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Die drei Freunde – eine Vorlesegeschichte

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hase, Igel und Katze sind die allerbesten FreundInnen auf der ganzen weiten Welt. Sie gehen zusammen in den Kindergarten und machen auch sonst alles zu dritt. Und wenn sie mal groß sind, dann werden sie sicher miteinander wohnen, das wissen sie heute schon!


Aufpoppen

Hase, Igel und Katze sind im Park. Hase hat das alte Handy seiner großen Schwester mit. Die drei sitzen am Spielplatz und schauen sich Videos an. Sie haben eine Internet-Seite gefunden, wo sie sich ihre Lieblingssendungen aus dem Fernsehen immer wieder anschauen können. Sie schauen sich ein Video nach dem anderen an. Manche können sie schon komplett auswendig, andere sind noch neu.

Katze möchte dann auf eine andere Internet-Seite wechseln. Doch plötzlich poppen da Fenster auf, die ganz komisch ausschauen. Hase kennt das schon. Er weiß, dass man da oben das "X" klicken muss. Dann gehen die Fenster weg. Katze ist gleich wieder beruhigt.

Ein paar Minuten später poppt wieder so ein Fenster auf, doch diesmal hilft es nicht, auf das "X" zu klicken. Dieses komische Fenster bleibt einfach. Katze und Hase klicken auf alles, nichts geht mehr.

Hase hat Angst, dass seine große Schwester schimpfen wird. Vorsichtig geht Hase zu seiner Schwester und bittet sie um Hilfe. Doch, so ein Wunder! Die Schwester schimpft nicht. Sie zeigt den drei FreundInnen, dass es ganz viele Möglichkeiten gibt, da wieder raus zu kommen. Am besten ist es, die ganze Internetseite, das Spiel oder das Programm, wo man gerade war, einfach zu schließen. Und sie zeigt ihnen, dass es auf dem Handy ein ganz spezielles Spiel gibt, ein Spiel nur für ihr Alter! Die drei sind begeistert und ziehen zufrieden ab.

Wenige Tage später können sie das schon richtig gut und das Spiel wird fad. Hase bittet die Schwester mehr Spiele herunter zu laden. Er hat eine Werbung gesehen für ein Spiel, das ihm gefällt. Doch die große Schwester ist entsetzt: Das Spiel ist voll mit Monstern und kämpfen muss man auch. "Nichts für kleine Kinder!" sagt sie und verbietet es. Die drei sind enttäuscht.

Doch irgendwie gelingt es Hase, Igel und Katze, das Spiel trotzdem herunterzuladen und sie fangen an zu spielen. Da sie noch nicht lesen können, klicken sie einfach weiter bis plötzlich alles schwarz wird und lauter grässliche Monster am Bildschirm erscheinen. Katze erschrickt, Igel kugelt sich ein und auch Hase fürchtet sich sehr. Sie laufen wieder zur Schwester von Hase, die kennt sich da aus und kann sie sicher beschützen.

Wie erwartet schimpft zwar die Schwester, doch gleichzeitig beruhigt sie die drei auch. Ja, von solchen Bildern kann man Angst bekommen, auch sie hat manchmal Angst! Als Hase in der Nacht Angst bekommt, tröstet ihn seine Mama. Igel kuschelt sich ganz fest an seinen Papa und Katze schläft mit angedrehtem Licht.


Blöde Bilder

Es regnet. Also sitzen die drei daheim bei Katze am Tablet und machen Fotos. Sie haben ein echt cooles Programm, mit dem kann man die Fotos auch gleich noch verschönern. Katze gefällt der Wirbelwind am besten. Hase möchte am liebsten immer alles bunt machen. Igel mag die Schwarz-Weiß-Bilder, auf denen er ein so richtig blödes Gesicht macht, am liebsten. Er ist genervt, weil Hase seine Bilder immer bunt machen will. Dann macht ihm Katze auch noch einen Wirbelwind in seine lange Schnauze, sodass sie ausschaut wie ein Korkenzieher. Jetzt reicht es Igel! Das ist gemein! Igel läuft davon.

