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Übung: „Phishing meinen Großeltern erklärt"

ThemaBetrugsfallen im Internet erkennen
BroschüreWahr oder falsch im Internet? (Thema 17)
Alterab der 5. Schulstufe
UnterrichtsfächerInformatik, Digitale Grundbildung
Dauerab 2 UE

Ziel

  • Internetbetrug erkennen und erklären können

Ablauf

Die Schüler:innen erstellen einen Podcast, der das Thema Phishing möglichst einfach erklärt.

Phase 1

Die Schüler:innen recherchieren selbstständig zum Thema Phishing:

  • Was ist Phishing?
  • Wie funktioniert Phishing?
  • Wie erkenne ich Phishing?
  • Welche Formen gibt es?
  • Wie schütze ich mich vor Phishing?
  • Was kann ich tun, wenn ich in eine Phishing-Falle getappt bin?

Phase 2

Die Schüler:innen nehmen allein oder in Kleingruppen einen Podcast auf (z. B. mit dem kostenlosen Audioeditor Audacity oder der Diktierfunktion auf Smartphones). Dazu erstellen sie vorab ein Skriptum. Alternativ können die Schüler:innen auch Avatare für sich sprechen lassen (z. B. mit Canva).

Phase 3

Die Klasse hört sich die Podcasts an und beurteilt, ob ein Laie den Sachverhalt verstehen würde. Gerne können die Schüler:innen die Podcasts auch ihren Eltern und Großeltern vorspielen und Feedback einholen.


Hintergrundinformation: Betrugsfallen im Internet erkennen

Vermeintliche Gratisangebote, Phishing-E-Mails, falsche SMS- und Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeldtrojaner, Abofallen, Fake Shops oder Fakeprofile in sozialen Netzwerken – die Bandbreite für möglichen Internetbetrug ist groß.

Was ist Phishing?

Unter Phishing versteht man den Versuch Krimineller, an fremde Zugangsdaten zu gelangen. Besonders begehrt sind Onlinebanking-Daten und Login-Daten zu sozialen Netzwerken oder Onlinediensten wie Netflix oder Amazon.

Phishing-Fallen sind als E-Mails, SMS oder Chatnachrichten getarnt, in denen sich Kriminelle als bekannte Unternehmen ausgeben und vorgeben, ihre Kund:innen über Wichtiges zu informieren. Mit der dringenden Botschaft werden Empfänger:innen verleitet, auf einen Link zu klicken, der dann auf eine gefälschte Login-Seite führt. Mit dieser greifen die Kriminellen daraufhin die Login-Daten ab.

Vorsicht vor Abofallen

„Du hast ein iPhone gewonnen“, „Sie haben ein Problem mit Ihrem Paket“, „Teste kostenlos deinen IQ“: Großartige Gewinnversprechen, dringende Nachrichten von Paketdiensten oder kostenlose Angebote sind häufig nur Lockmittel für betrügerische Abonnements. Wer bei diesen betrügerischen Angeboten persönliche Informationen und Kreditkartendaten eintippt, schließt ungewollt ein teures Abo ab, das Monat für Monat hohe Beträge abbucht.

Fake Shops und Kleinanzeigenbetrug

Hinter Schnäppchen im Internet verbergen sich oft Fake Shops. Diese liefern entweder minderwertige oder gar keine Ware. In den meisten Fällen gibt es keine Möglichkeit, das Geld zurückzubekommen.

Auch auf Kleinanzeigenplattformen wie Willhaben, Shpock, Vinted und Co. treiben Kriminelle ihr Unwesen. Mit erfundenen Kurierdiensten, gefälschten Zahlungsbestätigungen oder unechten Zahlungsplattformen zocken Betrüger:innen immer wieder Nutzer:innen ab.

Tipps

  • Nicht unüberlegt auf Links in E-Mails, SMS, WhatsApp-Nachrichten und sozialen Netzwerken klicken – auch nicht, wenn die Nachricht scheinbar von bekannten Unternehmen oder Freund:innen kommt.
  • Achtung vor Datenklau: Seriöse Unternehmen fragen Kund:innendaten niemals per E-Mail, Telefon oder SMS ab.
  • Finger weg von vermeintlichen Schnäppchen: Vorsicht vor Angeboten, die extrem günstig sind! Trotz Zahlung werden keine Waren geliefert oder die bestellten Artikel entpuppen sich als billige Markenfälschungen.
 WEB_Wahr_oder_falsch_im_Internet.pdf

Unterrichtsmaterial: Wahr oder falsch im Internet?

Tipp

Das Unterrichtsmaterial „Wahr oder falsch im Internet? Informationskompetenz in der digitalen Welt“ unterstützt Lehrende bei der Vermittlung dieser wichtigen Fähigkeiten im Unterricht.

Veröffentlichung: August 2025