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Das sind die digitalen Trends 2017

27.02.2017

Augmented Reality, Internet der Dinge, Wearables oder Social Bots: Diese digitalen Trends klingen im ersten Moment exotisch, obwohl sie bereits Einzug in unseren Alltag halten. Was bringt das Jahr 2017 im digitalen Bereich? Welche Buzzwörter sollte man unbedingt schon mal gehört haben?

In virtuellen Räumen wird fast alles möglich. Bild von pixabay lizenziert unter CC0 Public Domain

Obwohl das Jahr 2017 nicht mehr ganz jung ist, möchten wir einen Blick in die digitale Zukunft des aktuellen Jahres wagen. Wir geben einen kurzen Überblick über Trends, Tools und Themen, die heuer unserer Einschätzung nach die digitale Welt bewegen werden.

1. Virtual & Augmented Reality

Die reale und die virtuelle Welt verschmelzen immer mehr miteinander. App-Entwickler locken am Smartphone mit Pókemon Go, um digitale Kreaturen in Parks und Fußgängerzonen zu fangen. Die großen Hersteller wie Facebook und HTC setzen auf Virtual Reality (VR)-Brillen und schaffen virtuelle Räume, in denen (fast) alles möglich ist. 2018 schätzt man bereits über 170 Mio aktive VR Nutzer weltweit.

2. Internet der Dinge

Die Computer im Alltag werden immer kleiner und ihre Oberflächen immer intuitiver und unsichtbarer. Neben den sichtbaren digitalen Assistenten von Google (Home) und Amazon (Echo) finden immer mehr Kleinstcomputer den Einzug ins eigene Heim: Vernetztes und smartes Spielzeug (Internet of Toys), Beleuchtung, die über das WLAN steuerbar ist, Heizungen welche mit einer App steuerbar sind und Verwandte über das Smartphone benachrichtigen wenn die Hitze rapide steigt/sinkt. Mit dieser Vernetzung steigt neben dem Komfort auch das Risiko, dass die Geräte von außen übernommen und gesteuert werden können.

3. Selbstvermessung

Bereits letztes Jahr waren „Wearables“ in aller Munde, nun sind die digitalen Messgeräte für das Handgelenk oder andere Körperteile endgültig im Alltag angekommen. Gemessen wird alles, was der Mensch sagt, tut oder sogar fühlt. Die digitalen Helfer erzählen uns alles über unser optimales Schlafverhalten, berichten uns wie viele Schritte wir gegangen sind, motivieren uns weniger Kalorien zu uns zu nehmen und warnen uns bei zu hohem Puls. Die Selbstvermessung kann also dabei helfen, das eigene Leben so optimal wie möglich zu gestalten. 

4. Algorithmen & Filterblasen

Das Thema der Filterblasen hat mit dem amerikanischen Wahlkampf nun endgültig den öffentlichen Diskurs erreicht. Auf einmal werden immer Algorithmen im Netz hinterfragt und es wird vermehrt über Filterblasen diskutiert. Die Algorithmen, welche im Hintergrund der Sozialen Netzwerke die Filter für uns einstellen, bedienen sich unterschiedlichster Faktoren um zu erkennen, was für uns (vermeintlich) relevant ist oder nicht. Dazu zählen zum Beispiel Informationen über das Computersystem, das eigene Surfverhalten, unsere Vorlieben und die unserer Freunde in den Sozialen Netzwerken, etc. Vor allem 2017 werden wir uns noch viel damit beschäftigen, wie wir es schaffen diese „Bubble“ zu durchbrechen. 

5. Drohnen

Schon 2016 im Weihnachtsgeschäft ein Hit, werden sie nun massentauglich. Um wenig Geld bekommt man heute schon Drohnen, die mit Gesichtserkennung ausgestattet sind und Selfies aus der Luft machen können. National Geographic kürt schon die besten Drohnenbilder, Holland bildet Adler aus, um Drohnen vom Himmel zu holen, Staaten erlassen Drohnen-Gesetze und bei Drohnen-Rennen gibt es Preisgelder von über  €200.000,-.  

6. Bots

Die digitalen Helfer bekommen mehr und mehr Aufmerksamkeit. In populären Chat-Programmen wie dem Facebook-Messenger erinneren sie beispielsweise Menschen an ihre Termine (Hello Jarvis), zeigen den ORF Teletext an (Teletext.bot) oder helfen sich in Wien zurechtzufinden (Wienbot). Wir kommunizieren manchmal schon mit Bots, ohne es überhaupt zu wissen. Bots werden das Leben einfacher machen, aber nur dann, wenn man darüber aufgeklärt ist und sie  somit richtig einschätzen kann.  

7. Saferinternet.at kommt in den Kindergarten

Der digitale Alltag hat auch vor den Jüngsten nicht Halt gemacht. Wir werden uns 2017 damit beschäftigen müssen, wie wir bereits im Kindergarten Medienkompetenz schulen bzw. fördern können, um den Grundstein für einen sorgfältigen und kritischen Umgang mit digitalen Medien zu legen. Dabei wird es darum gehen, Schulungen für Medienpädagog/innen, Eltern und Kinder zu konzipieren.

 

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