Mama Katze tröstet Igel. Sie geht zu Katze und Hase und sieht wie die beiden gerade so richtig gemeine Bilder von Igel machen. Mama Katze findet das allerdings nicht lustig. Endlich merken auch Katze und Hase, dass auch Igel die Fotos wirklich nicht lustig findet. "Na gut, dann hören wir halt auf!", meint Katze enttäuscht und beginnt lustige Bilder von der Blume, die hinter ihnen im Zimmer steht, zu machen.

Aber irgendwie sind Katze und Hase immer noch dazu aufgelegt, sich über Igel lustig zu machen. Sie hänseln ihn, weil er so eine lange Schnauze hat. Und finden immer wieder, dass die Korkenzieher-Nase echt lustig ausgeschaut hat. Da stellt sich Igel vor sie hin, stemmt seine Hände in die Hüfte und sagt ganz laut und bestimmt: „Hört auf! Ich mag das nicht! Ihr wollt ja auch nicht, dass man sich über euch lustig macht!“ Dann geht er weg und spielt mit anderen im Kindergarten.Am nächsten Tag will Igel die beiden anderen immer noch nicht sehen. Im Kindergarten geht er ihnen aus dem Weg. Da die drei sonst unzertrennlich sind, fällt das auf. Die Kindergartenpädagogin fragt Hase und Katze: "Was ist bloß los? Warum ist Igel heute nicht bei euch?" Die beiden stottern herum und murmeln was von „Der ist irgendwie blöd …“. Es ist ihnen aber echt unangenehm, dass sie so gemein zu Igel waren. Das merkt die Kindergartenpädagogin und redet mit ihnen. Dann erzählt Katze endlich, worum es geht. Sie gesteht sogar, dass sie und Hase gestern das gemeine Bild von Igel auch noch an Maus geschickt haben.

Igel weiß noch gar nicht, dass Maus das Bild nun auch kennt. Katze und Igel haben aber jetzt ein schlechtes Gewissen. Da kann die Kindergartenpädagogin die beiden überzeugen, sich ganz echt und ehrlich bei Igel zu entschuldigen. Sie müssen es aber auch so meinen und dürfen nicht gleich am nächsten Tag weiter machen! Also pflücken die beiden FreundInnen einen schönen Blumenstrauß und bitten Igel ganz echt um Verzeihung. Zum Glück hat Igel sie auch schon ein bisschen vermisst und die drei können nun wieder gemeinsam spielen.


Teuer

Als Hase nach Hause kommt, ist seine Schwester ganz böse. Denn sie hat für ihr altes Handy eine riesige Rechnung bekommen. Das Spiel – das mit den grauslichen Monstern – hat nämlich ganz, ganz viel gekostet! Sie hat ihnen doch verboten, es herunterzuladen! Warum konnten sie sich nicht dran halten? Hase bekommt noch kein Taschengeld. Er hat auch sonst kein Geld und kann sich nicht wirklich vorstellen, was eine so hohe Rechnung bedeutet. "Das kann doch nicht so schlimm sein", denkt er sich und zuckt die Schultern.

Doch die große Schwester tobt weiter herum. Und: Das Handy ist weg. Hase darf es sich nicht mehr ausleihen. Gemein. Hase ist beleidigt. Woher hätte er wissen sollen, dass das Spiel etwas kostet? Er kann doch gar nicht lesen. Seine Schwester ist echt blöd!

Doch Hase hat Glück im Unglück, denn seine Schwester ist geschickt. Sie hat sich wegen der Rechnung beschwert und muss sie nun doch nicht bezahlen. Das war knapp! Außerdem hat sie am Handy irgendetwas anders eingestellt. Jetzt kann Hase zwar nichts mehr installieren, aber dafür wieder spielen. Ab sofort muss die Schwester immer dabei sein, wenn Hase oder die anderen etwas spielen wollen. Das nervt Hase ein bisschen, aber hauptsache er darf wieder spielen: "Puh bin ich erleichtert, dass das gerade noch mal gut ausgegangen ist."


