Viren, Spam & Co.

Viren, Spam & Co.

Viren, Trojaner, fiese Hacker, Datenklau, Spam-E-Mails: Der vernetzte Computer bietet ausreichend Schlupflöcher für digitale Schädlinge aller Art. Die Missbrauchsmöglichkeiten sind vielfältig geworden – immer wieder tauchen neue Sicherheitslücken oder Schadprogramme auf. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Computer (technisch) schützen können.

Wie Sie am besten Ihre privaten Daten am Computer und im Internet sichern, lesen Sie im Menüpunkt Datenschutz.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Computersicherheit

Wie kann ich meinen Computer schützen?

Wenn Sie folgende vier Punkte beachten, ist Ihr Computer gut geschützt:

  1. Software-Updates: Anwendungsprogramme und Betriebssysteme weisen immer wieder Sicherheitslücken auf, die erst mit der Zeit ausfindig gemacht werden. Deshalb ist es wichtig, die automatischen Software-Updates zu aktivieren und diese regelmäßig durchzuführen.
    TIPP: Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie stets die aktuellsten Version der Software Flash Player und Java installiert haben, um etwaige Sicherheitslücken zu schließen. Bei einer Flash-Sicherheitslücke kann schon der Aufruf einer infizierten Website genügen, um einen Computer mit Schadsoftware zu infizieren.
  2. Firewall: Sie verhindert gefährliche Zugriffe aus dem Internet auf Ihren Computer. Moderne Betriebssysteme haben von Haus aus eine Firewall eingebaut, die möglicherweise aber noch aktiviert werden muss.
  3. Anti-Viren-Programm: Ein solches Programm schützt Ihren Computer nur, wenn Sie es regelmäßig (am besten täglich) aktualisieren. Alle Virenschutz-Programme bieten eine automatische Aktualisierung an, die Sie unbedingt nutzen sollten. Dabei werden die neuesten Informationen über bekannte Schadprogramme vom Server des Herstellers heruntergeladen. Bedenken Sie: Anti-Viren-Programme mit veralteten Datenbanken bieten nur noch etwa 20% der ursprünglichen Schutzleistung!
    Lesen Sie auch: Woher bekomme ich gute Anti-Viren-Programme?
  4. Anti-Spyware-Programm: Als „Spyware“ werden Schadprogramme bezeichnet, die unbemerkt persönliche Daten auf dem eigenen Computer erfassen und über das Internet weiterleiten. Nicht jede Anti-Viren-Software bietet auch einen Schutz gegen Spyware.
    Lesen Sie auch: Woher bekomme ich gute Anti-Spyware-Programme?

Weitere Tipps für eine bessere Computersicherheit finden Sie hier zusammengefasst.

Weiterführende Links:

Woher bekomme ich gute Anti-Viren-Programme?

Eine Übersicht empfehlenswerter Anti-Viren-Programme, die Sie entweder als kostenlose Vollversion oder als zeitbegrenzte Demoversion herunterladen können, finden Sie auf heise online. Eine aktuelle Liste kostenloser sowie kostenpflichtiger Programme (auch für mobile Geräte) wird auch auf der Website des Anti-Botnet Beratungszentrums geführt.

Auf der Website der PC-Welt finden Sie eine Zusammenstellung von Online-Virenscannern, die nicht auf dem eigenen Computer installiert werden müssen. Diese eignen sich vor allem dann, wenn Sie schnell eine bestimmte Datei auf Viren untersuchen möchten. Einen umfassenden Anti-Viren-Schutz auf Ihrem Computer können diese Programme aber in der Regel nicht ersetzen.

TIPP: Vergessen Sie bei zeitlich begrenzten Demoversionen nach Ablauf der Testfrist nicht, die Vollversion zu erwerben und zu installieren. Besser noch: Installieren Sie statt der Demoversion gleich ein kostenloses Anti-Viren-Produkt, wie z.B. Microsoft Security Essentials – diese bieten den gleichen Schutz wie kostenpflichtige Varianten!

Aktuelle Tests von Anti-Viren-Programmen können Sie bei AV-Comparatives.org bzw. bei der deutschen Stiftung Warentest und AV-Test nachlesen.

Weiterführende Links:

Woher bekomme ich gute Anti-Spyware-Programme?

