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Sexting-Folder: Infos & Tipps für Jugendliche

30.01.2015

Der neue Saferinternet.at-Folder liefert Jugendlichen alltagstaugliche Tipps rund um das Verbreiten von freizügigen Aufnahmen per Handy oder Internet. Jetzt kostenlos downloaden oder bestellen!

Der neue Folder „Sexting“ liefert Jugendlichen kompakte Tipps zum Thema. (c) Saferinternet.at

Bei vielen Jugendlichen sehr populär, den meisten Erwachsenen noch kein Begriff: die Rede ist von „Sexting“. Sexting meint das Verschicken und Tauschen von Nacktaufnahmen über Handy oder Internet. Sexting ist für viele Jugendliche Teil einer selbstbestimmten Sexualität geworden, am häufigsten werden Nacktaufnahmen in einer Partnerschaft oder zum Flirten verschickt. Sexting kann aber auch sehr unangenehme Folgen haben, wenn die Aufnahmen in falsche Hände geraten oder öffentlich im Internet landen.

Der Saferinternet.at-Folder „Sexting“ liefert Jugendlichen kompakte Tipps zum Thema und erklärt unter anderem, warum es kein „Safer Sexting“ gibt und weshalb Sexting sogar strafbar sein kann. Der Folder kann im Saferinternet.at-Broschürenservice kostenlos bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Familien und Jugend (BMFJ).


Tipps für Jugendliche 

  • Alte Nacktaufnahmen entfernen. Gehen Beziehungen oder Freundschaften in die Brüche, werden freizügige Aufnahmen manchmal aus Rache oder zur Erpressung an Dritte weitergeleitet. Damit es gar nicht so weit kommen kann, solltest du Nacktbilder regelmäßig mit deinem Partner/deiner Partnerin wieder von euren Geräten löschen.

  • Es gibt kein „Safer Sexting“! Das trifft auch auf vermeintlich „sichere“ Apps wie Snapchat zu. Mit speziellen Anwendungen können auch hier Fotos abgespeichert werden.

  • Nicht alles zeigen. Sorge dafür, dass man auf Nacktfotos dein Gesicht nicht zur Gänze sieht bzw. du nicht eindeutig zu erkennen bist – du kannst das Bild etwa mit einem Bildbearbeitungstool verfremden. Ein Foto kann auch dann erotisch wirken, wenn nicht alle intimen Körperstellen komplett gezeigt werden. Zum Beispiel können die Arme oder Kleidungsstücke so vor dem Körper platziert werden, dass nicht alles zu sehen ist – der Rest bleibt der Fantasie überlassen!

  • Zum Löschen auffordern. Kursieren intime Bilder von dir im Netz, kontaktiere alle Personen, die deine Fotos veröffentlicht haben und fordere sie auf, die Aufnahmen wieder zu löschen. Bist du unter 18 Jahre alt, gelten erotische Bilder von dir per Gesetz als „Kinderpornografie“ – der Besitz, der wissentliche Zugriff und die Weiterverbreitung sind  gemäß § 207a StGB strafbar. In Sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook oder Instagram, kannst du unangemessene Bilder an die Seitenbetreiber melden und diese zur Löschung auffordern. Wie das genau funktioniert, kannst du in unseren Privatsphäre-Leitfäden für Soziale Netzwerke nachlesen.

  • Nacktbilder nicht im Internet archivieren. Um deine Privatsphäre zu schützen, sichere intime Fotos am besten auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick – und nicht im Internet bzw. einem Cloud-Speicherdienst, weil das nie 100% sicher ist.


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