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Safer Internet-Aktions-Monat 2015: Die Highlights

25.03.2015

Das Engagement und die Kreativität der mehr als 210 teilnehmenden Schulen war auch dieses Jahr überwältigend – wir stellen nun die Gewinner-Projekte 2015 vor!

Engagierte und kreative Schul-Projekte beim Safer Internet Aktions-Monat 2015. Bild: HS Irnfritz-Messern/Birgitta Loucky-Reisner

Auch heuer übertrafen sich die Aktivitäten der Teilnehmer/innen am Safer Internet-Aktions-Monat 2015 an Kreativität und Ideenreichtum! Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Schulen für die tollen Aktivitäten rund um die sichere Internet- und Handynutzung! Wie jedes Jahr losen wir aus allen eingereichten Erfahrungsberichten drei Projekte aus, die mit einem Preis prämiert werden – heuer gibt es eine coole Action-Cam. Alle teilnehmenden Schulen erhalten außerdem eine Urkunde. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen auch schriftlich verständigt.


Die Gewinner-Projekte

VS Markomannenstraße

An der Volksschule Markomannenstraße 9 in Wien fanden über einen Zeitraum von fast zwei Wochen klassenübergreifende Projekte statt, bei denen Schüler/innen unterschiedlicher Altersstufen (1. bis 4. Klasse) in Kleingruppen zusammenarbeiteten. Die älteren Kindern standen dabei teilweise den Kleinsten als „Internetprofis“ zur Seite und unterstützten diese bei der Aufgabe, gemeinsam ein eBook mit Fotos und Daten zu gestalten, die gefahrlos veröffentlicht werden können. Dabei mussten Fotos so verändert werden, dass die Personen darauf nicht mehr zu erkennen waren. Zusätzlich wurden Safer Internet-Themen laufend in den Unterricht eingebaut. So mussten die Schüler/innen etwa ein Gittersuchrätsel rund um das Thema „Recht am eigenen Bild“ lösen oder konnten in der Klasse Tablets ausprobieren. Mit den mobilen Geräten wurde schließlich sogar ein Erste-Hilfe-Projekt dokumentiert: Die Schülerinnen und Schüler hielten die erlernten Erste-Hilfe-Maßnahmen digital fest und nutzten das Material anschließend zur Erstellung von eBooks. Dabei wurden u.a. die Fragen diskutiert, ob man Fotos von anderen einfach veröffentlichen darf oder ob der eigene Name unter die Werke geschrieben werden soll.

(c) VS Markomannenstraße



Berufsschule für Bürokaufleute Meiselstraße

Ein tolles Projekt fand auch an der Wiener Berufsschule für Bürokaufleute in der Meiselstraße statt: Nachdem an der Schule schon Fälle von Cyber-Mobbing verzeichnet wurden, überlegten sich ca. 40 Schüler/innen im Alter von 16 bis 19 Jahren eine entsprechende Image-Kampagne. Unter dem Motto „Cybermops is watching you – keep the web clean!“ wurde seit März vergangenen Jahres an Logos und Slogans gefeilt und ein eigenes Maskottchen – ein Mops – entwickelt. Ziel war es, die Jugendlichen durch eine vielseitige Auseinandersetzung für das Thema Cyber-Mobbing zu sensibilisieren und einen Anstoß zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung zu liefern. Die Grundidee der Kampagne – „Wir halten das Web sauber“ – wurde mittels Plakaten visualisiert und bei der Dauerausstellung „Tatort Internet“ ins richtige Licht gerückt. Die Ausstellung bestand aus einer Installation aus plastischer Arbeit, Texten von Schüler/innen, Comics sowie einem Kurzfilm („Cybermops – The Movie“). Das Thema Cyber-Mobbing wurde auch im Unterricht unterschiedlich aufbereitet, z.B. über die Konzeption und Erstellung eines WebQuest zur Entwicklung eines Regelwerks für ein „cleanes Web“.

 

(c) BSBK Meiselstraße



MMS/NMS O-Dorf

Die Schulsozialarbeiter/innen der MMS/NMS O-Dorf in Tirol überlegten sich zum Thema „Datenschutz“ und „Versteckte Teilnahmebedingungen“ eine sehr unkonventionelle Aufgabenstellung: An der Schule wurde eine fingierte Umfrage mit Gewinnspiel durchgeführt, bei der die Schüler/innen nicht nur ihre Daten angeben mussten, sondern durch die Teilnahme auch den (kleingedruckten) Teilnahmebedingungen (pdf, 414 KB) zustimmten. In diesen Bedingungen war zu lesen, dass die Schulsozialarbeiter/innen sämtliche Rechte an den Daten erhalten und die Teilnehmer/inner sich zudem verpflichten, jede Woche Süßigkeiten in deren Büros abzugeben. Bei der Auflösung des Gewinnspiels staunten die Schüler/innen nicht schlecht, was sie da eigentlich unterschrieben hatten – kaum jemand hatte das Kleingedruckte gelesen. Diese unkomplizierte Aktion führte bei den meisten Jugendlichen zu einem „Aha-Erlebnis“.

(c) MMS/NMS O-Dorf


Viele weitere Highlights

Auch viele andere Schulen starteten sehr beeindruckende, teils aufwändige Projekte und Aktivitäten. Hier eine weitere Auswahl an kreativen Projekten:

  • An der Linzer NMS 27 Bertha von Suttner wurde eine großangelegte Umfrage zur Handy- und Internetnutzung der Schüler/innen durchgeführt. Die Daten wurden großteils von Schüler/innen der dritten und vierten Klasse ausgewertet und aufbereitet. Einzelne Ergebnisse wurden im Rahmen des Deutschunterrichts kritisch hinterfragt und die Ergebnis-Diagramme im Schulgebäude plakatiert.

  • Auch die Schüler/innen der 4c der NMS/MNMS-Promenade Steyr führten eine schulweite Umfrage (153 Teilnehmer/innen) zu den Themen „Internetnutzung“, „Safer Internet“, „WhatsApp“, „Facebook“ und „Cyber-Mobbing“ durch. Die Fragebögen wurden im Mathematikunterricht ausgewertet und die Ergebnisse auf Plakaten ausgestellt.

  • Das BRG Kepler organisierte mit Unterstützung des BR/BRG Judenburg eine breit gefächerte Abendverstaltung. Angeboten wurde u.a. ein Workshop speziell für Senior/innen, Vorträge und mehrere Open Space-Workshops. In das Event waren auch Lehrende anderer Schulen bzw. Vertreter/innen zahlreicher Organisationen eingebunden.

  • Die vierten Klassen der NMS 2 Jenbach konzipierten und produzierten einen Videoclip mit dem Titel „10x Safer Internet“ mit Tipps zur sicheren Internetnutzung. Hier geht es zum Video.

  • In der NMS Rosental Eisenstadt eigneten sich 20 Kinder aus der ersten Klasse zunächst Wissen zu Safer Internet-Themen an. Danach bekamen die Schüler/innen in Kleingruppen bestimmte Rollen zugewiesen und traten in einer Talkshow als Expert/innen für Handy, Datenschutz, Cyber-Mobbing oder Wirtschaft auf.


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