaterial behandelt neben der Frage nach Verhaltensvereinbarungen und der Zusammenarbeit mit Eltern auch rechtliche Informationen für Lehrende. Die Kapitel „Schummeln mit dem Handy“ , „Sexting“, „Cyber-Mobbing“ sowie „Ungeeignete Inhalte“  geben konkrete Tipps zu sinnvollen Maßnahmen im Anlassfall. Darüber hinaus bietet die Broschüre zahlreiche Ideen und Beispiele, wie Handy und Smartphone aktiv in den Unterricht eingebaut und die digitalen Kompetenzen der Schüler/innen geschult werden können.

Das aktuelle Unterrichtsmaterial „Handy in der Schule – Mit Chancen und Risiken kompetent umgehen“ kann hier heruntergeladen (pdf, 4.6 MB) oder im Saferinternet.at-Broschürenservice kostenlos bestellt werden. Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF).


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