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HOAX – was bitte ist denn das?

07.10.2013

Ein Hoax ist eine Falschnachricht im Internet, die absichtlich als solche in Umlauf gebracht wurde. Angefangen bei harmlosen Scherzmeldungen und Kettenbriefen bis hin zu weniger witzigen „Horrormeldungen“ oder gefakten Fotos.

Was steckt hinter der (angeblichen) Flugnummer Q33NY? Ein bekannter Hoax zu 9/11. (c) Saferinternet.at

Ein Hoax ist eine Falschnachricht im Internet, die absichtlich als solche in Umlauf gebracht wurde. Angefangen bei harmlosen Scherzmeldungen und Kettenbriefen bis hin zu weniger witzigen „Horrormeldungen“ oder gefakten Fotos (z.B. von schwer misshandelten Tieren oder Kindern).

Kennen Sie vielleicht ...?
Achtung! Hiermit widerspreche ich den neuen Facebook-Nutzungsvereinbarungen …

Oder:
Kältebusse. Wer nachts einen Obdachlosen auf der Straße sieht der ruft bitte folgende Nummer …

Oder auch:
Achtung! Ein Virus breitet sich auf Facebook aus. Nehmt auf keinen Fall die Freundschaftsanfrage von XX an! …

Einer der bekanntesten Hoaxes war wohl jener mit der Aufforderung, die (angebliche) Flugnummer eines der 9/11-Flugzeuge in Word einzutippen und dann die Schriftart auf Wingdings zu ändern (das Resultat sehen Sie im Titelbild dieses Artikels). Der „Schmäh“: Bei der Nummer Q33NY handelt es sich natürlich um keine echte Flugnummer eines 9/11-Flugzeugs!

So ähnlich – und noch in vielen anderen Varianten – kommen Hoaxes daher. Kaum ein Thema, das von den „kreativen Urheber/innen“ nicht ausgelassen wird. Meistens werden die Falschmeldungen auf Facebook oder auf WhatsApp verbreitet. Früher wurden auch viele Hoaxes via E-Mail versandt. Der einzige Zweck eines Hoaxes ist es, möglichst viele Leute zu narren.

Nicht immer nur harmlos

Auch Kettenbriefe sind oft Hoaxes. Sofern keine betrügerischen Machenschaften dahinter stecken, sondern nur unverfängliche Zahlenspielchen oder Liebesorakel, ist das nicht weiter tragisch. Mitunter gibt es aber auch Kettenbriefe, die sehr bedrohlich formuliert sind und den Empfänger/innen Angst machen. Das jüngste Beispiel: In einer Audionachricht auf WhatsApp wird dazu aufgefordert, die Nachricht an Freund/innen zu verbreiten oder der/die Zuhrörer/in stirbt.

Unlustig wird es auch dann, wenn wahllos Fotos von Internetnutzer/innen mit Zusätzen wie „Gesuchter Kinderschänder“, „Dringende Organspende gesucht“ oder „Nach Brandanschlag abgängig“ versehen und ins Netz gestellt werden. Die zigfach geteilten Falschmeldungen können für die Betroffenen schwerwiegende Folgen haben.

Einen Hoax erkennen

Gute Tipps und Tricks, wie Sie einen Hoax erkennen können, gibt es z.B. von der TU Berlin:

  • Der/die Adressat/in wird aufgefordert, die „Warnung“ an möglichst viele Menschen weiterzuleiten.
  • Das Subject (Betreff) enthält oft den Begriff „Virus Warnung“ oder Reizwörter wie OMG, Skandal, Achtung!!!, Sensation, Unglaublich etc.
  • Die Wirkung des Virus wird sehr drastisch dargestellt und beinhaltet Dinge, die ein Computervirus gar nicht kann (z.B. Hardware beschädigen).
  • Häufig wird als Quelle eine namhafte Firma oder Organisation genannt, um die Glaubwürdigkeit zu verbessern. Bei diesen Firmen finden sich jedoch keine Hinweise auf eine solche Warnung.
  • Oft finden sich Aktualitätsangaben wie „gestern“ oder „am Freitag“, die keinen Bezug zu einem bestimmten Datum haben. Wenn ein Kettenbrief schon ein paar Tage, Wochen oder Monate unterwegs ist – wann war dann „gestern“?!
  • Oftmals sind Bilder, die der Nachricht beigefügt sind, sehr extrem – jedoch auch Bilder können gefälscht sein!

Ist man dennoch unsicher, ob eine Nachricht echt ist oder nicht, hilft es auch, Auszüge aus der Nachricht in Suchmaschinen einzugeben – meist lässt sich ein Schwindel so sehr schnell entlarven. Empfehlenswert ist es auch, die News von z.B. Watchlist Internet oder Mimikama zu abonnieren, um über aktuelle Internet-Fälschungen auf dem Laufenden zu sein.

Sind Hoaxes gefährlich?

Tatsächlich sind die meisten Hoaxes harmlos und der Aspekt des Scherzes steht im Vordergrund, wenngleich die Abgrenzung von betrügerischen Phishing-Mails, Scams oder Spam nicht immer ganz einfach ist. Auch die Zusendung von Schadprogrammen in sog. „Malware-Mails“ ist ein Problem. Deshalb: Nachrichten löschen bzw. ignorieren, keine Anhänge öffnen und vor allem nicht weiter verbreiten!

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