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Ratgeber: Was Eltern über Steam wissen müssen

Eltern Digitale Spiele

Das vielfältige Angebot der Spieleplattform Steam zieht Jugendliche an. Die Vielfalt bedeutet aber auch, dass Jugendliche auf ungeeignete Inhalte stoßen können.

Was ist Steam?

Steam ist die weltweit größte Plattform für SpielerInnen. Nicht nur bekannte Spiele, sondern auch kleine Indie-Games können hier gekauft oder kostenlos heruntergeladen und anschließend gespielt werden. Auf Steam findet sich zudem eine große GamerInnen-Community. Die NutzerInnen können mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten und gemeinsam spielen.

Steam bietet neben den Spielen ein Forum und einen Chat an, um sich auszutauschen sowie einen Marktplatz, um Spielgegenstände anzubieten und zu kaufen. Auch innerhalb der einzelnen Spiele gibt es die Möglichkeit zu chatten. Eine weitere beliebte Funktion ist die Live-Übertragung von aktuell gespielten Games. Um Steam nutzen zu können, muss man das Programm installieren und sich kostenlos anmelden.

Steam wird oft gemeinsam mit Discord genutzt. Hier finden Sie unseren Eltern-Ratgeber zu Discord.

Wieso ist Steam bei Jugendlichen beliebt?

Spielt man gerne eine Vielzahl unterschiedlicher Games, kommt man kaum an Steam vorbei. Derzeit werden auf der Plattform mehr als 30.000 Spiele angeboten. Gerade dieses große Angebot schätzen Jugendliche an Steam. Außerdem sind auf der Plattform mehr als eine Milliarde aktive NutzerInnen angemeldet. Jugendliche können daher ganz einfach Gleichgesinnte finden, mit denen sie sich über ihre Lieblingsspiele austauschen können.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung von Steam?

Insbesondere für Eltern, die nicht spielen, kann das Spielverhalten der Kinder besorgniserregend wirken. Dabei fördern Computerspiele viele Fähigkeiten und Kompetenzen – von Teamfähigkeit über strategisches Denken bis hin zur Geschicklichkeit. Trotzdem sollten Sie darauf achten, wie Ihr Kind Steam nutzt und welche Spiele es spielt. Gerade die Vorteile von Steam, nämlich das große Angebot und die vielen NutzerInnen, sind gleichzeitig die größten Nachteile der Plattform:

  • Ungeeignete und problematische Inhalte. Auf Steam gibt es kaum Regelungen, welche Spiele hochgeladen werden dürfen und welche nicht. Dadurch können Jugendlichen nicht nur auf ungeeignete Inhalte stoßen, sondern auch auf problematische. Steam darf offiziell zwar erst ab 13 Jahren genutzt werden und manche Spiele sind erst ab 18 Jahren freigegeben, geprüft werden die Altersangaben jedoch nicht. Es reicht, wenn die NutzerInnen ein Geburtsdatum angeben. So können Kinder und Jugendliche die Altersfreigabe leicht umgehen.
  • Betrugsmaschen auf Steam. Die große Community macht Steam auch zu einem beliebten Ziel für BetrügerInnen. So werden zum Beispiel Steam-Konten gestohlen, um diese anschließend weiterzuverkaufen. Auch einzelne Gegenstände werden gerne geklaut und in Fake-Shops locken BetrügerInnen mit günstigen Game-Keys oder beliebten Gegenständen.
  • Unerwünschte Kontakte. Wie bei anderen großen Online-Communities, kann es auch auf Steam zu unerwünschten Kontakten kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche sexuell belästigt, gemobbt, bedroht oder erpresst werden, ist auf Steam jedoch nicht höher als auf anderen Plattformen.
  • „Toxic Community“. Gerade bei stark wettbewerbsorientierten Spielen findet sich oft eine sogenannte „Toxic Community“ – also eine Gemeinschaft, in der sich SpielerInnen aggressiv und verletzend verhalten. Für Kinder und Jugendliche ist das besonders problematisch, da es selten den Raum gibt, um ein solches Verhalten zu besprechen oder effektiv zu verhindern.

