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Übung: „Ein Phänomen, viele Formen?"

ThemaFormen von Cybermobbing
BroschüreAktiv gegen Cybermobbing (Thema 2)
Alterab der 6. Schulstufe
Dauer1 UE
UnterrichtsfächerDigitale Grundbildung | Soziales Lernen | Englisch

Ziele

  • Cybermobbing erkennen und einordnen können
  • Sich in andere hineinversetzen können
  • Lösungsstrategien kennen

Ablauf

Die Schüler:innen diskutieren gemeinsam anhand eines Videoclips die Grenzen von Spaß und Mobbing.

Phase 1

Die Schüler:innen schauen sich das englischsprachige Video „Gone too far" an.

Phase 2

Besprechen Sie nun mit den Schüler:innen das Gesehene. Anhaltspunkte können folgende Fragen liefern:

  • Ist das Video realistisch? Könnte so etwas auch an unserer Schule passieren?
  • Wo wurde die Grenze überschritten?
  • Warum wurde Jason gemobbt?
  • Warum wird generell gemobbt?
  • Wie hat Jason auf das Mobbing reagiert? Was hätte er anders machen können? Hätte er das Mobbing verhindern können?
  • Was würdest du Mobbing-Opfern raten? Was können sie tun? An wen sollen sie sich wenden? Was kannst du tun, um zu helfen?

Hintergrundinformation: Formen von Cybermobbing

Cyber-Mobbing erfolgt meist über mehrere Medienkanäle gleichzeitig. Zusätzlich werden die Opfer oft auch offline gemobbt. Die Art, wie gemobbt wird, ist primär vom Alter der Beteiligten abhängig.

Beschimpfungen und Beleidigungen

  • öffentliche Beleidigungen und boshafte Kommentare in sozialen Netzwerken und Messengern
  • Verspottung in Direktnachrichten und beleidigende Anrufe mit unterdrückter Nummer

Veröffentlichung gefälschter, intimer oder peinlicher Fotos

  • spontanes Weiterleiten peinlicher Fotos
  • mit Bildbearbeitungsprogrammen verunstaltete Fotos
  • intime Nacktaufnahmen, welche aus Rache oder verletztem Stolz geteilt werden

Drohungen und Erpressung

  • anonyme Anrufe mit verstellter Stimme
  • Drohungen (bis hin zu Morddrohungen) über Instagram, WhatsApp und anderen Plattformen
  • Erpressung mit Nacktfotos oder -videos („Sextortion“)

Ausschluss aus Online-Aktivitäten

  • systematisches Ausschließen aus (Online-)Spieleteams
  • systematisches Ausschließen aus Freundeslisten in sozialen Netzwerken und aus Onlinegruppen
  • systematisches Behindern von schulischen Online-Aktivitäten

Unangenehme Anmache und sexuelle Belästigung

  • offensive Anmache unter Pseudonym
  • wiederholte sexuelle Belästigung zur Einschüchterung oder Bloßstellung (auch im Zusammenhang mit „Cybergrooming“)

Identitätsdiebstahl

  • missbräuchliche Verwendung persönlicher Daten (z. B. für peinliche Bestellungen im Internet)
  • Fake-Profile unter dem Namen des Opfers (z. B. zum Verbreiten von Falschinformationen und Beleidigungen)
  • gehackte Onlineprofile, die mit peinlichen Inhalten verunstaltet werden

Verbreitung von persönlichen Informationen und Gerüchten

  • Gerüchte und Falschinformationen in sozialen Netzwerken

Gewalt-Videos

  • physische Gewalt, die mit dem Handy gefilmt und anschließend auf sozialen Plattformen veröffentlicht wird (Stichwort „Smack Cam“ oder „Happy Slapping“)
 Aktiv_gegen_Cybermobbing.pdf

Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cybermobbing

Das Unterrichtsmaterial „Aktiv gegen Cybermobbing“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cybermobbing sowie Übungen für den Einsatz im Unterricht.

Veröffentlichung: August 2025