Inhalt (Accesskey 0) Hauptnavigation (Accesskey 1)

Übung: „Was steckt dahinter?"

ThemaWarum es zu Cybermobbing kommt
BroschüreAktiv gegen Cybermobbing (Thema 4)
Alterab der 6. Schulstufe
Dauer1-2 UE + Hausübung
UnterrichtsfächerDigitale Grundbildung | Soziales Lernen | Politische Bildung | Sprachen

Ziele

  • Gründe für Cybermobbing erklären können
  • Verständnis für Beteiligte aufbringen
  • Prävention planen

Ablauf

Die Schüler:innen recherchieren, analysieren und reflektieren typische Cybermobbing-Fälle.

Phase 1

Im ersten Schritt recherchieren die Schüler:innen Fälle von Cybermobbing, die in den Medien, in sozialen Netzwerken oder auch in Filmen vorkommen. Alternativ können sie auch eigene Mobbing-Szenarien erfinden.

Phase 2

Die Schüler:innen diskutieren nun, welche Gründe jeweils hinter den Mobbing-Fällen stecken könnten. Dann überlegen sie gemeinsam, welcher der Gründe am häufigsten genannt wird.

Beispiele für Gründe und beschleunigende Faktoren:

  • zerbrochene Freundschaften
  • interkulturelle Konflikte in der Klassengemeinschaft
  • Spaß, der die persönliche Grenze einer Person übertritt
  • sozialer Status der Beteiligten, Geltungsbedürfnis und Streben nach Macht
  • Eltern oder Lehrende, die das Mobbing verstärken


Phase 3

Abschließend überlegen die Schüler:innen, wie man diese Fälle hätte verhindern können. Die gesammelten Ideen werden in allgemeine Regeln überführt und anschließend im Schulgebäude auf Plakaten ausgehängt.


Hintergrundinformation: Warum es zu Cybermobbing kommt

Die Anlässe und Auslöser für Cybermobbing können vielfältig sein. Meistens stehen die Angriffe im Zusammenhang mit einer längeren Vorgeschichte, beispielsweise ungelösten Konflikten oder gescheiterten Beziehungen.

Anlässe und Auslöser

  • Man kann sich nicht aussuchen, mit wem man in eine Klasse kommt. Wenn sich Schüler:innen nicht sympathisch sind, kann es schneller zu Konflikten kommen.
  • Da die Schüler:innen einer Klasse meist auch online miteinander vernetzt sind, enden die Konflikte nicht mit dem Unterricht, sondern werden häufig online weitergeführt. Manchmal fällt das Streiten hier sogar leichter, da man sich gegenseitig nicht sieht.
  • Kindern und Jugendlichen fehlen oft die nötigen Strategien, um Konflikte zu lösen und aus problematischen Situationen selbst herauszukommen.
  • Auch Langeweile kann zum Problem werden – vor allem dann, wenn die Grenze zwischen Spaß und Ernst überschritten wird.
  • Online herrscht unter Jugendlichen häufig ein derber Umgangston. Da ist die Grenze zu Mobbing oft fließend.
  • Auch interkulturelle Konflikte können ein Auslöser sein.
  • Online eskalieren Konflikte deutlich schneller, vor allem, wenn gerade viele Personen Zeit haben und sich Aggressionen angestaut haben (z. B. wegen Druck in der Schule).
  • Schüler:innen entwickeln sich nicht mit derselben Geschwindigkeit weiter: Bei manchen setzt die Pubertät früher ein als bei anderen, ihre Interessen ändern sich und ihre Freundschaften formieren sich neu.
  • Wenn Freundschaften oder Liebesbeziehungen zerbrechen, entstehen unter Umständen auch Rachegefühle.
  • Cybermobbing funktioniert vor allem dort gut, wo es ein großes Publikum gibt, das entweder selbst mitmacht oder aus anderen Gründen nichts dagegen unternimmt.

Was verstärkend wirken kann:

  • fehlende Ansprechpersonen (Lehrende, Unterstützungspersonen in der Schule) oder die Erfahrung, dass diese in der Vergangenheit nicht hilfreich waren
  • mangelnde Zivilcourage bei den Zuschauer:innen (teils auch aus Angst, selbst zum Opfer zu werden)
  • wenn Eltern die Konflikte der Kinder weiterführen
 Flyer_Cybermobbing.pdf

Flyer: Cybermobbing

Informativer Flyer für Jugendliche zum Thema Cybermobbing.

Veröffentlichung: April 2025

 Aktiv_gegen_Cybermobbing.pdf

Unterrichtsmaterial: Aktiv gegen Cybermobbing

Das Unterrichtsmaterial „Aktiv gegen Cybermobbing“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema Cybermobbing sowie Übungen für den Einsatz im Unterricht.

Veröffentlichung: August 2025