Sinnlos

Am Nachmittag, als Igel und Katze wieder bei Hase sind, wollen sie wieder am Handy spielen. Katze möchte so gerne ein „Hello Kitty“-Spiel spielen. Sie hat Glück und Schwester Hase findet eines. Ein Spiel, wo man in einem Haarsalon den Leuten die Haare macht. Es kostet auch nichts und die Schwester installiert es. Schwups. Schon fertig. Gleich legen die drei los. Sie drücken auf alle möglichen Knöpfe. Sie verstehen nicht richtig, wie das Spiel funktioniert, denn dazu muss man lesen können. Das Spielen wird bald langweilig. Und Katze ist grantig: "Das ist so gemein. Warum machen die so ein Spiel, das wir nicht spielen können, nur weil wir nicht lesen können?".

Schwester Hase hat Mitleid und sucht nach einem neuen Spiel für Katze. Sie findet eines, leider kostet es ein bisschen. Dafür aber ist es genau für das Alter von Hase und seinen Freund/innen. "Na gut, ausnahmsweise kauf ich ihnen dieses Spiel. Dann hab ich bei Hase auch etwas gut.", denkt sich Schwester Hase und gibt den Kleinen das Handy zurück.


Mitmachen müssen

Die Maus findet den Igel ja eigentlich schon lange blöd. Der schaut anders aus, sticht und redet nicht viel. Aber immer stecken die Katze und der Hase mit dem Igel zusammen. Die Maus möchte das auch. Sie mag Hase und Katze. Aber eben den Igel nicht. Da hat sie plötzlich eine Idee!  Sie sagt zu Hase, dass er mit ihr Eis essen kann, aber nur wenn der Igel nicht mehr sein Freund ist. Hase isst irrsinnig gerne Eis. Am liebsten Schoko. Und Mama Hase kauft nicht so oft Eis. Also geht Hase mit Maus Eis essen und spielt an dem Tag nicht mehr mit Igel. So hat er es der Maus ja versprochen.

Aber am nächsten Tag ist alles vergessen. Hase spielt mit Igel. Da kommt Maus und ist beleidigt: „Wie kannst du nur mit dem Igel spielen? Ich hab dir doch ein Eis gegeben!“ „Aber das war doch gestern! Igel ist mein Freund", antwortet Hase. Da ist Maus noch mehr beleidigt: „Ich dachte, ich bin deine Freundin!“ Aber Hase findet das nicht gut. Er ist mit beiden befreundet. Igel ist einer seiner besten Freunde. Aber mit Maus ist es auch nett. "Nein!", denkt sich der Hase: "Der Igel ist mir wichtiger." Und er sagt der Maus, dass ihm egal ist, wenn die Maus nicht mehr mit ihm spielt. Weil, erpressen lässt er sich nicht!


Passwort

Heute sind die drei FreundInnen bei Katze zuhause. Katze hat einen Computer. Also malen und stempeln die FreundInnen in ihrem Lieblingszeichenprogramm vergnügt vor sich hin. Als sie die Bilder dann an Maus schicken wollen, um ihre schönen Kunstwerke mit ihr zu teilen, muss Katze plötzlich dringend aufs Klo. Also sagt sie den anderen beiden einfach schnell ihr Passwort: "Mein Passwort ist "HundKatzeMaus"! So könnt ihr die Bilder schnell selbst verschicken!"

