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Neues Unterrichtsmaterial: Jugendliche Bilderwelten im Internet

04.02.2016

Bilder werden in der digitalen Welt immer wichtiger und stehen besonders bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs. Die neue Saferinternet.at-Broschüre unterstützt Lehrende bei der Vermittlung von visueller Kompetenz.

Jugendliche Bilderwelten im Internet: Bildkommunikation bietet viele Chancen, will aber gelernt und geübt sein. Bild: Saferinternet.at

In der digitalen Welt werden Bilder immer wichtiger: Besonders Kinder und Jugendliche kommunizieren gerne mit Fotos, Videos oder Symbolen wie Emojis. Teilweise ersetzt Bildkommunikation bereits das geschriebene Wort.


Bildkommunikation braucht Kompetenzen

Das Smartphone ist bei den meisten Jugendlichen heute immer mit dabei und unterstützt den Trend zum Bild. Das Aufnehmen, Bearbeiten und Versenden von eigenen Bildern gehört mittlerweile fest zum Kommunikationsalltag von jungen Österreicher/innen. Bildkommunikation bietet viele Vorteile und Chancen – so lassen sich etwa komplexe Informationen oder Zusammenhänge mithilfe von Bildern verständlich darstellen. Diese Möglichkeiten können auch im Unterricht genutzt werden!

Gleichzeitig benötigen Kinder und Jugendliche aber auch das notwendige Rüstzeug, um mit Bildern im Internet kompetent umgehen zu können. Es gilt schließlich, Urheber- und Persönlichkeitsrechte zu beachten und visuelle Botschaften richtig zu deuten. Dafür bedarf es visueller Kompetenzen und viel Übung!


Unterstützung bei der Vermittlung von visueller Kompetenz

Das neue Saferinternet.at-Unterrichtsmaterial „Jugendliche Bilderwelten im Internet“ (pdf, 3.8 MB) unterstützt Lehrende bei der Vermittlung von visueller Kompetenz im Unterricht. Die Broschüre informiert u.a. über unterschiedliche Formen der Bildmanipulation in den Medien, rechtliche Aspekte beim Umgang mit Bildern sowie Möglichkeiten der Bildinterpretation.

Ergänzend zu jedem Kapitel bietet die Broschüre auch thematisch passende Übungen für den Unterricht.

Das Unterrichtsmaterial „Jugendliche Bilderwelten im Internet“ kann kostenlos als PDF (3.8 MB) heruntergeladen oder im Saferinternet.at-Broschürenservice bestellt werden.


Tipps für Lehrende zum Umgang mit Bildern

  1.  Am Ball bleiben. Beobachten Sie, wie Ihre Schüler/innen mit Bildern kommunizieren und erkennen Sie diese Fähigkeit als Leistung an. Lassen Sie sich die Bedeutung von Bildern, Memes oder Emojis erklären und probieren Sie selbst einmal aus, sich bildhaft zu verständigen.

  2. Bilder im Unterricht einsetzen. Versuchen Sie, visuelle Informationen in den Unterricht zu integrieren. Lassen Sie Ihre Schüler/innen etwa Lehrinhalte in Form von bildhaften Darstellungen wiedergeben – ein kurzes Video statt eines Referates, eine Infografik anstelle einer schriftlichen Zusammenfassung oder eine Präsentation, die nur aus Bildern besteht.

  3. Urheberrechte beachten. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und verwenden Sie urheberrechtlich geschützte Fotos, Grafiken oder Videos nicht beliebig – auch wenn Sie selbst im Rahmen des Unterrichts mehr Freiheiten haben.

  4. Creative Commons-Inhalte nutzen. Verwenden Sie im Unterricht am besten Bilder, die unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurden. In diesem Fall dürfen Sie Ihre Unterlagen auch an Kolleg/innen weitergeben. Mittlerweile gibt es im Internet zahlreiche Quellen für professionelle Creative Commons-Bilder, z.B. search.creativecommons.org oder www.pixabay.com.

  5. Bewusstsein fördern. Thematisieren Sie bereits bei jungen Schüler/innen, dass die Abgebildeten auf veröffentlichten Fotos nicht nachteilig dargestellt werden dürfen („Recht am eigenen Bild“). Nur selten werden Kinder und Jugendliche von ihrer Familie darüber aufgeklärt.

  6. Regeln vereinbaren. Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Schüler/innen eine Verhaltensvereinbarung zum Umgang mit Bildern in der Schule. Behandeln Sie darin auch allgemeine Regeln für die digitale Welt: Wie dürfen Inhalte aus dem Internet verwendet werden, wie nicht? Worauf ist zu achten?

 

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