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Spielzeug mit Internet: 10 Tipps für den Weihnachtseinkauf

17.12.2016

Weihnachten naht und geschenkt wird dieses Jahr vermehrt vernetztes Spielzeug. Wir geben zehn Tipps für einen sicheren Einkauf von Puppen, Kuscheltieren und Robotern, die ins Internet gehen.

Internetfähiges Spielzeug im Kinderzimmer kann Risiken bergen: Bild: Saferinternet.at, Kinderzimmer, Spielzeuge, Geschenke: Designed by Freepik

Immer mehr Spielsachen sind mittlerweile mit Sensoren, Bluetooth oder WLAN ausgestattet. “Internet of Toys” umfasst sprechende Plüschtiere und Puppen, programmierbare Roboter, ferngesteuerte Fahrzeuge mit Kameras und Spielfiguren für Online-Spiele. Das Internet im Kinderzimmer birgt Risiken und es ist kein Wunder, wenn die Vorstellung, dass über vernetzte Puppen, Kuscheltiere und anderes Spielzeug das Kinderzimmer zum unsicheren Ort werden kann, bei vielen Eltern Sorgen auslöst. Wir haben deshalb zehn Tipps für Eltern zusammengestellt, die ihrem Kind internetfähiges Spielzeug schenken möchten. 


10 wichtige Hinweise beim Einkauf von vernetztem Spielzeug: 

 

  1. Planen Sie genug Zeit vor dem Weihnachtseinkauf ein. Informieren Sie sich vorab zu den Systemanforderungen, zu Datenschutz und den genauen Internetfunktionen des Spielzeugs. Achten Sie auf ein mögliches Ablaufdatum bei Apps und ob Sicherheitsupdates möglich sind.
  2. Packen Sie das Spielzeug nicht erst am Weihnachtsabend aus. Bei manchen Produkten wie interaktiven Plüschtieren und Puppen, muss einiges an Zeit investiert werden, bis sie laufen. Einige benötigen nur Batterien, viele aber auch Apps oder Synchronisierungen mit Online-Datenbanken.   
  3. Nur notwendige Daten weitergeben. Die mit Spielzeug verbundenen Apps können meist ohne Kauf des Spielzeugs schon heruntergeladen werden. Sehen sie sich zuerst an, welche Zugriffe bei der Installation der App verlangt werden - sind diese für das Spiel wirklich notwendig? Geben Sie nur Daten an, die es unbedingt braucht. 
  4. Schützen Sie die Privatsphäre Ihres Kindes. Manche Spielzeuge, wie interaktive Plüschtiere und Puppen, können personalisiert werden. Wenn Sie für ein Spielzeug zu Angaben über Ihr Kind gebeten werden, achten Sie darauf keine sensiblen, persönlichen Daten einzugeben. Darunter fallen Angaben zum Alter, Wohnort, oder auch dem Gesundheitszustand. 
  5. Kaufen Sie kein gefährliches Spielzeug. Aufgrund von Sicherheitsmängeln raten Konsumentenschutz-Organisationen explizit von einigen Produkten ab. Das betrifft zum einen Spielzeuge, die mit Spracherkennung arbeiten und Daten zu Marketingzwecken an Drittparteien weitergeben oder leicht zu hacken sind. Sehen Sie sich vor dem Kauf entsprechende Produkttests an. 
  6. Folgekosten beachten. In den Regalen zur Weihnachtszeit finden Sie eine Reihe an Spielfiguren für Online Spiele. Über das Smartphone oder andere Geräte werden diese Produkte erkannt - oft braucht es zusätzliche Figuren um weitere Levels freizuschalten.  
  7. Vereinbaren Sie Spielregeln. Ob ein per App ferngesteuertes Kamera-Auto im Kinderzimmer, im Wohnzimmer oder an der freien Luft verwendet wird, kann einen wichtigen Unterschied machen. Klären Sie vorab wer, wo und wie das Geschenk verwendet werden kann und soll. Vereinbaren Sie dazu Regeln mit Ihrem Kind. 
  8. Binden Sie ihr Kind in die Personalisierung des Spielzeugs ein. “Hier kann ich eingeben, wie du genannt werden möchtest. Was wünscht du dir?” Gerade bei Kindern wird es wichtig, sie an Personalisierungen teilhaben zu lassen. So wird ein Geschenk zur Gelegenheit eigene digitale Kompetenzen zu erwerben.  
  9. Erklären Sie Ihrem Kind, womit es spielt. “Schau, das sieht aus wie ein Teddybär, ist aber auch ein Computer.” Wenn statt Batterien, Betriebssysteme hinter Spielzeugen stehen, sollte ihr Kind das auch erfahren. Sehen Sie es als Chance an, Ihr Kind auf diese Art mit digitalen Welten vertraut werden zu lassen.  
  10. Begleiten Sie Ihr Kind. Spielzeug mit Internet verlangt viele Kompetenzen. Von der Inbetriebnahme hin zur Nutzung kommen Fragen auf. Begleiten Sie Ihr Kind, damit das Spielzeug eine gute Lernerfahrung wird. Interaktives Spielzeug ist kein Ersatz für persönliche Gespräche und elterliche Nähe.  

 

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