Spyware sammelt − ungewollt und unbemerkt − persönliche Daten und leitet sie über das Internet weiter. Nicht jede Anti-Viren-Software bietet auch einen Schutz gegen Spyware.

Kostenlose Programme gegen Spyware:

Wie verschlüssele ich mein WLAN-Netzwerk?

Unverschlüsselt über ein WLAN-Netzwerk übertragene Daten sind grundsätzlich von jeder Person in der Reichweite Ihres Funknetzwerks lesbar. So können z.B. Passwörter, Kreditkartendaten oder ähnlich sensible Informationen in die Hände von Betrügern gelangen. Über ein ungeschütztes WLAN-Netz können Dritte außerdem auf Ihre Kosten im Internet surfen – das kann teuer für Sie werden, falls Ihr Internetzugang nach Zeit oder übertragener Datenmenge abgerechnet wird. Bei Pauschaltarifen kann es bei extrem starker Nutzung zur Kündigung Ihres Vertrags kommen. Besonders problematisch ist es, wenn der unbekannte Mitbenutzer über Ihre Verbindung illegale Inhalte abruft – dann müssen SIE nämlich die rechtlichen Konsequenzen tragen! Davon abgesehen können solche „Schwarznutzer“ praktisch nicht ausfindig gemacht werden.

Um das alles zu verhindern, können Sie Ihre WLAN-Verbindung mit wenigen Handgriffen schützen. Dazu müssen Sie den Datentransfer über eine WPA- bzw. WPA2-Verschlüsselung absichern. Außerdem sollten Sie für jeden Computer, den Ihr Funknetzwerk erkennen soll, die sog. MAC (Media Access Control)-Adresse am WLAN-Router festlegen. Wie Sie das genau machen, steht im Handbuch Ihres Routers beschrieben, zu finden unter den Stichworten „MAC-Adresse“ und „WPA-Verschlüsselung“. Wenn Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich an jemanden mit Computererfahrung!

Weiterführende Links:

Wie kann ich den Browser sicher einstellen?

Moderne Internetbrowser sind bereits mit einer Reihe an Sicherheitsmechanismen ausgestattet. Aber nicht immer sind diese von Haus aus aktiviert. Sicherer surft, wer den Browser an ein paar Stellen selbst konfiguriert. Die wichtigsten Einstellungen betreffen den Umgang mit aktiven Inhalten, Cookies, Grafiken und Pop-Up-Fenstern. Das Projekt Verbraucher sicher online der Technischen Universität Berlin stellt einfache Anleitungen für die gängigsten Browser zur Verfügung:

Auch auf heise online finden Sie Tipps zum Einstellen Ihres Browsers sowie auch Ihres E-Mail-Programms.

Eine „richtige“ Lösung für alle Zwecke gibt es im Übrigen nicht. Eine höhere Sicherheit bedeutet unter Umständen, dass manche Websites nicht mehr richtig funktionieren. Wie Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers am besten konfigurieren, hängt letztlich von Ihrem Surfverhalten und Ihrem Sicherheitsbedürfnis ab.

Weiterführende Links:

Spam

Was ist „Spam“?

Spam ist für viele Internetnutzer/innen eine echte Plage. Fast jede E-Mail-Adresse, die länger als ein paar Monate verwendet wird, erhält täglich Dutzende unerwünschte Massenzusendungen, in denen von Potenzmitteln bis zu Gartenliegen so ziemlich alles beworben wird. Auch die Zusendung von Schadprogrammen sowie Phishing-E-Mails und andere E-Mail-Betrügereien sind ein Problem.

Spam ist in Österreich nach § 107 Telekommunikationsgesetz verboten. Eine Zusendung von Werbe-E-Mails ist ohne vorherige Einwilligung des Adressaten nicht erlaubt, ebenso Massensendungen (auch ohne Werbung) an mehr als 50 Personen, deren Einwilligung nicht vorliegt. Dasselbe gilt übrigens für SMS.

