Übung: „Die Suche nach Alternativen"
| Thema | Sinnvolle Alternativen zu Google |
| Broschüre | Wahr oder falsch im Internet? (Thema 3) |
| Alter | ab der 10. Schulstufe |
| Unterrichtsfächer | Informatik, Vorwissenschaftliches Arbeiten, Digitale Grundbildung |
| Dauer | 2–3 UE + Hausübung |
Ziel
- Alternativen zur Google-Suche für die eigene vorwissenschaftliche Arbeit finden
Ablauf
Die Schüler:innen ermitteln verschiedene Recherchemöglichkeiten und bewerten diese.
Phase 1
Die Schüler:innen suchen nach geeigneten Recherchemöglichkeiten zu einem selbstgewählten Thema. Sie speichern dabei drei bis fünf hilfreiche Datenbanken, Plattformen oder Suchverzeichnisse in den eigenen Lesezeichen (Favoriten) ab.
Phase 2
Besprechen Sie mit den Schüler:innen die Vorteile der jeweiligen Plattformen und diskutieren Sie folgende Fragen:
- Worauf muss ich bei dieser Plattform achten?
- Wo liegen ihre Grenzen?
- Wozu eignet sie sich besonders? Wozu eignet sie sich nicht?
- Für welche Themen bietet sie sich besonders an?
Stellen Sie Ihre Erkenntnisse in ein Wiki oder ein gemeinsames Textverarbeitungssystem im Internet (z. B. Google Docs, SharePoint, Evernote, Padlet, ...) und machen Sie sie so für alle zugänglich.
Tipp
Schaffen Sie mit dieser Übung eine gute Basis für zukünftige Recherchearbeiten und erweitern Sie diese regelmäßig mit Ihren Schüler:innen!
Hintergrundinformation: Sinnvolle Alternativen zu Google
Nicht immer liefert Google die brauchbarsten Suchergebnisse. Je nach Themengebiet, aktuellem Bezug, Medienformat oder Region bieten sich auch andere Portale an. Erkunden Sie gemeinsam mit Ihren Schüler:innen brauchbare Suchmaschinen für unterschiedliche Zwecke. Beachten Sie bei Verwendung der Inhalte stets die Urheberrechte: Nutzen Sie unentgeltlich verwendbare Inhalte, z. B. solche mit einer Creative-Commons-Lizenz oder Public License.
Tipp
Einen Katalog vorwiegend deutschsprachiger Suchmaschinen inklusive Bewertung finden Sie unter Suchmaschinen-Datenbank.
KI-Tools zur Internetrecherche – kritisch hinterfragen, sinnvoll nutzen
Zur Recherche im Internet werden zunehmend auch KI-Anwendungen genutzt. Neben KI-gestützten Suchmaschinen (z. B. perplexity oder you.com) gibt es auch hier Tools, die für spezifische Anwendungszwecke konzipiert sind (z. B. Consensus für die Suche nach wissenschaftlichen Publikationen). Viele KI-Anwendungen geben allerdings nicht an, woher ihre Informationen stammen. Die Ergebnisse solcher Tools sind daher besonders kritisch zu hinterfragen und es sollte immer darauf geachtet werden, ob und welche Quellen ausgegeben werden.
Finden, was man sucht
- News-Suchmaschinen:
Google News, Microsoft Bing Neugikeiten, News Reader, Qwant (bei den Ergebnissen den Reiter „News“ wählen), DuckDuckGo (bei den Ergebnissen den Reiter „Nachrichten“ wählen) - Metasuchmaschinen (sammeln die Ergebnisse verschiedener Suchmaschinen):
MetaGer, eTools, Carrot2 - Foto- und Bilddatenbanken:
flickr, pexels, pixabay, Unsplash, visualhunt - Musikdatenbanken:
Jamendo, SoundCloud, Free Music Archive (FMA), TerraSound.de - Nachschlagwerke:
Wikipedia, Lernhelfer, Britannica, Klexikon, Planet Wissen - Synonyme:
openthesaurus.de, Woxikon, Wie sagt man noch?, Duden - Onlinekataloge von Bibliotheken, Zeitungs- oder Stadtarchiven:
Österreichischer Bibliothekenverbund (obv sg), Wiener Stadt- und Landesarchiv (MA 8), Österreichische Nationalbibliothek - Fremdsprachenwörterbücher:
dict.cc, Leo, Langenscheidt - Wissenschaftliche Suchmaschinen:
Google Scholar, WorldCat, BASE, ScienceGate, ScienceSearch - KI-Suchmaschinen:
perplexity, you.com
Unterrichtsmaterial: Wahr oder falsch im Internet?
TippDas Unterrichtsmaterial „Wahr oder falsch im Internet? Informationskompetenz in der digitalen Welt“ unterstützt Lehrende bei der Vermittlung dieser wichtigen Fähigkeiten im Unterricht.
Veröffentlichung: August 2025