Mama Katze, die im Nebenzimmer sitzt, hört das und springt sofort auf: "Das ist keine gute Idee, Katze! Du darfst dein Passwort N-I-E-M-A-N-D-E-M verraten! Nicht einmal deinen besten FreundInnen!". "Aber warum denn nicht?!", fragt Katze zappelnd. "Weil", so sagt Mama, "so ein Passwort immer nur einer Person gehört - genauso wie dein Pfotenabdruck. Igel und Hase brauchen ihr eigenes Passwort!". "Aber warum?", fragt Katze ungeduldig. Sie muss nun wirklich dringend aufs Klo. "Damit man weiß, dass diese Nachricht wirklich von dir kommt und nicht von anderen.", sagt Mama Katze. "Pfff!! Aber das macht doch nix!", sagt Katze und rennt los, bevor es zu spät ist. "Macht schon was", sagt die Mama, "Ein Passwort ist wie eine Zahnbürste, die teilt man ja auch nicht mit anderen!".

Am Klo wird Katze plötzlich nachdenklich: "Mama hat Recht! Was wenn die anderen mir einen Streich spielen wollen, dann haben sie Zugang zu all meinen Nachrichten. Nein das möchte ich nicht!". Katze beschließt das Passwort gleich zu ändern, nachdem seine Freund/innen wieder weg sind. Sein Passwort ist sein Passwort!


Sooo spannend!

Es ist schon der zweite Tag, an dem Katze ihre Pfoten nicht vom Tablet lassen kann. Als Hase und Igel sie zum Spielen im Park abholen wollen, schickt Katze sie einfach fort. "Ich kann jetzt nicht. Ich hab was Wichtiges zu tun!" meint sie: "Vielleicht komme ich nach." Aber Katze kommt nicht nach. Am dritten Tag lassen sich Hase und Igel dann nicht mehr wegschicken. Sie wollen zuschauen. Sonst machen sie ja auch alles gemeinsam am Tablet! „Na gut“, sagt Katze ungeduldig. Dann gehen sie ins Kinderzimmer, wo ein Rennspiel auf Katze wartet. Sie kann schon extrem gut spielen damit! Die beiden anderen schauen ein bisschen zu, wollen dann aber auch einmal.

Aber das will Katze nicht. Sie will einfach ganz alleine spielen. Sie ist richtig böse zu den beiden und schubst Hase weg, als er sich dem Spiel nähert. Hase und Igel reicht es. Sie ziehen ab. Soll Katze doch alleine dieses blöde Spiel spielen!

Am nächsten Tag ist es aber noch immer nicht besser. Katze ist schon richtig blass um die Nase und hat müde Augen. Ihre FreundInnen finden das komisch, auch wenn sie beleidigt auf Katze sind. Wie kann man nur so lange spielen? Katze darf das bestimmt nur, weil ihre Mama gerade für ein paar Tage weg ist und der Babysitterin, der ist das wurscht! Katze spielt und spielt. Und dann wird Katze krank und kommt nicht in den Kindergarten. Ihre FreundInnen gehen sie besuchen. „Katze liegt im Bett und schläft“, sagt Mama Katze, die nun endlich aus ihrem Urlaub zurück ist. „Und spielen darf sie jetzt einmal eine ganze Woche nicht.“

Katze hat zwar protestiert als ihre Mama ihr das Spielen verboten hat, aber das hat ihr nichts geholfen. Mama ist jetzt streng. Kein Spielen mehr, bis Katze sich erholt hat! Und dann nur noch von fünf bis halb sechs Uhr jeden Tag. Aus, Schluss! Irgendwie ist Katze auch froh. Sie hat nämlich nicht mehr so richtig gewusst, wie sie wieder aufhören soll. Igel und Hase sind auch froh. Endlich können sie wieder zusammen im Park spielen.


Mama am Handy

Dem Igel ist echt fad. Seine Mama hat gesagt, dass er heute zu Hause bleiben muss, weil später seine Tante kommt. Aber erst später! Jetzt sitzt seine Mama die ganze Zeit am Sofa und macht irgendetwas am Handy. Jedes Mal wenn Igel der Mama etwas sagen will, sagt sie nur: "Sei still, ich kann jetzt nicht!". Igel ist sauer. Weil seine Mama ihn eh nicht bemerkt, geht er einfach: "Hase und Katze sind sicher im Park und spielen lustige Spiele. Bevor die Tante kommt, bin ich eh wieder zurück. " Igel ist sich sicher, dass er seine FreundInnen finden wird und so tapst Igel aus der Wohnung und schließt die Tür ganz leise hinter sich. Den Weg zum Park kennt er auch alleine, schließlich hat ihn seine Mama schon oft genug begleitet. Und seine Mama bemerkt doch eh nicht, ob er da ist oder nicht - die hat ja sowieso keine Zeit!

