Übung: „Zunehmend klimaneutral werden"
| Thema | Handlungen in Haushalt und Schule hinterfragen |
| Broschüre | Digitalisierung und Klima (Thema 9) |
| Dauer | Projektarbeit |
| Art | Recherche, Planung, Projektarbeit |
| DigComp 2.2 AT | 1. Umgang mit Informationen und Daten, 2. Kommunikation und Zusammenarbeit, 3. Kreation digitaler Inhalte, 4. Sicherheit |
| Digi.komp12 | 1.1 Bedeutung von Informatik in der Gesellschaft, 1.2 Verantwortung, Datenschutz und Datensicherheit, 3.1 Produktion digitaler Inhalte, 3.3 Suche, Auswahl und Organisation von Information, 3.4 Kommunikation und Kooperation |
| SDGs | Ziel 12 „Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster" |
Ziele
- Die Ist-Situation kennen
- Die Soll-Situation kennen
- Konkrete Maßnahmen planen
Ablauf
Um eine Schule/einen Haushalt klimafreundlich zu gestalten, ist es wichtig, sich einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen. Erst dann können konkrete Maßnahmen eingeleitet werden.
Phase 1
Zunächst geht es darum, den Ist-Zustand zuhause oder in der Schule zu erheben. Dazu empfiehlt es sich, durch die Räume zu gehen und vorerst wertfrei zu dokumentieren, welche digitalen Geräte wo im Einsatz sind.
Phase 2
Nun werden die Listen kritisch hinterfragt: Was kann man optimieren? Was ist überflüssig? Anschließend werden konkrete Maßnahmen überlegt.
Beispiel für eine kurzfristige Maßnahme:
Geräte ausschalten
Beispiel für eine langfristige Maßnahme:
Bei Neuanschaffung von Geräten – wenn möglich – auf Energieeffizienz achten.
Hintergrundinformation: Handlungen in Haushalt und Schule hinterfragen
Zuhause und in der Schule (wenn auch eingeschränkt) kann ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Eltern und Schule sind ein wichtiges Vorbild, wenn es um seriöse Informationsquellen, die Anschaffung neuer Geräte oder die Reflexion des eigenen Handelns geht.
Was Schulen und Haushalte tun können
Bewusstes Handeln reicht von der überlegten Auswahl des Stromanbieters über die Wahl der Geräte bis hin zur Nutzung von Medien.
Selbstverständlich sind Schulen und auch Haushalte in ihrer Entscheidung nicht komplett unabhängig von außenstehenden Entscheidungsträger:innen. Doch auch kleine Beiträge können einen Unterschied machen.
Beispiele:
- Bei der Anschaffung neuer Geräte auf Energieeffizienz achten.
- Stromfresser ausfindig machen und vermeiden.
- Weniger ausdrucken beziehungsweise kopieren (stattdessen gemeinsam in ein Arbeitsblatt schauen, über Beamer übertragen et cetera).
- Ungenutzte Geräte ausschalten, nicht auf Standby setzen!
- Clouddienste und Thin-Clients bewusst wählen. (Achtung auf Stromverbrauch der Datenzentren!)
- Nicht alles online recherchieren, stattdessen Bibliotheken nutzen.
- Defekte Geräte fachgerecht entsorgen.
Recycling und Upcycling
- Apps und Plattformen nutzen, um zum Beispiel Schulbücher weiterzugeben, benötigte Geräte zu organisieren und Ungenutztes zu verschenken.
- Die Mülltrennung sichtbar machen – zum Beispiel indem man neben Metall und Glas auch Behälter für leere Batterien bereitstellt.
- Sammelstationen für gebrauchte, aber funktionierende Geräte einrichten oder gemeinsam im Rahmen des Werkunterrichts an einem DIY-Repair-Projekt teilnehmen und so alte Geräte wieder in Schuss bringen.
- Recycling und Upcycling kann auch richtig Spaß machen und zu eigenen kreativen Lösungen anregen.
Links
Info zum umweltgerechten Entsorgen von Geräten: ELEKTRO-ADE!
Klimaaktiv-Tipps: Klimaschutz zu Hause (PDF)
Alltagstipps: Fridays For Future Austria
Unterrichtsmaterial: Digitalisierung und Klima
Im Handbuch "Digitalisierung und Klima" wird das Thema Umweltbewusstsein in der digitalen Welt näher beleuchtet. Es wird hinterfragt, was das Klima mit digitalen Medien und Jugendlichen zu tun hat.
Veröffentlichung: Oktober 2020