Frauen treffen im Gaming-Bereich oft auf Sexismus – zum Beispiel durch die Sprache, die Gestaltung der Spielfiguren, die Rollenverteilung oder durch systematische Beleidigungen. Im Artikel Sexismus im Online-Gaming haben wir über diese vielfältigen Formen von Sexismus geschrieben und darüber, was man dagegen tun kann.

Tipps für Eltern

  • Steam gemeinsam entdecken. Für Kinder kann das Online-Spielen und der Austausch darüber viele Funktionen erfüllen: Zum Beispiel Entspannung, das Vertreiben von Langeweile, die Flucht aus dem Alltag oder die Faszination andere Welten und Charaktere zu erkunden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und finden Sie heraus, wieso es Steam nutzt. Erkunden Sie gemeinsam die Plattform und vielleicht spielen Sie auch mal mit Ihrem Kind.
  • Sprechen Sie über verschieden Meldeoptionen. Beim gemeinsamen Entdecken der Plattform, sollten Sie sich die verschiedenen Meldeoptionen genauer ansehen. NutzerInnen können auf Steam genauso gemeldet werden wie verschiedene Inhalte. Auf der Supportseite von Steam erfahren Sie mehr über die einzelnen Meldeoptionen. Sprechen Sie darüber, welches Verhalten, welche Sprache und welche Inhalte in digitalen Räumen akzeptabel sind und wieso gewisse Inhalte andere Personen schädigen könnten.
  • Klare Regeln vereinbaren. Bei manchen Spielen ist es notwendig, eine gewisse Zeit online zu verbringen. Verhandeln Sie daher gemeinsam mit Ihrem Kind, wann und wieviel gespielt werden darf – und zwar so, dass es für beide Seiten Sinn macht. Manchmal empfiehlt es sich keine zeitliche Regelung zu vereinbaren, sondern eine gewisse Runden- oder Levelanzahl. Erklären Sie Ihrem Kind, welche Aufgaben durch das Spielen nicht vernachlässigt werden dürfen und vergessen Sie nicht im Vorhinein Konsequenzen zu besprechen, sollten die Regeln nicht eingehalten werden.
  • Vorsicht vor kostenpflichtigen Angeboten. Auf Steam gibt es zahlreiche kostenlose, aber auch kostenpflichtige Spiele. Außerdem können gewisse Gegenstände in kostenlosen Spielen gekauft werden. Es empfiehlt sich daher den Steam-Account nicht mit einer Kreditkarte zu verknüpfen. Stattdessen können Sie Ihrem Kind hin und wieder eine Steam-Guthabenkarte im Supermarkt kaufen. So kann sich Ihr Kind manchmal etwas kaufen und Sie wissen, wie viel ausgegeben wird.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Um sich vor Betrug zu schützen, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Steam („Steam Guard“) genutzt werden. Dadurch können Accounts nicht so einfach gestohlen werden.
  • Nutzen Sie die Familienansicht. Gerade bei jüngeren Kindern macht es Sinn die sogenannten Familienansicht zu nutzen. Diese finden Sie im Reiter „Steam“ unter den Einstellungen. Wenn Sie dort auf „Familie“ klicken, können Sie einstellen, ob Ihr Kind nur von Ihnen festgelegte Games spielen darf. Außerdem können dort auch Funktionen ein- oder ausgeschaltet werden, zum Beispiel der Chat oder der Steam-Shop. Diese Einstellungen werden mit einem Pin gesichert, nur wer diese kennt, kann sie auch wieder ändern.

Sie wissen nicht, welche Spiele für Ihr Kind geeignet sind? Auf der Webseite bupp.at finden Sie zahlreiche Spieleempfehlungen für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen. Bei der Auswahl von Spielen sollten Sie auch auf die PEGI- und USK-Kennzeichen achten.


