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Warum werden Fakeprofile erstellt und wie kann man sich dagegen wehren?

Weitere Infos zu: Soziale Netzwerke

Das Wichtigste im Überblick

Gründe für Fakeprofile:

Fakeprofile dienen teilweise harmlosen Zwecken. Oft werden sie jedoch für Betrug, Manipulation, Werbung oder Cybermobbing genutzt.

Erkennungsmerkmale:

Kurze Existenz, unvollständige Profile, Stockfotos, wenige Kontakte, unnatürliche Angaben oder ungewöhnliche Reaktionszeiten können Hinweise auf ein Fakeprofil sein.

Schutzmaßnahmen:

Profile sorgfältig prüfen, Privatsphäre-Einstellungen anpassen, starke Passwörter & Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, verdächtige Profile melden/blockieren und keine sensiblen Daten teilen.

Warum Fakeprofile erstellt werden und welche Risiken sie bergen

Fakeprofile werden aus verschiedenen Gründen erstellt. Manche Menschen nutzen sie für harmlose Zwecke – etwa, um bei der Nutzung sozialer Netzwerke anonym zu bleiben und die eigene Privatsphäre zu schützen oder weil sie den Zugang zu ihrem ursprünglichen Profil verloren haben. Oft sind Fakeprofile aber problematisch und werden für Betrug, Manipulation oder andere böse Absichten genutzt: 

  • Betrug und Phishing

    Fakeprofile werden häufig erstellt, um andere zu täuschen und zu betrügen. Ziel ist es meist, ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen, damit dieses sensible Informationen preisgibt oder Zahlungen leistet. Bei Romance Scams täuschen die Täter:innen beispielsweise romantische Gefühle vor, um Geld zu erschleichen. Bei Sextortion wiederum wird sexuelles Interesse simuliert, um an intime Fotos oder Videos zu gelangen und die Opfer anschließend damit zu erpressen. Fakeprofile werden auch bei Phishing-Attacken eingesetzt: Um an Passwörter und Bankdaten zu kommen, teilen vermeintlich vertrauenswürdige Profile Links zu gefälschten Webseiten.

  • Werbung:

    Manche Unternehmen oder Personen erstellen Fakeprofile, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Solche Profile posten gezielt Werbung oder versenden Freundschaftsanfragen, um mehr Leute auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Manchmal werden Fakeprofile auch für gefälschte Bewertungen oder virales Marketing eingesetzt, indem sie positive Bewertungen verfassen oder Kommentare liken und teilen. So wird künstliches Interesse erzeugt, das potenzielle Kund:innen in die Irre führen kann.

  • Manipulation von Meinungen: 

    Politische Gruppierungen und wirtschaftliche Interessengruppen erstellen mitunter Fakeprofile, um Meinungen gezielt zu beeinflussen. Sie nutzen Botnetze  und automatisierte Fakeprofile, die Desinformationen verbreiten und Kommentare oder Likes künstlich in die Höhe treiben. So sollen Falschmeldungen glaubwürdiger wirken. Auch durch gezielte Meinungsmache wird versucht, öffentliche Diskussionen in eine bestimmte Richtung zu lenken, um die eigenen politischen oder wirtschaftlichen Ziele zu fördern.

  • Cybermobbing:

    Manche Cybermobbing-Täter:innen verschaffen sich Zugang zum Profil ihres Opfers oder erstellen Fakeprofile im Namen der betroffenen Person, um diese in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen und bloßzustellen. Fakeprofile werden auch verwendet, um anonym zu mobben und zu bedrohen. Dabei werden beleidigende, peinliche oder erfundene Inhalte verbreitet, um das Opfer gezielt zu schikanieren und zu verunsichern.


So schützen Sie sich vor Fakeprofilen

  • Überprüfen Sie fremde Profile sorgfältig:

    Achten Sie darauf, Profile, die Ihnen Freundschaftsanfragen senden oder Sie kontaktieren, genau zu prüfen. Warnsignale wie wenige Freund:innen, wenig Aktivität, unpersönliche Inhalte oder sehr allgemein gehaltene Profilinformationen können auf ein Fakeprofil hindeuten.

  • Passen Sie Ihre Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen an:

    Stellen Sie sicher, dass nur Ihre Freund:innen oder ausgewählte Gruppen Ihre Beiträge sehen können. Je weniger öffentlich zugängliche Inhalte, desto schwerer haben es potenzielle Täter:innen, Ihr Profil zu kopieren.

  • Schützen Sie Ihre Onlineprofile:

    Schützen Sie Ihre Onlineprofile mit starken Passwörtern (mindestens 12 Zeichen und für jedes Netzwerk ein eigenes) und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um Fremden den Zugriff auf Ihre Konten zu erschweren.

  • Seien Sie skeptisch bei Freundschafts- und Nachrichtenanfragen:

    Akzeptieren Sie nur Anfragen von Personen, die Sie kennen oder denen Sie vertrauen. Ignorieren Sie Freundschaftsanfragen oder Nachrichten von unbekannten Personen, wenn Sie ein Fakeprofil vermuten.

  • Melden und blockieren Sie verdächtigte Profile:

    Blockieren Sie verdächtige Profile sofort und melden Sie diese an die Seitenbetreiber:innen. Die meisten Netzwerke reagieren schnell auf solche Meldungen und können entsprechende Profile entfernen. Genaue Anleitungen dazu finden Sie auf den Hilfeseiten der jeweiligen Netzwerke. 

  • Teilen Sie keine sensiblen Informationen öffentlich:

    Vermeiden Sie es, sensible Daten wie Telefonnummern, Adressen, Bankdaten oder persönliche Fotos öffentlich zu posten. Damit schützen Sie Ihre Privatsphäre  und machen es potenziellen Betrüger:innen schwerer, an persönliche Informationen zu gelangen.

  • Nutzen Sie Antivirensoftware und Malware-Schutz:

    Sorgen Sie für eine zuverlässige Antivirensoftware und regelmäßige Scans. So schützen Sie sich vor schädlicher Software, die Fakeprofile zum Beispiel über Links verbreiten.

  • Überprüfen Sie Profilfotos und -informationen regelmäßig auf Missbrauch:

    Nutzen Sie die umgekehrte Bildersuche (zum Beispiel Google oder Tineye), um sicherzustellen, dass Ihre Fotos nicht für fremde Profile verwendet werden. 

  • Verbreiten Sie keine falschen Informationen weiter:

    Falls Sie ein Fakeprofil entdecken, das falsche Informationen postet oder teilt, vermeiden Sie es, diese Inhalte weiterzuverbreiten. Prüfen Sie Informationen vor dem Teilen immer sorgfältig.

  • Informieren Sie Opfer von Fakeprofilen:

    Sollten Sie bemerken, dass Fakeprofile im Namen einer anderen Person Nachrichten verschicken oder Inhalte posten, informieren Sie die betroffene Person über einen anderen Kanal (am besten persönlich, telefonisch oder über eine sichere Nachricht auf WhatsApp).


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