Übung: „Mobbing damals und heute"
| Thema | Zusammenarbeit von Schule und Eltern |
| Broschüre | Aktiv gegen Cybermobbing (Thema 12) |
| Alter | ab der 5. Schulstufe |
| Dauer | 1 UE + Hausübung |
| Unterrichtsfächer | Digitale Grundbildung | Soziales Lernen | Politische Bildung | Sprachen | Geschichte und Sozialkunde |
Ziele
- Unterschiede und Gemeinsamkeiten von damals und heute kennen
- Das eigene Erleben in Relation bringen
Ablauf
Die Jugendlichen befragen ältere Personen in ihrem Umfeld zu deren Erfahrungen mit Mobbing und vergleichen diese mit ihren eigenen Erlebnissen und Beobachtungen.
Phase 1
Die Schüler:innen führen Gespräche mit Großeltern oder anderen älteren Verwandten. Leitfragen für das Interview könnten sein:
- Hast du in deiner Kindheit oder Jugend Mobbing erlebt?
- Wie hat sich Mobbing damals gezeigt?
- Gab es Möglichkeiten, sich zu wehren oder Hilfe zu holen?
- Was hat dir damals geholfen – oder gefehlt?
Phase 2
Im Anschluss berichten die Schüler:innen ihren Interviewpartner:innen von ihren eigenen Erfahrungen oder Beobachtungen:
- Heute sieht Mobbing oft so aus ...
- Wenn mir so etwas passieren würde, könnte ich mich an diese Personen wenden ...
- An unserer Schule gibt es folgende Unterstützungsangebote ...
- Diese Lehrkraft oder Ansprechperson ist besonders hilfreich ...
Phase 3
Abschließend überlegen die Schüler:innen, was sich im Umgang mit Mobbing im Vergleich zu früher verändert hat, was besser geworden ist und was noch immer herausfordernd ist. Die Erkenntnisse stellen sie ihren Mitschüler:innen in Form einer Präsentation, Infografik, Videoaufnahme oder eines Podcasts vor.
Hintergrundinformation: Zusammenarbeit von Schulen und Eltern
Was können Eltern tun, wenn ihr Kind gemobbt wird?
- zum Kind stehen und während der gesamten Krise begleiten
- gemeinsam nach Lösungen suchen
- die Schule informieren und mit dieser weitere Schritte besprechen (im Idealfall aber nicht gegen den Willen des Kindes!)
- Beweise sichern (z. B. in Form von Screenshots, am besten mit Datum)
- dafür sorgen, dass die Diffamierungen gelöscht werden (z. B. durch Melden in sozialen Netzwerken)
Was können Eltern tun, wenn ihr Kind andere mobbt und belästigt?
- zum eigenen Kind stehen, auch wenn man sein Verhalten nicht gutheißt
- die Taten des Kindes nicht entschuldigen oder kleinreden
- gemeinsam nach Lösungen suchen, um aus der aktuellen Situation wieder herauszukommen
- Konsequenzen für die Handlungen setzen
- gegebenenfalls die Lebenssituation ändern, um Erfolgserlebnisse auch ohne Machtgefälle zu ermöglichen
- an eine Beratungsstelle wenden
Konsequenzen für Täter:innen
- Wiedergutmachung (Beiträge löschen, sich beim Opfer entschuldigen, Inhalte richtigstellen ...)
- Kürzung der erlaubten Onlinezeit
- Täter:in führt Schulungen zur Internetsicherheit für Jüngere durch (unter Aufsicht von Lehrperson!)
Was können Eltern präventiv tun?
- mit den Kindern über ihre digitale Lebenswelt im Gespräch bleiben und Interesse zeigen
- Sicherheitseinstellungen der sozialen Netzwerke regelmäßig mit den Kindern überprüfen
- einen konstruktiven Umgang mit Gefühlen und Konflikten von klein auf üben und vorleben
- Selbstbewusstsein stärken und eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten unterstützen
Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cybermobbing
Das Unterrichtsmaterial „Aktiv gegen Cybermobbing“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cybermobbing sowie Übungen für den Einsatz im Unterricht.
Veröffentlichung: August 2025