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Broadcasting mit WhatsApp – Ein neues Tool für die Jugendarbeit

29.07.2015

Jugendarbeit am Puls der Zeit: Wir erklären, warum die Broadcasting-Funktion von WhatsApp ideal ist, um auch große Gruppen von Jugendlichen einfach und schnell zu erreichen. Jetzt kostenlos Leitfaden downloaden!

Schnell, unkompliziert, niederschwellig: Broadcasting mit WhatsApp in der außerschulischen Jugendarbeit. Bild: Andrew Hart lizenziert unter CC BY-NC 2.0


WhatsApp nutzen statt verbieten!

Alle kennen sie, (fast) alle nutzen sie: WhatsApp ist mit mehr als 800 Millionen aktiven Nutzer/innen weltweit eine der meistverwendeten Messenger-Apps. Vor allem bei Jugendlichen erfreut sich der zu Facebook gehörende Dienst großer Beliebtheit. Trotz Datenschutzbedenken und Sicherheitslücken – WhatsApp gehört für viele junge Nutzer/innen fix zum Alltag dazu.

Es bringt daher wenig, die Nutzung der App einfach zu verbieten oder diesen Kommunikationskanal schlichtweg zu ignorieren. Besser: Machen Sie sich WhatsApp in der außerschulischen Jugendarbeit zunutze, um Mädchen und Jungen dort zu erreichen, wo sie ohnehin schon sind. Seit einiger Zeit bietet WhatsApp das sogenannte „Broadcasting“ an: Diese Funktion macht es möglich,  ein und dieselbe Nachricht an eine beliebige Zahl von Personen zu senden, ohne dass diese die Namen und Nummern der anderen Empfänger/innen sehen können. Broadcasting mit WhatsApp funktioniert relativ unkompliziert und verursacht zusätzlich zur üblichen WhatsApp-Jahresgebühr keine weiteren Kosten.

Alle Informationen zum Broadcasting mit WhatsApp sowie umfangreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Sie in unserem Leitfaden „Broadcasting mit WhatsApp – Ein neues Tool für die Jugendarbeit“ (pdf, 4 MB).


WhatsApp Broadcasting: Nachrichten direkt auf's Handy

In der Arbeit mit Jugendlichen stellt WhatsApp ein besonders niederschwelliges Angebot dar. Die Broadcasting-Funktion ermöglicht es, Jugendliche zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben, ohne dass diese bereits bekanntes Terrain verlassen müssen. Auch als Informationskanal für Veranstaltungen oder Angebote erfüllt das Tool voll und ganz seinen Zweck.  Persönliche Daten sowie die Handynummer der jungen Nutzer/innen werden dabei nicht an Dritte weitergegeben. Ein weiterer Vorteil: Antworten Einzelne auf eine Broadcast-Nachricht oder möchten mit dem Sender/der Senderin eine individuelle Frage klären, bleibt auch diese Unterhaltung privat.

Wie funktioniert das „Broadcasten“ mit WhatsApp?

Um über WhatsApp broadcasten zu können, braucht es in erster Linie zwei Dinge:

  1. Ein Smartphone – idealerweise ein Diensthandy.
  2. Eine „hauseigene“ Broadcast-Liste (dazu gleich mehr).


1.  Das „Broadcast-Handy“ einrichten

Zunächst muss auf dem ausgewählten Smartphone die mobile Anwendung „WhatsApp“ heruntergeladen und installiert werden. Innerhalb einer Organisation kann auch ein einziges Gerät verwendet werden, das von verschiedenen Mitarbeiter/innen genutzt wird.

Wichtig: Alle Jugendlichen, die über WhatsApp erreicht werden sollen, müssen die Nummer des Broadcast-Handys im eigenen Adressbuch abspeichern! Andernfalls können die Broadcast-Nachrichten nicht empfangen werden. Es sollte daher im Vorfeld überlegt werden, wie die gewünschten Empfänger/innen an diese Handynummer kommen. Auch wenn dieses Prozedere kompliziert und aufwändig scheint, birgt es doch einen großen Vorteil: Die Jugendlichen entscheiden selbst , ob sie überhaupt Mitglied einer Broadcast-Liste werden und WhatsApp-Nachrichten von der Organisation empfangen wollen – oder nicht.


2. Broadcast-Listen erstellen

Ist die Handynummer einmal vergeben, geht das Einrichten einer Broadcast-Liste ganz schnell: Anlegen, Mitglieder hinzufügen, der Liste einen Namen geben. Eine erstellte Liste bleibt gespeichert, das bedeutet, dass immer wieder Nachrichten an bestehende Listen gesendet werden können. Auch können laufend neue Kontakte zur Liste hinzugefügt oder wieder entfernt werden. Obergrenze an Empfänger/innen gibt es keine.

Der Clou: Die Listen-Mitglieder sehen nicht, dass ihnen eine WhatsApp-Nachricht über eine Broadcast-Liste geschickt wurde. Für die Empfänger/innen erscheint eine gebroadcastete Message wie eine normale Privatnachricht. Antworten einzelne Jugendliche auf eine Broadcast-Nachricht, ergeht dies nicht an alle Mitglieder der Liste, sondern nur an den Sender/die Senderin.


Was ist der Unterschied zwischen WhatsApp-Broadcast und -Gruppe?

Natürlich ist es prinzipiell möglich, mit Jugendlichen in einer WhatsApp-Gruppe zu kommunizieren. Der wesentliche Unterschied zum Broadcasten: Im Fall einer WhatsApp-Gruppe ist für die einzelnen Mitglieder klar ersichtlich, wer noch in der Gruppe mit dabei ist – inklusive den Handynummern und Profil-Infos dieser Nutzer/innen. Auch können die Nachrichten in einer Gruppe von allen Mitgliedern gelesen werden. Das ist vielen Jugendlichen möglicherweise nicht recht – oder aber die Hemmschwelle, vor anderen über persönliche Probleme zu reden, ist zu hoch.

Detaillierte Informationen und Anleitungen zum Broadcasting mit WhatsApp bietet unser Leitfaden „Broadcasting mit WhatsApp – Ein neues Tool für die Jugendarbeit“ (pdf, 4 MB) – jetzt kostenlos herunterladen.


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