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Übung: „Die gedisste YouTuberin"

ThemaAndere fertigmachen – Cybermobbing
BroschüreSafer Internet in der Volksschule (Thema 6)
Alterab 9 Jahre
MaterialArbeitsblatt „Cybermobbing"
Dauer2-3 Unterrichtseinheiten
Digitale Kompetenzen digi.komp41.2. „Ich kenne Risiken bei der Nutzung von Informationstechnologien und weiß, wie ich mich im gegebenen Fall verhalten soll." 3.4 „Ich beachte Umgangsformen im Internet."
Medienbildung in der VolksschuleMedieninhalte und Mediengestaltungen kritisch bewerten

Material

Ziele

  • wissen, was Cybermobbing ist
  • Auswirkungen von Cybermobbing kennen
  • verstehen, dass jede:r zum Opfer werden kann

Ablauf

Die Schüler:innen diskutieren anhand des Fallbeispiels auf dem Arbeitsblatt „Cybermobbing“, was Cybermobbing ist.

Phase 1

Lesen Sie das Fallbeispiel vor. Die Schüler:innen entscheiden mittels Handzeichen, ob es sich ihrer Meinung nach um Cybermobbing handelt oder nicht. Je nach Antwort teilen sich die Schüler:innen in zwei Gruppen auf und sammeln Argumente für ihre Meinung.

  • Gruppe 1: „Ja klar ist das Cybermobbing!"
  • Gruppe 2: „Das ist doch kein Cybermobbing!"


Phase 2

Jede Gruppe trägt ihre Argumente vor, danach wird in der Klasse diskutiert. Bleiben die Schüler:innen bei ihrer ursprünglichen Meinung?

Phase 3

Abschließend werden folgende Fragen besprochen:

  • Wie können sich die Fans von Bella wieder vertragen?
  • Was wäre, wenn eine ähnliche Geschichte jemandem aus unserer Klasse passieren würde?
  • Wie würden wir dann darüber denken - wäre das dann Cybermobbing?
  • Wer kann helfen, wenn es in unserer Klasse zu solchen Streitereien kommt?

Lösungshinweise

Gruppe 1: „Ja klar ist das Cyber-Mobbing!“

  • Eine Person wird von vielen anderen Personen online fertiggemacht.
  • In den Kommentaren geht es sehr rau und gemein zu.
  • Die YouTuberin wird persönlich beleidigt, heruntergemacht und vielleicht sogar bedroht.
  • Die Kritik ist unsachlich.
  • Die Beschimpfungen erhalten viel Aufmerksamkeit.

Gruppe 2: „Das ist doch kein Cyber-Mobbing!“

  • Die YouTuberin macht das beruflich, mit sowas muss sie rechnen.
  • Sie wird nicht als Privatperson fertiggemacht, sondern als Tänzerin.
  • Die YouTuberin sagt selbst im Video, dass es ihr egal ist, was andere sagen.
  • Die YouTuberin und die Popband werden durch die vielen Reaktionen nur noch berühmter und verdienen damit mehr Geld.

Hintergrundinformation: Andere fertigmachen – Cybermobbing

Was ist Cybermobbing?

  • Cybermobbing bezeichnet das absichtliche Bloßstellen, Bedrohen oder Beleidigen einer Person über einen längeren Zeitraum mithilfe digitaler Medien.
  • Häufig werden die Opfer auch „klassisch“ gemobbt (zum Beispiel in der Klasse, am Schulhof oder auf dem Heimweg).
  • Cybermobbing tritt in der Volksschule meist in Vorstufen auf, zum Beispiel als Beleidigung, Herabwürdigung et cetera Achten Sie auf Veränderungen im Klassenklima oder im Verhalten einzelner Schüler:innen!

Beispiele für negative Dynamiken

  • Sticheleien und Herabwürdigungen in WhatsApp
  • Ausschluss aus Computerspielgruppen
  • Kettenbriefe, die gezielt erstellt und verschickt werden

Zusatzmaterial

Sie können das Thema Mobbing mit Ihren Schüler:innen auch anhand des Kurzfilms “Der Hase wird gemobbt: Ein Film zur Mobbing-Prävention” besprechen.

Prävention

  • den wertschätzenden Umgang miteinander stärken
  • eine gute Bindung zwischen den Lehrenden und Schüler:innen aufbauen, sodass die Kinder wissen, an wen sie sich bei Problemen wenden können
  • das Recht am eigenen Bild (§ 78 UrhG) thematisieren
  • Regeln für den Umgang miteinander – auch online – erstellen und regelmäßig überprüfen

Hilfsangebote annehmen

Für Unterstützung und Rat können Sie sich an die Schulpsychologie wenden.

Zu merken:

Was ist Cybermobbing?

  • jemanden online bloßstellen, bedrohen oder beleidigen
  • jemanden online wiederholt beschimpfen oder mit bösen Kommentaren schlecht machen
  • Spaß auf Kosten anderer


Das kannst du tun, wenn du merkst, dass jemand gemobbt wird!

  • den Täter:innen sagen, dass das nicht okay ist und sie damit aufhören sollen
  • einer erwachsenen Person Bescheid sagen, damit diese helfen kann, und die Inhalte melden
  • bei Rat auf Draht Unterstützung holen (rund um die Uhr, ohne Vorwahl unter der Telefonnummer 147)

Was Kinder wissen sollten

Wenn du eine Person online beleidigst, tut ihr das genauso weh, wie wenn du es ihr persönlich sagst. Denk auch daran, dass man oft sehr einfach herausfinden kann, wer mit den Gemeinheiten angefangen hat und du dann Ärger bekommst. Überlege dir also gut, was du sagst. Schließlich kann man anderen auch sagen, was einen stört, ohne sie absichtlich zu verletzen. Und manchmal ist es auch gar nicht so wichtig – dann behalte es besser für dich!

 Safer_Internet_in_der_Volksschule.pdf

Unterrichtsmaterial: Safer Internet in der Volksschule

Schon in der Volksschule spielen Smartphones, Tablets und die damit verbundene Internetnutzung eine große Rolle. In diesem Leitfaden für die Volksschule zeigen wir, welche Themen bereits die Kleinsten beschäftigen und wie sie in den Schulalltag integriert werden können.

Veröffentlichung: August 2023