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Überarbeitetes Unterrichtsmaterial: Wahr oder falsch im Internet?

30.01.2017

Kinder und Jugendliche müssen erst lernen, Inhalte aus dem Internet kritisch zu reflektieren. Die überarbeitete Saferinternet.at-Broschüre unterstützt Lehrende bei der Vermittlung von Informationskompetenz in der digitalen Welt.

Wahr oder falsch im Internet? Kinder und Jugendliche müssen Informationskompetenz in der digitalen Welt lernen und üben. Bild: Saferinternet.at

Kinder und Jugendliche wachsen heute mit Computer, Handy und Internet auf – der Umgang mit der Technik gelingt in der Regel intuitiv und spielerisch. Doch die digitale Welt mit ihrer Vielzahl an Möglichkeiten stellt insbesondere Heranwachsende vor neue Herausforderungen. Denn obwohl die „Digital Natives“ technisch fit sind, fällt ihnen die kritische Beurteilung von Informationen aus dem Netz sowie die Bewertung von Online-Quellen oft schwer.


Informationskompetenz muss gelernt werden

Informationskompetenz im Internet will gelernt und geübt sein – egal ob es darum geht, Werbung in einer App zu erkennen oder Inhalte aus Wikipedia, YouTube oder Twitter für die schulische Nutzung zu finden und richtig einzuschätzen. Das Unterrichtsmaterial „Wahr oder falsch im Internet? –Informationskompetenz in der digitalen Welt“ unterstützt Lehrende bei der Vermittlung dieser wichtigen Fähigkeiten im Unterricht.

Folgende Kapitel sind neu dazugekommen:

Thema 8: Falschmeldungen erkennen inkl. der Übung „Die Hoax Challenge“
Thema 10: Gegen Hasspostings aktiv werden inkl. der Übung  „Die Anti-Hass-Kampagne“
Thema 11: Kettenbriefe richtig beurteilen inkl. der Übung  „Kettenbrief-Check mal drei“
Thema 12: Bilder vs. Realität der Übung  „Das Quellen-Quiz“

Kostenloser Download: Unterrichtsmaterial „Wahr oder falsch im Internet? – Informationskompetenz in der digitalen Welt“ (pdf, 5.4 KB)


Überprüfen von Quellen, Intentionen und Identitäten im Netz

Das überabeitete Unterrichtsmaterial behandelt viele unterschiedliche Aspekte der Informationskompetenz im Internet: angefangen bei der sinnvollen Verwendung von Suchmaschinen spannt sich der Bogen weiter über die richtige Beurteilung von Online-Quellen und die reflektierte Recherche in Wikipedia und Twitter, bis hin zur Überprüfung von Online-Identitäten und der Steuerung des eigenen Images im Netz. Zu jedem Thema bietet die Broschüre einen Informationsteil mit anschließenden Übungsvorschlägen für bestimmte Unterrichtsfächer.


Tipps für die Informationskompetenz für Lehrende 

  • Seien Sie ein Vorbild. Nennen Sie in Ihren Unterlagen immer die genutzten Quellen und zitieren Sie diese korrekt. Achten Sie bei der Verwendung von Fotos und Grafiken auf die Urheberrechte. Nutzen Sie nach Möglichkeit unentgeltlich nutzbare Inhalte, z.B. mit Creative Commons-Lizenz.

  • Perfektionieren Sie die Internet-Suche. Üben Sie mit Ihren Schüler/innen, Suchbegriffe unterschiedlich zu formulieren und helfen Sie dabei, die Suchergebnisse zu bewerten. Zeigen Sie auch Alternativen zur Verwendung von Google auf.

  • Lehren Sie, Inhalte zu hinterfragen. Trainieren Sie im Unterricht, Informationen und Inhalte aus dem Netz kritisch zu hinterfragen. Woher stammen diese Informationen? Wie aktuell sind sie? Inhalte aus Online-Quellen sollten immer mit anderen Quellen gegengecheckt werden.

  • Schulen Sie die Fähigkeit, Intentionen zu überprüfen. Gibt es bei einer Online-Quelle ein Impressum, Logos oder sonstige Merkmale, die darauf schließen lassen, wer hinter einer Website oder einem Blog steht? Sind diese Herausgeber/innen für das Thema kompetent genug?

  • Thematisieren Sie Wikipedia als Recherche-Tool. Erklären Sie, warum das Online-Lexikon nur bedingt für Recherchen geeignet ist und erstellen Sie Regeln zum Umgang mit Wikipedia (z.B. dass Informationen immer in eigenen Worten wiedergegeben werden müssen).

  • Klären Sie über den Schutz der Privatsphäre im Internet auf. Sensibilisieren Sie Ihre Schüler/innen vor allem dahingehend, dass im Internet verbreitete Fotos auch in einem anderen Kontext wieder auftauchen können (z.B. auf Pornoseiten).

  • Zeigen Sie auf, wie man Werbung im Netz erkennt. Vor allem jüngeren Kinder fällt es schwer, werbliche von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden.

Die neue Broschüre „Wahr oder falsch im Internet?“ kann hier heruntergeladen (pdf, 27 MB) oder im Saferinternet.at-Broschürenservice kostenlos bestellt werden. Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung (BMB).


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