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Übung: „Mehr als nur melden oder blockieren"

ThemaOhne Zuschauer:innen kein Mobbing
BroschüreAktiv gegen Cybermobbing (Thema 11)
Alterab der 6. Schulstufe
Dauer1 UE + Hausübung
UnterrichtsfächerDigitale Grundbildung | Soziales Lernen | Politische Bildung | Sprachen | KV-Stunden

Ziele

  • Empathie fördern
  • Handlungsmöglichkeiten kennen

Ablauf

Die Schüler:innen schreiben in Einzelarbeit oder als Hausübung einen Aufsatz und loten anschließend gemeinsam die Unterstützungsmöglichkeiten bei Cybermobbing aus.

Aufgabenstellung für den Aufsatz

Beschreibe eine Situation, in der eine Person online von anderen gemobbt wird. Überlege, ob sich die beteiligten Personen persönlich kennen oder nicht. Gib das Alter und den Hintergrund der Beteiligten an und schildere genau, was passiert ist.

Suche im zweiten Schritt nach einer Lösung für die betroffene Person. Überlege, wie Freund:innen, Familie und Lehrkräfte sie unterstützen können. Was können diese konkret tun, um zu helfen? Welche Handlungsmöglichkeiten haben Personen, die mitbekommen, dass jemand (online) gemobbt wird?

Diskussion in der Klasse

  • Welche Lösungsmöglichkeiten wurden in den Aufsätzen genannt?
  • Welche weiteren Ideen haben die Schüler:innen?
  • Welche Schwierigkeiten oder Hindernisse sehen sie bei der Umsetzung?

Die Schüler:innen können sich im Jugendlichen-Flyer „Zivilcourage – trau dich und greif ein!“ (PDF) Inspiration holen.

Alternative Aufgabe

Lassen Sie die Schüler:innen ein Plakat, einen Podcast oder ein Video zum Thema erstellen.


Hintergrundinformation: Ohne Zuschauer:innen kein Mobbing

Cybermobbing ist abhängig von einem großen Publikum. Nur wenn es von möglichst vielen Menschen wahrgenommen wird, kann es seine volle Wirksamkeit entfalten. Dabei macht es wenig Unterschied, ob sich die Zuschauenden aktiv am Geschehen beteiligen oder wegschauen, nicht eingreifen und still hoffen, dass es von allein wieder aufhört. Auch durchs Nichtstun macht man sich schuldig.

Gründe fürs Wegschauen und Nichtstun

  • Angst, sich einzumischen und sich dadurch selbst angreifbar zu machen („Ich könnte das nächste Opfer sein.“)
  • Gefühl, nicht dafür verantwortlich zu sein („Es geht mich nichts an.“)
  • keine Partei ergreifen zu wollen
  • Mobbing durch Nicht-Beachtung der Täter:innen vermeintlich ins Leere laufen zu lassen („Es geht vorbei.“)


Für jemand anderen Partei zu ergreifen und sich einzusetzen, passiert am ehesten unter Freund:innen, Verwandten oder anderen Jugendlichen, denen man sich (auch kulturell) nahe fühlt.

Was Zuschauer:innen machen können

  • an das soziale Netzwerk melden (wie das geht, erklären die Hilfeseiten der jeweiligen Plattformen)
  • Hilfe holen und relevante Personen informieren (z. B. Lehrende, Eltern oder andere Vertrauenspersonen)
  • Betroffene unterstützen (z. B. durch Privatnachrichten)
  • sich mit anderen Zuschauenden zusammenschließen, um gemeinsam dagegen vorzugehen
  • öffentliche Gegenrede, vor allem um die anderen Zuschauenden zu beeinflussen


Wichtig ist, dass den Zuschauer:innen bewusst ist, dass sie durch ihr Nichtstun ebenfalls eine entscheidende Rolle in dem Konflikt einnehmen.

 Flyer_Zivilcourage.pdf

Flyer: Zivilcourage - trau dich und greif ein!

Informationsflyer für Jugendliche zum Thema Zivilcourage im Netz: Wann und wie kann ich eingreifen? Wie melde ich Inhalte? Und an wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Veröffentlichung: Januar 2024

 Aktiv_gegen_Cybermobbing.pdf

Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cybermobbing

Das Unterrichtsmaterial „Aktiv gegen Cybermobbing“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cybermobbing sowie Übungen für den Einsatz im Unterricht.

Veröffentlichung: August 2025