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Erhalten Sie hier schnelle Hilfe bei Erziehungsfragen und Anregungen, wie Sie Ihre Kinder bei der sicheren und verantwortungsvollen Nutzung von digitalen Geräten unterstützen können. Denn eines steht fest: Auch wenn Ihre Kinder bereits eine hohe Medienkompetenz aufweisen, brauchen sie Ihre Unterstützung!


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Ratgeber: Was Eltern über Discord wissen müssen

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Discord wird bei Jugendlichen immer beliebter. Für viele Eltern ist der Discord-Hype nicht ganz nachvollziehbar. Wir erklären, wie die Anwendung genutzt wird und geben Tipps zum sicheren Umgang.

Was ist Discord?

Eigentlich kommt Discord aus der Gaming-Szene. Die Idee dahinter: NutzerInnen können miteinander chatten, während sie gleichzeitig spielen. Möglich ist das durch die vielfältigen Funktionen von Discord. Am Besten lässt sich das an einem Beispiel erklären:

Wieso ist Discord bei Jugendlichen beliebt?

Mittlerweile ist Discord viel mehr als nur eine Anwendung für Gamerinnen und Gamer. Gegenseitiger Austausch und Unterstützung findet nicht nur im Spielebereich, sondern in allen Bereichen statt, die für Jugendliche interessant sind: Lerngruppen, der Austausch zu bestimmten Hobbies oder auch gemeinsames Musikhören sind heute weit verbreitet. In Corona-Zeiten können FreundInnen auch Geburtstage oder Silvester gemeinsam feiern. Es ist also vor allem die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Arten zu unterhalten und dabei eine gute Zeit miteinander zu verbringen, die für Jugendliche interessant ist.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

Wie alle Online-Plattformen birgt auch Discord gewisse Gefahren. Als Elternteil sollten Sie mit Ihren Kindern über potenzielle Risiken offen sprechen.

Datennutzung

Discord kann kostenlos und ohne Werbung verwendet werden. Es gibt zwar die Möglichkeit einen Premium-Account zu erwerben, dennoch stehen hinter vielen kostenlosen und werbefreien Plattformen oftmals weitere Finanzierungsmodelle. Besonders lukrativ und beliebt ist der Verkauf von NutzerInnen-Daten an Dritte. In den Privatsphäre-Einstellungen kann die Weitergabe der Daten eingeschränkt werden. Außerdem lassen sich dort auch alle gesammelten Daten anfordern. So behalten die NutzerInnen einen Überblick darüber, welche Daten gesammelt werden.

Fehlende Verschlüsselung

Im Gegensatz zu vielen anderen Messenger-Diensten, werden Unterhaltungen auf Discord nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Dadurch sind Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten oder Dateien nicht geschützt. Wir empfehlen, keine privaten Inhalte auf Discord zu teilen. Auch von der Weitergabe intimer Fotos oder Videos über Discord raten wir ab.

Unerwünschte Kontaktaufnahme

Wie in anderen digitalen Räumen, kann es auch auf Discord vorkommen, dass die Plattform missbräuchlich genutzt wird. Insbesondere in großen Gruppen mit vielen unbekannten Personen, kann es leider passieren, dass Jugendliche sexuell belästigt, gemobbt, bedroht oder erpresst werden. Die Wahrscheinlichkeit auf solche unerwünschten Kontakte zu stoßen, ist auf Discord jedoch nicht höher als auf anderen Plattformen. Besondere Vorsicht ist außerdem bei Menschen mit extremistischen Ideologien geboten. Discord ist ein beliebter Kanal bei Rechtsextremen.

Tipps für Eltern

  • Discord gemeinsam entdecken.
    Durch die vielen Anwendungsmöglichkeiten ist es für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar, wieso und wie Discord genutzt wird. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf „Erkundungstour“. Dadurch verstehen Sie eher, warum Ihr Kind die Plattform nutzt und können gleichzeitig Gefahren besser einschätzen.
  • Privatsphäre schützen.
    In den Privatsphäre-Einstellungen kann zum Beispiel ausgewählt werden, wer Nachrichten schicken oder wer innerhalb einer Gruppe TeilnehmerInnen hinzufügen darf, aber auch was mit den NutzerInnen-Daten passiert. Gehen Sie mit Ihrem Kind die Privatsphäre-Einstellungen gemeinsam durch und besprechen Sie, wieso die Themen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind.
  • Datenpreisgabe besprechen.
    Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Inhalte es auf Discord lieber nicht teilen sollte. Besonders wichtig ist dabei, dass veröffentlichte Informationen keine Rückschlüsse auf ihr Kind möglich machen. Discord-NutzerInnen können ihren Status personalisieren, um sich selbst zu beschreiben. Ihre Kinder sollten sich hier die Frage stellen, welche persönliche Daten sie preisgeben wollen.
  • Verhalten reflektieren.
    Vor allem jüngere NutzerInnen müssen erst lernen, welche Verhaltensweisen, welche Sprache und welche Inhalte in digitalen Räumen akzeptabel sind und welche für andere Personen schädigend sein können. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Erklären Sie Ihrem Kind, was es tun kann, wenn es auf angstmachende Inhalte oder Beschimpfungen trifft.
  • Sensible Inhalte schwärzen.
    Discord bietet sogenannte „Spoiler Tags“ an, um Texte zu schwärzen. Mit || diesen zwei Strichen am Anfang und am Ende eines Textes || werden Spoiler Tags erstellt. LeserInnen müssen dann aktiv auf den Text klicken, um ihn sehen zu können. Eigentlich wurde das Tool eingeführt, um Film- und Serien-Spoiler zu verhindern. Es bietet sich aber auch hervorragend an, um sensible Inhalte oder mögliche Trigger zu markieren.

