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Tipps zum kompetenten Bewerten von Information aus dem Internet

26.01.2017

Wahr und falsch im Internet auseinander halten zu können wird immer wichtiger, denn es werden zunehmend Falschmeldungen und Gerüchte über Soziale Netzwerke verbreitet. Besonders Kinder und Jugendliche sind in ihrem Alltag damit konfrontiert.

Jeder kann durch sein eigenes Verhalten etwas gegen Gerüchte im Internet leisten. Bild: Saferinternet.at, lizenziert unter CC BY-NC 3.0 AT

Um in der Informationsflut zwischen wahr oder falsch unterscheiden zu können, benötigt es Informationskompetenz. Unsere Gesellschaft, und damit auch unsere Kommunikation, verlagert sich immer mehr ins Internet, daher wird die Fähigkeit, Informationen richtig einschätzen bzw. bewerten zu können zusehends wichtiger. Auch Jugendliche sind mit dem Thema „Gerüchte im Netz“ oder „Fake News“ konfrontiert, da sie sich täglich über Soziale Netzwerke informieren, wo sich solche Falschnachrichten schnell und leicht verbreiten


Folgende Tipps helfen dabei, mit fragwürdigen Inhalten im Internet kompetent umzugehen:

  • Skeptisch sein. Der erste Eindruck kann täuschen, deshalb sollten Inhalte im Internet zunächst kritisch hinterfragt werden. Reißerische Formulierungen und drastische Bilder können erste Hinweise auf Falschmeldungen sein.
  • Hoax-Datenbanken verwenden. Onlinedienste wie www.mimikama.at oder www.hoaxmap.org decken Falschmeldungen und Gerüchte auf.
  • Quellen bewerten. Nicht hinter jedem Online-Artikel steht eine gute Recherche. Überlegen Sie, wer hinter einer Meldung steht und hinterfragen Sie die Motivation und die Ziele der Autor/innen. Handelt es sich um eine/n bekannte/n Journalisten/in oder eine/n anonyme/n Verfasser/in? Ist das Medium, auf welchem die Meldung gebracht wurde vertrauenswürdig?
  • Bilder überprüfen. Fotos und Videos sind nicht unbedingt vertrauenswürdiger als Text. Suchen Sie nach der Herkunft von Bildern über die umgekehrte Bildersuche. Beispielsweise auf images.google.com oder www.tineye.com können Sie ein Foto hochladen und nach ähnlichen Bildern suchen. Auf diese Weise können Sie herausfinden, ob Fotos ursprünglich aus anderen Zusammenhängen stammen.
  • Mit Vorsicht teilen. Jeder kann durch sein eigenes Verhalten etwas gegen Gerüchte im Internet leisten, schließlich leben Hoaxes und Falschmeldung davon, dass sie unbedarft geteilt werden. Das gilt auch für Kettenbriefe in WhatsApp, die darauf abzielen Angst zu machen.
  • Gerüchte und Falschmeldungen benennen. Hinterfragen Sie öffentlich zweifelhafte Meldungen und stellen Sie auf sachliche Weise falsche Darstellungen richtig. Damit geben Sie besonders stillen Mitlesenden eine Orientierung und bestärken diese darin, derartige Meldungen in Zukunft zu hinterfragen.
  • Meldefunktionen nutzen. Manche Soziale Netzwerke bieten Funktionen ungeeignete Inhalte oder Spam-Nachrichten an die Betreiber der Plattform zu melden.

Tipps speziell für Eltern:

  • Hinterfragen Sie gemeinsam Quellen. Üben Sie anhand von Beispielen mit Ihrem Kind, wie mit Gerüchten im Netz umgegangen werden kann: Wie lassen sich Quellen beurteilen? Wo lässt sich überprüfen, was ein Hoax ist?
  • Üben Sie mit Ihrem Kind das Suchen im Internet. Zu fast jedem Thema lässt sich online etwas finden, doch wo gibt es verlässliche Informationen? Auch die Auswahl geeigneter Suchbegriffe ist hier wichtig. Als Einstieg sind kinderfreundliche Suchmaschinen geeignet, z.B. www.fragfinn.de, www.helles-koepfchen.de, etc.
  • Entlarven Sie gemeinsam Internetbetrug. Erklären Sie Ihrem Kind, was Fake-Shops, Phishingmails und falsche Gewinnspiele sind. Thematisieren Sie zum Beispiel die in WhatsApp kursierenden Kettenbriefe oder Betrugsversuche durch Online-Bekanntschaften.
  • Haben Sie Geduld. Zeigen Sie Verständnis, wenn Ihr Kind bei der Bewertung von Online-Quellen zunächst Schwierigkeiten hat. Das Wichtige sollte vielmehr sein, für die Zukunft dazu zu lernen.
  • Üben Sie regelmäßig. Hinterfragen Sie im Alltag immer wieder gemeinsam Inhalte aus dem Internet. Damit Informationskompetenz zur Routine für Ihr Kind wird, braucht es Wiederholung.

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