Datenschutz

Datenschutz

Sich völlig anonym durch den Alltag zu bewegen, ist heutzutage unmöglich. Gerade im Internet gilt: 100%igen Datenschutz gibt es nicht. Jeder Einstieg ins Web hinterlässt – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – Spuren. Leider gibt es viele Versuche, diese Spuren zu lesen und auch illegal zu nutzen. Für einen Teil der verfügbaren Daten über uns sind wir aber auch selbst verantwortlich, weil wir oft sehr leichtfertig mit Angaben zur eigenen Person umgehen (z.B. in Sozialen Netzwerken).

Bedenken Sie: Die Privatsphäre ist ein kostbares Gut! Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre persönlichen Daten im Internet schützen können. Die 10 Tipps zum Schutz der Privatsphäre im Internet geben Ihnen einen schnellen Überblick.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Datenschutz

Was bedeutet „Datenschutz“?

Datenschutz bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst entscheiden kann, wem, wann und welche seiner persönlichen Daten zugänglich sein sollen.

Mit „persönliche Daten“ sind genau genommen personenbezogene Daten gemeint. Dazu gehören alle Daten, mit denen unmittelbar auf eine bestimmte Person geschlossen werden kann (z.B. Name, Adresse, Geburtsdatum oder Alter). Als solche Daten können aber auch Ihre E-Mail-Adresse oder die IP-Adresse Ihres Computers gelten. Besonderen Schutz genießen die sensiblen Daten. Dazu gehören Informationen über Ihre Gesundheit, politische Einstellung, religiöse oder philosophische Überzeugungen, ethnische Herkunft und Ihr Sexualleben.

Sich völlig anonym durch den Alltag zu bewegen, ist heutzutage so gut wie unmöglich. Ob beim Telefonieren, beim Einkaufen, bei der Urlaubsbuchung, beim Arztbesuch oder beim Internet surfen – fast immer werden jede Menge persönliche Daten erfasst. Teils offensichtlich, oft aber auch ohne unser Wissen. Für einen Teil der verfügbaren Daten von uns sind wir aber auch selbst verantwortlich, weil wir sehr freizügig mit Angaben zur eigenen Person umgehen. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, welche Datenspuren man hinterlässt und welche Folgen das haben kann.

Im Internet ist es zudem oft schwierig, seine Rechte bei Datenmissbrauch durchzusetzen. Deshalb sollten Sie genau überlegen, welche Daten Sie im Netz von sich preisgeben.

Weiterführende Links:

Was sagt das Gesetz?

Datenschutz spielt eine wichtige Rolle im österreichischen Recht und wird auch als Grundrecht jedes Menschen gesehen. Im Datenschutzgesetz (DSG 2000) ist geregelt, wer unter welchen Bedingungen welche Daten besitzen und verwenden darf. In Österreich ist der § 1 DSG 2000 auch Teil der Verfassung, die in der Rechtsordnung über einem „normalen“ Gesetz steht. Das bedeutet, dass es strengere Voraussetzungen gibt, wenn man in diese Rechte eingreifen will. 

Ein Recht auf Datenschutz besteht sowohl gegenüber Behörden als auch gegenüber Privatpersonen oder Unternehmen. Geschützt sind personenbezogene Daten. Eine weitere Voraussetzung ist das Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses. Ein solches liegt dann nicht vor, wenn die Daten öffentlich sind, also etwa im amtlichen Telefonbuch angeführt sind. Bei der missbräuchlichen Verwendung von Daten sieht das Datenschutzgesetz empfindliche Strafen vor.

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Datenschutz im Internet – warum ist das wichtig?
  • Im Web ist man nicht so anonym, wie man glaubt: Alle Inhalte, die Sie ins Netz stellen, sind nicht nur für Ihre Familie, Freund/innen, Kolleg/innen etc. zugänglich, sondern theoretisch auch für alle anderen Internetnutzer/innen auf der Welt. Auch Ihnen unbekannte oder weniger gut gesonnene Menschen können Ihre privaten Informationen unter Umständen einsehen und für böse Absichten missbrauchen (z.B. Identitätsklau, sexuelle Belästigung, Cyber-Mobbing).
  • Das Internet vergisst nicht: Einmal veröffentlichte Daten im Web sind weltweit zugänglich, schnell vervielfältigt und oft nicht mehr zu entfernen. Sie können auch noch Jahre später in ganz anderen Zusammenhängen wieder auftauchen und Ihnen schaden (z.B. potenzieller Arbeitgeber findet exzessive Party-Fotos von Ihnen in einem Sozialen Netzwerk).
  • Der erste Eindruck zählt: Haben Sie auch schon einmal nach einer Person, über die Sie mehr wissen wollten, „gegoogelt“? Damit sind Sie in jedem Fall nicht alleine – heutzutage machen das sehr viele Menschen. Wie steht es mit Ihren Online-Angaben? Erhalten andere darüber ein realistisches Bild Ihrer Person? Siehe auch: Wie finde ich heraus, was über mich im Internet steht?
  • Nicht alles ist, wie es scheint: Glauben Sie nicht alles, was andere Menschen im Internet behaupten – sich als jemand anderer auszugeben bzw. etwas vorzuspielen, ist im Web besonders einfach.
  • Ein Paradies für Datensammler: Immer wieder wird von Sicherheitslücken, durch die der unerlaubte Zugriff Dritter auf Nutzerdaten möglich wird, berichtet (z.B. in Sozialen Netzwerken, bei E-Mail-Anbietern …). Die möglichen Folgen: E-Mail-Adressen und andere private Daten werden für z.B. Spam missbraucht, Fotoalben widerrechtlich auf Tauschbörsen zum Download angeboten oder Userprofile weiterverkauft. Kreditkartennummern, Bankdaten etc. landen in den Händen von Betrügern und verursachen erheblichen finanziellen Schaden.