Aber dann ist Igel plötzlich unsicher: "Soll ich links abbiegen oder rechts?". Igel ist verwirrt und biegt in die falsche Straße ab. Vom Park keine Spur. Plötzlich schaut alles so anders aus als in seiner Erinnerung. Was soll er jetzt bloß machen? Ängstlich beschließt Igel umzukehren. Ihm fällt ein richtiger Stein vom Herzen als er einige Zeit später tatsächlich wieder wieder vor seiner Haustür steht. Kurz hat er gedacht, dass er nicht mehr nachhause finden würde. Und gerade als Igel sich auf seine Zehenspitzen stellt, um an die Klingen zu kommen, biegt seine Tante um die Ecke. "Tante!", ruft Igel freudig und läuft ihr entgegen.

Gerettet! Die Tante klingelt (weil Igel doch zu klein ist) und die beiden gehen rauf zu Mama Igel. Mama hat sich Sorgen gemacht. Mama hat Igel vermisst. Sie hat schon überall nach ihm gesucht. "Mama hat mich nicht vergessen?", denkt Igel überrascht. Jetzt fühlt er sich schlecht. Er wollte Mama keine Angst einjagen. Mama nimmt Igel in den Arm. Das nächste Mal wird sie nicht den ganzen Tag am Handy sein, wenn Igel zuhause ist, das verspricht sie ihm.


Das ist doch nicht die Oma!

Mama Katze schreibt mit Oma Katze am Handy. Katze ist neugierig und will wissen, was die beiden schreiben und schielt in Mamas Handy. Da sieht sie Omas Profilbild und ist ganz überrascht. "Das ist doch nicht Oma!", sagt Katze empört. "Nein", sagt die Mama, "das bist du! Die Oma mag dieses Foto von dir so gerne, dass sie es der ganzen Welt zeigen will." Da ist Katze irgendwie stolz, dass die Oma das Bild so mag. Aber irgendwie findet sie das auch komisch. "Die ganze Welt kann mich beim Eisessen sehen?", fragt sich die Katze, "Aber ich nehme doch auch nicht ein Bild von irgendjemand anderem, nur weil das Bild so schön ist."

Katze beschließt mit Oma zu reden. Sie wird ihr sagen, dass sie es nett findet, dass Oma das Bild mag. Katze mag Oma auch sehr. Katze liebt Oma Katze sogar. Aber sie wird sie trotzdem bitten, ein anderes Profilbild zu nehmen. Eines von Oma.

Erst versteht die Oma Katze nicht. Welches Bild? Oma hat schon längst vergessen, dass sie ein Bild von Katze als ihr Profilbild am Handy verwendet. Als Katze es ihr dann zeigt, lacht sie, gibt Katze einen Kuss auf die Stirn und macht es weg. Sie bittet Katze ein schönes Bild von ihr zu machen, und das nimmt sie jetzt als Profilbild. Katze ist erleichtert, sie hatte Angst, Oma wäre beleidigt. Aber Oma ist eben die beste Oma der ganzen Welt.


Ich weiß nicht genau

Hase ist sich irgendwie nicht sicher. Gestern hat ihm sein Onkel einen richtig coolen Schlüsselanhänger geschenkt. Er ist wie ein Mini-Handy. Man kann sogar das Foto wechseln. Auch Igel findet den Schlüsselanhänger richtig toll. Das freut Hase irgendwie, denn schließlich ist der Anhänger wirklich etwas ganz Besonderes. Aber was, wenn Igel jetzt neidig ist? Vielleicht findet Igel sogar, dass Hase den Schlüsselanhänger mit Igel und Katze teilen sollte? Vielleicht will Igel, dass Hase ein Bild von Igel hineingibt und nicht das Bild vom Auto, das jetzt drin ist. Vielleicht will Igel den Schlüsselanhänger selber haben?

