Urheberrechte

Urheberrechte
Tipps
  1. Urheberrechte beachten. Nur weil Fotos, Videos, Musikstücke etc. frei im Internet abrufbar sind, heißt das noch lange nicht, dass man dieses beliebig verwenden kann. Die „leichte“ Verwendung im Internet darf nicht gleichzeitig als „freie“ Verwendung missinterpretiert werden.
  2. Upload verboten. Jede Zurverfügungstellung (Abrufbarmachung) von urheberrechtlich geschützten Werken im Internet, die ohne Zustimmung des Urhebers bzw. Rechteinhabers erfolgt, ist eine Urheberechtsverletzung. Darunter fallen etwa das Hochladen auf Websites, das Anbieten in Tauschbörsen, die Verwendung bei einem Verkaufsinserat, das Hochladen in Facebook etc. Es drohen bis zu mehrere tausend Euro Strafe.
  3. Download ebenfalls unzulässig. Der reine Download von illegal bereitgestellter Musik oder Filmen auf Tauschbörsen oder anderen Internet-Quellen (also ohne das Werk selbst wieder anzubieten) ist ebenfalls unzulässig. Zulässig ist das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken jedoch dann, wenn die Quelle rechtmäßig ist – das ist aber in Tauschbörsen fast nie der Fall.
  4. Tauschbörsen mit „Falle“. Tauschbörsen-Programme sind meistens so eingestellt, dass Ordner, in denen die heruntergeladenen Dateien abgespeichert werden, gleichzeitig auch zum Upload freigegeben sind. Siehe auch: Warum ist die Nutzung von Tauschbörsen problematisch?
  5. Grauzone Video-Streams. Ob das Streamen von Filmen oder Musik eine legale Quelle erfordert, ist nach unserer Einschätzung eher zu bejahen, allerdings nicht restlos geklärt. Daher: Besser Hände weg von Angeboten, die Dateien ohne Zustimmung des Urhebers bzw. Rechteinhabers anbieten, wie z.B. bei kinox.to, movie2k.com. Unbedenklich nutzen können Sie offizielle Mediatheken, wie sie z.B. von vielen Fernsehsendern angeboten werden. Siehe auch: Video-Streams im Internet – was ist verboten?
  6. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Da Urheberrechte auch bei nicht vorsätzlichem Handeln verletzt werden, liegt eine Rechtsverletzung auch dann vor, wenn man nicht wusste, dass z.B. ein Foto nicht verwendet werden darf oder wer die Rechte daran besitzt.
  7. Abmahnungen nicht ignorieren, da sonst ein sehr teures Gerichtsverfahren droht. Kontaktieren Sie einen Anwalt oder eine Konsumentenschutzeinrichtung (z.B. den Internet Ombudsmann).
  8. Creative Commons-Inhalte als Alternative. Wenn Sie Fotos oder Musik für eine Veröffentlichung nutzen möchten, greifen Sie auf CC-lizenzierte Inhalte zurück. Die private bzw. nicht-kommerzielle Nutzung ist in der Regel kostenlos, wenn der/die Urheber/in sichtbar genannt wird. Lizenzbedingungen immer genau lesen! Mehr Infos: Creative Commons-Inhalte richtig verwenden.
  9. Quellenangaben machen. Wenn Sie Textteile („kleine Zitate“) anderer Autor/innen verwenden, machen Sie immer deutlich, dass es sich nicht um ihr eigenes Werk handelt und geben Sie die dazugehörige Quelle an. Siehe auch: Was ist beim Zitieren zu beachten?
  10. „Recht am eigenen Bild“ beachten. Die Verbreitung von Fotos oder Videos, die andere Personen nachteilig darstellen, ist nicht erlaubt. Deshalb die Abgebildeten immer vorher fragen, ob sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind! Siehe auch: Was ist das Recht am eigenen Bild?


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