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Ratgeber: Was Eltern über TikTok wissen müssen

Eltern Soziale Netzwerke

Es ist ganz schön schwierig, mit den App-Vorlieben von Jugendlichen Schritt zu halten. Wir erklären, wie das Musikvideo-Netzwerk TikTok genutzt wird und geben Tipps zum sicheren Umgang.

Was ist TikTok?

TikTok ist eine App, mit der man bis zu einminütige Videos aufnehmen und mit anderen Nutzerinnen und Nutzern teilen kann. Dazu können eine Vielzahl an Musikstücken, Effekten und Challenges genutzt werden, um zum Beispiel ein Playback-Video zum Lieblingssong zu erstellen oder aber auch etwas über sich selbst zu erzählen (#dasbinich).

Die Videos werden anhand ihrer Hashtags kategorisiert und bestenfalls auch im Reiter „Entdecken“ für andere NutzerInnen angezeigt (z. B. #meinstyle, #eggchallenge oder #6sekundentest). Somit erleichtern Hashtags auch die Suche: Zu jedem Hashtag und zu jedem Song zeigt TikTok automatisch eine ausgewählte Liste mit den beliebtesten Videos an.

Warum ist TikTok bei Jugendlichen so beliebt?

In den letzten Wochen und Monaten ist nicht nur unter Jugendlichen ein regelrechter Hype um TikTok ausgebrochen: Mittlerweile nutzen auch viele junge Erwachsene die Plattform, um sich selbst zu inszenieren. Bekannte YouTuberInnen und InstagrammerInnen nutzen sie, um noch mehr Reichweite zu bekommen. Weltweit wird die Anzahl der aktiven NutzerInnen derzeit auf rund 800 Millionen geschätzt. Damit zählt TikTok zu den am stärksten wachsenden Plattformen der Welt.

Doch warum ist dieses Netzwerk bei Teenagern so beliebt? In erster Linie geht es dort vor allem um Spaß und Kreativität, die man bei den sogenannten Challenges ausleben kann. Diese werden einerseits von TikTok selbst, andererseits von der Community vorgegeben.

Im #6SekundenTest geht es zum Beispiel darum, sich dabei zu filmen, wie man einen Countdown, welcher durch Augenblinzeln gestartet und gestoppt wird, bei exakt sechs Sekunden stoppt. Bei der #iusedtobebeautiful-Challenge geht es darum, ein Vorher-Video (wo man sich „unhübsch“ darstellt) mit einem Nachher-Video zu kombinieren und mit der richtigen Musik zu hinterlegen.

Bei vielen dieser Videos geht es vordergründig natürlich um die Selbstdarstellung: TikTok bietet Jugendlichen eine gute Bühne zur Selbstinszenierung und Imagepflege im Internet. Veröffentlichte Videos können von anderen mit Herzen bewertet oder kommentiert werden - und viele "Likes" und "Views" sind wichtig für das Selbstbewusstsein.

Manchmal dreht sich bei Apps wie TikTok aber auch alles einfach ums "Dabeisein". Soziale Netzwerke sind schließlich eine wichtige Triebfeder, wenn es um die Demonstration von Gruppenzugehörigkeiten geht. 

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Offiziell darf TikTok nicht von Personen unter 13 Jahren genutzt werden. Personen unter 18 Jahren brauchen laut den Nutzungsbedingungen zumindest die Zustimmung des/der Erziehungsberechtigen. Dieses Mindestalter spielt allerdings in der Praxis kaum eine Rolle, da auch jüngere Kinder die App problemlos herunterladen und nutzen können. 

Lesen Sie die Nutzungsbedingungen von TikTok.

Welche Risiken gibt es bei der Nutzung?

Wie alle Sozialen Netzwerke birgt auch TikTok gewisse Gefahren, über die Eltern mit ihren Kindern unbedingt sprechen sollten.