Hase ist also stolz, er hat aber auch Angst. Hase freut sich, aber weiß nicht, was er jetzt machen soll. Hase weiß nicht einmal genau, wie er sich jetzt fühlt. Der Papa vom Hasen merkt das und fragt, was los ist als er Hase am Abend ins Bett bringt. Hase sagt: "Nichts, Papa." Aber der Papa kennt Hase und merkt, dass etwas nicht stimmt. Dann rückt der Hase mit der Wahrheit heraus: Er sagt, dass er nicht weiß, wie er sich fühlt und was er machen soll. Der Papa hilft Hase, herauszufinden, wie er sich fühlt und was er machen möchte. Sobald Hase weiß, wie er sich fühlt und was er jetzt tun kann, kann er endlich gut schlafen. Danke Papa.


Was dürfen Menschen von mir wissen?

Katze, Igel und Hase sitzen mal wieder am Spielplatz und spielen ein Spiel. Das Spiel heißt "Was nur beste FreundInnen wissen können.“ Sie haben es gerade erfunden. Die drei erraten Dinge voneinander, die nur sie, also die besten FreundInnen wissen können. Da mischt sich eine Frau ein, die in der Nähe sitzt. Sie möchte auch Fragen stellen. Aber Katze findet, das geht sie nichts an und ruft plötzlich „Fang mich doch!“ und rennt los. Die anderen hinterher. Viel später diskutieren die drei: Hätten sie die Frau mitspielen lassen sollen? Was darf man jemanden anderen sagen und was nicht? Da sagt Katze, dass sie es eigentlich auch nicht will, wenn ihre Mama der Oma am Handy Sachen von ihr erzählt, obwohl sie die beste Oma da Welt ist. Und Mama Igel hat gesagt, dass Igel auch im Internet niemandem was sagen soll, das sie nichts angeht. Die drei überlegen angstrengt was das sein könnte. Ihren Namen? Ihr Lieblingsspiel? Wovor sie sich fürchten? So genau wissen sie es eigentlich nicht. Also fragen sie Mama Igel und die erklärt dann, dass sie ganz Recht haben: Wie sie heißen, wo sie wohnen, wie alt sie sind und wo sie in den Kindergarten gehen, all das geht andere nichts an. Und Mama Igel lobt die drei: "Das habt ihr gut gemacht im Park mit der Frau! Ihr seid so schlau!" Das freut die drei natürlich und sie sind froh, dass sie auf ihr komisches Bauchgefühl gehört haben.


Gute FreundInnen bleiben

Hase, Katze und Igel sind die allerbesten FreundInnen. Sie machen alles miteinander. Wenn sie mal streiten, dann versöhnen sie sich danach einfach wieder. Und wenn einem von den dreien einmal was zu viel wird, dann akzeptieren das die anderen. Manchmal hat eine/r von ihnen ein Problem, dann helfen die anderen und unterstützen. Sie wissen, dass ihre Freundschaft wirklich etwas ganz besonderes ist!

Aber ihr Passwort das teilen sie trotzdem nicht miteinander. Und auch peinliche Bilder verschicken sie nicht mehr ohne um Erlaubnis zu fragen - so wie damals das Bild von Igel mit der Korkenzieher-Nase.

Das ist einfach furchtbar gemein und bringt selbst die allerbesten FreundInnen zum Streiten. Hase, Katze und Igel streiten aber gar nicht gerne, auch wenn sie sich richtig gut versöhnen können. Schließlich wollen sie, wenn sie groß sind, miteinander wohnen. Das wissen sie heute schon!