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Wie kann ich meine persönlichen Daten im Internet schützen?
  • Wichtigste Regel: Veröffentlichen Sie so wenig personenbezogene Daten wie möglich! Adresse, Telefonnummer, Passwörter etc. gehen Fremde nichts an. Seien Sie besonders sparsam mit diesen Informationen, wenn Sie sich auf Websites, für Gewinnspiele o.ä. registrieren.
  • Nicknames nutzen. Wenn möglich, verwenden Sie anonyme Nicknames anstelle Ihres richtigen Namens. In Sozialen Netzwerken könnten Sie z.B. Ihren Zweitnamen verwenden.
  • Mehrere E-Mail-Adressen verwenden. Legen Sie sich bei einem Gratis-Anbieter (z.B. Yahoo!, Hotmail oder Gmail) eine E-Mail Adresse an, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt. Verwenden Sie diese Adresse, um sich auf Websites zu registrieren, in Blogs zu posten oder in Foren mitzudiskutieren.
  • Spam ignorieren. Antworten Sie niemals auf Spam-E-Mails, weder um Fragen aus den E-Mails zu beantworten, noch um mitzuteilen, dass Sie diese lästigen Zusendungen nicht mehr wollen. Damit bestätigen Sie nur, dass es sich um eine gültige E-Mail-Adresse handelt und bekommen umso mehr Spam.
  • Achtung: Datenklau! Seien Sie wachsam bei Phishing-E-Mails und geben Sie keine Bank- oder sonstigen Zugangsdaten via Internet oder E-Mail weiter. Wenn Sie unsicher sind, kontaktieren Sie Ihre Hausbank.
  • Nicht alle Attachments öffnen. Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge aus E-Mails oder via Instant Messenger – sie könnten Spyware, die persönliche Daten auf Ihrem Computer ausspioniert, oder Viren enthalten.
  • Online-Verhalten hinterfragen. Überprüfen Sie, ob Ihre Website, Ihr Blog oder Ihr Community-Profil Angaben oder Fotos von Ihnen enthält, die Sie eigentlich nicht vollkommen öffentlich haben wollen. Bedenken Sie: Alle Inhalte, die Sie ins Internet stellen, sind weltweit frei zugänglich und über Suchmaschinen einfach zu finden.
  • Sichere Passwörter verwenden. Verwenden Sie sichere Passwörter und halten Sie diese geheim.
  • Community-Profil einschränken. Nutzen Sie die Privatsphäre-Einstellungen in Sozialen Netzwerken, sodass nur ausgewählte Personen (z.B. „Freunde“) Ihre persönlichen Daten einsehen können.
  • Internet-Browser sicherer machen. Optimieren Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers (Mozilla Firefox „Extras – Einstellungen – Sicherheit bzw. Datenschutz“; Internet Explorer „Extras – Internetoptionen – Sicherheit bzw. Datenschutz) und machen Sie regelmäßige Updates.
  • Computer schützen. Verwenden Sie ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall und verschlüsseln Sie Ihre WLAN-Verbindung.
  • Vorsicht bei der Nutzung öffentlicher Computer. Seien Sie besonders vorsichtig bei der Nutzung öffentlicher Computer, wie z.B. in der Schule oder im Internet-Café. Allzu sensible Daten (z.B. Bankdaten) sollten Sie hier am besten gar nicht verwenden; wenn Sie sich auf Websites einloggen, melden Sie sich auch stets wieder ab.

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Wie anonym bin ich im Internet?

IP-Adresse
Alle Computer, die mit dem Internet verbunden sind, haben eine eindeutige Adresse, über die sie identifiziert werden können: die IP-Adresse. Das ist ein Zahlencode, der einem Rechner entweder fix zugeordnet ist oder vom Provider dynamisch vergeben wird.

Wann immer Sie im Internet etwas tun (z.B. chatten, eine E-Mail schreiben, eine Website besuchen ...), wird die IP-Adresse Ihres Rechners in einem Logfile gespeichert bzw. bei E-Mails zusätzlich auch noch im Header verewigt. Sie hinterlassen also Spuren, wenn Sie sich im Internet bewegen. Diese Spuren sind nicht immer sofort einer bestimmten Person zuzuordnen, sie können aber – wenn z.B. die Polizei eine Anzeige erhält – miteinander verknüpft werden und führen dann zum entsprechenden Computer bzw. zur Telefonnummer.

Cookies
Cookies sind kleine Dateien auf Ihrem Computer, die sich beim Besuch bestimmter Websites (z.B. Online-Shops, Soziale Netzwerke etc.) „merken“, welche Zugangsdaten eingegeben wurden, was Sie bestellt haben, wie lange Sie auf der Website waren, welche Unterseiten genau angeklickt wurden etc. Besuchen Sie später noch einmal diese Website, „weiß“ der Server dank der Cookies, dass Sie schon einmal dort waren und füllt Ihre persönlichen Daten automatisch ein. Das ist natürlich praktisch, aber denken Sie daran, dass dadurch auch andere Computernutzer/innen leicht an Passwörter o.ä. kommen können. Außerdem werden Cookies auch dazu missbraucht, Sie mit personalisierter Online-Werbung zu belästigen.

Siehe auch: Wie beseitige ich Internetspuren am Computer?

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Wie finde ich heraus, was über mich im Internet steht?

Suchen Sie regelmäßig nach Angaben über sich im Internet. Dazu brauchen Sie nur Ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Um ein exakteres Suchergebnis zu bekommen, setzen Sie Vornamen und Nachnamen in Anführungszeichen („Maria Meier“). Die Anführungszeichen verbinden die beiden Wörter zu einer fixen Wortgruppe.


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Soziale Netzwerke

Was ist an Sozialen Netzwerken so faszinierend?

In Sozialen Netzwerken kann man sich mit anderen austauschen, Fotos, Videos und Links teilen, Interessensgruppen bilden, gemeinsam Spiele spielen, chatten, neue Kontakte knüpfen u.v.m. Die Nutzer/innen präsentieren sich in einem eigenen Profil mit möglichst vielen persönlichen Angaben, wie z.B. Hobbys, Interessen, aktuellen Aktivitäten, Fotos, Videos etc. Wenn zwei Nutzer/innen einwilligen, „verlinken“ sie ihre Profile und werden zu „Freunden“.

Kinder und Jugendliche nutzen Soziale Netzwerke vor allem für das Identitäts- und Beziehungsmanagement: Sich selbst darzustellen, mit verschiedenen Identitäten zu experimentieren, das Freundesnetzwerk anhand einer Freundesliste abzubilden, die Positionierung innerhalb einer Peergroup oder der Schulklasse zu stärken und den Kontakt zu Gleichaltrigen zu halten – all das ist in Sozialen Netzwerken möglich. Für Jugendliche sind Soziale Netzwerke per se „erwachsenenfreie Zonen“, in denen sie sich „austoben“ können – ohne gleich den erhobenen Zeigefinger oder Sanktionen (durch Eltern, Lehrer/innen) befürchten zu müssen.

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Ab welchem Alter soll ich mein Kind in Facebook lassen?

Oft sind Kinder bereits vor dem erlaubten Alter in Sozialen Netzwerken angemeldet und nutzen diese aktiv. Laut den Facebook-Nutzungsbedingungen ist eine Registrierung erst ab 13 Jahren gestattet. Immer häufiger nutzen aber auch schon z.B. 8-Jährige Facebook. Ein Grund dafür ist, dass sie Facebook schon durch ältere Geschwister oder Freund/innen kennen gelernt haben.

Soll man nun auf einem Verbot beharren oder sein Kind gewähren lassen? Die Entscheidung werden Eltern immer nur im Einzelfall treffen können. Wichtig ist, dass man sein Kind auf mögliche Risiken hinweist und ihm zeigt, wie es in seiner Online-Community sicher unterwegs ist und was gegen die Regeln verstößt. Hilfreich kann es auch sein, mit dem Kind darüber zu sprechen, warum es Mitglied werden möchte.

Richten Sie gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen so ein, dass alle geteilten Inhalte, wie z.B. Statusmeldungen und Fotos, nur für „Freunde“ sichtbar sind und das Profil von Suchmaschinen nicht gefunden werden kann. Legen Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren ein neues Facebook-Konto an, wird die Privatsphäre-Voreinstellung automatisch auf "Freunde" gesetzt. Bei allen anderen Facebook-User/innen ist die Voreinstellung "Öffentlich".

Kinder im Volksschulalter sind kaum bis gar nicht in der Lage, die Konsequenzen ihres Handelns in Sozialen Netzwerken einzuschätzen. Bis sie das sind (meist erst mit 13-15 Jahren), ist es sinnvoller, unter einem Nickname aktiv zu sein. Eine Möglichkeit wäre, statt des Nachnamens den zweiten Vornamen oder einen Spitznamen anzugeben, sodass sie von Freund/innen, aber nicht von Unbekannten gefunden werden können.

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Facebook-Freundschaft mit dem Kind bzw. den Schüler/innen?

Für Eltern: Überlegen Sie gut, ob Sie mit Ihrem Kind auf Facebook „befreundet“ sein sollen. Das kann ein Vorteil sein, wenn ihr Kind noch sehr jung ist, da sie es so besser beim sicheren Umgang mit Sozialen Netzwerken unterstützen können. Wenn Ihr Kind sich allerdings irgendwann entschließt, sich von Ihnen zu „entfreunden“, dann sollten Sie das akzeptieren. Als Eltern hat man schließlich auch im realen Leben eine andere Aufgabe als die eines Freundes bzw. einer Freundin. Nutzen Sie Facebook nicht als „Kontrollorgan“ – das würde dem Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind schaden.

Für Lehrende: Mit den Schüler/innen „befreundet“ zu sein, ist dann sinnvoll, wenn Sie deren Online-Aktivitäten (erzieherisch) begleiten oder Facebook aktiv in den Unterricht einbeziehen möchten. Überlegen Sie sich dann aber unbedingt, wie Sie im Falle von Cyber-Mobbing, freizügigen Bildern, Verunglimpfungen etc. reagieren und vor allem auch, wie Sie Ihre eigene Privatsphäre schützen. Schließen Sie außerdem keine Schüler/innen aus: entweder alle oder keine/n!

Eine andere mögliche Variante ist es, nur ehemalige Schüler/innen als „Freunde“ zu akzeptieren und dies auch offen zu kommunizieren. So bleibt die eigene Privatsphäre und die Ihrer Schüler/innen in jedem Fall gewahrt.

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WhatsApp sicher nutzen – geht das überhaupt?

WhatsApp stand immer wieder wegen Sicherheitslücken in der Kritik, hat aber im April 2016 beim Datenschutz ordentlich nachgebessert: Seitdem werden standardmäßig alle über WhatsApp verschickten Inhalte (Nachrichten, Fotos, Videos, Dateien, ...) mit einer sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen. Das bedeutet, dass nur der/die Sender/in sowie der/die Empfänger/in diese Inhalte lesen können. Voraussetzung: Alle Kommunikationspartner/innen (z.B. in einer WhatsApp-Gruppe) verwenden eine aktuelle Version von WhatsApp. Allerdings wirft die Anpassung der Nutzungsbedingungen im August 2016 wieder neue Fragen und Unsicherheiten auf – erstmals teilt WhatsApp gewisse Nutzer/innen-Daten mit dem Mutterkonzern Facebook. Mittlerweile gibt es auch schon einige Alternativen zu WhatsApp.

Auf jeden Fall sollten Sie folgende Tipps beherzigen: 

  • Nicht in öffentlichen WLAN-Netzwerken verwenden! Dort ist die Gefahr am größten, dass persönliche Daten am Handy durch Dritte ausgelesen werden.

  • Keine sensiblen Daten versenden! Das betrifft auch vermeintlich „private“ Chats und Gruppen. Wohnadresse, Passwörter, Kreditkarten- bzw. Kontodaten und allzu persönliche Informationen oder freizügige Fotos sollten via WhatsApp nicht weitergegeben werden. Bedenken Sie: In WhatsApp können Bilder oder Informationen mit wenigen Klicks an sehr viele Menschen weitergeleitet werden!

  • Privatsphäre-Optionen nutzen. Verbergen Sie Ihr Profilbild, Ihre Statusmeldung sowie den Zeitpunkt, an dem Sie zuletzt online waren, vor Fremden. 

  • Keine Kontaktanfragen von Fremden annehmen! Unerwünschte Kontakte können in WhatsApp blockiert werden. Klären Sie Kinder über Sexting und Cyber-Grooming auf.

  • Kettenbriefe nicht weiterleiten! Kettenbriefe sind Massennachrichten, die großes Unheil versprechen, wenn sie nicht binnen kurzer Zeit an eine gewisse Anzahl an Kontakten weitergeschickt werden. Diese Kettenbriefe sind grundsätzlich immer Hoaxes und können daher getrost ignoriert bzw. gelöscht werden.

  • Messenger schützen! Spezielle Schutz-Apps ermöglichen es auf Android-Smartphones, WhatsApp und andere Messenger-Dienste mittels PIN vor fremden Zugriffen zu schützen, z.B. ChatLock+ (kostenlos für Android), WhatsAppLock (kostenlos für Android).
  • Smartphone schützen! Lassen Sie Ihr Smartphone niemals unbeaufsichtigt herumliegen und schützen Sie es mit einem Sperrbildschirm vor fremden Zugriffen.

  • WhatsApp-Alternativen nutzen! Es gibt mittlerweile mehrere Messenger-Apps, die WhatsApp sehr ähnlich sind – aber deutlich mehr Wert auf den Datenschutz der Nutzer/innen legen. Testen Sie WhatsApp-Alternativen und stimmen Sie diese mit Ihrem engeren Bekanntenkreis ab.

 Weiterführende Links:

Welche Alternativen gibt es zu WhatsApp?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Messenger-Dienste, die WhatsApp sehr ähnlich sind – aber deutlich mehr Wert auf den Datenschutz der Nutzer/innen legen. Testen Sie z.B. folgende Apps – am besten in Abstimmung mit Ihrem engeren Bekanntenkreis:

  • Threema: Bietet ähnliche Funktionen wie WhatsApp, verschlüsselt aber die komplette Kommunikation (iOS € 1,99, Android € 2,49).
  • Telegram: Bietet „Geheime Chats“, in denen Nachrichten, Bilder und Videos verschlüsselt verschickt werden und sich nach Ablauf einer bestimmten Frist von selbst löschen (kostenlos für Android, iOS und Windows Phone)
  • Sicher: Deutsche App, die sämtliche Daten verschlüsselt und darüber hinaus noch Passwortschutz, sich selbst zerstörende Nachrichten sowie Push-Mitteilungen ohne Vorschau bietet (kostenlos für Android, iOS und Windows Phone)
  • Signal: Open Source-Messenger, bei dem sämtliche Inhalte mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen werden (Textnachrichten, Bilder, Videos, Anrufe). Auch abhörsichere Telefonate sind möglich, wenn der Gesprächspartner ebenfalls Signal verwendet (kostenlos für Android und iOS; für Android hieß die App früher „TextSecure“).

Auch hier gilt aber: Allzu private Inhalte sollten grundsätzlich nicht über Messenger-Dienste ausgetauscht werden!

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Was ist das „Recht am eigenen Bild“?

Es gibt im österreichischen Urheberrechtsgesetz das Recht am eigenen Bild. Fotos und/oder deren Begleittext, die die „berechtigten Interessen“ der Personen auf dem Bild verletzen, dürfen nicht veröffentlicht werden. Aufnahmen an öffentlichen Plätzen sind üblicherweise unbedenklich. Wenn aber die Situation für die Abgebildeten nachteilig ist (z.B. Oben-ohne-Foto am Strand), ist die Abbildung in jedem Fall schützenswert.  

Im privaten Bereich sind Interessen noch viel früher beeinträchtigt, dies gilt auch für private geschlossene Veranstaltungen (z.B. Partys bei Freunden). Veröffentlichte Fotos dürfen die Abgebildeten nicht „bloßstellen“ oder „herabsetzen“. Es reicht allerdings nicht, wenn sich der/die Abgebildete auf einem Foto einfach nur hässlich findet – eine Bloßstellung muss objektiv nachvollziehbar sein (z.B. heruntergelassene Hose im Vollrausch) und die abgebildete Person muss erkennbar sein (z.B. ein Foto vom Hinterkopf reicht in der Regel nicht aus).

Als Entscheidungshilfe, ob die „berechtigten Interessen“ der abgebildeten Person verletzt sind, kann die Frage helfen: Möchte ich eine solche Aufnahme auch von mir selbst im Netz haben? Bedenken Sie das auch, wenn Sie andere Personen auf einem Foto mit Namen markieren möchten – nicht jedem ist das immer recht. Fragen Sie daher immer vorher bei der/dem Betroffenen nach!

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Hilfe, peinliche Fotos! Wie bekomme ich die wieder aus dem Netz?

Entdecken Sie ein für sich nachteiliges Foto oder Video im Internet, haben Sie ein Recht auf Löschung dieses Fotos/Videos, da hier das Recht am eigenen Bild gilt. Es reicht allerdings nicht, wenn Sie sich auf einem Foto einfach nur hässlich finden – die Bloßstellung muss objektiv nachvollziehbar sein.

Bei einer Rechtsverletzung gehen Sie am besten so vor:

  1. Speichern Sie sich zum Beweis einen Screenshot der Website, wo die betreffende Aufnahme hochgeladen wurde.
  2. Kontaktieren Sie schriftlich die Person oder das Unternehmen, die/das Ihr  Foto/Video veröffentlicht hat, und/oder den Website-Betreiber und bitten Sie um Löschung. Setzen Sie eine Frist (z.B. drei Wochen) bis zu der das Foto/Video entfernt sein sollte. Nutzen Sie dazu z.B. das Muster einer Unterlassungsaufforderung des Internet Ombudsmann. In den meisten Sozialen Netzwerken finden Sie bei jedem Bild den Link „Foto melden“.
  3. Sollte das nichts nützen, können Sie in gravierenden Fällen mit einer Unterlassungsklage und Schadenersatzforderungen drohen und Ihre Rechte vor einem Gericht geltend machen. Lassen Sie sich vorher beim Internet Ombudsmann dazu beraten.

Aber Achtung: Eine Garantie, dass unerwünschte Inhalte nicht anderswo im Netz auftauchen, haben Sie nicht. Das Internet vergisst nicht so schnell: Trotz Löschung an der ursprünglichen Stelle bleiben Texte, Fotos, Videos etc. oft noch jahrelang im Web gespeichert und können von anderen Nutzer/innen weiterverbreitet werden!

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Wie lösche ich mein Facebook-Profil – oder: was tun mit „digitalen Leichen“?

Wenn Sie auf einer Plattform nicht mehr aktiv sind, löschen oder deaktivieren Sie Ihr Profil. Denn nicht mehr aktualisierte Angaben können leicht einen falschen Eindruck von Ihrer Person vermitteln. Sie werden merken, dass es nicht so einfach ist, seine virtuelle Identität verschwinden zu lassen – die Löschfunktion ist oft schwer aufzufinden und bis zur erfolgreichen Abmeldung sind mehrere Schritte notwendig. 

Achtung bei Apps! Hier müssen Sie nicht nur Ihren Account löschen, sondern auch die App selbst von Ihrem Smartphone deinstallieren (z.B. beim beliebten Messenger-Dienst WhatsApp).

Bei vielen Sozialen Netzwerken kann das eigene Profil nicht gelöscht, sondern nur stillgelegt werden. Wenn Sie das nicht möchten, schreiben Sie an die Betreiber/innen und fordern sie dazu auf, das Profil endgültig zu löschen. Bedenken Sie: Auch wenn Sie Ihr Profil löschen, müssen Sie immer damit rechnen, dass Daten im Netz zurückbleiben!

Für den Ausstieg aus Facebook gibt es zwei Varianten:

  • Account deaktivieren: Loggen Sie sich bei Facebook ein und gehen Sie auf „Konto (das weiße Dreieck rechts oben) > Kontoeinstellungen > Sicherheit > Deaktiviere dein Konto (Link ganz unten)“. Folgen Sie den elendslangen Abmeldeschritten und hakeln Sie unbedingt „Ich möchte in Zukunft keine E-Mails mehr von Facebook erhalten“ an. Ihr Konto ist nun deaktiviert, d.h. es wird nicht mehr in der Suche aufgefunden und auch nicht mehr in den Freundeslisten angezeigt. Sie können das Konto jederzeit wieder reaktivieren.
  • Account löschen: Loggen Sie sich bei Facebook ein und rufen Sie diesen Link auf. Klicken Sie auf „Mein Konto löschen“. Innerhalb von 14 Tagen wird ihr Konto dauerhaft gelöscht – Achtung: in dieser Zeit dürfen Sie sich nicht nochmal bei Facebook einloggen, da der Löschvorgang sonst rückgängig gemacht wird.

Wie Sie das Profil einer verstorbenen Person deaktivieren oder in einen „Gedenkstatus“ versetzen lassen können, lesen Sie im ISPA-Infoblatt Digitaler Nachlass (pdf, 342 KB).

Die Website justdelete.me bietet eine Übersicht, ob und wie Accounts in diversen Sozialen Netzwerken oder anderen Webdiensten gelöscht werden können.

Weiterführende Links:

Passwörter

Wie sieht ein sicheres Passwort aus?

Grundsätzlich gilt: Auch ein langes, kompliziertes Passwort kann geknackt werden – hunderprozentigen Schutz gibt es nicht! Sie können es aber möglichen Angreifern schwerer machen, indem Sie Ihre Passwörter möglichst sicher gestalten.

  • Verwenden Sie Passwörter, die aus einer Kombination aus mindestens acht bis zehn Buchstaben (variieren Sie mit Groß- und Kleinschreibung), Zahlen und Sonderzeichen (z.B.- + = ! ? % ^ & * @ # $ ( ) [ ] \ ; : " / , . < >~) bestehen.

  • Verzichten Sie auf einfache Wörter oder Namen, die leicht zu knacken sind (z.B. Name des Haustieres oder „Passwort“). Auch einfache Zahlenkombinationen wie „123456“ oder „qaywsx12345“ sind nicht sehr sicher.

  • Wählen Sie Zeichenfolgen, die Sie sich leicht merken, andere aber nicht erraten können. Folgende Passwort-Strategien können dabei helfen:

    Buchstaben ersetzen: Ersetzen Sie einzelne Buchstaben mit Sonderzeichen oder Zahlen – Sie können etwa statt des Buchstabens E die Ziffer 3 oder statt einem S ein $ verwenden. Beispiel: $aferint3rn3t

    Satz abkürzen: Denken Sie sich einen Satz aus und kürzen Sie diesen unter Verwendung von Sonderzeichen und Ziffern ab, z.B. für das Passwort „JMgiu17:30mBzT!“: „Jeden Mittwoch gehe ich um 17:30 mit Barbara zum Tennistraining!“.

    Wortreihenfolge ohne Zusammenhang:
    Überlegen Sie sich eine Wortreihenfolge, bei der die einzelnen Wörter keinen nachvollziehbaren Zusammenhang aufweisen. Beispiel: WalAfrikaBirneMetall. Noch sicherer wird es, wenn Sie – falls möglich – die einzelnen Wörter durch Leerzeichen oder Unterstriche trennen (Wal Afrika Birne Metall bzw. Wal_Afrika_Birne_Metall).

    Wörter schlagen Zeichen: Sie können in den Wörtern der willkürlich zusammengesetzten Wortreihenfolge einzelne Buchstaben durch Sonderzeichen oder Zahlen ersetzen. Beispiel: WalAfrikaBirneMetall wird zu WalAfrikaB1rn3Metall

  • Benutzen Sie verschiedene Passwörter für verschiedene Anwendungen und Websites. Falls das Passwort eines von Ihnen genutzten Online-Dienstes geknackt wird, schützen Sie so Ihre anderen Konten vor Missbrauch.

  • Aktivieren Sie als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

  • Und schließlich: Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig.

Tipp: Mit dem Kennwortprüfer von Microsoft oder CheckdeinPasswort können Sie überprüfen, wie sicher Ihr Passwort ist. Alternativ können Sie den Passwort-Generator verwenden, um automatisch ein sicheres Passwort erstellen zu lassen. 

Weiterführende Links:

Wie kann ich Passwörter sicher aufbewahren?
  • Halten Sie Ihre Passwörter geheim.
  • Geben Sie Passwörter stets unbeobachtet von Dritten ein.
  • Speichern Sie Passwörter nicht im Browser ab – vor allem dann nicht, wenn der Computer bzw. das Smartphone/Tablet von mehreren Personen verwendet wird.
  • Verwenden Sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Benutzerkonten. Wer nicht dutzende verschiedene Passwörter verwalten möchte, kann auch Passwort-Gruppen bilden. Dabei wird dasselbe Passwort für eine bestimmte Gruppe von Benutzerkonten verwendet, z.B. unwichtige Accounts / wichtige Accounts / Spiele-Websites / E-Mail-Konten etc.
  • Alternativ dazu können Sie auch einen Passwort-Safe bzw. Passwort-Manager benutzen. Dieser speichert viele verschiedene Passwörter hinter einem Master-Passwort ab. So brauchen Sie sich nur noch ein einziges Passwort zu merken. Bekannte Passwort-Manager sind etwa LastPass1PasswordKeeperKeePass oder PasswordBox. Auf heise online finden Sie weitere Programme zur Passwortverwaltung.

Wenn Sie sich Ihre Passwörter nicht merken können, sollten Sie beim Aufschreiben Folgendes beachten:

  • Passwort nicht als Passwort bezeichnen.
  • Nicht zusammen mit ergänzenden Zugangsdaten hinterlegen.
  • Keinesfalls direkt am Computer oder Handy aufbewahren.
  • Verschlüsseln Sie Ihr Passwort zusätzlich, z.B. durch Buchstaben-, Silben- oder Zahlendreher (schreiben Sie z.B. statt „15“ „51“).

TIPP: Wenn Ihr Service-Anbieter gehackt wurde oder Sie glauben, dass eine unbefugte Person Ihr Passwort herausgefunden hat – ändern Sie es sofort!


Weiterführende Links:

Warum unterschiedliche Passwörter verwenden?

Auch wenn es praktisch erscheint, kann die Verwendung von ein und demselben Passwort für unterschiedliche Benutzerkonten gefährlich werden. Werden etwa die Benutzerdaten eines Online-Anbieters gehackt, haben die Angreifer automatisch Zugriff auf weitere Accounts, falls dort dasselbe Passwort verwendet wird. In vielen Fällen wird statt eines Benutzernamens die E-Mail-Adresse verwendet, weshalb sich Kriminelle schnell auch Zugang zum E-Mail-Konto verschaffen können.

Idealerweise sollte für jedes Benutzerkonto ein eigenes, sicheres Passwort verwendet werden. Ein Passwort-Safe hilft bei der Verwaltung der Zugangsdaten. Wer nicht dutzende verschiedene Passwörter verwalten möchte, kann auch Passwort-Gruppen bilden. Dabei wird dasselbe Passwort für eine bestimmte Gruppe von Benutzerkonten verwendet, z.B. unwichtige Accounts / wichtige Accounts / Spiele-Websites / E-Mail-Konten etc.

Vermeiden Sie auch die Verknüpfung mehrerer Online-Dienste über ein und dieselbe E-Mail-Adresse bzw. verwenden Sie nicht Ihren Account in einem Sozialen Netzwerk (z.B. Facebook oder Twitter), um sich für weitere Plattformen zu registrieren.


Weiterführende Links: 

Was ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (auch: Zwei-Schritte- oder Zwei-Wege-Authentifizierung) ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum Schutz von Benutzerkonten: Zusätzlich zum Passwort muss beim Login eine weitere Sicherheitskomponente eingeben werden, z.B. ein PIN-Code. Dieser Code wird etwa auf die im Konto hinterlegte Handynummer des/der Nutzer/in gesendet oder es kommt ein Code-Generator zum Einsatz (z.B. die Facebook-Anmeldebestätigungen). Selbst wenn Passwörter in die falschen Hände gelangen, haben Unbefugte auf diese Weise keinen Zugriff auf das Benutzerkonto.

Anleitungen zur Aktivierung und Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung: 

Eine umfassende Liste an Online-Diensten, die eine Zwei-Schritte-Authentifizierung anbieten, findet sich auf der Website twofactorauth.org.


Kostenlose Apps für die Zwei-Schritte-Authentifzierung:

Weiterführende Links:

Öffentliche Computer / WLAN-Netze

Öffentliche Computer – was ist zu beachten?
  • Speichern Sie nie Ihre Login-Daten. Haben Sie sich auf einer Website mit Zugangsdaten (z.B. Soziales Netzwerk, Webmail …) eingeloggt, melden Sie sich auch stets wieder ab („Logout“). Es reicht nicht, einfach nur das Browserfenster zu schließen oder eine andere Internetadresse einzugeben. Deaktivieren Sie in jedem Fall auch automatische Anmeldefunktionen (z.B. bei Instant Messengern).
  • Rufen Sie Ihren Webmail-Dienst nie über eine Suchmaschine auf. Bei öffentlichen Computern besteht immer die Gefahr, dass der PC bereits mit Schadsoftware infiziert ist. Diese kann z.B. die sichere Verbindung (SSL) Ihres E-Mail-Kontos aushebeln, wenn Sie Ihren Webmail-Dienst über eine Suchmaschine aufrufen. Tippen Sie daher die URL Ihres Webmail-Dienstes immer direkt in die Adresszeile des Browsers ein.
  • Lassen Sie den Computer während der Nutzung niemals unbeaufsichtigt. Wenn Sie fertig sind, melden Sie sich bei allen Websites und Programmen ab und schließen alle Fenster, die vertrauliche Daten enthalten könnten.
  • Beseitigen Sie Ihre Spuren. Der Browser merkt sich automatisch Passwörter und Websites, die Sie besucht haben, selbst nachdem sie geschlossen wurden und Sie sich abgemeldet haben. Klicken Sie z.B. im Internet Explorer auf „Extras“ und „Internetoptionen > Allgemein“ und löschen Sie dort den gesamten Browserverlauf. Bei Firefox finden Sie diese Möglichkeit unter „Extras > Einstellungen > Datenschutz“. Bei Google Chrome funktioniert dies unter „Einstellungen > Erweiterte Einstellungen anzeigen (ganz unten) > Datenschutz > Browserdaten löschen“.
  • Besser noch, erzeugen Sie keine Spuren. Moderne Browser, wie z.B. Internet Explorer 9 oder Firefox 8.0.1, können in den „In Private Browsing“-Modus geschalten werden. So werden erst gar keine Informationen (z.B. Cookies, temporäre Internetdateien, Verlauf) auf dem Computer gesammelt. Um diese Funktion zu aktivieren, klicken Sie bei Internet Explorer auf „Sicherheit > InPrivate Browsen“, bei Firefox auf „Extras > Privaten Modus starten“. In Google Chrome klicken Sie auf „Einstellungen > Neues Inkognito-Fenster öffnen“.
  • Lassen Sie niemanden zuschauen. Achten Sie bei der Nutzung eines öffentlichen Computers immer darauf, dass Ihnen niemand Fremdes über die Schulter schaut und dabei vertrauliche Daten ausspionieren könnte.
  • Seien Sie generell sparsam mit der Eingabe von persönlichen Daten, denn so sind Sie in jedem Fall geschützt – auch vor Gelegenheitshackern, die eventuell nach Ihnen denselben öffentlichen Computer benutzen. Bank- oder Kreditkartendaten oder ähnlich vertrauliche Informationen sollten Sie am besten NIE auf einem öffentlichen Computer eingeben.

Weiterführende Links:

Öffentliche WLAN-Netze – was ist zu beachten?

Wenn Sie sich in ein öffentliches Drahtlos-Netzwerk („Hotspot“) einwählen,

  • surfen Sie am besten über ein Betriebssystem-Nutzerkonto mit eingeschränkten Zugriffsrechten,
  • deaktivieren die Datei- und Verzeichnisfreigaben für Netzwerke
  • und geben Daten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Websites ein (erkennbar an "https://" und einem Schloss-Symbol entweder neben der Adressleiste oder am unteren Bildschirmrand)

– denn viele öffentliche Verbindungen sind nicht geschützt! Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihre Anti-Viren-Software und die Firewall auf dem neusten Stand sind.

Datenspuren am Computer

Wie beseitige ich Internetspuren am Computer?

Cookies
Cookies sind kleine Dateien auf Ihrem Computer, die sich beim Besuch bestimmter Websites (z.B. Online-Shops, Soziale Netzwerke etc.) „merken“, welche Zugangsdaten eingegeben wurden, was Sie bestellt haben, wie lange Sie auf der Website waren, welche Unterseiten genau angeklickt wurden etc. Besuchen Sie später noch einmal diese Website, „weiß“ der Server dank der Cookies, dass Sie schon einmal dort waren und füllt Ihre persönlichen Daten automatisch ein. Das ist natürlich praktisch, aber denken Sie daran, dass dadurch auch andere Computernutzer/innen leicht an Passwörter o.ä. kommen können. Außerdem werden Cookies manchmal auch dazu missbraucht, Sie mit unerwünschter Werbung zu belästigen.

Im Browser lässt sich einstellen, dass Cookies entweder komplett verhindert, nur für die aktuelle Sitzung zugelassen oder nur Cookies von bestimmten Sites gesperrt bzw. zugelassen werden (Internet Explorer: „Extras > Internetoptionen > Datenschutz“, Firefox: „Extras > Einstellungen > Datenschutz“). Ebenso können Sie dort alle bisher gespeicherten Cookies von Ihrem Computer löschen.

Cache und Verlauf
Neben einer Liste der zuletzt besuchten Websites („Verlauf“) werden auch Teile dieser besuchten Sites („temporäre Internetdateien“) auf der Festplatte im „Cache“ gespeichert, um sie bei einem neuerlichen Aufruf schneller anzeigen zu können. Im Browser lässt sich einstellen, dass abgerufene Sites gar nicht erst im Cache gespeichert werden, keine Verlaufsliste erstellt wird oder beides nach jeder abgeschlossenen Sitzung wieder verschwindet (Internet Explorer: „Extras > Internetoptionen > Allgemein“; Firefox: „Extras“ > Einstellungen > Datenschutz“). In jedem Fall sollten Sie die automatisch gespeicherten Browserinformationen in regelmäßigen Abständen entfernen, damit andere Computernutzer/innen nicht nachverfolgen können, was Sie im Internet gemacht haben.

„Unsichtbares“ Surfen

Moderne Browser, wie z.B. Internet Explorer 9 oder Firefox 8.0.1, können in den „In Private Browsing“-Modus geschalten werden. So werden erst gar keine Informationen (Cookies, temporäre Internetdateien, Verlauf) auf dem Computer gesammelt. Um diese Funktion zu aktivieren, klicken Sie bei Internet Explorer auf „Sicherheit > InPrivate Browsen“, bei Firefox auf „Extras > Privaten Modus starten“.

Weiterführende Links:

Wie lösche ich meine Festplatte richtig?

Beim Löschen von Dateien werden in der Regel nur die Einträge im Inhaltsverzeichnis der Festplatte gelöscht. Die Daten selbst bleiben so lange bestehen, bis sie überschrieben werden. Eine Wiederherstellung ist mit verschiedenen Tools einfach möglich. Selbst das Formatieren der Festplatte löscht Dateien nicht endgültig. Bevor Sie Ihre Festplatte weitergeben oder entsorgen, sollten Sie daher einen „Datenshredder“ verwenden (z.B. das Gratis-Programm Eraser).