Cyber-Mobbing & Belästigungen

Wer TikTok im öffentlichen Modus nutzt, sollte sich dessen bewusst sein, dass nicht nur andere NutzerInnen, sondern auch Leute außerhalb von TikTok die Videos zu Gesicht bekommen können. Einmal veröffentlicht, können sich die Aufnahmen im Internet in Windeseile verbreiten – und nicht immer meines es die ZuseherInnen gut mit einem.

Zudem können die Videos auch direkt in der App heruntergeladen und geteilt werden – sofern die Funktion nicht deaktiviert wurde.

Wir empfehlen daher vor allem für die Jüngeren, TikTok nur mit einem privaten Konto zu verwenden – auf diese Weise können nur bestätigte FreundInnen ihre Videos anschauen.

Kommt es zu Belästigungen durch andere NutzerInnen, kann man diese ganz einfach blockieren oder direkt an TikTok melden.

Verletzung von Urheberrechten

Große Unsicherheit herrscht derzeit noch beim Thema Urheberrechte: Die auf TikTok verwendeten Lieder und Filmszenen sind natürlich urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht einfach so verbreitet werden. Auch wenn es derzeit noch sehr einfach ist, Videos herunterzuladen, um sie auf Instagram oder YouTube wieder hochzuladen, sollte man hier besonders aufpassen. Im schlimmsten Fall kann das zu einer teuren Abmahnung führen.

Sind in einem Video auch andere Personen zu sehen, sollte man diese vor dem Veröffentlichen unbedingt um Erlaubnis fragen („Recht am eigenen Bild“).

Tipps für Eltern

  • Gemeinsam entdecken. Probieren Sie TikTok einfach einmal selbst aus oder begeben Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf „Entdeckungsreise“. Sie werden nicht nur die Faszination dahinter besser verstehen, sondern auch mögliche Risiken besser einschätzen können.
  • Reden statt verbieten. Auch wenn Sie skeptisch sind – ein reines Verbot ist eher kontraproduktiv, vor allem wenn TikTok im Freundeskreis Ihres Kindes gerade sehr beliebt ist. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es die App unbedingt nutzen möchten und klären Sie gemeinsam mögliche Risiken ab.
  • Regeln vereinbaren. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, welche Art von Videos auf TikTok in Ordnung sind und welche nicht (z. B. keine freizügigen Videos oder solche, die Rückschlüsse auf den Wohnort oder die Schule zulassen). Sind in einem Video auch andere Personen zu sehen, müssen diese vor dem Posten um Erlaubnis gefragt werden.
  • Privatsphäre schützen. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, warum ein privates Konto auf TikTok sinnvoll sein kann und werfen Sie gemeinsam einen Blick auf die Privatsphäre-Einstellungen der App.
  • Urheberrechte beachten. Erklären Sie Ihrem Kind, was Urheberrechte sind und warum man die in TikTok produzierten Videos nicht einfach woanders hochladen darf. 
  • Kreativ werden. Regen Sie Ihr Kind dazu an, der eigenen Kreativität auf TikTok freien Lauf zu lassen – in den Videos muss nicht unbedingt Ihr Kind selbst im Bild sein! Mit ein wenig Geschick gelingt auch eine alternative Performance, die sich sehen lassen kann (z. B. ein Stop-Motion-Video mit gezeichneten Charakteren).

FAQs

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Allgemein

Digitale Spiele

Cyber-Mobbing

Problematische Inhalte

Handy & Tablet

Soziale Netzwerke

Informationskompetenz

Urheberrechte


Materialien

Broschüren, Flyer und Co. für Eltern

 Saferinternet.at_Folder_Eltern.pdf

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder

Das Angebot von Saferinternet.at für Eltern und Kinder zum Thema sichere Internet- und Handynutzung in der Familie.

