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Ratgeber: Was Eltern über Roblox wissen müssen

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Die Online-Spieleplattform Roblox begeistert vor allem Kinder unter 13 Jahren. Trotz dieser jungen Zielgruppe birgt die Plattform Risiken, die Sie kennen sollten.

Was ist Roblox?

Mit über 160 Millionen aktiven NutzerInnen pro Monat ist Roblox eine der beliebtesten Spieleplattformen für Kinder. Vor allem jüngere Kinder scheinen von Roblox begeistert zu sein. So sind unter 13-Jährige die größte NutzerInnen-Gruppe.

Das Besondere an Roblox ist, dass es sich um eine Online-Spieleplattform handelt, auf der die NutzerInnen nicht nur spielen, sondern selbst 3D-Welt entwerfen und darin neue Spiele entwickeln können. So entsteht eine Vielzahl von virtuellen Welten und Games. Außerdem nutzen die jungen SpielerInnen Roblox zunehmend als Soziales Netzwerk.

Wie kann Roblox genutzt werden?

NutzerInnen müssen sich zu Beginn kostenlos registrieren, indem Sie ihre E-Mail-Adresse, ein Passwort und ihr Geburtsdatum angeben. Optional können auch Angaben zum Geschlecht gemacht werden. Danach erhalten alle SpielerInnen einen Avatar, den sie jederzeit verändern und anpassen können.

Wer die vielen Welten von Roblox einfach nur entdecken und ein wenig spielen will, kann problemlos und ohne Vorwissen damit anfangen. Wer selbst Spiele entwickeln will, muss dafür ins sogenannte Roblox Studio einsteigen. Auch wenn das Studio auf der einfachen Skriptsprache „Lua“ basiert, ist eine kurze Einarbeitung notwendig, um sich mit dem Tool vertraut zu machen.

Wieso ist Roblox bei Kindern beliebt?

Wieso Roblox bei vor allem jungen Kindern so beliebt ist, hängt mit der Möglichkeit zusammen in ganz verschiedene Welten eintauchen und diese sogar selbst gestalten zu können:

  • In vielfältige Welten eintauchen. Laut Roblox kann man derzeit aus mehr als 50 Millionen Spielen auswählen. Diese setzen sich mit unterschiedlichsten Themen auseinander: Man kann ins „Erwachsenenleben“ eintauchen, indem man Pizza bäckt oder eine Eis-Filiale leitet. Man hat die Möglichkeiten sich ein Haustier zuzulegen oder sich um einen Pferdestall zu kümmern. Natürlich gibt es auch zahlreiche Team-Spiele, in denen man gemeinsam Lösungen finden muss – zum Beispiel einen Fluchtweg aus einer mysteriösen Fabrik. Inhaltlich gibt es also kaum Grenzen.
  • Eigene Ideen umsetzen. Kinder können ihre eigene Spielideen umsetzen und für sie spannende Welten erschaffen. Das spricht Kreativität und Fantasie der Kinder an. Gleichzeitig lernen sie ganz nebenbei erste einfache Konzepte des Programmierens.  
  • Austausch mit anderen. Außerdem ist Roblox ein Soziales Netzwerk. Das heißt es gibt die Möglichkeit, sich mit anderen zu befreunden und auszutauschen, gemeinsam Spiele zu spielen oder sogar zusammen welche zu entwickeln und zu chatten.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

Spiele, die zum einem großen Teil von Kindern und für Kinder entwickelt werden? Das klingt doch eigentlich gut. Ganz so einfach ist es leider nicht, daher sollten Sie auch die Risiken der Plattform kennen:

  • Verstörende Inhalte. Gerade die Vielfalt birgt auch ein Risiko der Plattform, denn die vielen Spiele werden nur unzureichend von den BetreiberInnen überprüft. So kann es vorkommen, dass Ihr Kind auf verstörende Inhalte stößt (bspw. Gewalt, Sexismus, Rassismus).
  • Keine Altersbeschränkung. Für Roblox gibt es keine Altersbeschränkung. Sind die NutzerInnen unter 18 Jahre alt, müssen die Eltern jedoch der Konto-Erstellung zustimmen. Zumindest theoretisch, denn überprüft wird das nicht.
  • Unerwünschte Kontakte. Wie auch bei anderen großen Online-Communities, kann es auf Roblox zu unerwünschten Kontakten kommen (Cyber Grooming, Cyber-Mobbing, Hass im Netz…). Allerdings wird bei Kindern unter 13 Jahren automatisch der sichere Chat aktiviert, bei dem problematische Nachrichten durch zahlreiche ModeratorInnen und durch einen Algorithmus herausgefiltert werden.
  • Kostenpflichtige Inhalte und Funktionen. Roblox ist prinzipiell kostenlos. Es gibt aber auch die spielinterne Währung Robux, die mit echtem Geld gekauft werde muss. Die meisten Spiele animieren immer wieder dazu, Robux auszugeben, um bestimmte Inhalte oder Funktionen freizuschalten.