FAQs

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Allgemein

Digitale Spiele

Cyber-Mobbing

Problematische Inhalte

Handy & Tablet

Soziale Netzwerke

Informationskompetenz

Urheberrechte


Materialien

Broschüren, Flyer und Co. für Eltern

 Saferinternet.at_Folder_Eltern.pdf

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder zum Thema sichere Internet- und Handynutzung in der Familie.

Veröffentlichung: September 2022

 Elternfolder_Kindergarten.pdf

Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“

Der Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“ enthält 10 Tipps für Eltern von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren für den Umgang mit Handy, Tablet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Juli 2021

 Medien_in_der_Familie.pdf

Medien in der Familie

Der Ratgeber thematisiert Chancen und Gefahren von digitalen Medien und gibt Eltern wertvolle Tipps für den Umgang mit Handy, Internet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Mai 2020


Tipps

10 Tipps für Eltern

  1. Entdecken Sie das Internet gemeinsam mit Ihrem Kind.

    Suchen Sie interessante und spannende Websites, die dem Alter ihres Kindes entsprechen, und erforschen Sie diese gemeinsam. Gemeinsame Erfahrungen erleichtern es, über positive und negative Erlebnisse bei bei der Internetnutzung zu sprechen.

  2. Vereinbaren Sie Regeln.

    Einigen Sie sich auf Regeln zur Internet- und Handynutzung. Diese können z. B. den zeitlichen Umfang, die genutzten Inhalte, den Umgang mit Bildern und persönlichen Daten oder die Kosten betreffen. Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.

  3. Thematisieren Sie die Weitergabe von persönlichen Daten.

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Risiken einer leichtfertigen Datenweitergabe im Internet. Name, Adresse, Telefonnummer und persönliche Fotos sollte Ihr Kind nur nach Absprache mit Ihnen weitergeben. Beraten Sie Ihr Kind zum Schutz seiner Privatsphäre.

  4. Vorsicht bei Treffen mit Online-Bekanntschaften.

    Es ist okay, sich mit Bekanntschaften aus dem Netz zu treffen – aber nur an öffentlichen Orten (z. B. Kinocenter, Café) und in Begleitung von Erwachsenen (oder zumindest von Freund:innen). Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken.

  5. Diskutieren Sie den Wahrheitsgehalt von Online-Inhalten.

    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie dieses Inhalte im Internet auf ihre Richtigkeit überprüfen kann, in dem Sie andere Quellen zum Vergleich heranziehen. Auch Werbung ist für Kinder oft nur schwer zu durchschauen.

  6. Melden Sie illegale Online-Inhalte.

    Schauen Sie nicht weg! Melden Sie kinderpornografische oder rechtsradikale Inhalte – z. B. an www.stopline.at.

  7. Ermutigen Sie Ihr Kind zu guter Netiquette.

    Auch im Internet gibt es Regeln. Einfach gesagt: Was im realen Leben erlaubt ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten.

  8. Informieren Sie sich über die Mediennutzung Ihres Kindes.

    Lassen Sie sich von Ihrem Kind aktuelle Lieblingsseiten, -spiele oder -apps zeigen und versuchen Sie zu verstehen, warum es diese toll findet. Machen Sie die Internet- und Handynutzung zu einem gewohnten Thema in Ihrer Familie.

  9. Seien Sie nicht zu kritisch.

    Seien Sie nicht zu kritisch mit Ihrem Kind. Ihr Kind kann durch Zufall auf ungeeignete Inhalte stoßen. Nehmen Sie dies zum Anlass, um über diese Inhalte zu diskutieren und Regeln zu vereinbaren. Drohen Sie Ihrem Kind aber nicht mit einem Internet- oder Handyverbot, das kann das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind empfindlich stören!

  10. Vergessen Sie nicht: Die Chancen digitaler Medien übertreffen die Risiken!

    Internet und Handy sind ausgezeichnete Medien, die sowohl zum Lernen als auch in der Freizeit sinnvoll eingesetzt werden können. Ermutigen Sie Ihr Kind, digitale Medien bewusst zu nutzen und alle Chancen zu erforschen. Unter Anleitung können die Risiken sehr gut eingeschränkt werden.