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Aktuelle Studie: 41 Prozent der 3- bis 6-Jährigen regelmäßig im Internet

30.01.2013

Der erste Kontakt von Kindern mit dem Internet findet immer früher statt. Daher ist es für Eltern eine ständig wachsende Herausforderung, auch schon ihre Kleinsten bei der sicheren Mediennutzung anzuleiten.

(c) Fotolia/ÖIAT

Der erste Kontakt von Kindern mit dem Internet findet immer früher statt. Daher ist es für Eltern eine ständig wachsende Herausforderung, auch schon ihre Kleinsten bei der sicheren Mediennutzung anzuleiten. Zum 10. internationalen Safer Internet Day am 5. Februar 2013 präsentiert Saferinternet.at die Ergebnisse der aktuellen Studie zum Thema „Internetnutzung und digitale Kompetenz im Vorschulalter“.

Beinahe die Hälfte aller 3 bis 6-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet

Die Ergebnisse der telefonischen Befragung von 402 Eltern waren aufgrund des Alters der Kinder besonders überraschend: 52 Prozent der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren waren schon einmal im Internet. 41 Prozent der Eltern gaben an, dass ihre Kinder mindestens einmal pro Woche das Internet nutzen. Die durchschnittliche Online-Zeit beträgt dabei eine Stunde pro Woche. Dabei zeigt sich, dass die Zeit, die 3- bis 6-Jährige im World Wide Web verbringen, mit der Internetaffinität der Eltern ansteigt.

Die am häufigsten genutzten internetfähigen Geräte sind Computer bzw. Laptop (34%), gefolgt von Spielkonsolen (14%), Smartphones der Eltern (11%) und Tablet-Computer (6%). Mobile Geräte sind noch von geringer Bedeutung, werden allerdings in den nächsten Jahren stark aufholen. Wenn Tablets im Haushalt vorhanden sind, werden diese von Kindern am liebsten verwendet. Die beliebtesten Online-Aktivitäten der Kinder sind Spielen (34%), Fotos (33%) bzw. Videos (27%) ansehen und Musikhören (24%).

Bewusstsein für frühe Interneterziehung bei Eltern nicht vorhanden

Ein Großteil der Eltern (92%) sieht es als ihre Pflicht, ihren Kindern den kompetenten und sicheren Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Bildungseinrichtungen wie Kindergarten, Schule etc. folgen auf dem zweiten Platz mit 64 Prozent, gefolgt von außerschulischen Angeboten mit 19 Prozent. Auch die Orientierung der Kinder am eigenen Verhalten nehmen die Eltern ernst: Acht von zehn Eltern stimmen der Aussage zu, dass sie eine große Vorbildwirkung bei der Internetnutzung haben.

Allerdings sehen Eltern die Interneterziehung im Vorschulalter noch nicht als wichtig an. Obwohl 41 Prozent der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren schon regelmäßige Erfahrungen mit dem Internet haben, sind nur 11 Prozent der Eltern überzeugt, dass ihre Kinder in diesem Alter den verantwortungsvollen Umgang lernen sollten. Die Mehrheit (49%) vertritt die Meinung, dass Interneterziehung im Volksschulalter notwendig ist. Mehr als ein Drittel der Eltern (36%) ist jedoch der Auffassung, dass erst nach der Volksschule die Zeit dafür reif ist.

Gerade Kleinkinder können im Internet auf Angebote stoßen, die sie verängstigen oder bei mobilen Geräten Kostenfallen darstellen. Um das zu vermeiden, sollten Eltern ihre Geräte durch Jugendschutzeinstellungen und die Auswahl geeigneter Angebote für die Nutzung durch den Nachwuchs vorbereiten. Leider verabsäumen bisher zwei Drittel der Eltern genau diese Vorbereitungen. Nur die Hälfte der befragten Erziehungsberechtigten (51%) findet es einfach, altersgerechte Inhalte und Apps für ihre Kinder zu finden.

Unsere Tipps, wie Eltern ihre Kinder schon im Vorschulalter unterstützen können

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