FAQs

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Allgemein

Digitale Spiele

Cyber-Mobbing

Problematische Inhalte

Handy & Tablet

Soziale Netzwerke

Informationskompetenz

Urheberrechte


Materialien

Broschüren, Flyer und Co. für Eltern

 Saferinternet.at_Folder_Eltern.pdf

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder zum Thema sichere Internet- und Handynutzung in der Familie.

Veröffentlichung: September 2022

 Elternfolder_Kindergarten.pdf

Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“

Der Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“ enthält 10 Tipps für Eltern von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren für den Umgang mit Handy, Tablet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Juli 2021

 Medien_in_der_Familie.pdf

Medien in der Familie

Der Ratgeber thematisiert Chancen und Gefahren von digitalen Medien und gibt Eltern wertvolle Tipps für den Umgang mit Handy, Internet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Mai 2020


Tipps

10 Tipps für Eltern

  1. Entdecken Sie das Internet gemeinsam mit Ihrem Kind.

    Suchen Sie interessante und spannende Websites, die dem Alter ihres Kindes entsprechen, und erforschen Sie diese gemeinsam. Gemeinsame Erfahrungen erleichtern es, über positive und negative Erlebnisse bei bei der Internetnutzung zu sprechen.

  2. Vereinbaren Sie Regeln.

    Einigen Sie sich auf Regeln zur Internet- und Handynutzung. Diese können z. B. den zeitlichen Umfang, die genutzten Inhalte, den Umgang mit Bildern und persönlichen Daten oder die Kosten betreffen. Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.

  3. Thematisieren Sie die Weitergabe von persönlichen Daten.

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Risiken einer leichtfertigen Datenweitergabe im Internet. Name, Adresse, Telefonnummer und persönliche Fotos sollte Ihr Kind nur nach Absprache mit Ihnen weitergeben. Beraten Sie Ihr Kind zum Schutz seiner Privatsphäre.

  4. Vorsicht bei Treffen mit Online-Bekanntschaften.

    Es ist okay, sich mit Bekanntschaften aus dem Netz zu treffen – aber nur an öffentlichen Orten (z. B. Kinocenter, Café) und in Begleitung von Erwachsenen (oder zumindest von Freund:innen). Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken.

  5. Diskutieren Sie den Wahrheitsgehalt von Online-Inhalten.

    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie dieses Inhalte im Internet auf ihre Richtigkeit überprüfen kann, in dem Sie andere Quellen zum Vergleich heranziehen. Auch Werbung ist für Kinder oft nur schwer zu durchschauen.

  6. Melden Sie illegale Online-Inhalte.

    Schauen Sie nicht weg! Melden Sie kinderpornografische oder rechtsradikale Inhalte – z. B. an www.stopline.at.

  7. Ermutigen Sie Ihr Kind zu guter Netiquette.

    Auch im Internet gibt es Regeln. Einfach gesagt: Was im realen Leben erlaubt ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten.

  8. Informieren Sie sich über die Mediennutzung Ihres Kindes.

    Lassen Sie sich von Ihrem Kind aktuelle Lieblingsseiten, -spiele oder -apps zeigen und versuchen Sie zu verstehen, warum es diese toll findet. Machen Sie die Internet- und Handynutzung zu einem gewohnten Thema in Ihrer Familie.

  9. Seien Sie nicht zu kritisch.

    Seien Sie nicht zu kritisch mit Ihrem Kind. Ihr Kind kann durch Zufall auf ungeeignete Inhalte stoßen. Nehmen Sie dies zum Anlass, um über diese Inhalte zu diskutieren und Regeln zu vereinbaren. Drohen Sie Ihrem Kind aber nicht mit einem Internet- oder Handyverbot, das kann das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind empfindlich stören!

  10. Vergessen Sie nicht: Die Chancen digitaler Medien übertreffen die Risiken!

    Internet und Handy sind ausgezeichnete Medien, die sowohl zum Lernen als auch in der Freizeit sinnvoll eingesetzt werden können. Ermutigen Sie Ihr Kind, digitale Medien bewusst zu nutzen und alle Chancen zu erforschen. Unter Anleitung können die Risiken sehr gut eingeschränkt werden.