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Kostenfalle: In-App-Käufe am Smartphone

05.03.2013

Diese Woche berichteten die Medien von einem 5-jährigen Buben aus England, der in die Kostenfalle „In-App-Käufe“ tappte. Wir erklären, was „In-App-Käufe“ sind und wie Sie diese vermeiden können.

(c) Monkey Business Images/shutterstock.com

Diese Woche berichteten die Medien von einem 5-jährigen Buben aus England, der in die Kostenfalle „In-App-Käufe“ tappte. Der Bub lud sich mit der Erlaubnis seiner Eltern ein Gratis-Spiel herunter. Der Vater beteuert, dass er das Passwort für das kostenlose Angebot nur einmal eingegeben habe. Es folgte eine Rechnung mit knapp 2000 Euro.

Was sind In-App-Käufe?

Bei Gratisangeboten werden die Nutzer/innen oftmals über Werbebanner zu kostenpflichtigen Kaufangeboten weitergeleitet. So entstehen aus einem unachtsamen Klick auf unseriöse Seiten hohe Kosten durch in Anspruch genommene Abo-Dienste. Abgerechnet werden diese über so genanntes WAP-Billing. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, sollten Sie auf das Klicken von Werbeeinschaltungen in Apps verzichten.

Studie: Besonders Kindern und Jugendliche tappen in die Falle

Im Auftrag der Arbeiterkammer führte der Internet Ombudsmann 2012 eine Testreihe mit verschiedenen Gratis- Apps durch und überprüfte sie auf Kostenfallen. Dabei kam heraus, dass vor allem so genannte In-App-Käufe zur unvorhergesehenen Kostenfalle werden können: Besonders Kindern und Jugendlichen ist es oft nicht bewusst, dass sie auf ein kostenpflichtiges Angebot klicken, wenn sie zusätzliches Spielguthaben erwerben, um im Spiel schneller voranzukommen. Eltern sollten daher im Vorhinein die Sperre von In-App-Käufen aktivieren, um überraschende Kosten zu vermeiden.

Tipps zum sicheren Umgang mit Apps

  • Löschen Sie Apps, die Sie nicht mehr brauchen. Diese können im Hintergrund auch keine unerwünschten Daten mehr übertragen.
  • Installieren Sie nur Apps aus den offiziellen App-Shops, da diese entweder vor der Bereitstellung überprüft wurden oder bei gröberen Beschwerden aus dem App-Store bzw. vom Handy via Fernlöschung entfernt werden.
  • Kontrollieren Sie bei der Installation von Apps die Zugriffsberechtigungen (z. B. bei Android-Handys bevor sie auf „Installieren” klicken) und installieren sie eine App, die offensichtlich zu viele Berechtigungen für den Funktionsumfang bietet, lieber nicht.
  • Nehmen Sie keine Änderungen am Handybetriebssystem („Jailbreak” oder „Rooten” genannt) vor, da diese die Installation von unsicheren Apps erleichtern und auch die Updates des Handybetriebssystems beeinträchtigen können.
  • Seien Sie besonders bei kostenlosen Apps und damit verbundenen Werbelinks vorsichtig.
  • Deaktivieren Sie „In-App“-Käufe am Handy und schalten Sie diese nur im Bedarfsfall gezielt ein.


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