Erlaubt ist eine Zusendung von Werbe-E-Mails nur in folgenden Fällen:

  • Wenn der Adressat vorher zustimmt, wobei jede Form der Zustimmung möglich ist: schriftlich oder mündlich, ausdrücklich oder stillschweigend, sogar durch Akzeptieren von AGB (z.B. bei einer Online-Bestellung).
  • Wenn der Versender die Kontaktinformation im Zusammenhang mit einem Verkauf oder einer Dienstleistung erhalten hat und die Werbung ähnliche Produkte betrifft. Dabei muss der Empfänger über die Möglichkeit der Ablehnung aufgeklärt werden. Die Nutzung der Kontaktdaten für Werbung ist außerdem nur zulässig, wenn der Adressat nicht in die ECG-Liste eingetragen ist. (Quelle: Franz Schmidbauer, Internet4Jurists)

Auch wenn die österreichische Rechtslage eindeutig ist, so ist das Spam-Problem damit keineswegs gelöst. Die Spammer verwenden ausgeklügelte Methoden, sodass sich sowohl die Abwehr der unerwünschten E-Mails wie auch die gesetzliche Verfolgung schwierig gestalten. Experten gehen davon aus, dass rund 70% der weltweit verschickten E-Mails Spam-Nachrichten sind. Die gute Nachricht allerdings: Tendenz sinkend!

Erhalten Sie unerlaubte Werbe-E-Mails, können Sie gegen den Absender Anzeige beim Fernmeldebüro erstatten. Der Absender muss dann Strafe zahlen. Bei Zusendung von Werbe-E-Mails aus dem Ausland ist das allerdings nicht möglich.

Weiterführende Links:

Was kann ich gegen Spam tun?
  • Gehen Sie sorgsam mit Ihrer E-Mail-Adresse um und geben Sie sie nur an Personen weiter, denen Sie vertrauen. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht leichtfertig überall im Internet bekannt.
  • Verwenden Sie mindestens zwei E-Mail-Adressen: eine, um mit Familie, Freunden und beruflich zu kommunizieren, und eine andere, um sich damit für Online-Services, in Sozialen Netzwerken oder Foren zu registrieren, an Gewinnspielen teilzunehmen etc. Wenn Sie über die zweite E-Mail-Adresse irgendwann zu viel Spam erhalten, dann löschen Sie diese einfach wieder und registrieren eine neue – bei einer beruflich genutzten E-Mail-Adresse ist das z.B. kaum möglich. Die Zweitadresse können Sie z.B. bei einem der großen Webmail-Anbieter (z.B. Yahoo!, Hotmail oder Google Mail) einrichten.
  • Antworten Sie niemals auf Spam-E-Mails, auch nicht, um sich zu beschweren. Denn damit bestätigen Sie dem Spammer nur, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv ist. Oft bekommt man dann noch mehr Spam. Auch beim Öffnen können bereits versteckte Programme aktiviert werden, die Ihre E-Mail-Adresse verifizieren – öffnen Sie Spam-E-Mails daher besser nicht und klicken Sie in keinem Fall irgendwelche Links in der E-Mail.
  • Verwenden Sie den Spamfilter Ihres E-Mail-Programmes und Ihres E-Mail-Anbieters. Mehr dazu erfahren Sie hier.
  • Öffnen Sie keine mitgeschickten Dateianhänge! Diese könnten Schadprogramme enthalten, die beim Öffnen der Datei aktiviert werden.
  • Vermeiden Sie, dass Ihre E-Mail-Adresse öffentlich im Internet aufscheint. „Tarnen“ Sie Ihre E-Mail-Adresse, damit diese für Programme, die das Web durchsuchen, nicht erkennbar ist. Verwenden Sie z.B. eine Grafik mit Ihrer E-Mail-Adresse anstelle eines Texts oder schreiben Sie „max dot mustermann at xy dot at” anstelle von „max.mustermann@xy.at”. Lassen Sie sich von Ihrem Website-Administrator beraten!
  • Zusätzlich können Sie sich auch in die ECG-Liste eintragen, wenn Sie generell keine Werbe-E-Mails erhalten möchten. Anbieter, die E-Mail-Werbung unaufgefordert versenden, müssen diese Liste beachten. In der Praxis wird Spam freilich vor allem von Personen verschickt, denen rechtliche Vorschriften egal sind.

Weiterführende Links:

Wie nutze ich Spamfilter richtig?