Veröffentlichung: September 2022

 Elternfolder_Kindergarten.pdf

Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“

Der Elternfolder „Mama, darf ich dein Handy?“ enthält 10 Tipps für Eltern von Kindern zwischen 3 und 6 Jahren für den Umgang mit Handy, Tablet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Juli 2021

 Medien_in_der_Familie.pdf

Medien in der Familie

Der Ratgeber thematisiert Chancen und Gefahren von digitalen Medien und gibt Eltern wertvolle Tipps für den Umgang mit Handy, Internet & Co. im Familienalltag.

Veröffentlichung: Mai 2020


Tipps

10 Tipps für Eltern

  1. Entdecken Sie das Internet gemeinsam mit Ihrem Kind.

    Suchen Sie interessante und spannende Websites, die dem Alter ihres Kindes entsprechen, und erforschen Sie diese gemeinsam. Gemeinsame Erfahrungen erleichtern es, über positive und negative Erlebnisse bei bei der Internetnutzung zu sprechen.

  2. Vereinbaren Sie Regeln.

    Einigen Sie sich auf Regeln zur Internet- und Handynutzung. Diese können z. B. den zeitlichen Umfang, die genutzten Inhalte, den Umgang mit Bildern und persönlichen Daten oder die Kosten betreffen. Regeln sind nur dann wirksam, wenn Ihr Kind diese versteht und akzeptiert.

  3. Thematisieren Sie die Weitergabe von persönlichen Daten.

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Risiken einer leichtfertigen Datenweitergabe im Internet. Name, Adresse, Telefonnummer und persönliche Fotos sollte Ihr Kind nur nach Absprache mit Ihnen weitergeben. Beraten Sie Ihr Kind zum Schutz seiner Privatsphäre.

  4. Vorsicht bei Treffen mit Online-Bekanntschaften.

    Es ist okay, sich mit Bekanntschaften aus dem Netz zu treffen – aber nur an öffentlichen Orten (z. B. Kinocenter, Café) und in Begleitung von Erwachsenen (oder zumindest von Freund:innen). Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Risiken.

  5. Diskutieren Sie den Wahrheitsgehalt von Online-Inhalten.

    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie dieses Inhalte im Internet auf ihre Richtigkeit überprüfen kann, in dem Sie andere Quellen zum Vergleich heranziehen. Auch Werbung ist für Kinder oft nur schwer zu durchschauen.

  6. Melden Sie illegale Online-Inhalte.

    Schauen Sie nicht weg! Melden Sie kinderpornografische oder rechtsradikale Inhalte – z. B. an www.stopline.at.

  7. Ermutigen Sie Ihr Kind zu guter Netiquette.

    Auch im Internet gibt es Regeln. Einfach gesagt: Was im realen Leben erlaubt ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten.

  8. Informieren Sie sich über die Mediennutzung Ihres Kindes.

    Lassen Sie sich von Ihrem Kind aktuelle Lieblingsseiten, -spiele oder -apps zeigen und versuchen Sie zu verstehen, warum es diese toll findet. Machen Sie die Internet- und Handynutzung zu einem gewohnten Thema in Ihrer Familie.

  9. Seien Sie nicht zu kritisch.

    Seien Sie nicht zu kritisch mit Ihrem Kind. Ihr Kind kann durch Zufall auf ungeeignete Inhalte stoßen. Nehmen Sie dies zum Anlass, um über diese Inhalte zu diskutieren und Regeln zu vereinbaren. Drohen Sie Ihrem Kind aber nicht mit einem Internet- oder Handyverbot, das kann das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind empfindlich stören!

  10. Vergessen Sie nicht: Die Chancen digitaler Medien übertreffen die Risiken!

    Internet und Handy sind ausgezeichnete Medien, die sowohl zum Lernen als auch in der Freizeit sinnvoll eingesetzt werden können. Ermutigen Sie Ihr Kind, digitale Medien bewusst zu nutzen und alle Chancen zu erforschen. Unter Anleitung können die Risiken sehr gut eingeschränkt werden.