Tipps für Eltern

Diese Risiken mögen auf dem ersten Blick erschrecken, allerdings bietet die Plattform einige Möglichkeiten für eine sichere Nutzung – auch für junge Kinder. Außerdem können Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind lernt, die Gefahren selbst einzuschätzen. Unsere Tipps:

  • Roblox gemeinsam entdecken.
    Sehen Sie sich die Spieleplattform gemeinsam mit Ihrem Kind an. Lassen Sie sich zeigen, welche Spiele Ihr Kind derzeit gerne spielt. Sind problematische Inhalte dabei, besprechen Sie, was daran problematisch ist. Will Ihr Kind selbst ein Spiel entwickeln, können Sie anbieten, gemeinsam das Roblox Studio zu erkunden.
  • Richtiges Geburtsdatum eingeben.
    Stellen Sie sicher, dass das richtige Geburtsdatum angegeben wird. Denn: Bei unter 13-Jährigen erhalten Sie als Elternteil einen zusätzlichen Login, um die Interaktionen Ihres Kindes zu überprüfen. Unter anderem können Sie so Chatverläufe überprüfen, aber auch kürzlich gespielte Spiele so wie selbst entwickelte Games. Wenn Sie diese Überprüfung nützen, erklären Sie Ihrem Kind, wieso eine solche Überprüfung wichtig ist.
  • Kontoeinschränkungen aktivieren.
    Bei besonders jungen Kindern kann es Sinn machen die Kontoeinschränkungen zu aktivieren. Klicken Sie dafür auf „Einstellungen“ und anschließend auf „Kindersicherung“. Ist die Option „Kontoeinschränkungen“ aktiviert werden die Kontaktmöglichkeiten komplett gesperrt. Außerdem können nur mehr Spiele gespielt werden, die von Roblox überprüft wurden und weniger gewalttätig sind.
  • Über kostenpflichtige Angebote sprechen.
    Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass viele Spiele zum Kauf von zusätzlichen Inhalten oder Funktionen animieren. Um ganz sicher zu gehen, dass kein oder nur wenig Geld ausgegeben wird, können Sie die Option „Monatliche Ausgabenbeschränkung“ aktivieren. Auch diese finden Sie unter „Einstellungen“ => „Kindersicherung“.

Auf der offiziellen Roblox-Seite finden Sie ausführliche Informationen zur sicheren Nutzung der Spieleplattform.


FAQs

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Allgemein

Digitale Spiele

Cyber-Mobbing

Problematische Inhalte

Handy & Tablet

Soziale Netzwerke

Informationskompetenz

Urheberrechte


Materialien

Broschüren, Flyer und Co. für Eltern

 Saferinternet.at_Folder_Eltern.pdf

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder zum Thema sichere Internet- und Handynutzung in der Familie.

Veröffentlichung: September 2022

 Elternfolder_Kindergarten.pdf

Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“

Der Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“ enthält 10 Tipps für Eltern von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren für den Umgang mit Handy, Tablet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Juli 2021

 Medien_in_der_Familie.pdf

Medien in der Familie

Der Ratgeber thematisiert Chancen und Gefahren von digitalen Medien und gibt Eltern wertvolle Tipps für den Umgang mit Handy, Internet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Mai 2020


Tipps

10 Tipps für Eltern

  1. Entdecken Sie das Internet gemeinsam mit Ihrem Kind.

    Suchen Sie interessante und spannende Websites, die dem Alter ihres Kindes entsprechen, und erforschen Sie diese gemeinsam. Gemeinsame Erfahrungen erleichtern es, über positive und negative Erlebnisse bei bei der Internetnutzung zu sprechen.

  2. Vereinbaren Sie Regeln.

    Einigen Sie sich auf Regeln zur Internet- und Handynutzung. Diese können z. B. den zeitlichen Umfang, die genutzten Inhalte, den Umgang mit Bildern und persönlichen Daten oder die Kosten betreffen. Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.

  3. Thematisieren Sie die Weitergabe von persönlichen Daten.

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Risiken einer leichtfertigen Datenweitergabe im Internet. Name, Adresse, Telefonnummer und persönliche Fotos sollte Ihr Kind nur nach Absprache mit Ihnen weitergeben. Beraten Sie Ihr Kind zum Schutz seiner Privatsphäre.

  4. Vorsicht bei Treffen mit Online-Bekanntschaften.

    Es ist okay, sich mit Bekanntschaften aus dem Netz zu treffen – aber nur an öffentlichen Orten (z. B. Kinocenter, Café) und in Begleitung von Erwachsenen (oder zumindest von Freund:innen). Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken.

  5. Diskutieren Sie den Wahrheitsgehalt von Online-Inhalten.

    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie dieses Inhalte im Internet auf ihre Richtigkeit überprüfen kann, in dem Sie andere Quellen zum Vergleich heranziehen. Auch Werbung ist für Kinder oft nur schwer zu durchschauen.

  6. Melden Sie illegale Online-Inhalte.

    Schauen Sie nicht weg! Melden Sie kinderpornografische oder rechtsradikale Inhalte – z. B. an www.stopline.at.

  7. Ermutigen Sie Ihr Kind zu guter Netiquette.

    Auch im Internet gibt es Regeln. Einfach gesagt: Was im realen Leben erlaubt ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten.

  8. Informieren Sie sich über die Mediennutzung Ihres Kindes.

    Lassen Sie sich von Ihrem Kind aktuelle Lieblingsseiten, -spiele oder -apps zeigen und versuchen Sie zu verstehen, warum es diese toll findet. Machen Sie die Internet- und Handynutzung zu einem gewohnten Thema in Ihrer Familie.

  9. Seien Sie nicht zu kritisch.

    Seien Sie nicht zu kritisch mit Ihrem Kind. Ihr Kind kann durch Zufall auf ungeeignete Inhalte stoßen. Nehmen Sie dies zum Anlass, um über diese Inhalte zu diskutieren und Regeln zu vereinbaren. Drohen Sie Ihrem Kind aber nicht mit einem Internet- oder Handyverbot, das kann das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind empfindlich stören!

  10. Vergessen Sie nicht: Die Chancen digitaler Medien übertreffen die Risiken!

    Internet und Handy sind ausgezeichnete Medien, die sowohl zum Lernen als auch in der Freizeit sinnvoll eingesetzt werden können. Ermutigen Sie Ihr Kind, digitale Medien bewusst zu nutzen und alle Chancen zu erforschen. Unter Anleitung können die Risiken sehr gut eingeschränkt werden.