Spamfilter im E-Mail-Programm:

Alle modernen E-Mail-Programme bieten sehr gute, selbstlernende Spamfilter an. Die meisten funktionieren so, dass als Spam identifizierte E-Mails automatisch in einen eigenen „Junk“- oder „Spam“-Ordner verschoben werden. Dort können Sie die Nachrichten nochmals kontrollieren, ob nicht irrtümlicherweise auch erwünschte E-Mails aussortiert wurden. Das kann passieren, wenn der Filter besonders streng eingestellt ist.

Wichtig ist, dass Sie nach Installation eines neuen E-Mail-Programms ein paar Wochen lang den Spamfilter „anlernen“, damit sich dieser Ihren Bedürfnissen anpassen kann. Andernfalls wird er nicht zu Ihrer Zufriedenheit funktionieren. Wie Sie das genau machen, entnehmen Sie der Anleitung Ihres E-Mail-Programms.

Anleitungen und Programme:

Spamfilter beim E-Mail-Anbieter:

Die meisten E-Mail-Provider bieten mittlerweile gute Spamfilter an. Stellen Sie sicher, dass Ihr Anbieter als Spam erkannte E-Mails nur kennzeichnet (z.B. im Betreff) und/oder in einen eigenen Spam- bzw. Junk-Ordner verschiebt, aber nicht gleich löscht. So können Sie E-Mails „zurückholen“, wenn sie irrtümlicherweise im Spamfilter hängen geblieben sind.

Kostenlose Webmail-Anbieter wie Yahoo!, Hotmail oder Google Mail bieten in der Regel auf ihren Websites nach dem Login Anti-Spam-Informationen an.

HOAX – was ist das?

Ein Hoax ist eine Falschnachricht im Internet, die absichtlich als solche in Umlauf gebracht wurde. Angefangen bei harmlosen Scherzmeldungen und Kettenbriefen bis hin zu weniger witzigen „Horrormeldungen“ oder gefakten Fotos (z.B. von schwer misshandelten Tieren oder Kindern).

Kennen Sie vielleicht ...?
Achtung! Hiermit widerspreche ich den neuen Facebook-Nutzungsrichtlinien …
Oder:
Kältebusse. Wer nachts einen Obdachlosen auf der Straße sieht der ruft bitte folgende Nummer …
Oder auch:
Achtung! Ein Virus breitet sich auf Facebook aus. Nehmt auf keinen Fall die Freundschaftsanfrage von XX an! …

So ähnlich – und noch in vielen anderen Varianten – kommen Hoaxes daher. Kaum ein Thema, das von den „kreativen Urheber/innen“ nicht ausgelassen wird. Meistens werden die Falschmeldungen auf Facebook oder auf WhatsApp verbreitet. Früher wurden auch viele Hoaxes via E-Mail versandt. Der einzige Zweck eines Hoaxes ist es, möglichst viele Leute zu narren.

Auch Kettenbriefe sind oft Hoaxes. Sofern keine betrügerischen Machenschaften dahinter stecken, sondern nur unverfängliche Zahlenspielchen oder Liebesorakel, ist das nicht weiter tragisch. Mitunter gibt es aber auch Kettenbriefe, die sehr bedrohlich formuliert sind und den Empfänger/innen Angst machen. Ein Beispiel: In einer Audionachricht auf WhatsApp wird dazu aufgefordert, die Nachricht an Freund/innen zu verbreiten oder der/die Zuhrörer/in stirbt.

Doch wie erkennen Sie einen Hoax? Gute Tipps und Tricks dazu gibt es von der TU Berlin. Ist man dennoch unsicher, ob eine Nachricht echt ist oder nicht, hilft es auch, Auszüge aus der Nachricht in Suchmaschinen einzugeben – meist lässt sich ein Schwindel so sehr schnell entlarven.

Sind Hoaxes gefährlich?

Tatsächlich sind die meisten Hoaxes harmlos und der Aspekt des Scherzes steht im Vordergrund, wenngleich die Abgrenzung von betrügerischen Phishing-Mails oder Scams nicht immer ganz einfach ist. Unlustig wird es auch dann, wenn wahllos Fotos von Internetnutzer/innen mit Zusätzen wie „Gesuchter Kinderschänder“ o.ä. im Netz verbreitet werden. Und auch die Zusendung von Schadprogrammen in sog. „Malware-Mails“ ist ein Problem. Deshalb: Nachrichten löschen bzw. ignorieren, keine Anhänge öffnen und vor allem nicht weiter verbreiten!

Weiterführende Links: