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Facebook: Privatsphäre schützen mit dem blauen Dino

17.09.2014

Facebook hat eine neue Möglichkeit eingeführt, die eigenen Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Ab nun führt ein kleiner blauer Dinosaurier Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen. Wir stellen die Neuerungen vor.

Der kleine blaue Dino hilft, die Privatsphäre auf Facebook besser zu schützen. (c) Saferinternet.at

Facebook hat kürzlich einen wichtigen Schritt gesetzt, um die umfangreichen Privatsphäre-Einstellungen auf der Plattform einfacher und verständlicher zu machen. Der neue „Privacy Checkup“ bringt zwar an und für sich keine neuen Funktionen, macht es für User/innen aber viel leichter, den Überblick über ihre Privatsphäre-Einstellungen zu bewahren.

Diese Neuerungen haben wir zum Anlass genommen, um unseren Privatsphäre-Leitfaden für Facebook grundlegend zu überarbeiten.


Einfache Überprüfung der Privatsphäre-Einstellungen

Im neuen Privatsphäre-Checkup kann in wenigen Schritten geprüft werden, an wen welche Beiträge gerichtet werden, welche Apps mit Facebook verknüpft sind und welche Privatsphäre-Einstellungen für sensible Profil-Informationen gewählt wurden.


Der „Privatsphäre-Dino“ als Begleiter

Beim übersichtlichen Rundgang durch die Privatsphäre-Einstellungen werden Nutzer/innen ab sofort von einem kleinen blauen Dinosaurier begleitet. Der Dino taucht übrigens auch an anderen Orten auf, um die Facebook-User/innen vor möglichen Risiken ihrer Aktivitäten zu warnen, z.B. wenn zu oft öffentlich sichtbare Statusbeiträge gepostet werden. 

Auch über den erweiterten Checkup hinaus verbessert Facebook die Privatsphäre-Sicherheit für seine Nutzer/innen. So ist für neue Facebook-User/innen künftig die Voreinstellung für die Sichtbarkeit von Statusbeiträgen automatisch auf „Freunde“ statt auf „Öffentlich“ gesetzt – bis jetzt war dies nur bei den Konten von Jugendlichen unter 18 Jahren der Fall. Vor dem allerersten Posting erinnert der blaue Dinosaurier auch noch einmal daran, das Publikum für Beiträge mit Bedacht auszuwählen.


Weitere Verbesserungen im Sinne der Privatsphäre

Darüber hinaus wurde auch die Auflistung der verwendeten Apps auf Facebook überarbeitet, um übersichtlicher einsehen zu können, welcher Anwendung man welche Rechte gegeben hat. Zusätzlich wurde bei der Facebook-App für das iPhone nachgebessert: So wird dort beim Verfassen einer neuen Statusmeldung das ausgewählte Publikum neuerdings ganz oben angezeigt – vorher war diese Auswahlfunktion in der unteren Ecke „versteckt“.

Nun wollen wir aber zeigen, was es mit dem neuen „Dino-Rundgang“ auf sich hat.

Los geht’s!


1. Schritt: Überprüfung der Privatsphäre



Um den Privatsphäre-Checkup zu starten, einfach auf das Sicherheitsschloss-Symbol rechts oben klicken und den ersten Punkt, „Überprüfung der Privatsphäre“ auswählen.


Beiträge überprüfen



Hier wird zunächst überprüft, wer die geteilten Inhalte (Statusmeldungen, Fotos, Videos etc.) sehen kann. Wir empfehlen prinzipiell, die Einstellung zumindest auf „Freunde“ zu setzen und Beiträge niemals öffentlich zu posten. Achtung: Was hier eingestellt wird, ist gleichzeitig auch die Standardeinstellung für neue Beiträge!


Apps überprüfen



Im nächsten Schritt wird überprüft, welche Apps in Verbindung mit Facebook verwendet werden. Auch kann hier festgelegt werden, welches Publikum Beiträge sehen kann, die über die App in der eigenen Chronik gepostet werden.


Profil-Informationen überprüfen



An dieser Stelle kann eingestellt werden, welche Profil-Informationen (z.B. Ausbildung, Arbeitsplatz, Wohn- oder Heimatort, Beziehungsstatus etc.) für welche Publikum sichtbar sein soll. Für jede einzelne Information kann eine andere Einstellung gewählt werden!


2. Schritt: Wer kann meine Inhalte sehen?

Wer kann meine zukünftigen Beiträge sehen: Im zweiten Menüpunkt des Dino-Rundgangs kann zunächst noch einmal überprüft und eingestellt werden, wer zukünftig gepostete Beiträge standardmäßig sehen kann („Freunde“ einstellen!).

Aktivitätenprotokoll: Hier werden sämtliche Aktivitäten in Zusammenhang mit dem eigenen Facebook-Konto aufgelistet (z.B. die eigenen Statusmeldungen, Beiträge oder Fotos von anderen, auf denen man markiert wurde, die eigenen „Gefällt mir“-Angabe, die Freundesliste etc.). All das kann im Aktivitätenprotokoll überprüft und verwaltet werden, z.B. können Markierungen gelöscht oder aus der eigenen Chronik ausgeblendet werden.

Was sehen andere Personen in meiner Chronik? Facebook kann hier anzeigen, wie die eigene Chronik für bestimmte andere Nutzer/innen aussieht. Hier kann geprüft werden, ob die Einstellungen für Beiträge richtig gesetzt wurden.


3. Schritt: Wer kann mich kontaktieren?



In diesem Menüpunkt kann festgelegt werden, welche Personen auf welchem Weg Kontakt aufnehmen können.

Wessen Nachrichten sollen in meinem Postfach gefiltert werden? Hier empfehlen wir für erwachsene User/innen die Einstellung „Einfaches Filter“, für Jugendliche „Strenges Filtern“.

Wer kann mir Freundschaftsanfragen schicken? Es kann festgelegt werden, ob alle Personen oder nur die Freunde von bereits auf Facebook befreundeten Personen eine Freundschaftsanfrage schicken können. Für junge Nutzer/innen empfehlen wir die Einstellung „Freunde von Freunden“.


4. Schritt: Wie verhindere ich, dass mich jemand belästigt?



Fühlt man sich auf Facebook von einer Person genervt oder belästigt, kann diese blockiert werden. Zu diesem Zweck kann an dieser Stelle der Name oder die E-Mail-Adresse der zu blockierenden Person eingegeben werden – danach werden noch alle Nutzer/innen dieses Namens aufgelistet und das Blockieren muss noch einmal bestätigt werden.


Das war noch nicht alles!

Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook sind sehr umfangreich und mit diesem kurzen Checkup noch lange nicht ausgeschöpft. Durch einen Klick auf „Weitere Einstellungen“ gelangt man ins – nicht mehr ganz so übersichtliche – Gesamtmenü.

Zur Unterstützung gibt es unseren aktuellen Privatsphäre-Leitfaden für Facebook  mit praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle wichtigen Einstellungen und Settings.


Weiterführende Links: